Das Schattenreich der CIA: Amerikas schmutziger Krieg gegen den Terror
Autor:
Stephen Grey, Ausgabe vom 18. Sept. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 340355
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein jeder Krieg ist schmutzig! Dass dieses Diktum auch für Amerikas "Krieg gegen den Terror" gilt, belegt der Journalist Stephen Grey mit seiner gründlich recherchierten Reportage Das Schattenreich der CIA. In dem Buch wird detailliert über die völker- und menschenrechtswidrige Verschleppungs- und Verhörpraxis in von den USA in mehreren Ländern unterhaltenen Geheimgefängnissen berichtet. Nicht nur für die US-Regierung bergen Greys gut belegte Recherchen erheblichen Zündstoff: Auch zahlreiche andere Regierungen und staatliche Dienste werden durch die Erkenntnisse schwer belastet. Eine ganze Reihe von - man muss es wohl so nennen - Folterkooperationen der USA unter Federführung der CIA werden in dem brisanten Bericht aufgezählt und anhand konkreter Einzelbeispiele belegt. Betroffen sind dabei auch europäische Länder. So diente etwa der Frankfurter Flughafen nachweislich als Drehscheibe für eine große Zahl von Geheimflügen der neuen "Air America", die für die Verbringung von Terrorverdächtigen von einem Verhörzentrum ins nächste zuständig war, wo die Entführten immer anderen ausländischen Verhörspezialisten zur besonderen Behandlung übergeben wurden. Ein eigenes Kapitel ist dem Fall des verschleppten Deutschen Khaled el-Masri gewidmet. Der 39-jährige wurde aufgrund einer Verwechslung während einer Urlaubsreise in Mazedonien von Grenzbeamten festgenommen und anschließend fünf Monate zuerst in Skopje, später in Bagdad und Kabul von wechselnden Peinigern verhört und gefoltert. Masris Geschichte liest sich wie ein böser Traum: Offenbar hatten die Geheimdienste Informationen über einen gleichnamigen Verbindungsmann zwischen den Attentätern vom 11. September 2006 und der Führung der al-Qaida. So eine Verwechslung wird doch normalerweise schnell aufgeklärt, sollte man meinen. Im Fall el-Masri dauerte es immerhin fünf Monate bis er um dreißig Kilo abgemagert und etliche Jahre gealtert wieder auf freien Fuß gesetzt wurde. Fünf Monate im Schattenreich der CIA, in dem unter dem Diktat einer "Realpolitik der Folter", wie eines der besonders lesenswerten Kapitel überschrieben ist, internationale Rechtnormen offensichtlich nicht viel zählen. - Andreas Vierecke
Buch:
Barack Obama: Yes, we can - Bilder einer Persönlichkeit
Autor:
Time Inc., Ausgabe vom 15. Januar 2009, Gebunden, Verkaufsrang 382675
Product Description Hrsg.: TIME Erscheinungsjahr: 2009 m. zahlr. meist farb. Fotos. Gewicht: 768 gr / Abmessungen: 278 mm x 203 mm x 16 mm Fotos v. Shell, Callie Callie Shell begleitete Barack Obama seit 2006 und konnte seinen Wahlkampf sowie den Verlauf der Präsidentschaftskandidatur in allen Phasen beobachten. Zunächst bestand das Team aus drei Personen: dem Fahrer, Barack Obama und Callie Shell. So erlebte die Fotografin alle Höhepunkte und Rückschläge der Kampagne und wurde bald zu einem "Teil der Familie". Diese besondere Vertrautheit erlaubte ihr einen Zugang, der keinen anderen Pressefotografen gewährt wurde. In der ganzen Welt löste Barack Obamas Wahl zum 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten Jubelstürme aus. Wer ist der Mann, der so vielen Menschen Hoffnung auf Veränderung und eine bessere Zukunft macht? Die Fotografin Callie Shell hat Obamas Wahlkampagne für das amerikanische TIME Magazine seit Anfang 2006 begleitet. Ihre Bilder zeigen den Präsidenten in Zeiten, in denen der Wahlsieg noch ein ferner Traum war, an Orten, zu denen kaum jemand Zugang hatte, ebenso wie in Momenten des Triumphes, die der Präsident mit Tausenden teilte. Diese beeindruckenden Aufnahmen werden begleitet von Texten der besten amerikanischen Autoren, die Barack Obamas Persönlichkeit für ein großes Publikum analysieren und seine Antriebskräfte zeigen. Anschaulich und verständlich öffnet uns dieser Band einen neuen Weg zum Verständnis einer Erfolgsgeschichte, an deren Ende die triumphale Wahlnacht und die Amtseinführung Obamas als Präsident der Vereinigten Staaten stehen.
Buch:
Eine Geschichte des amerikanischen Volkes - Band 1: Kolonialismus, Rassismus und die Macht des Geldes
Autor:
Howard Zinn, Ausgabe vom 12. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 51468
Aus der Amazon.de-Redaktion Obwohl es am Ende scheinbar doch nichts genützt hat: Mit Fahrenheit 9/11 hat Michael Moore alles gegeben, um eine zweite Amtszeit des US-Präsidenten George W. Bush zu verhindern. Wer das Buch gelesen hat, in dem uns der wohl erfolgreichste Dokumentarfilmer aller Zeiten die Ergebnisse seiner Recherchen zu seinem gleichnamigen Film noch einmal schwarz auf weiß vor Augen führt, der kann nicht glauben, dass auch nur ein normal begabter amerikanischer Wähler trotz der Kenntnis der hier aufgeführten Fakten Bush tatsächlich in seinem Amt bestätigt haben soll. Angesichts der Zuschauerzahlen des Films einerseits und des Wahlergebnisses andererseits muss dies aber rein rechnerisch in erheblicher Zahl dennoch geschehen sein. Dem Anschein hat das amerikanische Publikum also mehrheitlich nicht glauben können, was ihnen Moore und seine Quellen hier aufgetischt haben - dass also etwa die Verwandten des Terror-Chefs Bin-Laden in den Tagen nach dem 11. September zu Dutzenden aus den USA ausgeflogen wurden, obwohl hier doch ansonsten ein absolutes Flugverbot herrschte; oder dass Bush, Rumsfeld & Co die Jagd nach Bin-Laden in Afghanistan nicht ernsthaft genug betrieben haben, weil der Bursche ihnen eigentlich ziemlich egal war, Hauptsache sie hatten nun endlich einen Grund für den Krieg gegen den Irak, wie fadenscheinig die Gründe auch sein mochten und wie sehr die angeblichen Kontakte zwischen dem irakischen Regime und al-Qaida auch an den Haaren herbeigezogen waren. Und offensichtlich mochten sie Moore auch nicht glauben, dass Zweifel an Bushs Loyalität gegenüber seinem Volk angebracht seien, nur weil der Bush-Clan so inniglich mit der saudischen Herrscher-Clique verquickt ist, die darüber hinaus sowieso schon längst über das Wohl und Wehe Amerikas entscheidet, das ihnen schließlich schon zu einem guten Teil gehört? "War das alles nur ein Traum?", fragt Moore zu Beginn von Fahrenheit 9/11? Und tatsächlich würde man gerne aus einem solchen erwachen. Allein: All das ist wahr! - Hasso Greb
Hörbuch:
Watergate: Der Fall Präsident Nixons
Autor:
Heiko Petermann, Ausgabe vom 4. März 2008, Audio CD, Verkaufsrang 881582
Buch:
Countdown zum 3 - Weltkrieg?: Der 11 - September, der Irak-Konflikt und die Verschwörung zur US-Weltherrschaft
Autor:
Karl-Heinz Zunneck, Ausgabe vom 18. April 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 535377
Buch:
Abraham Lincoln: Begründer des modernen Amerika
Autor:
Ronald D. Gerste, Ausgabe vom 10. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 544182
Product Description Begründer des modernen Amerika Erscheinungsjahr: 2008 m. 16 Bildtaf. Gewicht: 495 gr / Abmessung: 22 cm Von Gerste, Ronald D. Abraham Lincoln (1809-1865) war einer der populärsten Präsidenten Amerikas: Er führte die Nordstaaten durch den Bürgerkrieg und setzte sich für die Sklavenbefreiung ein; unter seiner Regierung schlugen die USA den Weg zum zentralregierten, modernen Industriestaat ein. Nun liegt eine aktuelle, spannend geschriebene Biografie des Staatsmannes vor.Ronald D. Gerste beschreibt Lincolns Weg vom armen Farmersohn zu einem der bedeutendsten Präsidenten bis hin zu seinem tragischen Ende in der Theaterloge. Der Autor versteht es hervorragend, dem Leser die außergewöhnliche Persönlichkeit Abraham Lincolns nahe zu bringen.
Buch:
Assata: Eine Autobiographie aus dem schwarzen Widerstand in den USA
Autor:
Assata Shakur, Ausgabe vom Mai 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 673044
Birgit Oldopp, Ausgabe vom 26. Aug. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 579866
Buch:
Weltmacht Amerika Das Neue Rom
Autor:
Peter Bender, Ausgabe vom 1. Juli 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 675941
Aus der Amazon.de-Redaktion Die Vereinigten Staaten von Amerika als neues Rom? Genau darauf hofft Peter Benders. Doch ist seine Perspektive eine ganz und gar andere als die derjenigen Autoren, die den USA vorwerfen, dass sie mit ihrem unverhohlenen Hegemoniestreben auf die Errichtung eines Empires nach römischen Vorbild abzielten. Konkret richtet sich Benders Hoffnung darauf, dass Amerika und Europa sich in einer Welt, "in der andere Kulturen sich gegen den "Westen" behaupten, stärken und vordringen", auf ihre gemeinsamen kulturellen Wurzeln besinnen, um zusammen die Zivilisation des Abendlandes zu schützen und zu bewahren. So eben wie Rom durch die liebend-bewundernde Anverwandlung dem kulturellen Erbe der Griechen zu neuer Größe verholfen habe, soll Europa von den USA gerettet werden. Auch wenn diese Vorstellung angesichts der unübersehbaren politisch-kulturellen Entfremdung eher als merkwürdig verträumte Utopie erscheint, und auch wenn man historischen Vergleichen der hier vorgelegten Art eher skeptisch gegenüberstehen mag: Peter Benders ist eine vorzügliche Parallelstudie gelungen, die die Grundlinien der römischen wie der amerikanischen Geschichte sehr schön hervortreten lässt. Dies deshalb, weil der Autor, der immer wieder sehr deutlich auf die Unterschiede der historischen Konstellationen hinweist, es einerseits geschickt vermeidet, Unvergleichbares miteinander in schiefe Beziehungen zu setzen. Andererseits scheut er sich nicht, die bei aller Differenz dennoch bestehenden strukturellen Analogien auch zu beschreiben. Aus wechselnder Perspektive werden so die tatsächlich verblüffend ähnlichen Lebenslinien der beiden durch Zeit und Raum von einander getrennten Weltmächte sehr schön herausgearbeitet. Hinsichtlich sowohl der Abfolge der Ereignisse als auch der Bedeutung für die nachfolgende machtpolitische Orientierung ähnlich erweisen sich insbesondere der erste und zweite Punische Krieg in der römischen, sowie der Erste und Zweite Weltkrieg in der amerikanischen Geschichte. Beide Mächte nämlich zogen, wie Benders darlegt, eher widerwillig in den jeweils ersten dieser Kriege, nach dem sie sich deshalb - "reif für die Insel" - umso entschlossener auf sich selbst zurückzogen. Dies freilich, um 219 v. Chr. durch den Fall von Sagunt, beziehungsweise 1941 durch den Überfall auf Pearl Harbor umso heftiger aus ihrer Selbstgenügsamkeit wieder aufgeschreckt zu werden. Was für Rom auf den anschließenden Aufstieg zur unumschränkten Weltmacht folgte - letzten Endes der Untergang - ist sattsam bekannt. Die USA dagegen stehen heute an einem Scheideweg. Über die Gründe nachzudenken, welchen der ihr offen stehenden Wege sie wohl einschlagen sollten und wohin dieser oder jener Pfad sie (und uns) führen könnte, gibt Benders ebenso inspiriertes wie inspirierendes Buch dem Leser einiges an die Hand. -Andreas Vierecke