Roman Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Engl. v. Klaus Berr Gewicht: 306 gr / Abmessungen: 187 mm x 118 mm Von Reichs, Kathy / Übersetzt v. Berr, Klaus Pressestimmen: "Reichs neuer Thriller fasziniert mit seinem Plot voller falscher Spuren und vielen schillernden Charakteren. Aus dem Dickicht der Ermittlungen gelingt es ihrer Protagonistin, den Täter herauszukristallisieren, der, von Gier und Hochmut getrieben, alles Mitgefühl verloren hat und zum eiskalten Mörder geworden ist." Deutsche Presse-Agentur Leseprobe: Mein Name ist Temperance Deasee Brennan. Ich bin eins fünfundsechzig, reizbar und über vierzig. Mehrfach diplomiert. Überarbeitet. Unterbezahlt. Dem Tode nah.Ich strich dieses Fragment literarischer Inspiration durch und versuchte einen neuen Anfang. Ich bin forensische Anthropologin. Ich kenne den Tod. Jetzt lauert er auf mich. Dies ist meine Geschichte. O Mann. Die Wiedergeburt von Jack Webb und seinem Polizeibericht Los Angeles. Wieder Striche durch die Zeilen. Ich schaute auf die Uhr. 14 Uhr 45. Ich ließ die autobiografischen Versuche sein und fing an zu kritzeln. Kreise in Kreisen. Das Ziffernblatt der Uhr. Das Konferenzzimmer. Der Campus der UNCC. Charlotte. North Carolina. Die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Erde. Die Milchstraße. Um mich herum diskutierten meine Kollegen winzigste Details mit dem Eifer religiöser Fundamentalisten. In der augenblicklichen Debatte ging es um Formulierungen in einem Unterkapitel einer Selbststudie des Fachbereichs. Das Zimmer war stickig, das Thema zum Lidflattern langweilig. Die Sitzung dauerte schon über zwei Stunden, und die Zeit flog nicht gerade dahin. Ich fügte den äußersten meiner konzentrischen Kreise Spiralarme hinzu. Füllte Leerräume mit Punkten. Vierhundert Milliarden Als Temperance ("Tempe") Deasee Brennan in den Keller hinabsteigt, hofft sie noch, ein verwesendes Eichhörnchen zu entdecken. Denn der Geruch der Verwesung, von Fliegen, Insekten und Maden in Kadavern ist milder als das, was der Forensikerin sonst an ihren Tatorten entgegenschlägt. Tatsächlich findet Tempe am Ort des Geschehens, an den sie ein renovierender Klempner gerufen hat, zunächst ein totes Huhn. Aber sie findet auch einen menschlichen Schädel. Und sie findet zwei Menschenknochen, die in mit Erde gefüllten Kesseln verborgen sind. Der Verdacht liegt nahe, es mit einer heidnischen Opferstelle zu tun zu haben. Aber kann es in der beschaulichen Kleinstadt so etwas wie Voodoo oder Satanismus geben? Dann wird plötzlich in einem Plastiksack am Ufer eines Sees auch noch der Torso eines Jungen gefunden, in den eindeutig diabolische Zeichen eingeritzt sind. Aber: Warum riecht auch dieser Körper nicht so, wie Körper in diesem Zustand der Verwesung riechen? Warum ist er viel weniger von Insekten befallen als zu erwarten war? Und: Welche Rolle spielt ein undurchsichtiger Prediger bei den Mordfällen, der die Bevölkerung gegen Tempe aufzuhetzen sucht und nach Lynchjustiz ruft? Am Anfang von Der Tod kommt wie gerufen steht Kathy Reichs vielschichtige Ich-Erzählerin nicht nur vor den Scherben einer Beziehung, sondern auch vor vielen Rätseln. Im Zuge der Handlung, die immer wieder von privaten Exkursen durchbrochen ist, klärt sich zwar Manches. Aber die Lösung der Fälle ist dann doch für alle - auch für den Leser - überraschend. Am Ende ist dann nur noch Tempes Zukunft offen. Das lässt auf eine Fortsetzung mit einem neuen Mordfall hoffen. Fans dürfen also gespannt sein und bleiben. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Buch:
Blut vergisst nicht: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 30. Aug. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 84544
Roman Erscheinungsjahr: 2010 Übersetzung: Berr, Klaus Gewicht: 557 gr / Abmessungen: 215 mm x 135 mm Von Reichs, Kathy / Übersetzt v. Berr, Klaus Kann ein Mensch zweimal sterben? Ein neuer Fall für Tempe Brennan Das Leben ist vergänglich. Der Tod ist unbestechlich. Tempe Brennans Arbeit als Forensikerin bringt manche Gewissheit mit sich. Denn: Einmal stirbt jeder, richtig? Falsch. An Brennans neustem Fall ist nichts so, wie es scheint. Das beginnt mit einem Mann, der nicht ein-, sondern gleich zweimal den Tod gefunden hat. Die Leiche von James "Spider" Lowry wird am Ufer eines Sees nahe Québec entdeckt. Tempe stellt fest: Spider kam vor wenigen Tagen ums Leben, und zwar durch einen äußerst bizarren Unfall. Die nächste Überraschung: Laut seiner Akte ist der Mann seit 1968 tot, als Soldat bei einem Hubschrauberabsturz in Vietnam verunglückt. Doch wer ruht dann in Spiders Grab? Und wie kommt Spiders Leiche in einen kanadischen See? Brennan reist nach Hawaii, wo die staatliche Behörde zur Auffindung vermisster US-Soldaten tätig ist. Und wird von einer Kollegin prompt mit einem weiteren Toten konfrontiert mit den von Haien verunstalteten, rätselhaft tätowierten Überresten eines vorbestraften Kleindealers. Nicht nur der Temperaturen wegen entpuppt sich das Inselparadies Hawaii sehr bald als heißes Pflaster für Tempe. Denn Spiders Spuren führen nicht zufällig hierher. Und die örtlichen Drogenhändler reagieren auf neugierige Ermittlerinnen so instinktiv wie Haie auf einen blutigen Köder. Nichts ist so einfach, wie es scheint: Als die forensische Anthropologin Tempe Brennan dabei hilft, eine Wasserleiche zu identifizieren, die in einem See nahe Québec gefunden wurde, ist zunächst alles ganz simpel. Die Todesursache ist zwar bizarr, doch die Identifizierung ist schnell erledigt ? es handelt sich um einen Mann namens James Lowery, kein Zweifel möglich. Doch zu ihrem großen Erstaunen stellt Tempe dann fest, dass Lowery laut seinen Akten bereits seit 1968 tot ist ? gestorben als Soldat bei einem Hubschraubereinsatz im Vietnamkrieg. Und seine sterblichen Überreste sind in seiner Heimatstadt bestattet, in Lumberton, North Carolina. Kann ein Mensch zweimal sterben? Wohl nicht. Also reist Tempe nach Lumberton, um den dort beerdigten Leichnam zu exhumieren ? sehr zum Unwillen von Plato Lowery, dem alten Vater, der nicht wahrhaben will, dass sein Sohn unter Umständen nicht als Held in Vietnam gestorben sein könnte. Doch die seit vierzig Jahren hier im Familiengrab der Lowerys bestattete Leiche scheint tatsächlich jemand anderes zu sein ? aber wer? Wessen sterbliche Überreste hat die Army damals als James Lowery dessen Eltern übergeben? Um dies herauszufinden, fliegt Tempe nach Hawaii, denn dort befindet sich das JPAC, die staatliche Behörde zur Auffindung vermisster US-Soldaten. Das JPAC hat nicht nur die Akten zu dem Vorfall in Vietnam, sondern auch noch eine zusätzliche Leiche im Kühlkeller: die Überreste eines weiteren bei jenem Hubschrauberabsturz in Vietnam ums Leben gekommenen US-Soldaten, der bislang nicht identifiziert werden konnte. Wer ist das nun wieder? Leiche reiht sich an Leiche, doch mit zunehmender Menge verwesten Fleisches wird leider nicht die Spannung größer, sondern bestenfalls die Verwirrung. Dieser Roman ? als langjährigem Tempe-Brennan-Fan fällt es dem Schreiber dieser Zeilen schwer, das einzugestehen ? ist Murks. Kathy Reichs wollte ganz offensichtlich dem JPAC ein literarisches Denkmal setzen, und als patriotische Würdigung dieser tatsächlich kaum bekannten und sehr verdienstvollen US-Behörde erfüllt das Buch auch seinen Zweck, aber von einem gelungenen Thriller ist der Roman leider weit entfernt. Die Handlung ist an vielen Stellen wenig logisch und lieblos zusammengezimmert; die Auflösung ist auf groteske Weise an den Haaren herbeigezogen; und der offenbar obligatorische Anschlag auf Tempes Leben (sie legt sich auf Hawaii "nebenbei" noch mit der örtlichen Drogenmafia an) ist im Rahmen der Haupthandlung so überflüssig wie ein Kropf. Auch Kathy Reichs? sonst so vielbewunderter Stil ? stakkatohaft kurze Sätze, ein Eimer voll Akronyme, fetzige Cliffhanger am Ende jedes Kapitels ? wirkt hier deplatziert, störend, ja nervig. Nein, leider: Blut vergisst nicht kann man schnell wieder vergessen. - Christoph Nettersheim
Buch:
Tote lügen nicht: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom März 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 73160
Buch:
Totenmontag: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 9. Okt. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 41595
Taschenbuch Totenmontag Roman, 383 Seiten Montage sind grausam. Und trauen kann man ihnen schon mal gar nicht. Viele Popstars haben diese teils mörderische Wahrheit besungen, darunter Bob Geldofs Boomtown Rats ("I don?t like Mondays") oder The Mamas & the Papas, die in ihrem Song "Monday Monday" dichteten: "Can?t trust that day". Ausgerechnet diese Zeilen hat die forensische Anthropologin Tempe Brennan im Kopf, als sie an einem eiskalten Montagmorgen in ein Kellergewölbe einer ekligen Pizzeria hinabsteigt und ein Schuss knallt. "Mit weit aufgerissenen Augen sah ich, wie nur ein Meter von mir entfernt Muskeln, Knochen und Eingeweide gegen Fels klatschten", heißt es in Kathy Reichs Thriller Totenmontag: "Einen Augenblick wirkte der verstümmelte Körper wie festgeklebt und glitt dann, eine Spur aus Blut und Haaren hinter sich herziehend, nach unten." Natürlich ist auch an diesem Montag nichts so, wie es scheint. Und so ist die vermeintliche Leiche, die da an Brennan vorbeigleitet, auch kein Mensch, sondern eine simple Ratte, die Sergeant-détective Luc Claudel von der Mordkommission in Montreal in Schießlaune erlegt hat. Kurz darauf aber machen die beiden Kriminologen tatsächlich einen grausamen Fund. Denn unter einer dünnen Erdschicht finden sie die Skelette von drei jungen Frauen. Kein Kleidungsstück verrät, wann die Mädchen zu Tode kamen; nur ein paar antike Schmuckstücke werden gefunden. Für Claudel ist diese magere Beweislage Anlass genug, den Fall zu den Akten zu legen. Aber Brennan wendet die modernsten Methoden an, um den Knochen ihr Geheimnis zu entreißen. Und kommt einem Verbrechen auf die Spur, das sie selbst in tödliche Gefahr zu bringen droht ... Totenmontag ist Brennans siebter Fall, und fast wäre es ihr letzter geworden. Dass man dies bis zum Ende glaubt, ist Reichs unglaublich spannender Fabulierkunst zu verdanken, die immer wieder überraschende Wendungen erfindet. Totenmontag ist ideal für lange, eiskalte Wintertage - auch wenn es einem beim Lesen noch mal so kalt den Rücken herunterläuft. -Thomas Köster
Buch:
Das Grab ist erst der Anfang
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 2. Nov. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 28442
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2009 Aus d. Amerikan. v. Klaus Berr Gewicht: 547 gr / Abmessungen: 215 mm x 135 mm Von Reichs, Kathy / Übersetzt v. Berr, Klaus Nachtschwarz. Eiskalt. Atemlos. - Tempe Brennan jagt einen Mörder. Ihren eigenen. Nachtschwärze, Eiseskälte, Grabesstille als Tempe zu sich kommt, ringt sie in Todesangst nach Atem. An Händen und Füßen gefesselt liegt sie lebendig begraben an einem Ort, wo sie niemand rufen hört. Allmählich kehrt ihre Erinnerung an die letzten Stunden wieder Forensikerin Tempe Brennan ist es gewohnt, dass Mörder die Spuren ihrer Tat so zu verwischen versuchen, dass nicht einmal Expertinnen ihres Rangs sie aufzudecken vermögen. So ermittelt sie mit Detective Andrew Ryan im schneeverwehten Chicago gerade bei einer Reihe seltsamer Todesfälle: Drei Frauen wurden ermordet, alle auf grausame, aber verschiedene Weise. Es hat den Anschein, als gäbe es keine Verbindung zwischen den Morden. Bis Tempe schließlich doch die Handschrift eines Serienkillers erkennen kann. Umso schockierter ist sie, als man ihr vorwirft, sie habe eine Autopsie absichtlich manipuliert und ein Verbrechen vertuscht. Was Tempe nicht wissen kann: Ihre Arbeit wird sabotiert. Von jemandem, der sie um jeden Preis scheitern sehen will. Jemand aus ihren eigenen Reihen. Und so wird Tempe schon bald einen ganz besonderen Mörder jagen müssen: ihren eigenen. Leseprobe: Kalt. Taub. Verwirrt. Ich öffnete die Augen. Dunkelheit. Schwarz wie ein arktischer Winter. Bin ich tot? Einem limbischen Befehl gehorchend, atmete ich tief ein. Mein Hirn registrierte Gerüche. Schimmel. Modrige Erde. Etwas Organisches, das auf das Vergehen der Zeit hinwies. War dies die Hölle? Ein Grab? Ich lauschte. Stille. Undurchdringlich. Aber nein. Es gab Geräusc
Buch:
Knochenarbeit: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 1. Januar 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 100532
Tempe Brennan wird in den den kleinen Ort St. Jovice gerufen. In einemneidergebrannten Haus befinden sich sieben Leichen, zwei davon Babys, denendas Herz fehlt. Außerdem muß sie noch eine Nonne Exhumieren. Doch erstliegt die Nonne in einem falschen Grab, und dann entdeckt Tempe eine entsetzlicheParallele zu dem Fall von St. Jovice. Kathy Reichs übt einen ungewöhnlichen Beruf aus. Sie ist eine von insgesamt 50 forensischen Anthropologen in den USA und Kanada. In ihrem zweiten Roman Knochenarbeit läßt sie erneut ihre Hauptakteurin Tempe Brennan als Anthropologin agieren und sich in eigenartige Ritualmorde verwickeln. Sieben Menschen werden verbrannt in einem Haus in St. Jovite gefunden. Vor allem der grausige Fund der Zwillingsbabies, die brutal zugerichtet wurden, gibt Tempe Brennan Rätsel auf. Die Autorin webt zu Anfang ein sehr dichtes Geflecht um diese Morde, um die Exhumierung einer Ordensschwester auf dem vergangenen Jahrhundert, einem verschwundenen Mädchen und einer seltsamen Professorin, die in dem Fall der Nonne Elisabeth Nicolet weiterhelfen soll. Es bedarf sehr starker Nerven, um die akribische und wenig appetitliche Arbeit einer Anthropologin mitzuverfolgen. Die Autorin flicht ihre kompetenten Erkenntnisse mit ein und läßt bei der Schilderung der Routinetätigkeit von Tempe Brennan Emotionen und somit Menschlichkeit miteinfließen. Teilweise beschleicht den Leser das Gefühl, daß sich die Autorin ihre eigenen Traumata von der Seele schreiben will. Bis zum eigentlichen Kern der Handlung, dem Plot, baut Kathy Reichs eine sich langsam steigernde Spannung auf, der sich der Leser kaum entziehen kann. Steckt eine Sekte hinter den mysteriösen Verbrechen, denen immer mehr folgen? Warum wird die Anthropologin selbst bedroht? Zwischen diese Stränge schiebt die Autorin zur Auflockerung leichte romantische Anwandlungen der Hauptdarstellerin, um sie auch als Mensch und nicht nur als Karrierefrau darzustellen. Ein intelligenter Roman um die Fänge einer Sekte, der gleichzeitig auf eine unterhaltsame Art viel Wissenswertes aus dem Alltag einer Anthropologin schildert. -Corinna S. Heyn
Buch:
Knochen zu Asche: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 14. April 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 17139
Roman. Deutsche Erstausgabe Erscheinungsjahr: 2009 Aus d. Amerikan. v. Berr, Klaus Gewicht: 296 gr / Abmessungen: 183 mm x 115 mm Von Reichs, Kathy / Übersetzt v. Berr, Klaus Thrill hoch 10! - Worte können lügen. Knochen nicht Das vermisste Mädchen hat Tempe Brennan nie vergessen. Auch wenn es damals noch kein Fall für sie war. Tempe war 13 Jahre alt, als ihre beste Freundin Evangeline ohne Abschied spurlos verschwand. Nun liegen Jahre alte Knochen eines weiblichen Teenagers zur forensischen Untersuchung vor Tempe und reißen alte Wunden auf. Hängt dieser Skelettfund mit Evangelines Verschwinden zusammen? Haben die Parallelen zu einer Reihe von Mädchen, die in den letzten Jahren in Quebec verschwanden, etwas zu bedeuten? War Evangeline das erste Opfer eines Serientäters? Tempe findet unerwartete Antworten an unerwarteter Stelle: in einem besonders dunklen Kapitel der Geschichte Kanadas. Knochen sprechen ihre eigene Sprache: Jahrzehnte alte Gebeine, jüngst verschwundene Mädchen, ein Trauma aus Kindertagen - der neue Fall trifft Tempe Brennan bis ins Mark. Pressestimmen: "Eine der wenigen Thrillerautorinnen, die wirklich wissen, worüber sie schreiben." Berliner Morgenpost"Kathy Reichs kann spannender über Leichen schreiben als die meisten ihrer Kollegen über lebendige Menschen." Denis Scheck im Tagesspiegel"Die Autorin (selbst Gerichtsmedizinerin) stattet ihre Protagonistin nicht nur mit einem losen Mundwerk aus, sondern auch mit unbequemen Eigenschaften, von messerscharfem Zynismus, purer Sachlichkeit bis zu staubtrockenem Humor. Die lebendige Schilderung der Geschehnisse macht das Lesen zum puren Vergnügen, denn eine so facettenreiche Figur wie die der Tempe Brennan ist im Plot-dominierten Krimi-Genre eine echte Rarität." Österreich Leseprobe:
Buch:
Knochenlese: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 1. Nov. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 81480
Aus der Amazon.de-Redaktion Vor allem angloamerikanische Krimiautoren bemühen sich viel zu selten, die Banalität des Alltags der weißen Oberschicht hinter sich zu lassen und die wirklichen Tragödien dieser Welt zu schildern. Kathy Reichs scheint sich dessen bewusst zu sein, denn in ihrem fünften Roman folgt ihre Protagonistin Tempe Brennan dem Vorbild der Autorin und reist nach Guatemala, um dort bei der Aufarbeitung des Bürgerkriegs zu helfen, der 35 Jahre andauerte. Tempe gehört zu einem Team international anerkannter forensischer Experten, deren entsetzliche Aufgabe es ist, die Leichen hingerichteter Frauen und Kinder aus einem Brunnenschacht zu bergen und nach Hinweisen auf die Täter zu suchen. Parallel dazu wird sie von einem Beamten der örtlichen Polizei aufgefordert, bei den Ermittlungen in einem aktuellen Fall zu helfen: Eine Reihe von Mädchen ist verschwunden und alles weist auf einen Serienmörder hin. Beide Untersuchungen scheinen auf den ersten Blick in keinem Zusammenhang zu stehen - doch die Verflechtungen von Macht und Schuld sind undurchdringlich. Tempe muss bald erkennen, dass sie bei ihrem Kampf um Gerechtigkeit auch ihr Leben aufs Spiel setzt. Knochenlese ist ohne jeden Zweifel Reichs bisher bester Roman. Sie weiß ganz genau, wie sie eine Geschichte aufbauen, wie sich Informationshappen und geheimnisvolle Andeutungen die Waage halten müssen, damit ihre Leser das Buch nicht aus der Hand legen. Einzig ihr etwas klischeelastiger Stil fällt angesichts des ernsten Themas unangenehm auf. Aber es ist ihr zuzutrauen, dass sie sich auch in dieser Hinsicht noch steigert. Ihre Kollegin Patricia Cornwell, mit der sie immer wieder verglichen wird, hat sie jedenfalls längst hinter sich gelassen. -Felix Darwin 1
Buch:
Totenbuch: Ein Kay-Scarpetta-Roman: Ein Kay-Scarpettta-Roman
Autor:
Patricia Cornwell, Ausgabe vom 12. Okt. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 57585
Ein Kay-Scarpettta-Roman. Ausgezeichnet mit dem Crime Thriller of the Year 2008 Erscheinungsjahr: 2009 Aus d. Amerikan. v. Karin Dufner Gewicht: 415 gr / Abmessungen: 187 mm x 118 mm Von Cornwell, Patricia / Übersetzt v. Dufner, Karin Scarpettas bisher bedrohlichster Fall: Der Sandmann, ein grausamer Killer, geht um Die 16-jährige Drew Martin, Shooting-Star am Tennishimmel, fällt in Rom einem abscheulichen Verbrechen zum Opfer. Nachdem er sie grausam gefoltert hat, füllt der Mörder Drews leere Augenhöhlen mit Sand, bevor er ihre Lider für immer verschließt. Die italienischen Carabinieri sind überfordert und bitten Gerichtsmedizinerin Dr. Kay Scarpetta um Hilfe. Der Sandmann kommt aus den USA. Und der Tennisstar ist nicht sein letztes Opfer Pressestimmen: "Patricia Cornwell versetzt uns mit ihrer Kultfigur Kay Scarpetta immer wieder in Entsetzen und hypnotische Spannung." Cosmopolitan Leseprobe: Rom Wasser plätschert. Eine Wanne aus grauen Mosaikfliesen, tief im Terrakottaboden versenkt. Langsam rinnt das Wasser aus dem alten Messinghahn; durch ein Fenster dringt Dunkelheit herein. Auf der anderen Seite der schmutzigen Glasscheibe liegen die piazza, der Brunnen, die Nacht. Reglos sitzt sie im Wasser. Das Wasser ist sehr kalt, Eiswürfel schwimmen darin. Inzwischen ist ihr Blick stumpf. Fast alles Leben scheint aus ihren Augen gewichen. Anfangs waren ihre Augen noch wie Hände, die sich ihm entgegenstreckten und ihn um Gnade anflehten. Nun aber haben sie einen schmutzig-trüben Blauton angenommen. Was einst in ihnen gewesen war, ist nahezu verschwunden. Bald wird sie eingeschlafen sein. "Hier." Er reicht ihr einen Cognacschwenker aus mundgeblasenem Muranoglas. Wodka. Ihn faszinieren die Teile ihres Körpers, die noch nie die Sonne ges Kay Scarpetta ist zurück. Sie und Benton Wesley sind nach Rom gerufen worden, nachdem in der historischen Altstadt das amerikanische Tenniswunderkind Drew Martin entführt und auf bestialische Weise ermordet wurde. Wie so oft machen sie sich bei der Suche nach der Wahrheit eine Menge Feinde... Parallel ermittelt Scarpetta in einem zweiten, nicht weniger grausamen Fall: In der Nähe des Südstaaten-Städtchens Charleston wird die Leiche eines schwer misshandelten sechsjährigen Jungen aus dem Sumpf gezogen. Doch muss sich die toughe Ermittlerin nicht nur mit den beiden Fällen herumschlagen, sondern auch mit der TV-Psychologin Dr. Self, die die angesehene Gerichtsmedizinerin demontieren möchte. Als wären drei Fronten noch nicht genug, gibt es reichlich Scharmüzel mit ihrer on-and-off-Beziehung Benton. Und dann führt eine Spur in den Irak... Unnötig zu erwähnen, dass noch zahlreiche weitere Leichen den Weg des Ermittler-Teams pflastern werden, die immer bereit sind, wahlweise Latex-Handschuhe oder ihre Smith & Wessons-Revolver zu ziehen. Besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang Alec Jeffreys, dem Vater des so genannten genetischen Fingerabdrucks. Ohne die Entdeckung dieses Nachweisverfahrens für die Polizeiarbeit käme das Buch nur auf etwa die Hälfte seines Umfangs. Extrem brutale Thriller aus der Feder einer Karin Slaughter, Kathy Reichs oder eben Patricia Cornwell sind weiterhin gefragt. So wird auch hier auf den ersten Seiten das bewährte Setting präsentiert: Ein wehrloses Mädchen wird von einem psychisch gestörten Sadisten gequält. Über lange Seiten lässt Cornwell ihr Opfer wimmern, betteln, weinen, und - ganz in der Perspektive des Täters versunken - wird es noch während des Todeskampfes mit sexuellen Fantasien weiter entwürdigt. Nach wessen Geschmack solcher Art Schreibkunst ist, der findet hier eine saftige, routiniert verfasste Lektüre. - Henrik Flor, Literaturtest
Buch:
Durch Mark und Bein: Roman
Autor:
Kathy Reichs, Ausgabe vom 20. Sept. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 10674
Flug 228 der TransSouth Air ist über Swain County, North Carolina, abgestürzt.Man betraut die forensische Anthropologin Tempe Brennan mit der Identifikationder Opfer, die zum Großteil sehr jung waren Mitglieder und Fans einesCollege-Fußballteams. Bei Nachforschungen zu einem zusätzlichen grausigenFund in der Nähe des Unglücksortes, einem einzelnen Fuß, der auf Grundseiner Verwesung und seines Alters nicht von einem der Passagiere stammenkann, wird Tempe von höchster Stelle behindert. Und plötzlich trachtetjemand ihr nach dem Leben ... Ein besonders grausiges Szenario bildet die Ausgangssituation des mittlerweile vierten Falls von Temperance Brennan, der Frau mit dem seltsamen Namen und dem ungewöhnlichen Beruf. Die forensische Anthropologin wird an den Ort eines Flugzeugabsturzes nach Swain County in North Carolina gerufen, wo sie einige Tage lang Leichenteile einsammelt, untersucht und katalogisiert. Aber Tempe wäre nicht Tempe, wenn sie nicht wieder über etwas Ungewöhnliches stolpern würde. So konzentriert sie sich bald auf ein sehr sonderbares menschliches Fundstück, das so gar nicht zu den anderen passen mag - und an dem noch mehr "dranzuhängen" scheint. Auch Kathy Reichs viertes Buch zieht einen gewissen Teil seines Reizes aus dem Voyeurismus, den eine derart detaillierte Schilderung der Arbeit einer Leichenbeschauerin mit sich bringt. Der weitaus größere Teil des Lesevergnügens aber resultiert daraus, ihrer Hauptfigur über die Schulter zu blicken und sich mit ihren Lebensumständen und Problemen zu identifizieren. Als die Ich-Erzählerin Tempe anfängt, in einem Wespennest aus Korruption und Geheimniskrämerei zu stochern und schließlich selbst in die Schusslinie mächtiger Gegenspieler gerät, entwickelt sich der Roman zum Pageturner. Kundigen Kathy-Reichs-Lesern wird dabei so manches Déjà-vu-Erlebnis beschert. Litt vor allem der erste Tempe-Brennan-Roman noch unter großen Längen, hat Kathy Reichs ihren Stil inzwischen zunehmend präzisiert. Durch Mark und Bein bietet genau die richtige Mischung aus dramatischer Handlung und bekannten Protagonisten und Situationen, die man von einer Serienfortsetzung erwartet. Kathy Reichs hat sich zu einer ausgesprochen fesselnden Alternative zu Sarah Paretsky, Linda Barnes oder Patricia Cornwell gemausert. Und im Unterscheid zu ihren Kolleginnen wird sie mit jedem Buch besser. -Peter Sowade