Roman Erscheinungsjahr: 2007 Gewicht: 229 gr / Abmessung: 19 cm Von Hartmann, Lukas Ein idyllisches Dorf in der Schweiz und drei Jungen, die sich einig sind: gemeinsam belauern sie eine Fremde, die aus Deutschland zu Besuch gekommen ist. Sie heißt Emma Görres, und ihr kantiger Gang, ihre Stimme vieles legt nahe, dass Görres gar keine Frau sondern ein Mann ist. In letzter Zeit wird viel von den Verbrechen der Nazis geredet. Und begeistert verfolgen die Jungen einen Plan: Görres als untergetauchten Hitler zu enttarnen. Aber aus dem spielerischen Abenteuer der Bespitzelung und Verfolgung wird nach und nach tödlicher Ernst. In einem kleinen Dorf im Emmental wird ein Mensch in den Tod getrieben. Mit diesem Paukenschlag beginnt Lukas Hartmanns Roman. Ich-Erzähler Simon lässt die blutige Tat nicht mehr los. Deshalb blickt er zurück auf seine Jugend, rekonstruiert den Tathergang und recherchiert in Brandenburg, der mutmaßlichen Heimat des geheimnisvollen Opfers. Und so kommt Simon der Wahrheit ein Stück näher. Wir schreiben das Jahr 1967. Tannwiler ist ein verschlafenes Dorf in der Schweiz. Im Anschluss an eine Dokumentation über die NS-Zeit kommt drei heranreifenden Emmentalern ein schrecklicher Verdacht - und eine unglaubliche Geschichte nimmt ihren Lauf. Angestachelt wird die Fantasie der drei Freunde durch den Besuch einer alten Dame, einer stets schwarz gekleideten Deutschen. Viele Einheimische meinen, die schwarze Frau mit den zwei scharfen Schäferhunden störe den Dorffrieden. Doch im Gegensatz zu Dürrenmatts Klassiker wird bei Hartmann die alte Dame zur Gejagten. Oder ist sie ein Mann? Oder hat der Besuch etwas zu verbergen? Hartmann gelingt eine sensible Studie dreier heranwachsender Jungen, die die Enge ihres Dorfes zu spüren beginnen. Simons Vater, der überkorrekte Schweizer Dorflehrer, wird dabei als Typ besonders lebendig. Viel Wert legt Autor Hartmann darauf zu zeigen, wie sich in konspirativer Atmosphäre die Wahrnehmung der drei Jungen fatal verschiebt. Aber auch wenn ihr Verdacht ein wenig konstruiert ist - erst so wird die Lebensgeschichte der Schulfreunde echt spannend. Zudem bleibt für Simon die Tat nicht folgenlos, denn er erkennt seine Schuld. Doch kommt es auch zur Sühne? Das verschlafene Dorf im Emmental jedenfalls vergisst die traurige Tat - und kehrt wie der Leser nach kurzer Zeit zum Alltag zurück. -Herwig Slezak
Buch:
Ich bin meine eigene Frau: Ein Leben
Autor:
Charlotte von Mahlsdorf, Ausgabe vom 1. Mai 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 406732
Aus der Amazon.de-Redaktion In einem kleinen Dorf im Emmental wird ein Mensch in den Tod getrieben. Mit diesem Paukenschlag beginnt Lukas Hartmanns Roman. Ich-Erzähler Simon lässt die blutige Tat nicht mehr los. Deshalb blickt er zurück auf seine Jugend, rekonstruiert den Tathergang und recherchiert in Brandenburg, der mutmaßlichen Heimat des geheimnisvollen Opfers. Und so kommt Simon der Wahrheit ein Stück näher. Wir schreiben das Jahr 1967. Tannwiler ist ein verschlafenes Dorf in der Schweiz. Im Anschluss an eine Dokumentation über die NS-Zeit kommt drei heranreifenden Emmentalern ein schrecklicher Verdacht - und eine unglaubliche Geschichte nimmt ihren Lauf. Angestachelt wird die Fantasie der drei Freunde durch den Besuch einer alten Dame, einer stets schwarz gekleideten Deutschen. Viele Einheimische meinen, die schwarze Frau mit den zwei scharfen Schäferhunden störe den Dorffrieden. Doch im Gegensatz zu Dürrenmatts Klassiker wird bei Hartmann die alte Dame zur Gejagten. Oder ist sie ein Mann? Oder hat der Besuch etwas zu verbergen? Hartmann gelingt eine sensible Studie dreier heranwachsender Jungen, die die Enge ihres Dorfes zu spüren beginnen. Simons Vater, der überkorrekte Schweizer Dorflehrer, wird dabei als Typ besonders lebendig. Viel Wert legt Autor Hartmann darauf zu zeigen, wie sich in konspirativer Atmosphäre die Wahrnehmung der drei Jungen fatal verschiebt. Aber auch wenn ihr Verdacht ein wenig konstruiert ist - erst so wird die Lebensgeschichte der Schulfreunde echt spannend. Zudem bleibt für Simon die Tat nicht folgenlos, denn er erkennt seine Schuld. Doch kommt es auch zur Sühne? Das verschlafene Dorf im Emmental jedenfalls vergisst die traurige Tat - und kehrt wie der Leser nach kurzer Zeit zum Alltag zurück. -Herwig Slezak