Aus der Amazon.de-Redaktion Gäbe es eine "Hall of fame des Bergsports", Hermann Buhl hätte einen Logenplatz sicher. So bleibt ihm auf jeden Fall das Image als "Kletter-Legende" und als ewiges Sportidol sowie der Beiname "König der Berge". Zu Recht, schließlich hat der 1957 im Alter von nur 33 Jahren gestorbene österreichische Alpinist einmalige Leis-tungen in der internationalen Bergsteigergeschichte vollbracht. Buhl eröffnete und wiederholte nicht nur eine Vielzahl von schweren Routen in den Alpen. Er war viel-mehr der erste, der einen Achttausender - und noch dazu den extrem schwierigen Nanga Parbat - allein und ohne künstlichen Sauerstoff erstbestiegen hatte. Dem folgte mit dem Broad Peak noch ein zweiter Achttausender, wobei Hermann Buhl neben Kurt Diemberger und Gyalzen Norbu überhaupt der Einzige ist, der zwei Achttausender erstbestiegen hat. Diese extreme Leidenschaft für das Bergsteigen ließ sich bereits in seinem im Jahr 1954 unter demselben Titel erstmals erschienenen Buch erkennen, dem übrigens eine Vielzahl an Neuauflagen und Übersetzungen folgten. Die vorliegende Neuausga-be ist nun jedoch um bemerkenswerte Teile erweitert worden: um Hermann Buhls persönliche Tagebuchaufzeichnungen von der Nanga-Parbat-Expedition 1953 und um Kurt Diembergers Bericht von der österreichischen Karakorum-Expedition 1957 zum Broad Peak und Chogolisa, wo Buhl tödlich abgestürzt ist. Auch während dieser Ex-peditionen hat Buhl Tagebücher geführt, die nun hier erstmals veröffentlicht werden ? für viele eine Sensation in der Bergliteratur. Fazit: In der Sammlung wichtiger Bergbücher darf diese Ausgabe auf keinen Fall feh-len. Aus diesem Werk werden selbst diejenigen, denen die 1954er-Originalausgabe bereits bekannt ist, noch viel Neues und Spektakuläres erfahren. - Christian Haas
Buch:
Der Zeuge von Lens
Autor:
Tibor Meingast, Ausgabe vom 31. März 2011, Broschiert, Verkaufsrang 51788
Aus der Amazon.de-Redaktion Am Jahrestag seiner Krebsdiagnose feierte Lance Armstrong ein großes Fest. Auf die Torte ließ er "Carpe Diem" schreiben. Weil Jede Sekunde zählt, wenn man erfahren hat, wie endlich das Leben ist, wie schnell es passieren kann, dass man dem eigenen Tod gegenübersteht. Aus medizinischer Sicht gilt Armstrong als geheilt, aber der Krebs lässt ihn nicht los. Er ist das Hauptthema auch dieses zweiten Teils seiner Autobiografie - aber nicht in der Rolle eines Feindes, den man unter großen Qualen besiegt hat, sondern eher als Geschenk. So paradox es klingt, rückblickend sagt Armstrong, der Krebs sei das Beste, was ihm im Leben passiert sei, und dass er ohne ihn auch niemals die Tour de France gewonnen hätte. Von den allermeisten Promi-Biografien unterscheidet sich diese hier eindeutig: Zum einen ist sie sehr gut geschrieben (sicher das Verdienst von Journalistin und Koautorin Sally Jenkins). Andererseits hat dieser Mann wirklich etwas zu erzählen. Und zwar zusätzlich zu seinen Tour de France-Berichten, deren intime Details jeden Radsportfan interessieren werden. Eine Botschaft, eine Lebensphilosophie wird uns hier näher gebracht. Aber in keiner Zeile möchte Armstrong sie dem Leser aufdrängen. Er sagt nur immer wieder: Schaut her, das ist mir widerfahren und so hat es mich verändert. Als Helden sieht er sich nicht, auch wenn aus solchem Stoff natürlich unsere medialen Heroen gemacht werden: todkrank und ein paar Jahre später Dominator des Profiradsports. Das Sportidol präsentiert sich in Jede Sekunde zählt auch als "ganz gewöhnlicher Bursche", dem im Schatten des Erfolges fast seine Ehe kaputt geht, der gar nicht so cool und kontrolliert ist, wie er in der Öffentlichkeit und vor allem im Fahrradsattel wirkt. Der Leser hat tatsächlich den Eindruck, einiges über den Menschen Lance Armstrong zu erfahren - und das ist schließlich neben dem Unterhaltungsaspekt, was man sich von einer Autobiografie erhofft. -Christian Stahl
Buch:
Segeln lebenslänglich: Biografie eines großen Seglers
Autor:
Bobby Schenk, Judith Duller-Mayrhofer, Ausgabe vom 13. Januar 2011, Gebunden, Verkaufsrang 194578