Aus der Amazon.de-Redaktion Kurz und hart: 637 Seiten Unterwelt von James Ellroy James Ellroy über seine Abrechnung mit dem Kennedy-Mythos in Ein amerikanischer Thriller. Das St. James Court Hotel in London könnte einer Raymond-Chandler-Story entnommen sein: Wuchtiger Marmor, Eiche und Kupfer beherrschen die Lobby, in der sich gerade ein Dutzend Sikhs für eine Convention sammeln. Der Set scheint ideal für einen Thriller - inklusive Concierge, der mit seinem Handy gestikuliert wie ein Playboy, der auf die 40 zurauscht. Im Rückwärtsgang. Und selbst dabei würde er sich keinen abbrechen. James Ellroy mag Chandler nicht sonderlich, auch wenn dessen Name in jeder Besprechung eines neuen Ellroy-Krimis fällt. "Ich denke, er war nicht so wichtig, wie man ihn immer macht. Ich halte Dashiell Hammett für wesentlich wichtiger, und auch Joseph Wambaugh ist ein viel besserer Schreiber, besonders seine frühen Sachen. Chandler schrieb immer wieder dasselbe Buch. Er erweiterte es ein bisschen in Der lange Abschied, aber er machte nie was anderes. Er füllte sieben Romane mit Marlowes Gedanken und schrieb einige Shortstories. Sonst nichts. Er hätte sich an anderem versuchen sollen: Er hatte sich mehr bemühen sollen. Er hätte härter daran arbeiten sollen, das zu ändern; und sein Privatleben in den Griff zu bekommen. Er hätte mit dem Trinken aufhören sollen. Dann hätte er schon mal länger gelebt." Harte Worte sind Ellroys Hauptbeschäftigung. Seit 1979. Und er ist erfolgreich: Pro Buch streicht er einen Vorschuss von 600.000 Dollar ein. Jahrelang als der Autor verkauft, dessen Mutter ermordet wurde, als er gerade zehn Lenze zählte, legt Ellroy pro Jahr fast ein Buch vor. Er hatte schon zum Zeitpunkt dieses Treffens, 1995, seinen Kalender bis 1999 mit kommenden Projekten verplant. Ellroy. Ein Mann der harten Worte, der kurzen Sätze. Nach Nächten auf Parkbänken, über 30 Stippvisiten im Knast, hört er 1975 mit dem Saufen auf, 1977 mit den Drogen. Etwas später, inzwischen 31 Jahre alt, nimmt er sich einen Bleistift und schreibt in einem schäbigen Hotelzimmer - der Legende nach im Stehen - seinen ersten Roman: Browns Grabgesang. "Ich stehe darauf, wenn eine Story ohne Umschweife vorwärts entwickelt wird. Ich mag Bücher, die gut, möglichst straff konstruiert sind. Ich mag es nicht, wenn sich Schreiber in ihrem Saft lümmeln und wälzen - irrelevante Detailbeschreibungen gefallen mir nicht. Das geht einfach an mir vorbei. Immer schon. Tempo ist mir wichtig", sagt der Mann, der heute hier ist, um seinen elften Roman zu promoten. "In den meisten Fällen sind ausführliche Beschreibungen von Personen und Sachen lediglich Vorwand für Metaphern und Gleichnisse. Ich meine, die Kunst des Schreibens besteht vor allem darin, mit möglichst wenig Worten möglichst viel Dichte zu erzeugen. Ohne Umwege führe ich meinen Lesern die Standpunkte meiner Charaktere vor - innerhalb der Zeilen, die man dazu benötigt." In seinen Krimis steuert Ellroy bereits im ersten Kapitel auf Korruption und Erpressung zu, kurz später rollen die ersten Köpfe, dann taucht in irgendeinem Vorgarten ein Gelynchter auf, nicht selten verstümmelt, Genitalien im Mund. Gleichgültig, worum es geht, ob um die Doppelleben korrupter L.A.-Cops, um Hollywoods Größen der Entertainment-Industrie oder des Stadtrats, die mit Zuhälterei und Schmuggel Karrieren anschieben, Gehälter aufbessern, Bekannte bei Laune halten oder ob es um Gauner geht, die auch zu Gutem fähig sind, im nächsten Moment aber schon wieder dermaßen politisch unkorrekt, dass man sich als Leser fast schämt - Ellroy schaut nicht weg. Nie. Er fasst in Worte, was andere kaum zu denken wagen. Mit einem Faible für alles, was unter der Oberfläche gammelt, was hinter den Kulissen Hollywoods schimmelt, ist es nur konsequent, dass sich der Mann nach dem L.A. Quartett (Die schwarze Dahlie, Blutschatten, Stadt der Teufel, White Jazz), einer Krimiserie, die in Chandlers Territorium, dem Los Angeles der 40er und 50er Jahre spielt, nicht länger um bloße Kriminalverbrechen kümmert. Sein neuestes Werk, Ein amerikanischer Thriller, ist der erste Roman einer geplanten Trilogie über die US-amerikanische Unterwelt. Es startet exakt fünf Jahre vor der Ermordung John F. Kennedys, endet wenige Minuten (oder Sekunden?) vorher. "Es baut nicht auf Polizeiarbeit auf. Es ist größtenteils historisch. Es ist weder der Form noch dem Inhalt nach ein Krimi. Es bewegt sich auf einem größeren geschichtlichen Umfeld als alles, woran ich bisher gearbeitet habe." Personal und Ereignisse in Ein amerikanischer Thriller vermischen Fakt und Fiktion. Die dubiosen Mittel, mit denen John F. Kennedys Vater Millionen erwirtschaftete, kommen genauso zur Sprache wie die geheimen Konten, auf denen er die Kohle aufbewahrte, die Fonds, an die er sie verlieh. Kurz und prägnant, in gewohnter Respekt- und Kompromißlosigkeit zeigt Ellroy, weshalb der CIA die Kennedys hasste, weshalb Sinatra mal gern gesehener Gast bei den Kennedys und der Mafia war, dann nicht mehr, weshalb das FBI mit großen Waffen gegen rote Umtriebe auffuhr, Ärger mit der Mafia aber vermied. Auch enthalten, zum Teil authentisch, in Episoden erfunden: Geplante Invasionen auf Kuba, das Fidel Castro gerade aus dem Würgegriff amerikanischer und italo-amerikanischer (sprich: Mafia-)Interessen befreit hatte. Es kolaborieren: durchgeklinkte Ku-Klux-Klan-Anhänger, Mafia und CIA. Heroinverkauf bringt das nötige Kleingeld, mit dem Exilkubaner ausgebildet werden. Wie man sich leicht vorstellen kann, waren nicht gar so viele Helfer nötig, als es um Kennedys Eroberung von Marilyn Monroe ging. "Was ich mir zum Ziel setzte, war, den Kennedy-Mythos zu zerstören. Eben diesen Mythos, der besagt, dass Amerika vor seinem Tod die reine Unschuld war, dass sein Tod uns daran gehindert hat, in ein goldenes neues Zeitalter einzutreten. Scheißdreck." "John Kennedy hatte feste Verbindungen zu Kriminellen, zu verbrecherischen Geheimagenten, durchgeklinkten Exilkubanern und zur Mafia. Er hat die Exilkubaner in der Schweinebucht auflaufen lassen. Er melkte die Mafia, ließ sie dann von seinem kleinen Bruder verfolgen. Dafür brachten sie ihn um. Ich wollte seinen Tod darstellen als einfach einen weiteren in einer langen Serie von Morden, zu denen es kam, weil im Amerika der Jahre 1958 bis 1963 ein Haufen Gauner regierte, der fest entschlossen war, die Köpfe rollen zu lassen, die ihnen in die Quere kamen. Man hätte natürlich auch früher, viel früher ansetzen können - das war es aber, wo ich den Faden aufnahm." Der zweite Band der Underworld USA-Trilogie wird die Jahre 1963 bis 1968 behandeln, der dritte 1968 bis Watergate, 1973. Ob die Schnittstelle zwischen diesen Bänden der 4. April oder der 6. Juni 1968 sein wird, also die Ermordung Martin Luther Kings oder die Robert Kennedys, wusste Ellroy zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht. Es beschäftigte ihn auch nur tangentiell, denn das nächste Projekt in seinem Kalender war Die Rothaarige, eine Rekonstruktion des nach wie vor ungeklärten Mordes an seine Mutter im Juni 1958. Ellroy. Wie gesagt: Eine harte Nummer. Kompromisslos. Und ohne Respekt vor Chandler. Bei ihm hätte diese Story eher so begonnen: Wir pellten uns aus dem Lift, geräumig wie eine Streichholzschachtel des Bel Air Country Clubs, da packte mich die Publizistin am Unterarm - Zwei Sachen: Es wäre besser, du rauchst nicht, und frag ihn bloß nicht nach Quentin Tarrantino. Darauf spricht ihn jeder an, das kann er nicht mehr hören. -Matthias Penzel 1
Buch:
Vergessene Stimmen: Ein Harry-Bosch-Roman
Autor:
Michael Connelly, Ausgabe vom 4. Febr. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 124953
Product Description Ein Harry-Bosch-Roman Erscheinungsjahr: 2008 Aus d. Amerikan. v. Sepp Leeb Gewicht: 346 gr / Abmessung: 19 cm Von Connelly, Michael / Übersetzt v. Leeb, Sepp Jahrelang blieb der Mord an einem jungen Mädchen ungesühnt. Bis Detective Harry Bosch, nach einer Auszeit zurück im Polizeidienst, den Fall wieder aufrollt. Was als Routine beginnt, verdichtet sich bald zu einem tödlichen Netz, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint. Mit Vergessene Stimmen eroberte Bestsellerautor Michael Connelly erstmals Platz eins der New York Times -Bestsellerliste.Als ernüchterter Zyniker hatte Harry Bosch den Polizeidienst beim Los Angeles Police Department quittiert. Drei Jahre später holt ihn der neue Polizeichef zurück, als Detective einer gerade gegründeten Abteilung, die sich exklusiv den ungelösten Mordfällen der Stadt widmet. Gemeinsam mit seiner früheren Partnerin Kiz Rider nimmt Harry Bosch die Arbeit auf. Bereits ihr erster Fall wird zur Feuerprobe für den Detective. Eine DNA-Probe scheint den Mörder einer 16-jährigen Schülerin zwanzig Jahre nach der grauenvollen Tat zu überführen. Doch die Beweise reichen nicht aus. Bosch, der sich der Familie des jungen Opfers verpflichtet fühlt, beginnt mit einer minutiösen Rekonstruktion der Ereignisse. Je mehr Puzzleteilchen er zusammensetzt, desto größer wird der Widerstand innerhalb der eigenen Reihen. Harry Bosch bleibt hartnäckig, doch offenbaren seine Ermittlungen bald menschliche Abgründe, die ihn bis ins Mark erschüttern.
Buch:
Ein amerikanischer Albtraum
Autor:
James Ellroy, Ausgabe vom 30. Dez. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 90053
Aus der Amazon.de-Redaktion An James Ellroy scheiden sich die Geister und zwar nicht nur krimimäßig, sondern ganz allgemein auf literarischer Ebene. Sein charakteristischer Stil, geprägt von kurzen stakkatohaften Hauptsätzen und Wiederholungen in Endlosschleife, häufige Dokumenteneinschübe, ein schier unüberschaubares Panoptikum von Haupt- und Nebenfiguren sowie Gewaltorgien, die ihresgleichen suchen, reißen Leser und Kritik sowohl zu überschwänglichem Lob als auch zu Äußerungen tiefster Abneigung hin. In gewisser Weise hat die Süddeutsche Zeitung sicher Recht, bezeichnete sie Ellroy doch als den "wohl wahnsinnigsten unter den lebenden Dichtern und der Triebtäter der amerikanischen Literatur". Ellroy ist nicht zuletzt auch nach eigenem Bekunden ein zwanghafter Schreiber, der erst durch eine Art kreativer literarischer Selbsttherapie den traumatischen Verlust der Mutter, die in Ellroys Jugend durch ein bis heute nicht aufgeklärtes Verbrechen um's Leben kam, aufarbeiten konnte. Wahn schimmert zuweilen auch in dem von ihm immer wieder geäußerten Anspruch durch, der größte zeitgenössische amerikanische Schriftsteller zu werden bzw. zu sein. Doch in der Tat gehören seine Kriminalromane zum Besten, was jemals im Bereich des "Spannungsromans" mit all seinen fließenden Grenzen geschrieben wurde. Ellroys neuester Roman Ein amerikanischer Albtraum schließt chronologisch dort an, wo Ein amerikanischer Thriller endete, nämlich am Tag der Ermordung John F. Kennedys im texanischen Dallas. Seine Fortschreibung einer Kriminalgeschichte der USA umfasst die Ermittlungen, die dem Attentat folgten, die Rassenunruhen der 60er-Jahre und die Eskalation des amerikanischen Engagements in Vietnam bis ins Jahr 1968. Die alten "Helden" tauchen wieder auf, fiktive wie auch reale Figuren der Geschichte. Politiker wie Lyndon B. Johnson und Robert Kennedy, CIA-Direktor J. Edgar Hoover, Sportgrößen wie Schwergewichtsweltmeister Sonny Liston, Mobster wie Moe Dalitz und Sam Gianciana, wie immer Howard Hughes und mittendrin (nicht nur dabei) die alten Freunde Pete Bondurant und Ward Littell. Ellroy nimmt dem Leser wie gewohnt schnell die Illusion einer Identifikationsfigur, denn nahezu ohne Ausnahme sind alle seine Haupt- und Nebenakteure mehr oder weniger skrupellose Profiteure, Gewalttäter und psychisch Deformierte. Jeder betrügt und täuscht, besticht und erpresst, zuweilen sogar im festen Glauben an eine so genannte "gute Sache". Und so ertappt man sich dabei, dem scheinbar am wenigsten kompromittierten Früchtchen seine Sympathie zu schenken. Ellroy praktiziert eine andere Form amerikanischer Geschichtsschreibung und produziert dabei wirklich große Literatur, grandiose Kriminalliteratur. Hier erhält ein jeder die Gelegenheit, in epischer Breite, aber ohne Beschönigung und in atemloser Spannung die desillusionierende Geschichte eines Jahrzehnts zu verfolgen. -Ulrich Deurer 1
Buch:
Blut will fließen
Autor:
James Ellroy, Ausgabe vom 30. Dez. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 73906
Der Artikel ist bald verfügbar. Sichern Sie sich jetzt Ihr Exemplar!
Aus der Amazon.de-Redaktion Er werde nie ein Buch schreiben, das später als 1972 spielt, sagte James Ellroy einmal in einem Interview, womit Blut will fließen der am nächsten an der Gegenwart liegende Roman des großen amerikanischen Ausnahmekrimischriftstellers wäre: Denn das Buch behandelt die vier Jahre von 1968 bis 1972, dreckige Jahre der amerikanischen Geschichte, regiert von Perversion und Korruption bis in die höchsten Spitzen der Politik hinein ? so zumindest die Überzeugung Ellroys. Und so spinnt er um die historischen Fakten dieser Zeit ? die Ermordung von Martin Luther King und Robert Kennedy, den chaotischen Wahlkampf zwischen Nixon und Humphrey, den Vietnamkrieg und die Studentenproteste, den verbitterten Kampf des FBI-Chefs J. Edgar Hoover gegen die schwarze Bürgerrechtsbewegung, die Versuche des Milliardärs Howard Hughes, sich Las Vegas unter den Nagel zu reißen, und, und, und ? eine fiktive Handlung von schmutzigen Geschäften, Millionenbestechungen, Sex, Macht und Gewalt, die einem den Atem raubt. Ellroys Ansatz ist der eines Verschwörungstheoretikers: Dass es in Politik und Wirtschaft unsauber zugehe, dass die großen Entscheidungen in Wirklichkeit in Hinterzimmern von Drahtziehern getroffen würden, dass alle Mächtigen gehörig Dreck am Stecken hätten ? das glaube doch in Wahrheit jeder, so seine Grundannahme. Und so nimmt er sich die Freiheit und konstruiert innerhalb der historischen Eckdaten die denkbar finsterste Alternativversion der Geschichte, die natürlich fiktiv ist, aber immerhin so stattgefunden haben könnte. Nicht von ungefähr beschäftigt Ellroy Rechercheure, die sicherstellen, dass alles, was er schreibt, zumindest keinen historischen Fakten widerspricht. Ist dies noch ein Krimi oder schon ein historischer Roman? Spannend wie ein Krimi ist das Buch allemal, schon allein aufgrund der schier unglaublichen Verstrickungen, die Ellroy den Mächtigen und den an die Macht Wollenden, den Strippenziehern und ihren Marionetten, den Schlägern und den Geschlagenen andichtet. Aber, das muss auch gesagt werden: Das Buch ist keine einfache Lektüre, es liest sich alles andere als leicht; das Attribut "sperrig" ist noch schmeichelhaft. Dies liegt zum einen an Ellroys charakteristischem Stil, der in extremer Dichte stakkatohaft mit Fakten vollgestopfte Hauptsätze aneinanderreiht und die Handlung in nicht nachlassendem Tempo vorantreibt, zum anderen an der kaum zu überblickenden Vielzahl an Figuren ? so ist nun mal die Wirklichkeit, scheint Ellroy einem auf jeder Seite zuzurufen, die Dinge sind kompliziert und verwickelt, und es sind immer mehr Leute in die dunklen Machenschaften verstrickt, als einem ein "gewöhnlicher" Thriller an Figuren zumuten würde. Die Welt ist schlecht, und das Leben ist kein Roman. - Christoph Nettersheim
Buch:
Kalter Tod: Ein Harry-Bosch-Roman
Autor:
Michael Connelly, Ausgabe vom 1. Sept. 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 46898
Michael Connelly, Ausgabe vom 2. Sept. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 147713
Aus der Amazon.de-Redaktion Harry (Hieronymus) Bosch ist ein Glücksfall für jeden Krimileser. In Michael Connellys hervorragendem Polizeithriller legt sich der Ex-Cop des Los Angeles Police Departments mit einem übermächtigen Gegner an. Als er einen ungelösten Fall aus seiner aktiven Zeit aufrollen will, gerät er ins Fadenkreuz des FBI. Doch auch eine Letzte Warnung der Behörde kann ihn nicht aufhalten. Harry Bosch hat ein Vakuum in seinem Leben zu füllen. Nach dem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden aus dem Polizeidienst kann sich der Ermittler aus Überzeugung nicht mit seiner Untätigkeit abfinden. Zwei schier unerreichbare Fixpunkte bestimmen sein Denken. Ex-Frau Eleanor, zu der er sich zurücksehnt und der Polizeidienst, der für ihn Beruf und Bestimmung zugleich gewesen war. Der Anruf seines ehemaligen Kollegen Lawton Cross bringt Bewegung in Boschs tristen Alltag. Der Mordfall an einer jungen Frau, der Raubüberfall auf einen Geldtransport und das damit zusammenhängende Verschwinden einer FBI-Agentin konnten vor einigen Jahren nicht aufgeklärt werden. Bosch war der Fall entzogen und Cross in einer anderen Abteilung übergeben worden. Einige Monate später wurden Cross und sein Partner Opfer einer Schießerei in einem Restaurant. Während sein Kollege tödlich verletzt wurde, ist Cross seitdem gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Bosch erfährt neue Details von seinem Kollegen zu den Fällen und beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Schon bald wird er bedroht und verfolgt und muss um sein Leben fürchten. Doch Bosch wäre nicht er selbst, wenn er klein beigeben würde. Nicht umsonst hat Michael Connelly, einer der besten amerikanischen Krimiautoren überhaupt, seinem Helden den Namen Hieronymus Bosch gegeben. Bosch ist ein Getriebener, seinen Erinnerungen und seiner Verzweiflung hoffnungslos ausgeliefert. Bosch rührt eine menschliche Saite an, er ist einer von uns. Diese Tatsache stellt ihn in die Reihe großer amerikanischer Krimihelden und hebt ihn meilenweit aus der Unmenge der synthetischen Superhelden und Alleskönner heraus, die viele Kriminalromane bevölkern. -Ulrich Deurer 1
Buch:
Strahlend schöner Morgen
Autor:
James Frey, Ausgabe vom 17. Aug. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 286515
Buch:
Schwarze Engel: Roman
Autor:
Michael Connelly, Ausgabe vom 2. Sept. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 255244
Aus der Amazon.de-Redaktion Es ist schon eine besonders dreckige Art von Mord, wenn ein Polizeibeamter einen Anwalt niederstreckt, der bekannt dafür ist, dass er immer wieder gerade Beamte vor die Schranken des Gerichts zerrt. Und dann sollen Polizeibeamte diesen Mord aufklären. Klar. Wer sonst? Aber gegen Kollegen ermitteln - und das auch noch mit dem Gefühl, dass es dieser Anwalt nicht anders verdient hat? Michael Connelly hat in seinem neuen Krimi Schwarze Engel gleich ein ganzes Arsenal von Abgründen zusammengetragen. In jeden einzelnen kann sein Held der Geschichte, Detective Bosch, hinabstürzen. Spannende Unterhaltung ist das, was der Autor hier bietet. Und eine lehrreiche dazu. Der Autor ist Amerikaner, das vorliegende Buch eine gut gemachte Übersetzung. Weil das so ist, kann der Leser eine Menge lernen über die Art, wie das amerikanische Polizeiwesen funktioniert. Connelly verrät die Liebe zum Detail, wenn er beschreibt, wie peinlich die Beamten darauf bedacht sind, eine körperliche Berührung mit der weiblichen Kollegin zu vermeiden - auch dann, wenn es räumlich eng wird. Amerika, von vielen immer noch gerühmt als das Land der großen Freiheit, entpuppt sich als ein Land voll von juristischen Zwängen, Anforderungen an das, was als "Political correctness" die Runde macht, verdecktem Rassenhass und einigem mehr. Connelly zeigt, wahrscheinlich ohne das ausdrücklich zu intendieren, das Bild vom anderen Amerika. Seine glänzende Geschichte hat in der deutschen Übersetzung nur einen Nachteil: Abkürzungen für verschiedene Polizeitruppen und Dienststellen gehören sofort erklärt und nicht erst Seiten später. Vielleicht wird das in einer späteren Auflage vom Verlag noch nachgeholt und verbessert. -Corinna S. Heyn
Buch:
Black Dahlia - Die schwarze Dahlie: Roman zum Film
Autor:
James Ellroy, Ausgabe vom 1. Okt. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 70683
Product Description Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 1989. Roman zum Film Erscheinungsjahr: 2006 Farbfotos auf Taf. Aus d. Engl. v. Jürgen Behrens Gewicht: 326 gr / Abmessungen: 180 mm x 114 mm x 28 mm Von Ellroy, James / Übersetzt v. Behrens, Jürgen Ihr Name war Elizabeth Short, genannt die Schwarze Dahlie. Sie war gerade 22 Jahre alt, als ihre bestialisch zugerichtete Leiche an einem Januarmorgen des Jahres 1947 in Los Angeles gefunden wurde. Basierend auf den Fakten eines der rätselhaftesten Kriminalfälle der USA schrieb James Ellroy diesen Thriller über Liebe, Wahnsinn und Tod im Hollywood der vierziger Jahre.
Buch:
Und der Herr sei ihnen gnädig: Roman
Autor:
Faye Kellerman, Ausgabe vom 6. Nov. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 263877