Barbara Bonney, Carlo Maria Giulini, Wp, Audio CD, Verkaufsrang 8898
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Ein deutsches Requiem. Klassik-CD. AV Als Johannes Brahms am Karfreitag des Jahres 1868 im Bremer Dom der Uraufführung seines Deutschen Requiems beiwohnte, konnte er auf zwölf Jahre Arbeit zurückblicken. Die Idee zu dem Requiem liegt wohl in Brahms tiefer Beziehung zu dem Thema Tod, das er in der Vergangenheit immer wieder zum Gegenstand seiner Kompositionen machte. Dabei handelt es sich bei dem Deutschen Requiem nicht um ein Requiem im liturgischen Sinne und es liegt nicht in der Tradition der lateinischen Totenmesse - so wird Jesus Christus als Retter der Seelen nirgendwo als solcher benannt. Es ist vielmehr eine Meditation über den Tod, die sich Vorlagen protestantischer Traditionen bedient. Auf dieser Einspielung der Deutschen Grammophon sind die Wiener Philharmoniker unter der Leitung des vielfach preisgekrönten Carlo Maria Giulini zu hören. Zusammen mit der Sopranistin Barbara Bonney und dem Bariton Andreas Schmidt ist hier eine einmalige Besetzung zu Stande gekommen. Die Interpretation folgt immer wieder den Vorgaben von Prätorius und Schütz, die für Brahms so inspirierend waren. Der schlichte und kraftvolle Gesang des Wiener Staatsopernchores erinnert an den Vortrag von Oratorien und illustriert Giulinis Vorliebe für mächtige Klänge. Die großartige Besetzung und Interpretation des Werkes wird gestützt von der exzellenten Klangqualität dieser Aufnahme, die auch höchsten Ansprüchen gerecht wird. Ein umfangreiches Heft mit dem Text und vielen musikhistorischen Details runden das überaus positive Bild ab. -J. Schüring
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Aus der Amazon.de-Redaktion Das 19. Jahrhundert hat neben der musikalischen Romantik mit all ihren typischen Erscheinungen wie Virtuosentum oder Kunstliedschaffen auch einen starken Hang zum Historismus gehabt. In diesem Zusammenhang erfuhr die geistliche Chormusik, angeregt durch die "Wiederentdeckung" von Komponisten wie Palestrina oder Lasso, eine neue Blüte, orientiert am strengen Satz der Alten Meister, dennoch freilich im Gewand romantischer Harmonik und Melodiebildung. Der in Liechtenstein geborene und später in München ansässige Komponist Josef Gabriel Rheinberger(1839-1901) ist einer der späten Vertreter dieses A-cappella-Stils im Geiste der Renaissance, und seine bekannte doppelchörige Missa Es-Dur op. 109 zählt zu den schönsten Werken, die aus seiner Feder flossen. Der Kammerchor Stuttgart, unter Leitung seines Gründers Frieder Bernius zu einem der besten Chöre Deutschlands geworden, schuf eine wahrhaft begeisternde Einspielung dieser Messe. Perfekter Ensembleklang der von Bernius handverlesenen Sänger ergänzt sich mit exaktem Gestaltungswillen des Dirigenten zu einem betörend schönen Chormusikerlebnis. Weitere interessante Werke Rheinbergers wie das Stabat Mater g-moll, op.138 ergänzen den gut zusammengestellten Ausschnitt aus Rheinbergers umfangreichem Schaffen, und das bekannte Abendlied "Bleib bei uns, denn es will Abend werden, op.69,3" bildet den Schluß dieser hörenswerten CD. -Michael Wersin