Einführung in die anglo-amerikanische Rechtssprache - Gesamtwerk in zwei Bänden: Anglo-Amerikanisches Vertrags- und Deliktsrecht / Contract and Tort .. - to Anglo-American Law & Language 2: BD II
Autor:
B. Sharon Byrd, Ausgabe vom Sept. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 726144
Aus der Amazon.de-Redaktion Die USA ein Koloss auf tönernen Füßen - das werden insbesondere die Kritiker der Bush-Doktrin gerne hören. Doch wer wegen dieses der Traumdeutung des Propheten Daniel am babylonischen Hofe entliehenen Titels erwartet haben sollte, Peter Scholl-Labour mache sich tatsächlich anheischig, dem amerikanischen Hegemon das nahe Ende vorauszusagen, hat sich getäuscht. Schon auf der ersten Seite stellt der Autor klar, dass er mit der Wahl des Titels lediglich darauf verweisen wollte, "wie prekär der Anspruch auf globale Hegemonie wird, wenn ein überwiegend merkantil ausgerichtetes Staatswesen in den Zwang strategischer Allgegenwart und einer territorialen Überbeanspruchung gerät, die man heute als 'overstretch' bezeichnet". Tatsächlich sei die Macht Amerikas - noch - in keiner Weise erschüttert. Allerdings drohen die Konflikte, in die die USA mit ihrem Anspruch geraten, die Welt nach ihren Vorstellungen zu ordnen, die gegenwärtig einzige Weltmacht an die Grenzen ihrer Belastbarkeit zu führen. Die außenpolitischen Strategen in Washington seien deshalb - auch mit Blick auf das in raschem Tempo erstarkende China - gut beraten, sich in der Nordkorea-Frage diplomatische Zurückhaltung aufzuerlegen. Ob sich George W. Bush und seine Regierungsmannschaft indes tatsächlich werden zügeln können, wenn Nordkorea sich weiterhin allzu selbstgewiss als zukünftige Atommacht gebärdet, ist alles andere als ausgemacht. Das weiß auch Scholl-Latour. Kenntnisreich gibt der 1924 geborene Journalist Auskunft über die politisch-historischen Hintergründe der Politik in der Region. Auch wegen des gewohnt plaudernd-anekdotischen Stils außerordentlich lesenswert. Ein Mann, wie man ihn gerne im Beraterstab des amerikanischen Präsidenten sähe - auch im eigenen Interesse. - Hasso Greb
Buch:
Die Flaggen unserer Väter
Autor:
James Bradley, Ron Powers, Franka Reinhart, Helmut Dierlamm, Ausgabe vom 2. Okt. 2006, Broschiert, Verkaufsrang 466032
Buch:
Weltmacht ohne Skrupel: Die dunkle Seite der Globalisierung - Wie die USA systematisch Entwicklungsländer ausbeuten
Autor:
John Perkins, Ausgabe vom 21. Sept. 2007, Gebunden, Verkaufsrang 325498
Aus der Amazon.de-Redaktion John Perkins weiß, wovon er redet, wenn er die rücksichtslosen Machenschaften geißelt, mit denen sich US-amerikanische Konzerne nicht nur mit Wissen, sondern sogar mit Unterstützung von Regierung und Geheimdiensten ihre Profite in der Dritten Welt sichern. Er selbst hat der "Korporatokratie", die er jetzt anprangert, mehr als ein Jahrzehnt als "Wirtschaftskiller" gedient. In seinem ersten Buch Bekenntnisse eines Economic Hit Man hat er darüber ausführlich berichtet. Vor dem Hintergrund dessen, was dort über seine frühere Tätigkeit für die von ihm selbst so genannte "Wirtschaftsmafia" nachzulesen war, fällt es ausgesprochen schwer, dem Autor mit Sympathie zu begegnen. Beinahe will man es sich verkneifen, sein Buch zur Lektüre zu empfehlen, zumal er nicht gerade der geborene Schriftsteller ist. Wir tun es trotzdem, und dies mit Nachdruck! Das von Perkins in Weltmacht ohne Skrupel beschriebene "Imperium" wird von einem Machtzirkel "regiert", der sich jeder demokratischen Kontrolle entzieht. Ganz im Gegenteil haben dessen Protagonisten, wenn man den Ausführungen folgt, weitgehend längst die Kontrolle über die Institutionen der Demokratie übernommen: "Sie leiten unsere Konzerne und durch diese unsere Regierung. Sie bewegen sich durch die ?Drehtür der Macht? zwischen Politik und Wirtschaft hin und her. Da sie die Wahlkämpfe und die Medien finanzieren, kontrollieren sie die Volksvertreter und die Informationen, die uns zur Verfügung gestellt werden. Diese Männer und Frauen ? die Korporatokratie ? haben die Macht, gleichgültig ob die Republikaner oder die Demokraten das Weiße Haus oder den Kongress beherrschen. Sie sind nicht dem Willen des Volkes unterworfen, und ihre Amtszeit ist nicht gesetzlich begrenzt." Von der Existenz dieses im Verborgenen errichteten Imperiums wüssten die meisten Bürger nichts. Tatsächlich aber beherrsche die Korporatokratie nicht nur (zu deren nur vermeintlichen Wohle) die USA, ihre Tentakel reichten vielmehr weltweit "bis in die letzten Regenwälder und die abgelegensten Wüstenregionen". Mit mehreren Dutzend Fallgeschichten aus Asien, Lateinamerika, dem Nahen Osten und Afrika zeigt Perkins, der ohne Scheu auch Namen nennt, was Konzerne wie Halliburton oder Bechtel in der Welt eigentlich alles so anstellen, wer sie dabei gewähren lässt oder sogar unterstützt, wie Entwicklungshilfegelder und ?kredite in die eigenen Taschen zurückgelenkt werden und die so genannten "Nehmerländer" bei all dem immer nur noch ärmer werden. Und er zeigt auch, warum hin und wieder auch schon einmal jemand mit seinem Flugzeug abstürzen oder sonstwie zu Tode kommen muss, damit das System weiter funktioniert. Freunde hat sich Perkins in gewissen Kreisen schon mit seinem ersten Buch gewiss keine gemacht. Damit aber, dass er jetzt noch einmal so übel nachtritt, hat er sich dazu ohne Zweifel auch noch eine Menge Feinde eingehandelt. - Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de 1
Buch:
Geschichte des Vietnamkriegs: Die Tragödie in Asien und das Ende des amerikanischen Traums
Autor:
Marc Frey, Ausgabe vom 21. Febr. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 196657
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Vietnamkrieg war die längste militärische Auseinandersetzung des 20. Jahrhunderts. Er begann 1941 als Konflikt zwischen der Kolonialmacht Frankreich und der national-kommunistischen Bewegung der Viet Minh und endete erst dreißig Jahre später mit dem Rückzug der USA aus Vietnam, dem Fall Saigons und der Vereinigung des Landes. Für die USA endete der Konflikt mit der ersten militärischen Niederlage ihrer Geschichte. Der Krieg beeinflußte die Einstellung vieler Amerikaner zu ihrem Land und führte zu einem weltweiten Ansehensverlußt der Vereinigten Staaten. Und während die Sowjetunion im Schatten von Vietnam ihre Rolle als globaler Akteur untermauern konnte, beschleunigten die gewaltigen Kosten des Vietnamkrieges den Zusammenbruch des Weltwährungssystems und führten so zu einem relativen Bedeutungsverlust Amerikas in der Weltwirtschaft. "Vietnam gewann den Krieg und verlor den Frieden. Die Vereinigten Staaten dagegen verloren den Krieg und gewannen den Frieden." Marc Freys ernüchterndes Fazit mag vor diesem Hintergrund überraschen, doch die Fakten sprechen für sich. Der Krieg hat in Vietnam tiefe Wunden hinterlassen, und noch immer leidet das Land ökologisch, sozial und wirtschaftlich unter den Spätfolgen des Krieges. Dies gilt auch für Laos und besonders für Kambodscha, wo der Vietnamkrieg eine Spirale der Gewalt in Gang setzte, deren Auswirkungen nach wie vor die Geschicke des Landes bestimmen. Die Position der Vereinigten Staaten in der Welt beeinträchtigte der Konflikt dagegen kaum. Während die Sowjetunion in den 80er Jahren ihrem Untergang entgegenschritt, demonstrierten die USA Stärke, und als sich die osteuropäischen Staaten aus der sowjetischen Hegemonie lösen konnten, hatten die Amerikaner mehrheitlich das Gefühl, den Kalten Krieg gewonnen zu haben. Dennoch prägt das "Vietnam-Syndrom" die amerikanische Außenpolitik bis heute, und es bleibt abzuwarten, ob die Vereinigten Staaten die richtigen Lehren aus den Erfahrungen des Vietnamkrieges gezogen haben. -Stephan Fingerle
Buch:
Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug
Autor:
Norman Mailer, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 839824
Aus der Amazon.de-Redaktion Nach Michael Moore (Stupid White Men) distanziert sich mit Norman Mailer ein weiterer bedeutender US-Intellektueller sehr deutlich von der Regierung des George W. Bush. Der Krieg gegen den Irak war nach der Überzeugung des Schriftstellers und Pulitzer-Preisträgers nicht davon motiviert, die Welt vom Terror zu befreien, denn eine solche Hoffnung sei lächerlich. Auch ist der Irak nach Mailers Einschätzung erst der Anfang. Schließlich gehe es Bush um nicht weniger als die Errichtung eines amerikanischen Imperiums. Im Land selbst sei derzeit eine durchgreifende Militarisierung der Gesellschaft zu beobachten, die Gefahr laufe, der Anti-Terror-Rhetorik der "Fahnenpatrioten" aufzusitzen. Was Mailer unter "Fahnenpatriotismus" versteht, ist das Gegenteil gesunder Vaterlandsliebe. Es ist viel mehr purer Nationalismus. Insofern sieht der Autor in der gegenwärtigen amerikanischen Regierung eine Gefahr nicht zuletzt für das politische System der USA und für die demokratischen Werte, für die die Regierung zu kämpfen vorgibt. Der Autor lässt nirgends den geringsten Zweifel daran aufkommen, was er persönlich vom 43. Präsidenten der Vereinigten Staaten hält, der durch Wahlbetrug ins Amt gekommen sei und einer Regierung vorstehe, die die USA in einen "prätotalitären Zustand" mit einer Tendenz zum Faschismus geführt habe. Wie bitterernst es Mailer ist, wird auch in den Passagen des Buches deutlich, die nur vordergründig heiter sind. So lesen wir an einer Stelle, dass Bushs Amtsvorgänger Clinton immer der Schlauste in seiner Runde gewesen sei, weil er es nie zugelassen habe, dass einer seiner Berater zu mehr als 90 Prozent an seine eigene Intelligenz heranreichte. Doch weiter schreibt Mailer: "Bush seinerseits ist immerhin so klug, zu merken, dass er das nicht so halten kann, sonst würde das Land von lauter Vollidioten regiert." Und das ist Verbitterung pur. -Andreas Vierecke 1
Buch:
Es war nicht Kolumbus: Die wahren Entdecker der Neuen Welt
Autor:
Tony Horwitz, Ausgabe vom 19. Aug. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 312356