Fritz Wunderlich, Evelyn Lear, Dietrich Fischer-Dieskau, Franz Crass, Audio CD, Verkaufsrang 120
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MAGIC FLUTE Karl Böhms 1964 entstandene Aufnahme der Zauberflöte zählt zu den zeitlosen Klassikern unter den Opernaufnahmen. Einer der Gründe dafür ist ihre prominente Sängerbesetzung, allen voran der früh verstorbene Tenor Fritz Wunderlich, zu dessen Paraderollen der Tamino gehörte. Er meistert die gefürchtete Arie "Dies Bildnis ist bezaubernd schön" mit unübertroffener Ausdrucksstärke und höchstem technischen Können. Dietrich Fischer-Dieskau, der den Papageno niemals auf der Bühne, sondern nur zweimal im Tonstudio gesungen hat, gibt sich auch weniger professoral als gewohnt und verkörpert den Vogelmenschen mit viel Humor, ohne gleichzeitig ein Psychogramm von ihm abzuliefern. Franz Crass, dessen sängerische Karriere durch eine mißlungene Operation früh zu Ende ging, interpretiert die beiden Sarastro-Arien mit einer wohlklingenden, warmen Baßstimme, die bis heute ihresgleichen sucht. Ähnlich erfreulich sind die sängerischen Leistungen von Roberta Peters (Königin der Nacht) und Evelyn Lear (Pamina), um nur noch zwei weitere Mitglieder des hervorragenden Ensembles zu nennen. Weiterhin zeichnet auch die Qualität des Ensemblegesangs die Aufnahme aus, zu hören etwa in dem berühmten "Quintett", in welchem Papageno, zunächst mit einem Schloß am Mund zum Summen gezwungen, versprechen muß, in Zukunft nicht mehr zu lügen. Der Librettist Emanuel Schikaneder nutzte die Ermahnung Papagenos zu allgemeinen moralischen Sentenzen über "Lieb und Bruderbund", und in dieser ergreifend musizierten Interpretation vermittelt sich dem Hörer ein kleines Stück heile Welt. -Michael Wersin
Anna Netrebko, Metropolitan Opera Orchestra, Audio CD, Verkaufsrang 636
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Anna Netrebko ist zweifellos der Popstar der klassischen Musik. Doch die russische Sopranistin ist vor allem eine veritable Opernsängerin. Sie liebt es, auf der Bühne zu stehen, prägnante Frauenrollen zu spielen und die grandiosen Klassiker von Verdi, Puccini u.a. zu interpretieren. Vor etwa zehn Jahren feierte sie ihren internationalen Durchbruch: Mit ihrem Debüt in der New Yorker Metropolitan Opera als Natascha in der Oper "Krieg und Frieden". Eine Arie aus diesem heute legendären Debüt erscheint jetzt auf der CD: Anna Netrebko ? Live aus der Metropolitan Opera. Zu diesem einmaligen Klangdokument einer steilen Karriere gehören weitere Juwelen aus beliebten Opern wie "Don Giovanni", "I Puritani", "Lucia di Lamermoor" oder "La Bohème", die teilweise zum ersten Mal überhaupt auf CD veröffentlicht werden. Die Sängerin zeichnet für die Auswahl der Stücke verantwortlich. Und sie wählte neben prägnanten Solo-Arien Duette und Terzette. Hier sind großartige künstlerische Momente zu hören und Partner wie Juan Diego Flórez, Joseph Calleja oder Robert Alagna. Anna Netrebko ? Live aus der Metropolitan Opera ist das Klangdokument einer spannenden künstlerischen Entwicklung. Weitere Highlights werden folgen.
8,97 EUR (Ab 20 € Bestellwert versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion Oh Solitude nennt der Countertenor Andreas Scholl sein jüngste Aufnahme mit Arien und Ausschnitten aus den Opern "Dido And Aeneas" und "Oedipus, King Of Theben" von Henry Purcell. Unter ihnen "Music For A While" aus "Oedipus"; es sei eines der schönsten Lieder, die je geschrieben wurden, sagt Scholl und fügt hölzern dazu: "Die Musik ist natürlich eine Botschaft. Purcell sagt seinem Publikum: 'Keine Bange, solange dieser Sänger meine Musik singt, ist alles gut. Euer Leid wird gelindert, und die Musik führt euch in eine höhere Sphäre?". Und im besten Marketing-Deutsch fügt er hinzu: "Wenn es eine Top Ten der besten Lieder aller Zeiten gäbe, müsste 'Music For A While' dabei sein"." Gewiss, Andreas Scholl mag nicht ein Meister der Worte sein, des Gesangs ist er es aber schon: Kaum zu atmen vermag man bei der schieren Schönheit seiner Stimme, seinem beseelten und unaffektiertem Vortrag, der sämtliche Affekte der Musik adelt und dieser Welt enthebt. Ein bisschen enttäuscht mich allerdings der Klagegesang der Dido aus "Dido und Aneas", Scholl interpretiert ihn unbeweglich, plan, schnörkellos, im Prinzip schon der wahre Ansatz. Nur übertreibt Scholl hier maßlos, die emotionale Eindringlichkeit geht bei so viel Understatement dann doch verloren und so bleibt es dem Orchester, der fabelhaften Accademia Bizantina unter der Leitung von Stefano Montanari vorbehalten, das Leid der Dido in Klang zu verwandeln. In der Suite "The Gordian Knot Unty'd" schließlich hat das Ensemble Gelegenheit, seine ganze Kunst zu entfalten. Eine ? trotz mancher Schwäche - wunderbare Aufnahme. - Teresa Pieschacón Raphael