Katrin Saß gehörte zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen der DDR, auch wenn ihr Freiheitsdrang ihr die Heimat immer wieder zu eng werden ließ. In diesem schonungslosen Buch erzählt sie von ihrem beruflichen Aufstieg, aber auch von ihren schweren persönlichen Krisen. Der Leser begegnet einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit und leidenschaftlichen Frau, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere Bilanz zieht. Katrin Saß träumt schon als Kind davon Schauspielerin zu werden und verfolgt ihr Ziel mit aller Kraft. 1982 erhält sie auf der Berlinale den Silbernen Bären und ist mit 25 Jahren ein Star. Aber das Glück währt nicht lange - und es wird still um sie. Sie flüchtet in den Alkohol, was ihrer Karriere beinahe ein Ende setzt. Aber sie schafft es erneut, besiegt ihre Sucht und feiert 20 Jahre später neue Erfolge! Katrin Saß erzählt hastig, in kurzen Sätzen und karger Sprache, ohne sich an den einzelnen Stationen ihres Lebens lange aufzuhalten. Wir wüssten gerne mehr, sei es über ihre Arbeit mit bekannten Schauspielern und Regisseuren oder über private Dinge. Doch nur selten gönnt sie uns einen tieferen Einblick in ihre Gedanken oder Gefühle. Der Leser ist unzufrieden, denn er bekommt keine direkten Antworten. Aber vielleicht ist es ja gerade das, was sie zu einer so wunderbaren Schauspielerin macht: Katrin Saß ist nicht an Selbstdarstellung interessiert. Viel wichtiger ist es ihr, in eine Rolle zu schlüpfen, sich durch ihre Schauspielkunst auszudrücken. Ein Thema gibt es allerdings, mit dem sie die Leser in ihren Bann zieht: Ob sie ihre Siege feiert, sich Mut antrinkt oder ihre Enttäuschungen mit einem Gläschen fortspült, der Alkohol ist immer dabei. Ständig spürt man die drohende Gefahr, fürchtet den Absturz. Die schonungslose Offenheit, mit der sie über ihre Sucht erzählt, ist beeindruckend und verdient großen Respekt. -Ute Maatz
Buch:
Harenberg Kulturführer Klaviermusik: Werkbeschreibungen von über 750 Werken der Klaviermusik, Biografien von 100 Komponisten
Ausgabe vom 20. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 257564
Aus der Amazon.de-Redaktion Das Klavier ist neben der Orgel wohl das einzige Instrument, das wie ein Orchester viele Stimmen in sich vereinigt und mit dem ein einzelner Spieler ein voll entwickeltes musikalisches Ganzes reproduzieren kann. Vielleicht ist das Instrument deshalb so beliebt; jedenfalls haben fast alle Komponisten ihm bedeutende Werke anvertraut. Für alle jene, die mehr über das immense Klavierrepertoire erfahren möchten, dem sei der Harenberg Klaviermusikführer empfohlen. Im Geleitwort schreibt eine der größten Pianistinnen unserer Zeit, Martha Argerich: "Jeder nähert sich der Musik auf seine Weise. Man muss nicht unbedingt dafür Klavier spielen können. Wenn es stimmt, dass derjenige mehr hört, der mehr weiß, dann ist es von diesem Klaviermusikführer ein kleiner Schritt in den Konzertsaal und ein großer zur Freude an der Musik." Wie wahr! Und so findet sich zu Beginn des über 1.000 Seiten umfassenden Kompendiums eine fundierte und wunderbar illustrierte Geschichte der Klaviermusik, die von den Anfängen in der Renaissance bis in die heutige Zeit reicht und den Jazz dabei nicht vernachlässigt. Schwerpunkt des Nachschlagwerkes sind die 180 Komponisten, die mit 600 Werken vertreten sind. Der Bogen reicht von Isaac Albéniz und Johann Sebastian Bach über Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin, Liszt und Wagner bis zu den zeitgenössischen Komponisten. Die alphabetisch geordneten Komponistenartikel bieten jeweils ein Komponistenporträt, das sich vornehmlich auf sein musikalisches Schaffen beschränkt; eine Einordnung des Klavierschaffens, ein weitgehend vollständiges Werkverzeichnis und übersichtlich strukturierte Besprechungen der Klavierwerke. Dies ist alles leserfreundlich aufbereitet - einer der größten Vorzüge der Harenberg-Kulturführer. Über 1.000 Abbildungen von Komponisten und Pianisten, Notenhandschriften und anderen Dokumenten illustrieren das Geschriebene und laden zum Stöbern ein. Parallel zum Buch erscheint, wie bereits in den anderen Musik-Führern, eine separat erhältliche 12-CD-Edition, in denen die wichtigsten Klavierwerke oder in sich abgeschlossene Stücke, etwa 230 Sätze an der Zahl, zu Gehör gebracht werden. -Teresa Pieschacón Raphael
Buch:
Bruckner, Anton: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Autor:
Karl Grebe, Ausgabe vom 1. Juli 1972, Broschiert, Verkaufsrang 197787