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| | Buch: | Cosimas Kinder: Triumph und Tragödie der Wagner-Dynastie |
| Autor: | Oliver Hilmes, Ausgabe vom 15. Juni 2009, Gebunden, Verkaufsrang 13429 |
| Preis: | 22,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Hilmes, der aus vielen bisher unausgewerteten Quellen schöpft, liefert eine faszinierende Familiensaga über Macht, Eifersucht und Größenwahn." (Hörzu )
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein Clan als Mikrokosmos der Welt (5 von 5 Punkten) meint F.W.D. aus Zug Schweiz Auf der letzten Seite angekommen, stellte ich mir erneut die Frage, ob die Wagner-Dynastie eine Ausnahmeerscheinung ist oder den Normalfall abbildet. Ich kam zur, für mich zumindest erstaunlichen Meinung, dass Oliver Hilmes beschreibt, was in sozialen Gemeinschaften eben so passiert. Nur wirkt die Komprimierung in einem überschaubaren Soziotop wie dem eines Familienclans anders, als wenn ich vom Olymp auf das Geschehen der Gattung Mensch blicke. Aber gerade weil die Wagners ein Ausnahmeobjekt sind, eignen sie sich zur Darstellung menschlicher Verhaltensmuster. Denn wie der Stammbaum auf den Innenseiten des Buchdeckels zeigt, findet sich in dieser Dynastie so ziemlich alles, was in Kategorien eingeteilt werden kann.
Oliver Hilmes hat die äußerst schwierige Aufgabe, ein ideologisch so befrachtetes Familienimperium möglicht moralinfrei zu beschreiben, hervorragend gemeistert. Eher braun gefärbte Leser hätten sich einige Gewichtungen anders gewünscht als rot angehauchte. Und umgekehrt. Aber mir ist es lieber, wenn sich ein Autor bei einem so heiklen Thema persönlich eher zurückhält und die Interpretation der Fakten seinen Lesern überlässt. Wer jemals so viele Quellen verarbeiteten und auf einem ideologischen Minenfeld in eine Form bringen musste, kann die Leistung von Oliver Hilmes nur bewundern.
Bewundert habe ich auch, dass der Autor keine psychologischen Ferndiagnosen stellt, obwohl er außer Geschichte und Politik auch Psychologe studierte. Selbstverständlich fließt sein beruflicher Hintergrund ein, wenn er die Verhaltensmuster seiner Protagonisten beschreibt. Und auch Oliver Hilmes gibt dem Leser seine Vermutungen preis, wenn er über seltsame, verletzende und im Nachhinein völlig unverständliche Aktionen von Cosima Wagner, Stewart Chamberlain oder anderer Familienmitglieder spricht. Aber immer lässt er genau so viel Offenheit an den Rändern seiner Ausführungen, dass der Leser auch mit seinen eigenen Ansichten andocken kann.
Nachdem mich die spannende Story und die eleganten Formulierungen bis ans Ende des Buches getragen hatten, sah ich nicht nur die Wagner-Dynastie vor mir, sondern auch Clans und Grossunternehmen der Gegenwart. Und das löste eine Art Heiterkeit aus, die an Beschreibungen Homers erinnern, wenn er das Gelächter griechischer Götter besingt, die beim Tafeln vom täglichen Treiben auf der Erde berichten. Wer in einem Stück mitmachen will, das seit Urzeiten nach den gleichen Regeln inszeniert wird und ein festes Ensemble vorsieht, muss sich diesen Regeln wohl oder übel unterwerfen. Oder die Bühne verlassen, wie es ja auch im Stück "Cosimas Kinder" vorkommt.
Mein Fazit: Ob Oliver Hilmes jede Quelle richtig gewichtete, einordnete und interpretierte, kann ich ebenso wenig beurteilen wie andere Leser. Aber der Autor lädt uns ja auch nicht zu einer Gerichtsverhandlung ein, sondern will uns einfach an einem Stück teilhaben lassen, in dem wir unsere eigene Rolle selber aussuchen dürfen. Ein starkes Buch, das ich gerne weiterempfehle.
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| | Buch: | Wagner für die Westentasche |
| Autor: | Holger Noltze, Ausgabe vom Januar 2008, Gebunden, Verkaufsrang 376043 |
| Preis: | 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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| Über keinen Komponisten wird so viel geredet, geschrieben, gestritten, geschimpft und geraunt. Reden Sie kompetent mit. Holger Noltze packt Richard Wagner für Sie in die "Westentasche". |
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Wapnewskis klare und eingängige Erläuterungen des größten Werks der Bühnengeschichte sind für alle Interessierten eine hilfreiche und kenntnisreiche Stütze. Er deutet jede Szene, erklärt die Verbindungen und entwirrt das Geflecht der Handlung. Kenner werden es besser verstehen, Verächter bekehrt sein und Unwissende einen Zugang zu dem Weltendrama finden.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Das größte Werk der Bühnengeschichte (5 von 5 Punkten) meint S.P. Richard Wagners "Ring des Nibelungen" wird in diesem Werk bündig, schlüssig und immer verständlich besprochen. Ich habe es selber zur Vorbereitung auf den "Ring" der Deutschen Oper Berlin angeschafft und die Kapitel zu jeder der vier Opern begleitend gelesen.
Eine bessere Vorbereitung lässt sich kaum denken: Man versteht die Zusammenhänge, die Motive, die Themen, die alle vier Stücke einander verbinden. Der Sinn vieler Stellen, der sonst während der Aufführung vielleicht dunkel geblieben wäre, erschließt sich durch Wapnewskis Anmerkungen wesentlich besser. Dabei wird auf Fachkauderwelsch oder blumige Umschreibungen völlig verzichtet, was den Text hervorragend lesbar und erhellend macht.
Besonders positiv ist dreierlei hervorzuheben: Der Verfasser, selbst eigentlich Germanist und nicht Musikwissenschaftler, fragt immer auch nach Wagners Vorbildern in der deutschen und altnordischen Literatur, was dem Leser vielfach das Handwerkszeug gibt, die Hintergründe der Entstehung zu begreifen. Zweitens werden mehrere "dunkle" Stellen von Wapnewski einfach mit anderen Worten noch einmal umschrieben, sodass dem Leser der Sinn im Gesamtzusammenhang deutlich wird. Und drittens ist der Band, eingebettet in die Besprechung der Szenen, mit vielen Szenenphotos historischer und neuerer Aufführungen versehen, die die Gestaltung der Bühnenbilder durch die Jahrzehnte nachvollziehbar machen - mir wurde so die Stellung Berliner Inszenierung von Götz Friedrich verständlich.
Kurzum: Wer sich, wie ich, den "Ring" erstmals erschließen will und eine kurzweilige und luzide begleitende Lektüre sucht, ist mit diesem Werk bestens bedient.
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| | Hörbuch: | Der Klassik(ver)führer Sonderband - Wagners Ring-Motive - 2 CDs |
| Autor: | Sven Friedrich, Gerhard K. Englert, Ausgabe vom Nov. 2004, Audio CD, Verkaufsrang 141729 |
| Preis: | 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Product Description Dieser Sonderband präsentiert die Leitmotive von Wagners "Ring des Nibelungen" und erläutert sie mit fachkundigen Kommentaren. Die Motive werden dabei in der Reihenfolge ihres Erscheinens im "Ring" vorgestellt. Dadurch erhält der Hörer ganz nebenbei eine leichtverständliche Einführung in die Handlungsabläufe des "Ring", die sich sehr stark an der Musikentwicklung anlehnt und den Ring wie von selbst "aus der Musik heraus" verständlich macht. Auch mit diesem Band des "Klassikverführers" soll Lust auf mehr gemacht werden. Er richtet sich demnach zunächst an Einsteiger und Wagner-Neulinge und soll auf einfache und nachvollziehbare Weise die Faszination der Musik Wagners vermitteln. Aber auch dem bereits erfahrenen Hörer kann dieses Werk als eine Art "Repetitorium" für den "Beziehungszauber der Leitmotive" Thomas Mann in Wagners "Ring" dienen. Das 12-seitige Booklet enthält u.a. auch Notenbeispiele der vorgestellten Leitmotive eine ideale Vorbereitung für jede Ring-Aufführung.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein hervorragender Leitfaden für Ringerfahrene, ein sehr guter für Neulinge (5 von 5 Punkten) meint D.K.H. aus Sonnefeld b. Coburg Die beiden CDs des Klassik(ver)führers mit Wagners Ringmotiven bringen sowohl dem Neuling, wie auch dem bereits Erfahrenen sehr viel. Man kann dieses gewaltige Werk ja nur dann so richtig erfassen und genießen, wenn man diese Motive kennt und das wird dem Zuhörer auf den beiden CDs ganz hervorragend vermittelt. Anhand der Handlung der Tetralogie werden die einzelnen Motive vorgestellt und erläutert, Parallelen gezogen, Variationen vorgestellt und deren Bedeutung erklärt. Einziger kleiner Kritikpunkt: Ein paar (wenige) Motive fehlen doch (w.z.B. das Unmut-Motiv) und ab und zu, besonders, wenn mehrere Motive zusammen vorgestellt werden, ist es für den absoluten Neuling nicht so ganz leicht, hier das Richtige zu erkennen. Ich würde jedem, der Interesse für diese Aufnahme hat, zum Kauf raten.
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* gut gelungenes Textbuch (5 von 5 Punkten) meint H.V. aus Bremen Das Textbuch zu Siefried zu Richard Wagners Ring der Nibelungen ist ein informatives Begleitwerk zu diesem Teilstück der berühmten Oper. Es enthält den gesamten Originaltext mit Erklärungen zum Musikalischen und den Regieanweisungen Wagners. Im Anschluß daran enthält es eine Inhaltsangabe des Werkes, die sehr informativ und gut herausgearbeitet ist. Im letzten Teil des Buches ist eine umfassende geschichtliche Darstellung der Entstehung des Siegfried mit Bildern und Gedankengänge Wagners erläutert. Einen guten Abschluß bilden sodann die Leitmotive sowie Erklärungen alter Begriffe und einer Kurzbiografie. Auf jeden Fall ist dieses Buch nicht nur wegen der Texte zu Siefried, sondern auch ansonsten sehr informativ. Besonders empfiehlt es sich für Hörer der Cd oder zum Mitlesen beim Schauen der DVD und hat daher fünf Sterne verdient. |
| | Buch: | Der Wagner-Clan - Geschichte einer deutschen Familie |
| Autor: | Jonathan Carr, Ausgabe vom 10. Juni 2008, Gebunden, Verkaufsrang 59407 |
| Preis: | 26,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Die erste umfassende Geschichte der Wagners, Deutschlands berühmt-berüchtigtster Familie. Seit über einem Jahrhundert und von zwei Weltkriegen, der Nazidiktatur und der Besatzungszeit ungebrochen herrschen die Wagners über die Bayreuther Festspiele, hatten viele der größten und der gespenstischsten Gestalten aus Kunst und Politik zu Gast und bekämpfen einander wie die Recken in den Musikdramen, die sie in Szene setzen. Eine Biografie der Familie Wagner, beginnend mit Richard Wagners Geburt 1813, endend mit der bevorstehenden Entscheidung über Wolfgang Wagners Nachfolge in Bayreuth, gab es noch nicht. An keiner deutschen Familie kann man so kontinuierlich und so spektakulär die Zeitgeschichte ablesen. Aber nicht nur das, einiges erscheint in neuem Licht. So wurde die Bedeutung von Houston Stewart Chamberlain bisher weitestgehend übersehen. Ausgewogen schreibt Jonathan Carr über den Antisemitismus einzelner Familienmitglieder und die Nähe der Familie zu Hitler. Er hat ausführliche Gespräche mit den Familienmitgliedern geführt und Archive ausgewertet. Er gilt in Fachkreisen als ausgewiesener Wagner-Kenner.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Sehr gut (5 von 5 Punkten) meint E.S. Eine sehr interessante und lesenswerte Darstellung der gesamten Wagner Dynastie vom Großvater bis zu den Enkeln.
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| | Buch: | Richard Wagners Musikdramen |
| Autor: | Carl Dahlhaus, Ausgabe vom 1996, Taschenbuch, Verkaufsrang 49689 |
| Preis: | 5,60 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Die klassische Einführung in das musikdramatische Schaffen Richard Wagners von Carl Dahlhaus (1928-1989) behandelt folgende Werke: Der fliegende Holländer Tannhäuser Lohengrin Tristan und Isolde Die Meistersinger von Nürnberg Der Ring des Nibelungen Das Rheingold Die Walküre Siegfried Götterdämmerung Parsifal
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* Knappe und hilfreiche Zusammenfassung (4 von 5 Punkten) meint H.W. aus Müllheim/ Baden Als Neueinsteiger in den Ring der Nibelungen ist diese Reklamausgabe eine gute Zusammenfassung mit gut nachvollziehbaren und verständlichen Erklärungen der Hintergründe, der einzelnen Operntitel und der musikalischen Zusammenhänge - bin begeistert! |
| | Buch: | Der Fall Wagner - Götzen- Dämmerung - Der Antichrist - Ecce homo - Dionysos- Dithyramben - Nietzsche contra Wagner - Herausgegeben von G - Colli und M - Montinari. |
| Autor: | Friedrich Nietzsche, Mazzino Montinari, Ausgabe vom 1. Nov. 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 23284 |
| Preis: | 9,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Friedrich Nietzsche bei dtv
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Gelungene Zusammenfassung (5 von 5 Punkten) meint V.S. Die in diesem Buch zusammengefassten Werke sind allesamt Spaetwerke Nietzsches. Nietzsche steht nur wenige Jahre vor seinem Versinken im Wahnsinn, er hat sich von Wagner abgewandt, ist aus seiner naturwissenschaftlichen Phase herausgetreten in seinen letzten Lebensabschnitt, in dem er den Zarathustra dichten wird und bittere Briefe gegen seine Familie und gegen Wagner in Form von kleinen Abhandlungen zusammenfasst. "Der Fall Wagner" beispielsweise ist eine bittere Abrechnung mit dem einst so geliebten Kuenstler und Freund, "Goetzen-Daemmerung" ruft zur Umdefinierung der moralischen Werte auf. In "Ecce Homo" fasst Nietzsche sein Leben zusammen und rechnet sehr hart mit seiner Familie und den Frauen ab, die sein Leben praegten (in ehrlich gesagt so harter Weise, dass ich es kaum vermochte, das Buch ganz zuende zu lesen), "Nietzsche contra Wagner" zuletzt ist wieder eine Streitschrift gegen die Kunst und die Ideenwelt Wagners. Dazwischen aber, wie eine keine Insel, finden sich die "Dionysos-Dithyramben", die tatsaechlich aus spaetesten Lebensjahren Nietzsches stammen, und eine Abhandlung in dichterisch-lyrischer Form darstellen. Hierin verwebt Nietzsche die alte Sage der Ariadne, des Labyrinths, des Minotaurs mit seinem eigenen Leben: Ariadne ist da ploetzlich Cosima Wagner (auch, wenn es nirgends erwaehnt ist, Briefe Nietzsches und das Buch "Nietzsche und Cosima Wagner" bestaetigen diese naheliegende Vermutung) und Nietzsche der Gott, der sich ihr nahen darf. "Ich bin Dein Labyrinth" wird er zur unerreichbaren Geliebten sagen. Diese lyrischen langen Verse Nietzsches sind nicht so bekannt wie sein Zarathustra, verdienen aber meines Erachtens dieselbe Zuneiung und denselben Respekt. Sie sind bezaubernd geschrieben, voller aphorismischer Bilder und malerischer Beschreibungen. Das hier vorliegende Buch also, das mehrere Werke des alten Nietzsche zusammenfasst, moechte ich allen, die an Nietzsches Leben und Entwicklung interessiert sind, empfehlen, aber auch denen, die gerne noch einmal etwas von Nietzsche lesen moechten, das so zauberhaft, dunkel und nachdenklich und dabei so schoen ist wie der Zarathustra. (Ausserhalb dieser Sammlung werden die Dionysos-Dithyramben zur Zeit nicht aufgelegt, dieses Buch allein fuer den Abschnitt der Dithyramben zu kaufen ist meiner Meinung nach bereits lohnenswert). Natuerlich aber sind im Grunde alle in dieser Sammlung enthaltenen Werke lesenswert, sei es aus historischem Interesse, aus Interesse an Nietzsche und Wagner, oder vielleicht auch, weil man selbst Argumente fuer oder gegen Wagner sammeln moechte, oder fuer oder gegen Nietzsches Philosophie. In jedem Fall also ist diese Sammlung absolut lesenswert.
Weitere Lesermeinungen |
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Weia, ihr Wagner-Fans und Wagner-Hasser: Ein frecher, ironischer, genialer Beitrag zum Richard-Wagner-Jahr 2008. Von einem, der Wagners Musik einst gehasst hat und in dem über die Jahre doch noch die Erkenntnis gereift ist, im "Tristan" eines der größten musikalischen Meisterwerke zu sehen: Der begnadete Geschichtenerzähler Herbert Rosendorfer wagt hier eine gar nicht so unernste Analyse der Wagner' schen Musikdramen. Dabei werden die familiären Auswüchse im Hause Wagner ebenso aufs Korn genommen wie die Neuinszenierungen und die Frage aufgeworfen, weshalb gerade "Die Meistersinger" mit allzu kreativen bunten Regieeinfällen so entstellt werden müssen. Ein Buch für Wagnerianer und auch solche, die es nie sein wollten
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Eine Strafarbeit ? (5 von 5 Punkten) meint D.A. aus Bremen Warum schreibt ein Autor 288 Seiten über einen Menschen,dessen gesamtes Werk er für eine Serie von Verdi aus dem Don Carlos eintauschen würde ?
Es muss eine Strafarbeit sein ? Schon die Widmung: Herrn Verdi ein Buch über Wagner zu widmen, ein Name, der in Bayreuth bei Strafe lebenslanger Ächtung nicht genannt werden durfte,schon die Widmung läßt Böses vermuten.
Herr Wagner wird zur Brust genommen- und wie.
Dass er nur 1,66 gross ist, wird natürlich besonders anschaulich, wenn er Ludwig dem 2ten mit 1,90 gegenübersteht. Für einen Handkuss bedurfte er wohl schon eines Hochsprungstabes.
Richard Wagner hat reichlich durch Werk und Leben eingeladen, sich über ihn das Maul zu zerreissen und keine Gelegenheit davon lässt Herbert Rosendorfer aus.
Kein Charaktermangel bleibt unerwähnt, nein, die wichtigeren werden mehrfach aufgezählt,ob es nun seine Verschwendungssucht oder seine feige Anschleimerei war.
Der Antisemitismus wird natürlich auch ausgebreitet, und zugleich Erklärungen dafür geliefert. Steigerungsstufe: der feige Antisemit.
Die Schriften von Wagner fallen mehrfacher Häme zum Opfer. Sie seien "schwerfällig,staubtrocken,ausufernd, milde gesagt, schwer lesbar."
Aber auch der Kern des Werks wird von Herbert Rosendorfer aufgespiesst.
Keine der Parodien bleibt unerwähnt." Was für Eier möchtest du zum Frühstück? Erda: Weiche, Wotan, weiche... ( Insider werden sich jetzt Kringeln vor Lachen)
Überdies fällt der Schriftsteller Herbert Rosendorfer über den Schriftsteller Wagner das Urteil, er sei ein ungeschickter und sorgloser Dramatiker.
Durchgängig entwickelt der Fabulierer Herbert Rosendorfer seinen saritischen Blick auf das " Hohe Haus" und das gesamte Gedöns.
Wagner schreibt viel zu Erlösung. Was dies denn sei, lasse der Munkler im Dunkeln; wem aber der Barbier Sevilla gefalle, der wisse, wovon er erlöst sei, wenn er nach sieben Stunden aus dem Parsifal wanke.
Vielleicht war es doch keine Strafarbeit, schaut man auf die vielen Schriften, die Rosendorfer zu Wagner verfasst hat, wird klar: Von dem hat Herbert Rosendorfer ungeheuer profitiert. An wem hätte er sich so herrlich und nachhaltig reiben können, wenn da nicht Richard Wagner gewesen wäre?
Den Wagnerianer ,läsen sie es denn ( an Frau Neu-Intendantin Katharina lässt er ebenso kein gutes Haar wie an Regisseuren wie Schlingensief) wird dies Werk gar nicht gefallen. Umfassende Götter-Dämmerung.
Denjenigen, die Wagner solide und dauerhaft ablehnen, ist dies schierer Lesegenuss.
Und der Autor ? Wird eine Hass-Liebe zu Richard Wagner haben.
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| | Buch: | Richard Wagner: Sein Leben, sein Werk, sein Jahrhundert |
| Autor: | Martin Gregor-Dellin, Ausgabe vom 1. Januar 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 164587 |
| Preis: | 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* DIE Wagner - Biographie zur Zeit überhaupt (5 von 5 Punkten) meint . Ein Stück Welttheater wird dort aufgeführt. Spannend zu lesen, eine noch tiefgreifendere Lektüre als das Wagner - Handbuch aus dem Kröner - Verlag. Ein glänzender literarischer Stil, den Dellin da schreibt. Wer möchte dem Wagnerianer seine Begeisterung absprechen ! Und die Hinweise auf die unterlassene Darstellung von Wagners Antisemitismus ? Antisemiten waren im 19. Jahrhunderten die meisten Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens ! Von Karl Marx an ! Am besten ist, man liest diese Wagner - Biographie parallel zum Handbuch !
Licht und Schatten (4 von 5 Punkten) meint M.H. aus Lommatzsch Ein sehr spannend und unterhaltsam geschriebener Lebens-Roman. Es ist keine bloße Aneinanderreihung von Lebensdaten und -stationen, sondern der Leser wird regelrecht ins Geschehen hineingezogen. Wer bisher Biografiemuffel war wie ich, könnte sich hier durchaus bekehren lassen. Man möchte dieses Buch bis zur letzten Seite gar nicht mehr aus der Hand legen. Nur eines vermisst man: eine eingehende Analyse des Wagners Leben bestimmenden Antisemitismus. Er wird zwar erwähnt, aber dem Maße, in dem Wagners Denk- und Vorstellungswelt die jüngste Geschichte in geradezu phänomenaler Weise beeinflusst, ja geprägt hat, wird nicht Rechnung getragen. Was umso mehr verwundert, als sich Walter Jens, ein gelehrter Mann und entschiedener Nazi-Gegner, auf dem Umschlag mit den Worten zitieren lässt: "Belehrt und begeistert habe ich diese Lebensbeschreibung ... gelesen ... eine faszinierende comédie humaine." So wird beispielsweise Wagners Neuauflage des für die Entwicklung des gesamten öffentlichen Antisemitismus so entscheidenden Wagner-Machwerks "Das Judentum in der Musik" von Gregor-Dellin mit den Worten abgetan: " ... nichts war überflüssiger ..." Aber doch nicht für Wagner und seine arische Weltrettungsmission! Die Biografie ist in diesem Punkt doch auffallend Bayreuth-freundlich geschrieben. Wer wissen will, wie und wer Wagner wirklich war, muss Gregor-Dellins Biografie auf jeden Fall in Verbindung mit Joachim Köhlers "Wagners Hitler" und Paul Lawrences Roses "Wagner und der Antisemitismus" lesen. |
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