Product Description Hundert Jahre nach Theodor Herzl und dem Basler Zionistenkongreß ist Israel zur liebsten Projektionsfläche der deutschen Ideologie geworden. Staatstragende Philosemiten wie oppositionelle Antizionisten behaupten unisono, dieser Staat sei etwas Besonderes, Einzigartiges, Außergewöhnliches. Das Besondere an Israel aber ist nur die Kehrseite des einzigartigen Ereignisses des Massenvernichtung, aus der niemand, weder die Philosemiten noch die Antizionisten, die Konsequenz zu ziehen bereit ist. Es ist diese kollektive Verdrängung, die in den Projektionen ausagiert wird - nicht zuletzt von links.
"Der Antisemitismus, den die bürgerlichen Gesellschaften im Innern notwendig erzeugen, drückt sich auch geopolitisch aus. Als bürgerliche Gesellschaft der Juden in Nahost ist Israel dadurch in eine Zwangslage geraten, als Staat eine unfreiwillige Reprise der klassischen, aus dem Mittelalter bekannten Rolle des Schutzjuden aufzuführen, nur diesmal, zum Glück, nicht unbewaffnet. Von der BRD zwecks Wiedergutmachung nicht der Vernichtung, sondern der Nation einstweilen hofiert, von den USA bislang subventioniert, als einzige bürgerliche Demokratie im sog. Trikont vom Westen privilegiert, ist Israel doch zugleich völlig von den strategischen Interessen der amerikanischen Weltmarktpolizei abhängig. Israels 'Privilegierung' ist die genaue Kehrseite seiner existentiellen Bedrohung. Die Projektionen der deutschen Ideologie auf Israel haben mit Israels politökonomischer Konstitution wie mit den tatsächlichen Konditionen seiner Existenz im Nahen Osten so wenig gemein wie der Antisemitismus mit dem Objekt seiner Liquidationssehnsüchte. Charakter und Inhalt dieser Projektion vereinen die Deutschen aller Fraktionen zur Volksgemeinschaft im Wartestand."
Buch:
Der Nahostkonflikt - politische, religiöse und theologische Dimensionen
Autor:
Dirk Ansorge, Ausgabe vom 7. Okt. 2010, Broschiert, Verkaufsrang 730100
Product Description Das bewährte Studienbuch vermittelt - kompakt und praxisnah geschrieben - einen zuverlässigen Überblick über die Geschichte Israels und über die wichtigsten Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung auf diesem Gebiet.
Buch:
Kleine Einführung in die Geschichte Israels,
Autor:
Juan Peter Miranda, Ausgabe vom 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 204657
Sinai, 5 - Juni 1967 - Krisenherd Naher und Mittlerer Osten - (20 Tage im 20 - Jahrhundert).
Autor:
Helmut Mejcher, Ausgabe vom Febr. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 646635
Aus der Amazon.de-Redaktion Am Morgen des 5. Juni 1967 eröffnete Israel mit einem verheerenden Präventivschlag gegen die ägyptische Luftwaffe die seit Tagen erwartete Schlacht im Sinai. Innerhalb weniger Tage erreichten Israels Streitkräfte den Suez-Kanal, den Jordan und die Golan-Höhen, eroberten Ost-Jerusalem und die Klagemauer. In nur sechs Tagen hatte Israel Gebiete erobert, die um ein vielfaches größer waren als sein bisheriges Territorium. Aus dem jüdischen Staat war ein arabisch-jüdischer Staat geworden, und nur wenige erkannten damals die Gefahr, die daraus entstand. Helmut Mejcher betrachtet den Sechstagekrieg als Höhepunkt des israelisch-arabischen Konflikts, zugleich aber auch als dessen epochale Wende. Der Krieg wurde zum Ausgangspunkt eines langen und steinigen Wegs zum Frieden, der heute endlich in greifbare Nähe gerückt zu sein scheint. Ein weiteres Buch aus der DTV-Reihe über die 20 wichtigsten Tage unseres Jahrhunderts und deren politisches, soziales und kulturelles Umfeld.-Stephan Fingerle 1