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Aus der Amazon.de-Redaktion Mit ihrem letzten Album Amarantine konnte Enya nicht allen Erwartungen gerecht werden und vielleicht wird sie nie wieder ganz zur unvergänglichen Größe von Alben wie Watermark oder Shepherd Moons zurückfinden. Aber mit And Winter Came... liefert Enya den perfekten Soundtrack für die winterliche Vorweihnachtszeit. Wenn die Tage kürzer werden und draußen die klirrende Kälte alles in ein winterliches Weiß hüllt, sorgen Enyas zeitlos schönen und poetischen Klänge für musikalische Wärme und Geborgenheit. Machen Sie es sich mit einer schönen Tasse Tee oder Kakao auf dem Sofa gemütlich und genießen Sie! Enyas Schwester Moya Brennan legte bereits 2006 mit An Irish Christmas ihr Weihnachtsalbum vor, das jedoch vorrangig auf traditionelle Weihnachtslieder setzt. Natürlich darf auch bei Enya ihre gälische Version von "Stille Nacht" nicht fehlen, und "One Toy Soldier weckt Assoziationen an den "Little Drummer Boy", aber And Winter Came... ist mehr als nur ein klassisches Weihnachtsalbum. Das instrumentale Titelstück eröffnet den winterlichen Reigen und lädt zum Träumen und Genießen ein. Mit "O Come, O Come, Emmanuel", das sich auch auf dem Album A Midwinter Night's Dream von Loreena McKennitt findet, legt Enya eine wunderschöne, auf Lateinisch vorgetragene Version des klassischen Liedes vor, bei der die Gänsehaut vorprogrammiert ist. Richtig weihnachtlich wird es noch einmal bei "The Spirit of Christmas Past" und "White is in the Winter Night", die beide das Zeug zum Klassiker haben. In "My! My! Time Flies!" finden sich für Enya geradezu ungewöhnliche Gitarrenklänge und das Tempo zieht auch ganz schön an. So gelingt es Enya auf Trefflichste - natürlich erneut im Bund mit Produzent Nicky und Songschreiberin Roma Ryan ? eine ausgewogene Balance zwischen besinnlichen Momenten und festlicher Vorfreude auf das Weihnachtsfest stimmungsvoll musikalisch umzusetzen. Im wahrsten Sinne des Wortes ein gelungenes Geschenk! - Birgit Schwenger
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GOLDEN HEART Mark Knopfler war es wohl leid, ständig die Dire Straits am Hals zu haben. Er hat ja einen Ruf als schwieriger Geselle. Immer wieder löste er die Band auf, hatte einen durchaus erfolgreichen Flirt mit der Filmmusik (Local Hero, Cal), dann wieder ein Techtelmechtel mit Chet Atkins usw. Jetzt also sein Soloprojekt Golden Heart. Was herauskommt, sind pure Dire Straits. Ein exaktes Mittelding zwischen Brothers in Arms und On Every Street. Fast alle Themen der beiden Erfolgs-CDs werden hier noch einmal aufgegriffen und variiert. Als hätte Knopfler am Ende von "Brothers In Arms" einfach sein grandioses Edelgitarrensolo weitergespielt, die Crew schloß ab, ging nach Hause, am nächsten Morgen spielte er immer noch und plötzlich hieß die Nummer "Darling Pretty", mit ihrem irischen Touch einer der schönsten Titel der ganzen CD. "Imelda" ist eine mäßig scharfe Abrechnung mit der Marcos-Witwe, das Gitarrenriff riecht verdächtig nach "Money for Nothing". Dire Straits-Fans werden zufrieden sein. Alles was man an Kopfler immer schon mochte ist da: Geschmackvollste Gitarrenarbeit, Dobros, fette Orgeln und immer wieder dieser untrügliche Riecher für Hitmelodien. Eine Nummer allerdings wirkt rätselhaft: Warum muß ein Lied über einen psychisch angeknacksten Autogrammjäger ausgerechnet "Rüdiger" heißen? Immer die Deutschen. -Ravi Unger