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Aus der Amazon.de-Redaktion Innerhalb von nur einem Jahr ist es Lady Gaga gelungen, die Popwelt mit ihrem Debütalbum The Fame und Singles wie Poker Face und Just Dance ordentlich aufzumischen und sich weltweit als neue Popikone zu etablieren. Die Fans warten schon lange Händeringend auf einen musikalischen Nachschlag, den die Sängerin nun endlich mit der 8-Track-EP The Fame Monster serviert. Acht erstklassige Nummern, mit denen Lady Gaga einmal mehr ihre Ausnahmestellung im Popzirkus untermauert. Bereits der Opener, das ungemein mitreißende Bad Romance, zugleich auch die erste Singleauskopplung, zeigt, wohin die musikalische Reise geht. Lady Gaga rückt auch in den folgenden sieben Stücken die Dance-Elemente behutsam aber deutlich vernehmbar immer weiter in den Vordergrund. Der Eingängigkeit von Songs wie "Monster" oder "Dance In The Dark" schadet diese leichte Richtungskorrektur aber nicht im geringsten. Dass sie auch ohne mächtige Dancebeats durchaus bestehen kann, zeigt sich bei der mit Streicher-Sounds angereicherten Midtempo-Hymne "Speechless". Aber auch die zusammen mit Beyonce eingespielte Nummer "Telephone", kongenial produziert von Rodney "Darkchild" Jerkins, erfüllt die Erwartungen zu 100 Prozent. Ein weiteres Highlight hat sich die Künstlerin mit dem lässig swingenden Titel "Teeth", in Szene gesetzt von Teddy Riley, bis zum Schluss aufgehoben. Ein mehr als würdiger Abschluss für diese EP, auf der sich Lady Gaga wieder einmal von ihrer besten Seite zeigt. Als Bonus enthält die Deluxe Edition von The Fame Monster übrigens das komplette Debütalbum The Fame. - Franz Stengel
CD:
If You Stayed
Menowin, Audio CD, Verkaufsrang 45369
Preis:
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Wenn auf Partys gar nichts mehr geht, dürfen die Black Eyed Peas in keinem D.J.-Notfallkoffer fehlen. Sie gelten als absolut sichere Maßnahme zur Wiederbelebung kritischer Stimmungslagen, weil deren Album The E.N.D. aus dem Jahr 2009 mühelos jeden toten Punkt zu noch so später Stunde überwindet. The energy never dies! Nun wollen die Elektro-Hip-Hopper mit ihrem aktuellen Album The Beginning eine Schippe nachlegen. Aber wie das nun einmal so ist; -auf einen Jahrhundertsommer folgt meist einer, der als eher durchschnittlich in die Annalen eingeht; für die Einen zu regnerisch, für die Anderen mit zu vielen Mücken und die Dritten gar zu kurz. Und so spekulierten spitze Zungen des Boulevards bereits unmittelbar nach Veröffentlichung der neuen Scheibe ungeniert über mögliche Zusammenhänge zwischen dem Tinnitus von Frontman Will.i.ams, einer Störung der Hörfunktion mit permanentem Piepton im Ohr und den Songs, die sich darauf befinden. Will sagen: Muss man was mit den Ohren haben, um so etwas abzuliefern? Eine ziemlich müßige Frage, in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Band auf der jüngsten Forbes-Liste unter den Top Ten der bestverdienenden Musiker befindet. Zumindest dieser Rolle werden die Black Eyed Peas auf ihrem Album The Beginning voll und ganz gerecht. Die Hit-Maschine ist wieder einmal perfekt geölt, auch wenn das nicht jedem gefallen dürfte. Zum Beispiel jenen, die sich wehmütig an die Anfänge der Band erinnern, als diese sich mit ihrer Musik das Attribut "Alternative" noch mit Fug und Recht auf die Fahnen schreiben durfte. Dass besagte Zeiten endgültig passé sind, macht gleich das erste Stück unmissverständlich klar; "The Time (Dirty Bit)", eine Cover-Version aus "Dirty-Dancing", Tanz-Klamotte und Kino-Kassenschlager des Jahres 1987 schlechthin. All jenen Hörern, denen der Einsatz von Vocoder und Auto-Tune endgültig zum Halse heraushängt, steht auf diesem Album eine leidvolle Tour de Force bevor, da sich dieses Stilmittel wie ein roter Faden durch das gesamte Album zieht, für die Black Eyed Peas offenbar der Inbegriff musikalischer Innovation. Am ehesten zu faszinieren vermögen Songs wie das reine Hip-Hop-Destillat "XOXOXO" und "Fashion Beats", was bei diesem Stück nicht zuletzt an dem Charme des Chic-Songs "My Forbidden Lover" liegt, dessen Samples hier verbraten werden. Gesangliche Qualitäten Fergies werden vor allem auf "Someday" und "The Best One Yet (The Boy)" hörbar, ein dezenter Fingerzeig in die richtige Richtung, hinaus aus den sich verwirrend ähnelnden Gängen des musikalischen Pixel-Labyrinths. - Andreas Schultz Black Eyed Peas sechstes Studioalbum mit fulminanter erster Single "The Time(Dirty Bit)"Soeben wurde es amtlich, dass die Black Eyed Peas mit ihrem Album The E.N.D. in Deutschland Doppel-Platin erreicht haben und schon folgt das nächste Highlight. Noch dringen nur wenige Details zu The Beginning an die Öffentlichkeit und lassen die Spannung auf die neuen Songs der Peas ansteigen. Die Single "The Time(Dirty Bit)" ist ein erster Appetithappen und glänzt durch ein Sample des "Dirty Dancing" Titeltracks "(I've had) The Time Of My Life", aber BEP-Chef will.i.am hat bei The Beginning natürlich noch weitere überraschende Highlights im Gepäck. Über die Single "The Time(Dirty Bit)" sagt Fergie: "Mit dem Song feiern wir diese tolle Zeit in unserem Leben. Wir waren auf der ganzen Welt auf Tour, standen in den größten Stadien voller Menschen, die nur gekommen waren, um uns zu sehen - das ist das allergrößte! Nach den Shows ging's in die Clubs, um mit den Fans zu feiern, das sind die Momente an die wir uns erinnern wollen." Black Eyed Peas gelten als eine der größten Bands weltweit-ohne dabei müde zu werden sich neu zu entdecken.
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Singer-Songwriter sind für gewöhnlich authentische Straßenmusikanten, zeitlose Surferjungs oder faszinierende Einsiedler. Milow allerdings ist ein Singer-Songwriter der anderen Sorte. Er ist ein full option All-in-one-Modell und kombiniert künstlerische Integrität mit Erfolg. Und Erfolg mit totaler Unabhängigkeit. Milow is born in the eighties, wächst in den Neunzigern musikalisch mit Radiohead und Nirvana auf und findet bald zu einigen Grundfesten. Alles beginnt mit vier Wänden und sechs Saiten, der Tatsache, dass er den jungen Bruce Springsteen und den ewig jung gebliebenen Neil Young verehrt, dass seine Akustikgitarre sein bester Freund ist und dass er seine Zukunft in der Musik sieht. "Instead of a future, I?ve got a guitar?. Im Wesentlichen ist Milow ein old school Songwriter. Er schreibt pointierte Popsongs, die durch starke Bilder und dichterische Feinheiten auffallen. Inhaltlich weicht er gerne von traditionellen Wegen ab, um zu experimentieren, und auch geschäftlich zieht er sein Ding durch: Milow ist sein eigener Manager und Plattenboss. Eine goldene Regel in der Musikindustrie lautet: Mache erst deine Hausaufgaben, bevor du in die Welt ziehst. Und Milow hat seine Hausaufgaben gemacht! Sein künstlerisches Coming out erfolgt dementsprechend stilvoll. 2004 ist er Finalist beim wichtigsten Rockwettbewerb der Heimat von Jacques Brel und dEUS, seine stärkste Nummer wird gleichzeitig sein erster Nummer 1 Hit. Echte Talente treten eben jung auf die Bildfläche und legen die sofort die Karten auf den Tisch. Milow hat viel Talent und ein goldenes Händchen. Nach fünf Jahren hat er es in Belgien zu zwei goldenen Singles, zwei goldenen Alben und acht Music Industrie Awards (MIA) gebracht und ist bereits dreimal auf dem Werchter Festival aufgetreten. Zeit, nun die Grenzen zu erweitern. "Ayo Technology" (2009) ist das welttaugliche Cover einer welttauglichen Nummer von 50 Cent. Es erntet das Lob von Perez Hilton, dem berühmtesten Blogger der USA und von Topproduzent Kanye West. Die Single steigt in Belgien und den Niederlanden auf Platz 1 und bereitet den Rest von Europa auf die Ankunft von Milow vor. Und das Schönste: Auf dem Pinkpop 2009 (NL) tritt er nach seinem großen Held Springsteen auf. Denn Bruce schließt am 30. Mai den Tag auf der Main Stage ab, und Milow ist Opener am 31. Mai. It?s good to know Milow. Es ist bemerkenswert, wie viele und wie sehr Jugendliche sich mit seinen Texten identifizieren. Und wie sie durch ihn eine Musiktradition empfinden, die für Menschen aus den 80ern und 90ern allmählich zum Anachronismus geworden ist. Wenn ihr also auf der Suche nach einem begnadeten Performer und Geschichtenerzähler mit einer starken Band seid, you will like him. Wenn ihr authentische, zeitlose und faszinierende Nummern liebt, you will love him. Und wenn ihr Radiomacher mit einem Ohr für gute Nummern oder Journalisten mit einem Riecher für eine gute Story seid - he?s your man.
Clueso, Ausgabe vom 2008, Audio CD, Verkaufsrang 263
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SO SEHR DABEI Clueso war schon immer ein Musiker, der nicht auf grelle Effekte setzt, sondern lieber auf subtile musikalische Spannungsbögen und Texte, die auf angenehm ungekünstelte Weise alle Höhen und Tiefen des Alltags abdecken. Auf So sehr dabei vertraut er dieser nur leicht modifizierten Formel ein weiteres mal mit großem Erfolg. Waren schon die Vorgängeralben, allen voran Weit weg (2006), ein Quelle wahrer Freude, so hat sich der 28-jährige Musiker und Songwriter aus Erfurt diesmal selbst übertroffen. Mit Hilfe von Produzent Ralf Meyer (Xavier Naidoo, Die Fantastischen Vier) hat Clueso zusammen mit seiner Band in einer spanischen Finca 13 Songs eingespielt, die ihn so experimentierfreudig wie nie zuvor zeigen, ohne dass er dadurch seine Linie verliert. Ein Song wie "Geisterstadt", eine Hommage an Görlitz, wohin er sich mit Baris Aladay, dem Regisseur vieler seiner Videoclips, zum Schreiben von Texten zurückgezogen hatte, wird maßgeblich geprägt durch lange Instrumentalpassagen, die der Musik eine ganz neue Tiefe verleihen. Überhaupt verzichtet Clueso zunehmen darauf, sich zu sehr auf bewährtes zu verlassen. Diese neuerwachte Lust am Unbekannten führt dazu, dass die Songs wie zum Beispiel "Augen zu" oder das besonders bewegende "Niemand an dich Denkt" insgesamt freier und ungebundener klingen, was allerdings keinen Verlust von Eingängigkeit bedeutet. Das klassische Drei- bzw. Vier-Minuten-Songformat sprengt er trotz aller Experimente auf So sehr dabei nur drei mal. Besonders gelungen ist neben der wunderbaren Midtempo-Hymne "Keinen Zentimeter" die ungemein lässige Nummer "Jede Stadt". -Norbert Schiegl
Ute Freudenberg, Christian Lais, Audio CD, Verkaufsrang 884
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In Anlehnung an die Geschichte von Auf den Dächern von Berlin entstand mit viel Liebe zum Detail ein gemeinsames Duett-Album mit dem treffenden Titel Ungeteilt. Das Album überzeugt vom ersten bis zum letzten Ton mit zündenden Liedern, die textlich wie musikalisch eine ganz eigene Welt zeichnen.
CD:
Harter Weg (Limited Edition)
Broilers, Ausgabe vom 2011, Audio CD, Verkaufsrang 11320