Michael J. Fox, Ausgabe vom 2002, Gebunden, Verkaufsrang 213181
Aus der Amazon.de-Redaktion Es war nicht der Kater nach dem Besäufnis vom Vorabend, der die Zuckungen im kleinen Finger hervorrief. Auch keine Verletzung nach der gestrigen harmlosen Balgerei mit seinem Filmpartner Woody Harrelson. Dies wurde Michael J. Fox langsam klar, als er an jenem Novembermorgen 1990 in der Luxussuite seines Hotels in Florida erwachte. Das unheimliche Zucken begleitete ihn fortan, ergriff in der Folgezeit auch die restlichen Finger - und schließlich den gesamten Körper. Was der berühmte Schauspieler damals nicht in vollem Ausmaß ahnen konnte: An jenem unheilvollen Morgen zeigten sich die ersten sichtbaren Anzeichen der heimtückischen Krankheit, die innerhalb von zehn Jahren seine Karriere beenden und sein Leben radikal umkrempeln sollten. Young-Onset-Parkinson gilt als seltene Frühform der Krankheit, die gewöhnlich erst bei älteren Menschen auftritt. Als die Schüttellähmung bei Fox ausbrach, war er gerade dreißig. Bis zum September 1998 konnte der kleinwüchsige Schauspieler, der mit Filmen wie Doc Hollywood und der Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie auf der Höhe seines Ruhms stand, seinen Zustand verbergen: Die Schilderung seiner Ängste vor plötzlich auftretenden Zuckungen in der Öffentlichkeit gehören zu den beklemmendsten Momenten des Buches. Schließlich trat Michael J. Fox an die Öffentlichkeit. Die Anzeichen waren inzwischen unübersehbar geworden. Eines muss man dem heute 41-Jährigen, der sich im Jahr 2000 aus dem Filmgeschäft zurückzog und eine Stiftung zur Ursachenbekämpfung der Parkinson-Krankheit ins Leben rief, attestieren: Trotz seines schweren Schicksales hat er sich einen bewundernswerten Grundhumor bewahrt - und er ist zweifelsohne noch immer ein Mann des Films. Sein Buch, eine rasche Schnittfolge aus Biografie, Krankheitsverlauf sowie höchst amüsanten Innenansichten aus der Filmbranche, strotzt vor szenischen Gags und ironischer Kampfansage. Der bewegende Erkenntnisbericht des ewigen Kindes Marty McFly, von einer hedonistischen Glamourwelt umhätschelt und am Ende hochgradig alkoholgefährdet, das erst durch die Krankheit und die Hilfe seiner Frau Tracy zu Michael J. Fox heranreifte, wird noch lange beschäftigen. -Ravi Unger
Buch:
Frei ist nur der Blick zum Himmel: Sieben Jahre Haft in Thailand
Autor:
Sandra Gregory, Michael Tierney, Ausgabe vom 15. Aug. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 71664
Buch:
Ich war Staatsfeind Nr - 1: Der Stich des Skorpion Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi: Der Stich des Skorpion - Als Fluchthelfer auf der Todeslister der Stasi
Autor:
Wolfgang Welsch, Ausgabe vom März 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 20210
Als Fluchthelfer auf der Todesliste der Stasi. Der Stich des Skorpion Erscheinungsjahr: 2010 5. Aufl. m. Abb. Gewicht: 325 gr / Abmessungen: 190 mm x 120 mm x 26 mm Von Welsch, Wolfgang Eine deutsch-deutsche Karriere: Vom verurteilten Republikflüchtling zum erfolgreichsten Fluchthelfer und verhaßten Staatsfeind Nummer 1. Die Lebensgeschichte von Wolfgang Welsch ist der authentische, ungemein dicht und packend geschriebebne Bericht eines Mannes, der auf der Todesliste der DDR-Staatssicherheit ganz oben stand - und überlebte. Spannung (Geheimdienste, verdeckte Aktionen), Grusel (Folter, unmenschliche Haft), Action (Mordanschläge, Fluchtdramen), Geschichte (DDR, Kalter Krieg, Fall der Mauer): Alles drin! Wer sich auch nur ein bisschen für Zeitgeschichte interessiert, der dürfte den Kauf nicht bereuen. Wolfgang Welsch hat für seine Überzeugungen sieben Jahre seiner Jugend wortwörtlich hingegeben: Statt nach drei schrecklichen Jahren in Stasi-Knästen auszureisen (er ist bereits vom Westen freigekauft!), bleibt er in der DDR - um einen entlarvenden Film zu drehen. Als Leser steht einem schier das Herz still: Wer wäre nicht bis ans Ende der Welt gerannt, um aus diesem Folter-Reich zu entkommen? Er ist nicht lange draußen. Jahre im Zuchthaus Brandenburg folgen bis zur Abschiebung in den Westen 1971 auf Initiative von Willy Brandt. Bei der Schilderung des Haftalltags, der Gerichtspraxis und der Verhörmethoden steht Welschs Buch lediglich in einer Reihe mit Berichten anderer Zeitzeugen. Wesentlich seltener zu lesen sind jedoch Berichte über die linke Atmosphäre der 70er Jahre in der Bundesrepublik. Von Opfern des DDR-Systems will man zu jener Zeit nichts mehr hören. Welsch wird während des Studiums von DKP Professoren schikaniert. Einzigartig aber ist das Buch als authentischer Bericht eines der erfolgreichsten Fluchthelfers (der spannendste Teil). Die Stasi jagt ihn mit Killerkommandos. Nur mit unglaublichem Glück überlebt er und das gleich drei Mal! Die Geschichte selbst hat für die Pointe gesorgt: Nach 1990 setzt Welsch die Strafverfolgung der Mörder durch. Der unmittelbare Täter wird verurteilt, der Führungsoffizier erhängt sich in der Zelle. Es gibt Stellen im Buch, da wankt der Boden und die seelischen Kosten werden sichtbar, die ein Leben im Dienst einer Moral, eines Gedankens, einer Besessenheit mit sich bringt. Da wird der Text selbstgerecht im Ton und verliert an Glaubwürdigkeit. Die Lebensleistung des Verfassers mindert das nicht und auch nicht die Faszination des Berichtes. -Michael Winteroll
Buch:
.. - und tanze durch die Tränen: Auf dem Weg zur Heilung