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| | Buch: | Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss |
| Autor: | Avraham Burg, Ausgabe vom 14. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 23166 |
| Preis: | 22,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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12.09.2009 / Süddeutsche Zeitung: Ein Land im Schatten des Holocaust "Avraham Burg ist der rhetorische Scharfrichter der israelischen Gegenwart."
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Erlösungstat für Juden und Nicht-Juden (5 von 5 Punkten) meint K. Selten habe ich ein dermaßen "feingeschichtetes" und kompetentes Buch gelesen, von einem integeren Insider, der den Mut hatte sich gegen den von der Israelischen Politik seit Jahrzehnten öffentlich praktizierten Zionismus zu wenden. Indem er die Dinge bei Ihren "WAHREN" Namen nennt und kein Blatt vor den Mund nimmt, beweist er einen Mut, der heute leider nur noch selten zu finden ist.
Avraham Burg wendet sich konsequent gegen die ständige Holocaut-Monopolisierung seitens des jüdisch-israelischen Volkes und tritt offen für ein Ende dieser Überheblichkeit ein. Er brandmarkt die Aussichtslosigkeit des ständigen Lebens in Trauma der Vergangenheit und fordert eine energische Wendung und Wandlung vom völkisch-religiös-separatistischen zum allgemein menschheitlichen Bewußtsein gegen jegliche Gewalt und Diskriminierung und ein beispielhaftes Streben nach allgemeiner weltweiter Integration auf Basis des allgemein Menschlichen.
Im Verlauf seines Buches gelingt es ihm somit Reaktion, Dekadenz und und die heute völlige Unmöglichkeit eines sich auf eine Religion berufenden Staatsgebildes schonungslos offenzulegen und ad Absurdum zu führen, indem er gleichzeitig de facto für eine moderne freilassende Trennung zwischen Religion und Staat eintritt. Auch scheut er sich nicht die althergebrachten, konservativen und engen jüdischen Glaubensformeln umzudeuten und neu darzulegen im Sinne einer menschenbestimmten Göttlichkeit, welches sich vordringlich an den wahrnehmbaren und erkennbaren Werten einer selbsterlebten Wahrnehmung des Göttlichen im anderen Menschen übt.
So ist zu hoffen, daß es ihm gelingt, mit diesem Buch noch möglichst viele weitere Mitstreiter zu gewinnen und dadurch langfristig die aktuelle reaktionäre Beschränkung prominenter Juden und Politiker Israels, zum Wohle der Menschheit zu überwinden. Für jeden der schon immer ein gewisses "Bauchgrimmen" gegenüber aggressiv-reaktionärem jüdischen Selbstverständnis hatte, ist diese Buch eine "Befreiungs-Bibel" und kann zur Lektüre nur wärmstens empfohlen werden. Es muß noch ausdrücklich betont werden, daß es Burg gelungen ist, nach objektiver Sachlage ein bahnbrechendes Buch zu verfassen ohne sich auch nur entfernt dem Makel irgendeines Anti-Semitismus zu nähern.
fi
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Der Weltbestseller Ex-Agent Victor Ostrovsky, intimer Mitwisser der Machenschaften des israelischen Nachrichtendienstes, entreißt dem Mossad den Schleier des Geheimnisses. Sein Blick hinter die Kulissen erwies sich als so brisant, daß der Staat Israel - vergeblich - versuchte, die Publikation dieses Enthüllungsbuchs gerichtlich zu unterbinden. Ostrovsky macht deutlich, daß der Mossad aufgrund seiner Erfolgsgeschichte inzwischen zu einem Staat im Staate Israel geworden ist, für den das einzelne Menschenleben nicht zählt.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Schockierend und informativ zugleich (5 von 5 Punkten) meint W. Hier bekommt man einen genauen Einblick in die Ausbildung zu einem Mossad-Agenten. Auch wenn in Israel offiziell die Meinung herrscht, das es keinen Mossad gibt, so weis doch die Bevölkerung das er unter Ihnen lebt. Schockiert hat mich vor allem wie offen und egoistisch Israel manchmal mit dem Thema Sicherheit umgeht. Und da noch mehr an sich denkt, als man eventuell als neutraler Bürger denkt. Zusammen mit dem Film "Paradise Now" ist es ein absolutes Beispiel wie man ein wenig anders über die Situation Israels nachdenkt...
Absolut lesenswert!!
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Die Lage in Israel ist offen und explosiv. Der Frieden mit den Palästinensern, vor ein paar Jahren mit dem Abkommen von Oslo zum Greifen nahe, ist wieder in weite Ferne gerückt. Fanatismus, falsch verstandenes Heldentum, Eigennutz und unbezähmbare Ungeduld gewinnen immer wieder die Oberhand über die Stimmen der Vernunft in diesem Dauerkonflikt, der tief in der Geschichte wurzelt. Henryk M. Broder beschreibt in seinen hier zusammengestellten Reportagen, Interviews, Anekdoten und Essays den ganz normalen Wahnsinn im Heiligen Land, pointiert, witzig und engagiert. Henryk M. Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, ist Journalist beim Spiegel und lebt in Berlin und Jerusalem. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a.: Erbarmen mit den Deutschen (1993); Schöne Bescherung. Unterwegs im Neuen Deutschland (1994); Volk und Wahn (1996). Lese-Tip: Angela Grünert: Der längste Weg heißt Frieden. Die Frauen im ersten palästinensischen Parlament.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Immer noch aktuell! (5 von 5 Punkten) meint M. Leicht zu lesen,locker geschriebene Hindergrund Information über jüdisches Leben in Israel. Kritisch, liebevoll und nicht denunzierend.
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Aus der Amazon.de-Redaktion Norman Finkelstein wirft den großen jüdischen Organisationen in den USA vor, den Holocaust für ökonomische, politische und ideologische Zwecke zu missbrauchen. Er kritisiert die "jüdischen Eliten", die seiner Meinung nach ihren "Opferstatus" dazu nutzen, die "verwerfliche Politik des israelischen Staates und die amerikanische Unterstützung für diese Politik zu rechtfertigen". Und schließlich wehrt er sich dagegen, dass der Holocaust als singuläres Ereignis in der Geschichte betrachtet wird, damit aus dem historischen Kontext gelöst und unvergleichbar sei. Dies sei "purer Chauvinismus", der allein israelischen und jüdischen Interessen diene, die Leiden anderer Völker aber ignoriere. Diese moralische und finanzielle Ausbeutung jüdischen Leidens bezeichnet Finkelstein als Grundlage der "Holocaust-Industrie". Neben den jüdischen Organisationen und Interessenverbänden zählt er zu diesem Konglomerat auch renommierte wissenschaftliche Institutionen, "im jüdischen Besitz befindliche" Medien sowie prominente Vertreter der amerikanisch-jüdischen Gemeinde, allen voran den vermeintlichen "Hohepriester" des Holocaust, Elie Wiesel. Er sorge sich um das Vermächnis seiner Eltern und möchte mit seiner Anklage "die Integrität der historischen Überlieferung bewahren", rechtfertigt Finkelstein seine umstrittenen Thesen. Edle Gründe, fürwahr. Doch andere Motive drängen sich beim Lesen des Buches in den Vordergrund: der Ärger über die geringen Entschädigungszahlungen an seine Mutter; die kaum verhüllte Frustration über einen Wissenschaftsbetrieb, der ihn selbst ablehnt und sein vehementer Antizionismus. Finkelsteins Buch ist keine wissenschaftlich fundierte Studie über den öffentlichen Umgang mit der Holocaust-Erinnerung oder den Komplex der Entschädigungszahlungen. Es ist eine wütende, polemische, vor allem aber sehr persönliche Abrechnung mit dem "jüdischen Establishment", die ihm viel Beifall von der falschen Seite einbringen dürfte. Seinem zweifellos berechtigten Anliegen hat Finkelstein damit einen Bärendienst erwiesen. -Stephan Fingerle
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 45 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Unbequeme Fakten (5 von 5 Punkten) meint H.S. Entsprechend gängiger Kultur und Politik ist dieses Buch für einen Deutschen eigentlich tabu. Aber genau deswegen sollte man es lesen. Und dazu am besten gleich noch, quasi als Ergänzung und Antwort der Kritiker, "Die Finkelstein Debatte". Allerdings nur dann, wenn man sich die grundsätzliche Fähigkeit zu einer eigenen Meinungsbildung erhalten hat und noch in der Lage ist, sachliche Fakten einerseits, von billiger Polemik und allgemeinen Plattitüden andererseits, zu unterscheiden.
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| | Buch: | Der ewige Sündenbock: Heiliger Krieg, die "Protokolle der Weisen von Zion" und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt |
| Autor: | Tilman Tarach, Ausgabe vom März 2009, Broschiert, Verkaufsrang 222894 |
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Über keinen Staat gibt es so viele Legenden wie über Israel. In diesem Buch werden die häufigsten davon aufgespürt und demontiert. Die überraschenden Ergebnisse und Zusammenhänge reichen weit über den Nahostkonflikt hinaus und werden nicht jedem Freund Israels gefallen, den Apologeten einer wohlfeilen "Israelkritik" aber erst recht nicht … Der Freiburger Jurist Tilman Tarach zeichnet wesentliche historische und aktuelle Aspekte des Nahostkonflikts nach und zeigt auf, welch groteskes zweierlei Maß in der allgemeinen Debatte um Israel Anwendung findet.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 11 Bewertungen)
Lesermeinungen:* VORSICHT: Neue Auflage verfügbar! (5 von 5 Punkten) meint T. aus Freiburg im Breisgau Amazon.de gelingt es bedauerlicherweise nicht, zu diesem Titel endlich einen Hinweis anzubringen, daß eine weitere Ausgabe existiert, nämlich die dritte Auflage (Feb. 2010). Diese Neuauflage ist bei Amazon auf Lager, sie ist also versandkostenfrei und schnell lieferbar. Bitte klicken Sie oben auf den Namen des Autors "Tilman Tarach", so kommen Sie zur Neuauflage.
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| | Buch: | Die Israel-Lobby: Wie die amerikanische Außenpolitik beeinflusst wird |
| Autor: | John J. Mearsheimer, Stephen M. Walt, Ausgabe vom 1. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 59157 |
| Preis: | 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Mit ihrer Auffassung, dass die Außenpolitik der Regierung von George W. Bush in den letzten Jahren dem nationalen Interesse eher geschadet hat, statt ihm zu dienen, sind John Mearsheimer und Stephen Walt nicht allein. Im Gegenteil scheint sich diese Einschätzung in der amerikanischen Politikwissenschaft ganz generell allmählich durchzusetzen. Ihrer These indes, dass die Ursache für die verfehlte Außenpolitik (auch früherer Präsidenten) - insbesondere im Hinblick auf Israel und den Nahen und Mittleren Osten - im Wesentlichen im übermäßigen Einfluss der von den Autoren so genannten Israel-Lobby zu suchen sei, mögen nur Wenige folgen. Selbst des Antisemitismus hat man das Autoren-Duo bezeichnet - trotz aller das Buch durchziehenden Beteuerungen, mit denen sie solche Vorwürfe zu entkräften suchen. Um es klar zu sagen: Dieser Vorwurf erscheint tatsächlich zumindest überzogen. Ansonsten aber haben sich Mearsheimer und Walt die böse Kritik, die sie haben einstecken müssen, ganz allein selbst zuzuschreiben! Ebenso, wie George W. Bush die schlechten Zeugnisse für seine Politik selbst zu verantworten hat - und nicht etwa die zahlreichen mehr oder weniger gewichtigen Einflüsterer, die es bekanntlich tatsächlich gibt. Und zwar sehr zahlreich. Neben den Vertretern (vermeintlicher oder tatsächlicher) israelischer Interessen versuchen bekanntlich etwa auch saudische Lobbyisten der US-Politik eine ihren Wünschen entsprechende Richtung zu geben. Und dies durchaus mit einigem, in der Sache bisweilen äußerst irritierendem Erfolg, der der angeblich so übermächtigen Israel-Lobby übel aufstoßen müsste. Obwohl man voraussetzen darf, dass Ihnen dies sehr wohl bekannt ist, lassen Mearsheimer und Walts solche - keineswegs unbedeutenden - Fakten, die ihrer These von einer alles bestimmenden Israel-Lobby zuwiderlaufen, völlig außer Acht. Ein schwerer methodischer Fehler, der letztendlich ursächlich ist für das (gewünschte?) Ergebnis der Studie und damit auch für die enorme Aufmerksamkeit, die ihr zuteil geworden ist. - Andreas Vierecke
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)
Lesermeinungen:* 6 Jahre nach 9/11 (5 von 5 Punkten) meint C. Dieses Buch ist ein herrlicher Denkanstoss für die freie Welt und sollte stärker beworben werden.
Es geht hier nicht um eine Anti-Israel-Argumentation oder um leere Phrasen, sondern um viele kleine Wahrheiten, die eigentlich gar nicht ausgesprochen gehören und oft genug totgeschwiegen werden müssen.
Die tolle Erkenntnis nach der Literatur dieses Buches ist die, dass immer mehrere Parteien Schuld tragen, und dass man Schuld niemals nur mit offener Gewalt definieren sollte, sondern dass auch die Konspiration über Dritte zur allgemeinen Schuldfrage dazugehört.
Jedes Volk muss irgendwann lernen, die eigene Schuld anzuerkennen. Wir konnten es, da wird es für die anderen nicht unmöglich sein.
5 Sterne :-)
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| | Buch: | Reise in das Herz des Feindes: Ein Iraker in Israel |
| Autor: | Najem Wali, Ausgabe vom 4. Febr. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 63232 |
| Preis: | 17,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Israel - das ist für seine arabischen Nachbarn der Feind schlechthin. Als ketzerisch gilt, wer andere Ansichten vertritt oder gar ins "Land des Feindes" reist. Najem Wali wagt es, dieses Tabu zu brechen, und erkundet in einer politisch brisanten Reise die erstaunlichen Gemeinsamkeiten zwischen seinem Heimatland Irak und dem Staat der Juden. Von Jerusalem bis Haifa, von Nazareth bis zum Golan begegnet Wali Dichtern, Intellektuellen und Politikern, aber auch den Menschen auf der Straße. Gemeinsam hoffen sie auf Frieden und Dialog im Nahost-Konflikt. Ein einmaliges Dokument arabischer Selbstkritik und ein beherztes Plädoyer für Demokratie und Frieden.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Lesermeinungen:* Reisen bildet (4 von 5 Punkten) meint R.N. aus Helibrunna Der Autor wurde im Irak als politisch Andersdenkender und Kriegsgegner inhaftiert und gefoltert. Er emigrierte nach Deutschland, wo er seither als freier Journalist und Kulturkorrespondent der arabischen Tageszeitung "al-Hayat" tätig ist. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Bestseller, die in arabischen Ländern verboten waren. So gesehen, kein all zu überraschender Entschluss, nach Israel zu reisen, um sich dort ein eigenes Bild von den Menschen und dem Land zu machen, muss doch für einen aufgeklärten Menschen, der sich um Objektivität bemüht, die arabisch-muslimische Aggression gegen Israel und die Juden ein Ausbund der Irrationalität sein.
Der Autor nahm dann im Land die Gelegenheit wahr mit palästinensischen und jüdischen Israelis, eigentlich den "Feinden" des Islam, Gespräche zu führen. Er lernte dabei, dass das weithin gültige Israelbild der Muslime falsch ist und unzweifelhaft von der irreführenden Propaganda der muslimischen Welt geprägt ist. Dies bringt er in seinem Buch deutlich zum Ausdruck. Über die Palästinenser sagt er, sie hätten in Israel viel mehr Rechte als in den Staaten ihrer muslimischen Brüder. Das angebliche Leid der in Israel verbliebenen Palästinenser sei eine große Lüge. Er sagt auch, dass in den arabischen Ländern das Flüchtlingsproblem bewusst nicht gelöst wird, weil man befürchte die Flüchtlinge würden sonst die "Identität" als Palästinenser verlieren. Man stelle sich vor, die Deutschen hätten 1946 die Flüchtlinge aus dem Osten in Lager gesteckt und sie darin bis heute festgehalten, um sie als politisches Argument für die "Rückgewinnung" der verlorenen Ostegebiete zu gebrauchen.
Wali hatte glücklicherweise einen irakischen Großvater, der den Weggang der Juden aus dem Irak bedauert hatte, weil er gesehen hatte, dass er ein großer Verlust für den Irak war, gerade auch in kultureller Hinsicht. Walli war dadurch und sicherlich auch durch die "westliche" Berichterstattung "vorbelastet" offen zu sein für neue Erfahrungen und Eindrücke. Schließlich hat er ja auch im Westen studiert! Da war es schwer die herkömmliche "informierte" Geisteshaltung der Muslime in den arabischen Staaten zu kultivieren.
Wali geht es aber nun mit seinem Buch auch darum einen Gedankenaustausch zwischen Juden und Muslimen anzuregen. Er hat offenbar die Hoffnung, dass man die gemeinsamen Probleme durch die Kraft des Verstandes aus der Welt schaffen könnte - typisch für einen Intellektuellen! Aber das ist wohl Wunschdenken, denn das wäre etwas ganz neues! Die Kraft des Intellekts reicht wohl für den Bau der Atombombe, aber schon für den kategorischen Imperativ benötigt er einen "Glauben" an das Gute. Der Intellekt reicht nicht. Aufklärung hingegen tut zweifellos Not!
Walis Kampf gegen die Vorurteile seiner Glaubensgenossen in den arabischen Ländern ist bemerkenswert, wird aber die Ausnahme bleiben und niemand dort wirklich beeindrucken. Die muslimische Haltung gegen die Juden ist fest zementiert und schließlich auch im Koran begründet. Dagegen ist vermutlich ein aufklärerisches Kraut nur dann gewachsen, wenn es sehr früh aufgezogen und kultiviert wurde. Wer als Muslim für die Juden eine Lanze bricht, bringt sich bei seinen Glaubensbrüdern nur selber in Verruf.
Dieses Buch ist ein gut gemeinter Versuch für Verständnis und Fairness im Umgang miteinander zu werben, es lesen werden es aber doch wieder nur diejenigen, die es immer schon gewusst haben. Es wäre wünschenswert, wenn es von möglichst vielen Muslimen gelesen wird. Aber dazu muss man ja deutsch können.
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Aus der Amazon.de-Redaktion Einer der Altmeister des politischen Sachbuchs in Deutschland, Peter Scholl-Latour, hat sich mit seinem neuesten Werk wieder in Richtung Naher Osten aufgemacht. In gewohnt guter Kombination von exzellent recherchierten Fakten und vor Ort erworbenem Hintergrundwissen hat er ein Buch geschrieben, das wie stets gleichermaßen spannend wie informativ ist. Scholl-Latours Fähigkeit, dem Leser komplexe politische Stoffe verständlich nahezubringen, beweist sich hier einmal mehr. In fließendem Erzählstil vermittelt er seine Kenntnisse dabei gerne auch in Form eigener Erlebnisse und Begegnungen. Diesmal nun hinterfragt Scholl-Latour den gefährdeten Friedensprozeß zwischen Israelis und Palästinensern. Er tut dies nicht ausschließlich mit Blick auf die beiden betroffenen Nationen, sondern erläutert tiefgründig den Zusammenhang mit dem Libanon, Syrien, Kuwait und vor allem dem Irak. Alte Mythen, ohne die man die derzeitige Politik im Spannungsfeld des Nahen Ostens nicht wirklich verstehen kann, bezieht der Autor dabei ebenso in die Analyse ein wie die aktuellen politischen Entwicklungen der letzten Jahre. Besonders die Betrachtung der uralten Geschichte dieser Region - und der Ursprung vieler Mythen liegt dabei im heutigen Irak - macht dieses Buch zu etwas besonderem, das es über die meisten anderen Bücher zum Thema Naher Osten hinaushebt. Ein umfangreicher Kartenteil erleichtert dabei das Verständnis der Materie, deren Schauplätze vielen von uns nicht gleich präsent sein dürften. Ein Buch also, das mit seinen Hintergrundinformationen einen wichtigen Bestandteil zum Verständnis der Politik im Nahen Osten liefert. -Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Superbuch (5 von 5 Punkten) meint J.W. aus Langenhagen wie alles was ich bisher von Peter Scholl-Latour gelesen habe ist auch dieses Buch ein Musterbeispiel an Vermittlung von kompliziertem politisch-religiösem Wissen eines fremden Landes , diesmal im nahen Osten - in einer unachahmlichen Form , so dass es eigentlich jeder versteht ! Er ist und bleibt einer meiner Lieblingsautoren !
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"Wer wissen möchte, was in Israel los ist, woran das Land krankt, warum es trotz aller inneren Krisen und äußeren Belastungen noch immer nicht zusammengebrochen ist, der findet derzeit keine bessere Lektüre." (Henryk M. Broder, Die Zeit) "Israel, um Himmels willen, Israel ist ein bewegendes Werk." (FAZ) "Fairneß und Einfühlungsvermögen, eine klare Position in Menschenrechtsfragen und ein waches Bewußtsein für historische Prägungen und Verletzungen: die großen Stärken von Giordanos Buch."
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Auch heute noch aktuell (5 von 5 Punkten) meint L.K. aus Berlin Giordano legt legt in diesem Buch eine umfassende Bestandsaufnahme des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern dar. Seine Sympathien für Israel hindern ihn in keiner Weise daran, Schwächen und Stärken der Konfliktpartner in Gesprächen mit Menschen aus beiden Lagern zu erfragen und darzustellen. Und es ist durchaus nicht so, dass alle Aktionen z.B. der israelischen Armee seinen Beifall fänden. Als Leser empfindet man Sympathien und Verständnis für viele der Interviewten, gleich ob Israelis oder Palästinenser.
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| | Buch: | Die Geschichte des Staates Israel: Von der Gründung bis heute - Ein NES AMMIM Buch |
| Autor: | Michael Krupp, Ausgabe vom 12. Januar 2004, Gebunden, Verkaufsrang 10426 |
| Preis: | 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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"Spannend sind die Hintergrundinformationen zu den Kriegen in und um Israel wie zur Intifada und schließlich zum Friedensprozess. Für jeden Israel-Interessierten ist dieses Buch auf jeden Fall eine Fakten- und Informationsfundgrube." (DRAN)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Lesermeinungen:* Seriös, lehrreich und unterhaltsam (5 von 5 Punkten) meint R.S. aus Frankfurt Von diesem seriösen Sachbuch kenne ich nur die 2., überarbeitete und ergänzte Auflage von 2004. Seither sind fünf Jahre vergangen. Der 60. Geburtstag des Staates Israel und der 100. Geburtstag von Tel Aviv im aktuellen Jahr 2009 sollten Grund genug sein, sich dieses wertvolle Sachbuch erneut vorzuknöpfen.
Etwa neunzig Prozent des Buches schildern die spannenden Aufbaujahre (beginnend mit dem Unabhängigkeitskrieg, dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 und dem Yom-Kippur-Krieg von 1973), die Ära Begin 1977, die den ersten Friedensvertrag mit einem arabischen Staat brachte, das fünfte Jahrzehnt (Intifada, die Regierung Shamir, die äthiopische und die sowjetische Einwanderung), den Neubeginn mit den Verträgen von Oslo bis hin zur Ermordung Rabins (1995).
Auf den letzten zehn Prozent wird das Buch dann noch einmal richtig spannend. Gerade jetzt, wo Israel wieder eine Netanyahu-Regierung hat, lohnt es sich sehr, die Seiten über die Netanyahu-, Barak- und Sharon-Jahre erneut zu lesen.
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