Mit e. Vorw. v. Herfried Münkler Erscheinungsjahr: 2009 Einsteiger/Laien Gewicht: 290 gr / Abmessung: 19,5 cm Von Machiavelli, Niccolò Leseprobe: Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel "Der Fürst" Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmark Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle
Buch:
Michelangelo: Biographischer Roman
Autor:
Irving Stone, Ausgabe vom 1. Nov. 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 16892
Gesichter der Renaissance: Meisterwerke italienischer Portrait-Kunst; Katalog zur Ausstellung Berlin Bode-Museum 25.8.-20.11.2011, New York Metropolitan Museum of Art 19.12.2011-18.3.2012
Ausgabe vom Aug. 2011, Gebunden, Verkaufsrang 31086
Machiavelli bemüht sich in Der Fürst um eine rationale Sicht der Politikund Geschichte, auf die sich präzise Verhaltensregeln gründen lassen. DieReligionen und alle moralischen Prinzipien werden unvoreingenommen mitder erklärten Absicht analysiert, sie nach ihrem Wert für die Erhaltungdes Staats einzuschätzen. Grundlage und Ziel allen Verhaltens des in Gemeinschaftlebenden Menschen sei die Erhaltung und die Prosperität der Res publica.Die Frage nach der Erhaltung des Staats ist für Machiavelli so zentral,dass er den Herrscher unter der Voraussetzung des Staatsnotstands vom Zwangbefreien will, nach ethischen Normen zu handeln. An die Stelle christlicherTugenden als Voraussetzung für eine erfolgreiche Regentschaft tritt beiMachiavelli die Fähigkeit, politische Macht zu erwerben und zu erhalten.Daher billigt er Ruchlosigkeitenzum Guten genutzt werden. Niccolò Machiavellis 1532 erschienene Schrift "Il Principe" ist unter dem Titel Der Fürst Weltliteratur geworden. In seiner Radikalität, in seiner scharfen Trennung zwischen rein politischem Handeln und den Entscheidungen des Einzelnen, überstrahlt Machiavellis Werk die politiktheoretischen Schriften aller seiner Zeitgenossen. Machiavelli will klären, "was das oberste politischen Amt sei, wie viele Arten es davon gibt, wie und wann man es behält, und wie und wann man es verliert". Es geht ihm dabei um die Herrschaftsbildung und Herrschaftssicherung, um die Bewahrung des principato. Sämtliche Handlungen des Fürsten werden an ihrem politischen Zweck der Erhaltung der Herrschaft gemessen. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der moralische Wert sondern allein die Wirkung des Verhaltens. Dieser ausschließlich erfolgsorientierte amoralische Zweckrationalismus war es, der viel seiner Zeitgenossen zutiefs verstörte. Schon vor Jahrhunderten wurde "Machiavellismus" zu einem Synonym für Verschlagenheit und Hinterlist, für Amoral und Rücksichtslosigkeit in der Politik. Man hat sich angewöhnt, jede skrupellose Machtpolitik als "machiavellistisch" zu bezeichnen, jene berühmte oder vielmehr berüchtigte "Realpolitik", die sich auf Machiavellis "Il Principe" berufen zu können glaubt. Jedes Jahrhundert hat Machiavellis Schrift anders ausgelegt. In jüngster Zeit wurde sie, wie viele andere Klassiker der Staats- und Kriegskunst auch, erfolgreich von der Managementlehre adaptiert. Ob unternehmerische Führungsstrategien oder persönliche Karriereplanung, an Machiavellis und Anti-Machiavellis herrscht auf dem Buchmarkt kein Mangel. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Original, denn Der Fürst ist eine realistische, und in seiner Art zeitlose Diagnose der Politik, in der die Interessen des Staates stets Vorrang vor allen ethischen Überlegungen hatten. -Stephan Fingerle