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MOHICANS MUSIC INSPIRED BY TH Mit Mohicans wollen sich die italienischen Komponisten Fabrizio Baldoni, Gino di Stefano und Paolo Re der tiefen Spiritualität, der Weisheit und der mystischen Legendenwelt der Mohikaner annähern, ein Indianerstamm, der bereits vor hunderten von Jahren in anderen Algonkistämmen aufging. Indianische Gesänge wurden hier gepaart mit schwebenden, elegischen Klängen, mit Flöten und Naturgeräuschen. Abgerundet wird dieser "Elettro-Folk", wie es die italienische Republicca begeistert nennt, von wunderschönen analogen Instrumenten, Geigen, Cello, Bratsche und Gitarre. Sacred Spirit, Oliver Shantis Indianer-CDs und Enigma könnte man nennen, wenn man Vergleiche sucht. Dass mit dem dritten Jahrtausend ein neues Zeitalter begonnen hat, erkennt man nicht nur anhand der tiefen Akzeptanz "normaler" Bürger esoterischen Strömungen gegenüber. Auch im musikalischen Bereich fristen Klänge aus anderen Ethnien und spirituellen Glaubensrichtungen, oder meditative Musik für Energiearbeit, Wellness und Entspannung längst kein Schattendasein mehr. Das, was vor 20 Jahren noch als "New Age" belächelt wurde, hat sich zur Kunstform gemausert und wurde darüber hinaus zum wichtigen Standbein unserer Musikindustrie. Außerdem besitzt außereuropäisch oder spirituell beeinflusste Musik einen hohen pädagogischen Wert. Schließlich verehren immer mehr Menschen das naturnahe Wissen und den tiefen Respekt vor der Erde und den Mitmenschen, Werte, die vielen alten Kulturen eigen waren, auch den amerikanischen Ureinwohnern. Natürlich darf auf diesem Soundtrack zu einer virtuellen Indianer-Dokumentation auch Trevor Horn nicht fehlen, der die legendäre Score-Musik zu Der letzte Mohikaner komponierte, und dem man hier mit einem Cover-Track huldigt. Aber auch ansonsten wirkt die ganze CD entspannend, meditativ, spirituell, atmosphärisch und trotzdem sehr modern. -Kati Hofacker
CD:
The Black Light
Calexico, Audio CD, Verkaufsrang 13803
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Aus der Amazon.de-Redaktion Treue Fans reagieren bisweilen irritiert, wenn ihre Lieblingsbands Veränderungen am Gesamtsound vornehmen. Die gute Nachricht gleich vorweg: Calexico kehren auf dem jederzeit überzeugenden Album Carried To Dust in die markanten und staubigen Wüstenrock-Fußspuren der Vergangenheit zurück. Also dorthin, von wo der kontrovers aufgenommene Vorgänger Garden Ruin die Flucht zu eher konventionell arrangierten, dem Pop zugewandeten Songs antrat. Der auf reine Instrumentals verzichtete, rockte wie nie zuvor und große Momente hat. Carried To Dust scheint daran anschließen zu wollen, denn gleich das von federnden Rhythmen dominierte Eröffnungsstück "Victor Jara?s Hands" tänzelt trotz der inhaltlichen Schwere mit der Thematisierung des 1973 von den Militärs ermordeten chilenischen Folksängers und kommunistischen Aktivisten. Danach aber machen sich Calexico, einmal mehr angetrieben von den beiden Songwritern und Produzenten John Convertino & Joey Burns, auf zu den vertrauten Mariachis, den verschleppenden Beats, exzentrischen Klängen, den eigenwilligen Streifzügen durch Alternative-Rock, Dub, Jazz, Latin, Folk und Country. Einmal mehr lassen sich Calexico von namhaften Gästen wie Doug McCombs (Tortoise) oder auch Sam Beam von begleiten. Mit dem Kopf von Iron & Wine setzen Calexico als engagierte Hausband ja schon auf dem Soundtrack zur Bob-Dylan-Hommage I?m Not There Glanzpunkte. Nicht alles scheint leuchtend hell auf diesem Album, denn Calexico kommen nicht umher, aus sich selber zu schöpfen und alte Zitate aufzugreifen, die Erinnerungen an frühe Lieder wecken. Aber wie keine andere Band verstehen sich die Männer aus Arizona auf solch geisterhafte Sounds wie in "Man Made Like" oder dem entrückten "Contention City", dem würdigen Finale. -Sven Niechziol