Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom 8. Juli 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 364404
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein wundervoller Roman! Nach der Marseille-Trilogie (Total Cheops, (Chourmo und (Solea) ist nun Jean-Claude Izzos kleines Meisterwerk Aldebaran in deutscher Sprache erschienen. Der früh verstorbene Autor erzählt einfühlsam von Seeleuten, die auf einem Schiff in Marseille festsitzen und ihr Leben Revue passieren lassen. Aldebaran ist der Name des Frachters, der im Hafen von Marseille festgehalten wird, weil sein Besitzer in betrügerische Geschäfte verwickelt ist. Der größte Teil der Crew hat das Schiff längst verlassen. Nur der Kapitän Abdul, sein Offizier Diamantis und der Matrose Nedim bleiben aus unterschiedlichen Gründen an Bord. Alle drei rufen sich in Gesprächen, Stunden der Muße und während ihrer Spaziergänge durch das sonnendurchglühte oder nächtliche Marseille ihr bisheriges Leben in Erinnerung, Enttäuschungen, die sie erlitten und die sie selbst vor allem den geliebten Frauen zufügten. Die Hafenstadt ist das verbindende Element dreier Menschen am Wendepunkt, hier fanden einschneidende Ereignisse ihres Lebens statt, hierhin kehrten sie stets zurück. "Marseille, das wusste er, war die einzige Stadt in der Welt, in der man sich nicht als Fremder fühlte. Niemand war dort ein Fremder." Auch der Libanese Abdul fühlt sich hier auf seltsame Weise zu Hause. Hier versucht er den selbst verschuldeten Bruch mit seiner Frau Céphée zu verwinden, während Diamantis auf der Suche nach der früheren Geliebten die Stadt durchstreift und Nedim sich in Nepplokalen ausnehmen lässt. Auch in diesem Roman hat Jean-Claude Izzo sein Marseille gefeiert. Endlos möchte man mit seinen unglücklichen Helden die Straßen der Hafenstadt durchwandern, in Bars und Restaurants verweilen, Gerüche und Geräusche in sich aufnehmen. Selten auch wurde den Frauen ein ähnlich liebevolles und einfühlsames literarisches Denkmal gesetzt! Um sie drehen sich alle Gedanken der Männer - schließlich ist Aldebaran auch der hellste Stern im Sternbild des Stiers, der am Himmel beständig den Pleiaden, den Töchtern des Atlas, folgt. "Nicht zu lieben, ist ein Unglück", kommt es Diamantis in den Sinn. -Ulrich Deurer 1
Buch:
Marseille Trilogie - Total Cheops - Chourmo - Solea
Autor:
Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom 25. Febr. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 315509
Product Description Einmal gelesen, Seiten fleckenlos, sauber, leichte Standspuren an den Schnitten und Schutzumschlag. Fabio Monale ist ein kleiner Polizist mit Hang zum guten Essen und einem großen Herz für all die verschiedenen Bewohner der Hafenstadt: Die Italiener, die Spanier, die Nordafrikaner, und auch die Franzosen. Ob einer Polizist wird oder Gangster, das ist reiner biologischer Zufall. Freund bleibt Freund.
Buch:
Die Sonne der Sterbenden
Autor:
Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom 21. Febr. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 327134
Aus der Amazon.de-Redaktion "Wie kann man nur so werden?" Diese Frage mag sich jeder schon das ein oder andere Mal gestellt haben, wenn er auf der Straße einem Menschen begegnet ist, der aus dem Rahmen fällt: einem Obdachlosen, einem "Penner". Begleitet wird dieser Gedanke meist von einer Mischung aus Ekelgefühl und Mitleid und dem dringenden Bedürfnis, sich wieder dem eigenen - sicheren - Leben zuzuwenden. "Wie kann man nur so werden?" Der vorliegende Roman des Anfang 2000 verstorbenen Franzosen Jean-Claude Izzo spürt einer Antwort auf eben diese Frage nach. Rico, einst ein "funktionierendes" Mitglied der Gesellschaft mit Familie und einem einträglichen Job, reist aus dem eisigen Pariser Winter in den Süden, nach Marseille, und unterzieht sein Leben einer unbarmherzigen Analyse. Wie kommt es, dass er auf der Straße lebt? Wie kommt es, dass seine ehemaligen Freunde ihn nicht mehr kennen wollen, seine Frau ihn meidet und er seinen Sohn nicht mehr sehen darf? Bald geht ihm jedoch auch diese Fähigkeit zur Selbstbespiegelung abhanden, und sein Leben wird nur noch von einer Überzeugung geprägt: Es gibt keinen Ausweg. Möglicherweise ist es übertrieben zu behaupten, nach der Lektüre dieses Romans würde man die Welt anders sehen. Aber manche Passagen sind so bitter und lassen so wenig Spielraum, sich hinter seinen lieb gewonnenen Vorurteilen zu verstecken, dass man das Buch aus der Hand legen möchte. Allerdings ist Izzo auch ein gewitzter, journalistisch erfahrener Erzähler, und so stürzt man sich immer weiter in den Albtraum, zu dem Ricos Leben geworden ist. Und am Schluss, nachdem er selbst seine Stimme verloren hat, wechselt die Perspektive - Abdou, ein aus Algerien geflohenes Kind, das in einem Heim in Marseille Unterschlupf gefunden hat, überrascht mit seinem Blick auf Rico, mit seiner Freundschaft zu ihm. Die Sonne der Sterbenden ist, um eine oft verwendete Formulierung zu bemühen, ein zutiefst erschütterndes Buch. Wer Izzos Marseille-Trilogie kennt, mag eine Ahnung haben, wie sehr einem dieser Autor unter die Haut gehen kann. Aber nur eine Ahnung. -Hannes Riffel 1
Buch:
Solea
Autor:
Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom April 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 629162
Aus der Amazon.de-Redaktion Der im letzten Jahr verstorbene große französische Autor Jean-Claude Izzo ist in diesem Jahr mit dem Deutschen Krimi Preis International ausgezeichnet worden. Mit Solea liegt endlich seine erstklassige Marseille-Trilogie mit dem Helden Fabio Montale komplett in deutscher Sprache vor. Montale, der im ersten Band Total Cheops noch als Polizist in den nördlichen Vorstädten Marseilles tätig war, in Chourmo bereits den Dienst quittiert hatte und als Privatier lebte, steht in Solea im Fadenkreuz der Mafia. Montales Exfreundin Babette, die der Mafia durch ihren hervorragenden investigativen Journalismus hart zusetzt, wird von den Killern des organisierten Verbrechens verfolgt und hat sich in ein Bergdorf der Cevennen zurückgezogen. Die Mafia ist gewillt, Montale für ihre Zwecke einzuspannen und will ihn zwingen, Babette aufzuspüren. Um ihn gefügig zu machen, werden Menschen brutal ermordet, die ihm sehr nahe stehen. Auf diese Weise verliert er Sonia, in die er sich verliebt hat und auch seinen alten Freund Mavros. Montale schäumt vor ohnmächtiger Wut und schwört sich, den Killer zur Strecke zu bringen. Kommissarin Helene Pessayre, die eine ungewöhnliche Wirkung auf den Ex-Polizisten ausübt, erwartet seine Hilfe bei der Suche nach den Mördern. Doch Montale möchte seine Freunde nicht weiter in Gefahr bringen und fasst einen folgenschweren Entschluss. Jean-Claude Izzo gebührt allein durch seine Marseille-Trilogie ein Platz im Olymp der Kriminalliteratur, nein, der Literatur überhaupt. Politisch engagierte Spannung, große Atmosphäre, tiefe Melancholie ohne falsches Pathos und eine beeindruckende Hauptfigur - diese Ingredienzen machen seine Literatur unvergesslich und zu einem ganz großen Erlebnis. -Ulrich Deurer 1
Buch:
Total Cheops
Autor:
Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 478247
"Ich war der Letzte. Die Ehre der Überlebenden liegt im Überleben. Aufrecht bleiben." Fabio Montale ist Polizist in den Vorstädten von Marseille. Fabio hat seine Jugendfreunde Ugo und Manu durch brutale Verbrechen verloren. Auf eigene Faust kämpft er um Gewissheit, Aufklärung und Sühne. Früh, zu früh hatten sich die Wege der Freunde getrennt. Montale wurde Polizist, die anderen gerieten auf eine schiefere Bahn. Montale scheint an seinen Selbstzweifeln und dem Verlust zu zerbrechen, doch Schuldgefühle und der Gedanke an eine wunderschöne gemeinsame und doch verschenkte Jugend halten ihn aufrecht. Jean-Claude Izzo hat einen beeindruckenden Krimi um Freundschaft und Ehre geschrieben, über die Träume der Jugend und das, was von ihnen in einer harten Realität ohne Illusionen übrigbleibt. Die eigentliche Hauptfigur des Romans ist Marseille, das alte Marseille, von dem Montale träumt und das neue Marseille mit seiner ausufernden Kriminalität, seinen zahllosen Einwanderern und ihren Problemen, seine Bars, Gassen und sein Hafen. Und trotz aller geschilderten Gewalt ist das Buch reich an großen poetischen und romantischen Momenten. Ein außergewöhnlicher Kriminalroman, der Lust macht auf mehr aus der Feder des Autors. Doch Jean-Claude Izzo ist am 26. Januar 2000 im Alter von erst 54 Jahren an Krebs gestorben - in Marseille. -Ulrich Deurer Alles ändert sich, als Ugo und Manu, Fabio Montales Jugendfreunde, brutal ermordet werden. Schlagartig sieht der amtsmüde Polizist sich mit einer unverarbeiteten Vergangenheit konfrontiert - und gerät in düsterste Verstrickungen zwischen Mafia und Rechtsextremisten. Einzigartig, wie die heiser gewisperten Monologe des Schauspielers Hans-Peter Hallwachs Resignation und Weltmüdigkeit des Marseiller "Bullen" widerspiegeln. Der wortkarg-knarzige Fabio Montales hat im Dienst so ziemlich alles gesehen, ist des Tötens müde und empfindet sich im sozialen Brennpunkt Marseille inzwischen mehr und mehr als Sozialarbeiter: "Meine Kollegen haben Recht. Ich gleite ab, werde ein gefährlicher Polizist". Von heiter-mediterraner Atmosphäre keine Spur. Die südfranzösische Crime-Hochburg erscheint im ersten Teil von Izzos Marseille-Trilogie als apokalyptischer Ort, in dem Arbeits-, Hoffnungs- und Gesetzlosigkeit die Verbrechensrate zu höchster Blüte treiben. Klassischer Film noir, übersetzt ins Hörbuch-Format, in dem selbst Nebenrollen (siehe Anna Thalbach), exzellent und liebevoll besetzt sind. Mehr kann man nicht verlangen! -Ravi Unger Kriminalhörspiel; zwei CDs; Booklet (zwölf Seiten); 103 Minuten; 22 Tracks.
Buch:
Leben macht müde
Autor:
Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom 1. Juli 2007, Broschiert, Verkaufsrang 455297
Aus der Amazon.de-Redaktion Mit Jean-Claude Izzo ist im Januar dieses Jahres einer der großen zeitgenössischen französischen Autoren viel zu früh verstorben. Total Cheops, der erste Band seiner "Trilogie von Marseille", erschien vor einigen Monaten und konnte einen überraschenden Erfolg bei den Lesern verbuchen. Nun hat der Unionsverlag den zweiten Band mit dem Titel Chourmo vorgelegt, erneut eine faszinierende Geschichte um Glanz und Elend der französischen Mittelmeermetropole, gesehen durch und mit den Augen des Marseiller Ex-Polizisten Fabio Montale. "Man gehörte nicht mehr zu einem Viertel oder einer Vorstadt. Man war chourmo. Man ruderte in derselben Galeere! Um rauszukommen. Zusammen." Fabio Montale kennt chourmo aus dem Effeff. Lange Jahre hat er als Polizist Dienst in den Vorstädten geschoben, hat den alltäglichen Rassismus und den Aufstieg der 'front national' miterleben müssen, hat sich stets den gesellschaftlichen Randgruppen der verpönten Einwanderer aus Afrika oder anderen Ländern und ihren Problemen nahe gefühlt. Nach dem gewaltsamen Tod enger Freunde hat er den Dienst quittiert, lebt sein Leben mit Freunden und Nachbarn und fühlt sich trotzdem einsam. Er liebt das einfache gute Essen und Trinken und den morgendlichen Aufenthalt auf dem Meer. Dann bittet ihn seine Cousine Gelou, ihren verschwundenen Sohn Guitou zu finden und zurückzubringen. Nach einigem Zögern willigt er ein und weiß schon bald, dass er Guitou nicht lebend finden wird. Erneut und gegen seinen Willen wird er mit Gewalt, Hass und Ungerechtigkeit konfrontiert. "Heute war ich nichts mehr. Ich glaubte nicht an Räuber. Ich glaubte nicht an Gendarmen. Den Vertretern des Gesetzes war jegliche moralische Wertvorstellung abhanden gekommen, und die wahren Diebe hatten nie eine Handtasche klauen müssen, um abends etwas zu essen zu haben." "Chourmo" ist ein atemberaubender Roman voller Melancholie und Trauer um den Verlust der Jugend, der Freunde, der guten alten Zeiten, voller kleiner erstaunlicher Weisheiten. Ein Roman über das Überleben und das Leben ohne Illusionen. Jean-Claude Izzo hat mit Fabio Montale einen der ganz großen Helden der zeitgenössischen Literatur geschaffen. -Ulrich Deurer 1
Hörbuch:
Vivre fatigue: Das Hörbuch zum Sprachen lernen - Ungekürzte Originalfassung - Niveau A2
Jean-Claude Izzo, Ausgabe vom 2002, Audio CD, Verkaufsrang 648632
"Ich war der Letzte. Die Ehre der Überlebenden liegt im Überleben. Aufrecht bleiben." Fabio Montale ist Polizist in den Vorstädten von Marseille. Fabio hat seine Jugendfreunde Ugo und Manu durch brutale Verbrechen verloren. Auf eigene Faust kämpft er um Gewissheit, Aufklärung und Sühne. Früh, zu früh hatten sich die Wege der Freunde getrennt. Montale wurde Polizist, die anderen gerieten auf eine schiefere Bahn. Montale scheint an seinen Selbstzweifeln und dem Verlust zu zerbrechen, doch Schuldgefühle und der Gedanke an eine wunderschöne gemeinsame und doch verschenkte Jugend halten ihn aufrecht. Jean-Claude Izzo hat einen beeindruckenden Krimi um Freundschaft und Ehre geschrieben, über die Träume der Jugend und das, was von ihnen in einer harten Realität ohne Illusionen übrigbleibt. Die eigentliche Hauptfigur des Romans ist Marseille, das alte Marseille, von dem Montale träumt und das neue Marseille mit seiner ausufernden Kriminalität, seinen zahllosen Einwanderern und ihren Problemen, seine Bars, Gassen und sein Hafen. Und trotz aller geschilderten Gewalt ist das Buch reich an großen poetischen und romantischen Momenten. Ein außergewöhnlicher Kriminalroman, der Lust macht auf mehr aus der Feder des Autors. Doch Jean-Claude Izzo ist am 26. Januar 2000 im Alter von erst 54 Jahren an Krebs gestorben - in Marseille. -Ulrich Deurer Alles ändert sich, als Ugo und Manu, Fabio Montales Jugendfreunde, brutal ermordet werden. Schlagartig sieht der amtsmüde Polizist sich mit einer unverarbeiteten Vergangenheit konfrontiert - und gerät in düsterste Verstrickungen zwischen Mafia und Rechtsextremisten. Einzigartig, wie die heiser gewisperten Monologe des Schauspielers Hans-Peter Hallwachs Resignation und Weltmüdigkeit des Marseiller "Bullen" widerspiegeln. Der wortkarg-knarzige Fabio Montales hat im Dienst so ziemlich alles gesehen, ist des Tötens müde und empfindet sich im sozialen Brennpunkt Marseille inzwischen mehr und mehr als Sozialarbeiter: "Meine Kollegen haben Recht. Ich gleite ab, werde ein gefährlicher Polizist". Von heiter-mediterraner Atmosphäre keine Spur. Die südfranzösische Crime-Hochburg erscheint im ersten Teil von Izzos Marseille-Trilogie als apokalyptischer Ort, in dem Arbeits-, Hoffnungs- und Gesetzlosigkeit die Verbrechensrate zu höchster Blüte treiben. Klassischer Film noir, übersetzt ins Hörbuch-Format, in dem selbst Nebenrollen (siehe Anna Thalbach), exzellent und liebevoll besetzt sind. Mehr kann man nicht verlangen! -Ravi Unger Kriminalhörspiel; zwei CDs; Booklet (zwölf Seiten); 103 Minuten; 22 Tracks.
Buch:
Die Sonne der Sterbenden
Autor:
Jean-Claude Izzo, Ronald Voullie, Ausgabe vom 2003, Gebunden, Verkaufsrang 591716
Aus der Amazon.de-Redaktion "Wie kann man nur so werden?" Diese Frage mag sich jeder schon das ein oder andere Mal gestellt haben, wenn er auf der Straße einem Menschen begegnet ist, der aus dem Rahmen fällt: einem Obdachlosen, einem "Penner". Begleitet wird dieser Gedanke meist von einer Mischung aus Ekelgefühl und Mitleid und dem dringenden Bedürfnis, sich wieder dem eigenen - sicheren - Leben zuzuwenden. "Wie kann man nur so werden?" Der vorliegende Roman des Anfang 2000 verstorbenen Franzosen Jean-Claude Izzo spürt einer Antwort auf eben diese Frage nach. Rico, einst ein "funktionierendes" Mitglied der Gesellschaft mit Familie und einem einträglichen Job, reist aus dem eisigen Pariser Winter in den Süden, nach Marseille, und unterzieht sein Leben einer unbarmherzigen Analyse. Wie kommt es, dass er auf der Straße lebt? Wie kommt es, dass seine ehemaligen Freunde ihn nicht mehr kennen wollen, seine Frau ihn meidet und er seinen Sohn nicht mehr sehen darf? Bald geht ihm jedoch auch diese Fähigkeit zur Selbstbespiegelung abhanden, und sein Leben wird nur noch von einer Überzeugung geprägt: Es gibt keinen Ausweg. Möglicherweise ist es übertrieben zu behaupten, nach der Lektüre dieses Romans würde man die Welt anders sehen. Aber manche Passagen sind so bitter und lassen so wenig Spielraum, sich hinter seinen lieb gewonnenen Vorurteilen zu verstecken, dass man das Buch aus der Hand legen möchte. Allerdings ist Izzo auch ein gewitzter, journalistisch erfahrener Erzähler, und so stürzt man sich immer weiter in den Albtraum, zu dem Ricos Leben geworden ist. Und am Schluss, nachdem er selbst seine Stimme verloren hat, wechselt die Perspektive - Abdou, ein aus Algerien geflohenes Kind, das in einem Heim in Marseille Unterschlupf gefunden hat, überrascht mit seinem Blick auf Rico, mit seiner Freundschaft zu ihm. Die Sonne der Sterbenden ist, um eine oft verwendete Formulierung zu bemühen, ein zutiefst erschütterndes Buch. Wer Izzos Marseille-Trilogie kennt, mag eine Ahnung haben, wie sehr einem dieser Autor unter die Haut gehen kann. Aber nur eine Ahnung. -Hannes Riffel 1