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REQUIEM Andrew Lloyd Webber schrieb dieses dramatische und harmonische Werk, als er noch hauptsächlich für Jesus Christ Superstar bekannt war, also bevor der scheinbar endlose Run auf seine Broadwayshows begann. Obwohl sich Webber einige Freiheiten bei der Adaption des Textes und dem Arrangement im Vergleich zum originalen Requiem herausgenommen hat, so zeugt das Ergebnis doch von einem feinsinnigen und geschickten Händchen. Gerade im "Dies irae" und im "Lacrymosa" ergeben sich wundervolle Momente, wenn Stimmen und Orchester gefühlvoll vereint das verzweifelte, aber dennoch hoffungsvolle Gefühl, das der Text vermittelt, herüberbringen. In seiner Gesamtheit wird dieses Werk heutzutage selten aufgeführt, allerdings gelingt es Webber, wie so oft, auch hier, einen absoluten Ohrwurm zu platzieren - das "Pie Jesu"-, dessen Popularität alleine genügen würde, um dem Komponisten alle Annehmlichkeiten für den Rest seines Lebens zu garantieren. -David Vernier
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Aus der Amazon.de-Redaktion Kultivierte Umsetzung der Chorpartie, durchwachsene Leistung des Solistenquartetts - so lässt sich die vorliegende Neuaufnahme des Verdi-Requiems charakterisieren. Gleichzeitig ist damit schon gesagt, dass es sich auch bei dieser Einspielung nicht um eine wirklich geschlossene Interpretationsleistung handelt; eine solche ist im langen Aufnahmenkatalog dieses Werks nach wie vor schwer zu finden. Positiv hervorzuheben ist die Qualität des Schwedischen Rundfunkschors, unterstützt vom Eric Ericson Chamber Choir: Endlich einmal ist der Introitus des Requiems nicht ein mulmiges Vorgeplänkel, sondern erhält dank perfekter Intonation und differenzierter Gestaltung die ihm zustehende Aufmerksamkeit. Erfreulich sauber und unverbraucht agiert der Chor auch andernorts: Das "Sanctus" samt der heiklen Fuge gelingt hervorragend, ebenso das "Libera me". An diesem Ergebnis haben die stets dezent begleitenden Berliner Philharmoniker großen Anteil. Zu einem so wenig opernhaft singenden Chor sollte eine ebensolche Solistenbesetzung hinzukommen. Davon kann allerdings bei dieser Aufnahme nicht die Rede sein. Außerhalb der Diskussion um angemessene Gestaltung steht der Bassist Julian Konstantinov: Die zahlreichen Unsauberkeiten seiner Darbietung lassen nur den Schluss zu, dass er der Partie stimmlich nicht gewachsen ist. Überraschend einheitlich und klangschön präsentiert sich hingegen Roberto Alagna: Sowohl das "Ingemisco" wie auch das schwierige "Hostias" meistert er mit großer Geschlossenheit. Die rein stimmlichen Leistungen der beiden Damen sind auch höchst akzeptabel, aber spätestens an dieser Stelle muss einmal der grundsätzliche Interpretationsansatz beleuchtet werden: Genügt es, ein Requiem mit ein paar standardisierten Ausdrucksmitteln wie Seufzern, Schluchzern und dunklen Vokalen zu gestalten? Was bringt es, den verzagten, angsterfüllten Schluss des "Quid sum miser" mit opernhaften Portamenti zu verschleiern? Muss man, wenn Chromatik oder Seufzermotivik immanent für Ausdruck sorgen, noch einzelne Silben weinerlich hervorpressen, um Betroffenheit hörbar zu machen? Nein, und vor allem dann nicht, wenn dadurch an A-cappella-Stellen wie dem "Agnus"-Beginn die Intonation aus den Fugen gerät. Kurz: Eine etwas bescheidenere Gestaltung angesichts der Größe von Text und Musik wäre dringend angebracht gewesen. -Michael Wersin
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