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Koln Concert Keith Jarrett ist ein wahrer musikalischer Verwandlungskünstler, aber die ausgehaltenen Soloimprovisationen, die er 1975 in einer deutschen Konzerthalle aufnahm - die erste 26-, die zweite 40 Minuten lang - gehören zum Besten, was es von ihm zu hören gibt. Die Melodien und rhythmischen Figuren entspringen mit ungeheurer Leichtigkeit unter seinen Fingern, während er von einem Abschnitt zum nächsten übergeht. Seine starke linke Hand nutzt er für wiederkehrende Motive, die eine wellenartige hypnotische Macht ausüben. In Verbindung mit stark konsonanten Melodien erinnert dies zeitweilig an Gospel, dann wieder an Tanzmusiken und Debussy und andere Komponisten. Es ist vor allem Jarretts Fähigkeit, all diese Stimmungen und Richtungen in einem fein gesponnenen Gewebe aus warmen und wohlklingenden Eindrücken zu vereinen, die seiner Musik diesen anhaltenden Reiz verleiht. -Stuart Broomer
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KIND OF BLUE Meilenweit entfernt vom Durchschnitt Über den legendäre Jazz-Trompeter Miles Davis (1926 - 1991) erzählt man sich die Geschichte, wie er bei einem Empfang im Weißen Haus mit einer der anwesenden Damen ins Gespräch kam und dabei fast beiläufig sagte: "Ich habe den Jazz drei oder viermal neu erfunden. Und weshalb sind Sie eingeladen worden?" Dieses enorme Selbstbewußtsein spiegelt sich in allen seinen Aufnahmen wider, von denen sein 1959 entstandenes Werk "Kind Of Blue" das wohl berühmteste ist. Aufgenommen wurde dieses definitive Jazz-Album zusammen mit Cannonball Adderley, Paul Chambers, Bill Evans, Jimmy Cobb und John Coltrane während zwei Sessions am 2. März und 22. April 1959. Getreu seinem Motto "Spiele nicht, was da ist - spiele, was nicht da ist" veredelte er exzellente Stücke wie So What, Flamenco Sketches und Blue In Green zu Jazz-Juwelen, die die Menschen auch noch fast 50 Jahre nach ihrer Entstehung tief berühren - dort wo in jedem Menschen die Seele des Jazz sitzt. Oder wie der Autor Stephen Thomas Erlewine feststellte: "Wenn du Kind Of Blue nicht liebst, dann magst du den Jazz nicht".
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MOANIN LIMITED ED.RVG/REM Das ist wahrlich einer der großen Klassiker des Hardbop: Art Blakey führt seine wohl beste Jazz-Messengers-Besetzung durch ein treibendes Programm, das keinen Moment nachlässt. Tenorsaxophonist Benny Golson (dessen in der Folge zum Jazzklassiker gewordenes "Along Came Betty" hier zum ersten Mal zu hören ist), der brillante Trompeter Lee Morgan und der funky Pianist Bobby Timmons, der den Titelhit schrieb, spielen einige der besten Solos ihrer großen Karrieren, und Blakey selbst war niemals besser. Diese CD sollte in keiner Jazzsammlung fehlen. Sie bleibt einer der führenden Posten im Blue Note-Katalog und das mit Recht. Im Rahmen der 60-Jahr-Feier des Blue-Note-Labels 1999 hat Rudy Van Gelder, der Produzent der Originalaufnahme, einen Bombenjob mit dem Remix von "Moanin'" abgeliefert: Die Bässe sind wärmer geworden, das Gesamtspektrum farbiger. Das Booklet mit den alten Schwarzweiss-Fotos der Session ist wie ein LP-Klappcover zu öffnen. -Skip Heller
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William Munnys Beruf ist der Tod. Der wortkarge Outlaw tötet auf Bestellung. Für seinen letzten Auftrag macht er sich auf den Weg in das gottverlassene Wüstenstädtchen Big Whiskey Prostituierte beauftragten ihn, die Männer zu töten, die eine Hure das Gesicht zerschnitten haben. Doch Munny ist nicht der einzige in der Stadt, der den Tod bringt ... Als Gewinner von 4 Oscars für den besten Film, die beste Regie, den besten Nebendarsteller (Gene Hackman) und besten Schnitt, ist Clint Eastwoods Meisterwerk aus dem Jahr 1992 einer der großartigsten und thematisch anspruchsvollsten Western aller Zeiten. "Der Film fasst all meine Gefühle für Westernfilme zusammen", sagte Eastwood, als der Film in den Kinos anlief. "Die eigentliche Thematik ist die Kritik am leichtfertigen Umgang mit Schusswaffen." Um dies zu unterstreichen, spielt Eastwood einen ehemaligen rücksichtslosen Killer, der sich zum sanftmütigen Witwer und Schweinezüchter gewandelt hat. Er nimmt einen letzten Auftrag als Kopfgeldjäger an - er soll zwei Männer finden, die eine Prostituierte brutal ermordet haben -, um so seine zwei mutterlosen Kinder zu unterstützen. Zusammen mit seinem früheren Partner (Morgan Freeman) und einem ahnungslosen Greenhorn (Jaimz Woolvett) stellt er sich dem gewissenlosen Sheriff (Oscar-Gewinner Gene Hackman) in einem Showdown gegenüber, der dem Zuschauer den gesamten Einfluss von Gewalt und deren verheerende Auswirkungen auf die menschliche Seele deutlich macht. Der Film, der Eastwoods Mentoren Sergio Leone und Don Siegel gewidmet ist, und auch Richard Harris in einer beeindruckenden Rolle zeigt, stellt ohne Zweifel die Krönung in Eastwoods Schaffen als Regisseur dar. -Jeff Shannon
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Aus der Amazon.de-Redaktion Dies ist der erste bedeutende Auftritt von Miles Davis - einer der produktivsten und weitsichtigsten Figuren des Jazz - als Bandleader. Seine Reputation rührte zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich von seiner Arbeit mit der Bop-Größe Charlie Parker her. Er übertraf alle Erwartungen, als er sich den "coolen" Stil des Arrangeurs Gil Evans, der für Claude Thornhills Band tätig war, zu eigen machte. Evans, der durch die Hinzunahme von Horn und Tuba zu Thornhills Instrumentierung ganz eigene tonale Qualitäten schuf, betonte auch den verminderten Einsatz des Vibrato sowohl bei den Rohrblattinstrumenten, als auch bei den Blechbläsern; so entstand ein trockenerer, "cooler" Sound. Zwei von Evans Arrangements, "Boblicity" und "Moon Dreams", sind auf dem Album zu finden. Mit dabei sind auch der Baritonsaxophonist Gerry Mulligan (der so herausragende Titel wie "Jeru" und "Venus de Milo" beitrug) und John Lewis, der Pianist des Modern Jazz Quartet. Heraus kam eine Session, der die Zeit, die Mode und Davis außergewöhnliche Entwicklung als Musiker nichts anhaben konnten. Wenn Sie sich mit Davis' Nonett näher auseinandersetzen wollen, versuchen Sie es mit Complete Birth of the Cool. Da finden Sie die, früher als Bootleg erhältlichen, Aufnahmen aus dem Royal Roost in New York von 1948. -Fred Goodman
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BLUES ON THE BAYOU Es ist ganz unbestritten ein Vergnügen, einem Veteranen des Blues zuzuhören, wenn er in seinem Element ist. Bei Blues on the Bayou, das er auch selbst produzierte, präsentiert B.B. King eine karge, einfach arrangierte Aufnahme, die so kompakt ist wie eine angespannte Spirale und so sanft und glatt wie eine frisch gebohnerte Tanzfläche. Angefangen von dem ersten Track "Blues Boys Tune", einem langsamen Instrumentalstück mit Orgel-Riffs, ist diese CD randvoll mit der Art von Leistung an der Gitarre, die bei einem Meister wie King völlig mühelos klingt. Ob bei dem verspielten "Bad Case of Love" im mittleren Tempo oder bei dem langsamen "Blues Man" mit seinem funkelnd klaren Gitarrenklang, bei dem wehmütigen "Darlin' What Happened" oder dem ganz einfach hinreißenden "If I Lost You" - Blues on the Bayou zeigt, warum King als Herrscher im Reich der Blues-Gitarre anerkannt wird. Selbst die Violinen liefern hier den angemessenen Klang und des Königs Untertanen bringen ebenso beeindruckende Leistungen; es gibt auf dieser Platte vor allen Dingen einige großartige Sololeistungen am Klavier. Alles in allem läßt Blues on the Bayou immer wieder Freude aufkommen. -Genevieve Williams