Commissario Brunettis achtzehnter Fall. Roman Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Amerikan. v. Werner Schmitz Gewicht: 344 gr / Abmessungen: 184 mm x 116 mm Von Leon, Donna / Übersetzt v. Schmitz, Werner Nichts als schöner Schein - das denken sich wohl die Leute, wenn sie "la Superliftata" in der Calle begegnen. Brunetti aber merkt, dass sich hinter den starren Zügen von Franca Marinello Geheimnisse verbergen. Nicht anders als hinter den feinen Fassaden von Venedig: Den Machenschaften der Müllmafia auf der Spur, entdeckt Brunetti die Kehrseite der Serenissima. Jedes Jahr im Mai dürfen sich die vielen deutschen Brunetti-Fans auf einen neuen Krimi mit dem venezianischen Commissario aus der Feder von Donna Leon freuen. In Schöner Schein ermittelt der sympathische Guido Brunetti bereits in seinem achtzehnten Fall, in dem er den kriminellen Machenschaften der Müllmafia auf die Spur kommt. Während einer Abendeinladung bei seinen Schwiegereltern lernt Brunetti den venezianischen Großindustriellen Maurizio Cataldo und dessen deutlich jüngere Ehefrau Franca Marinello kennen. Diese wird wegen ihres nach Schönheitsoperationen maskenhaft entstellten Gesichts in der Klatschpresse nur "Superliftata" genannt. Doch mit ihren profunden Literaturkenntnissen beeindruckt sie Brunetti mehr, als ihm selbst lieb ist. Seine Nachforschungen ergeben schnell, dass das Ehepaar hinter seiner Fassade einiges zu verbergen hat. Gleichzeitig wird Brunetti von einem Sonderbeauftragten der Carabinieri, Maggior Guarino, um Unterstützung bei dessen Ermittlungen in einem brisanten Müllskandal gebeten. Als Guarino kurz darauf ermordet aufgefunden wird, nimmt Brunetti die Spur auf und stößt auf illegale Mülltransporte und ? wie kann es anders sein ? die Mafia. Mit den dunklen Machenschaften der internationalen Müllmafia greift die US-amerikanische und in Venedig lebende Bestsellerautorin Donna Leon ein brisantes politisches Thema auf, das sie in altbewährter Manier und mit den bekannten Zutaten zu einem unterhaltsamen Kriminalroman verwebt. Wie auch in den letzten Bänden der Brunetti-Reihe steht in Schöner Schein der Kriminalfall eher im Hintergrund und Leon räumt ihren Protagonisten, philosophischen Betrachtungen und der Darstellung gesellschaftlicher Verhältnisse viel Raum ein. So kann sich der Leser auf einen typischen Leon-Roman freuen und auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten vor der Kulisse der verschneiten Lagunenstadt. - Alexandra Plath
Aus der Amazon.de-Redaktion Gustavo Pedrolli ist glücklich. Sanft liegt der stellvertretende Leiter der Pädiatrie in einem Krankenhaus in Venedig an den Rücken seiner Frau geschmiegt im Bett, etwas entfernt schlummert sein kleiner Sohn. Pedrolli stört es nicht, dass der Junge eigentlich nicht sein leiblicher Sohn ist, dass er ihn illegal gekauft hat von einer Frau, die ihr Kind nicht haben wollte und das Geld brauchte, dass er ihn an den Behörden vorbei "adoptiert" hat, indem er ihn als seinen eigenen, unehelichen Sohn ausgegeben hat. Aber dann steht plötzlich eine vermummte Spezialeinheit der Polizei in seinem Zimmer und richtet Pedrolli so übel zu, dass er für eine lange Zeit nicht mehr sprechen kann. Und dann wird ihm auch sein geliebter Sohn genommen, unwiederbringlich verschleppt in ein Waisenhaus. Woher kommt das Kind? Warum ist die Polizei dermaßen brutal gegen den "dottore" vorgegangen? Welche Rolle spielt der zwielichtige Apotheker, bei dem die Ermittler verdächtige Akten über seine Kunden finden? Und warum zeigt Pedrollis Frau keinerlei Gefühlsregung, als man sie über "ihr" Kind und sein Schicksal befragt? In seinem sechzehnten Fall Lasset die Kinder zu mit kommen steht Commissario Brunetti vor allerlei Rätseln, denen er in altbewährter Manier nachzugehen versteht. Dabei versteht es die US-amerikanische und in Venedig lebende Bestseller-Autorin Donna Leon einmal mehr, auch das Privatleben des Commissario Revue passieren zu lassen - bis hin zum "offenen", und dennoch runden Ende, das Pedrolli (und Brunetti) einmal mehr verstummen macht. Vielleicht ist Lasset die Kinder zu mit kommen Leons bisher routiniertester Roman. Zweifellos hat das Buch einige Längen, die den Leser in Versuchung setzen, die ein oder andere Seite in Erwartung der Lösung des Falls zu überblättern. Und trotzdem ragt Brunettis sechzehnter Fall aus der großen Zahl der Krimineuerscheinungen psychologisch klar heraus. Routiniert erzählt zwar, aber über weite Strecken brillant und spannend. - Stefan Kellerer, Literaturanzeiger.de
Commissario Brunettis siebzehnter Fall. Roman Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Amerikan. v. Christa E. Seibicke Gewicht: 270 gr / Abmessungen: 180 mm x 113 mm Von Leon, Donna / Übersetzt v. Seibicke, Christa E. Ein Mädchen treibt tot im Canal Grande und wird von niemandem vermisst. Brunetti aber geht die Elfjährige bis in die Träume nach. Aus einem venezianischen Palazzo kommt sie nicht, wohl aber aus einer Roma-Wagenburg auf dem Festland Ariana Rocich ist höchstens zwölf Jahre alt, als ihre Leiche aus einem der vielen Kanäle Venedigs gefischt wird. Niemand hat das Mädchen als vermisst gemeldet, und so muss Commissario Brunetti all seine ermittlerischen Fähigkeiten ausspielen, um dem Rätsel ihres Todes auf die Spur zu kommen. Mit wem hatte das Roma-Mädchen sexuellen Kontakt? Und wem gehört die Taschenuhr und der Ehering in ihrer Vagina? Der Fall um das ermordete ? oder vielleicht doch nur bei einem Raubzug aus dem Haus gestürzte? ? Roma-Kind nimmt im siebzehnten Buch rund um Donna Leons weltberühmten Commissario Brunetti, Das Mädchen seiner Träume, nur eine Nebenrolle ein ? und wird ohnehin erst nach rund 150 Seiten aufgegriffen. Vorrangig geht es diesmal um die durch den Tod von Brunettis Mutter ausgelösten Fragen über Sinn und Unsinn der katholischen Kirche, vermeintlich kriminellen Machenschaften, Vorurteile der Gesellschaft (inklusive derer von Brunetti selbst) und die Krankheiten des italienischen Staats. Dabei wird wieder einmal deutlich, warum die Wahl-Venizianerin Leon ihre Bücher zwar in alle Weltsprachen, aber nicht ins Italienische übersetzt wissen will: Sie hätte wohl wirklich keine ruhige Minute mehr. Ansonsten ist Das Mädchen seiner Träume wieder ein typischer Leon-Roman, in dem man minutiös erfährt, was die Brunettis essen, wie sie ihren Kaffee am liebsten mögen etc. pp. Diese eigentlich schwer erträgliche Detailverliebtheit wird durch eine durch Christa E. Seibicke bewundernswert flüssig aus dem Amerikanischen übertragene Sprache mehr als wett gemacht. Diese Sprache macht Das Mädchen seiner Träume einmal mehr zu einem reinen Lesevergnügen. - Stefan Kellerer
Buch:
Das Mädchen seiner Träume: Commissario Brunettis siebzehnter Fall
Autor:
Donna Leon, Ausgabe vom 26. Mai 2009, Gebunden, Verkaufsrang 31913
Aus der Amazon.de-Redaktion Ariana Rocich ist höchstens zwölf Jahre alt, als ihre Leiche aus einem der vielen Kanäle Venedigs gefischt wird. Niemand hat das Mädchen als vermisst gemeldet, und so muss Commissario Brunetti all seine ermittlerischen Fähigkeiten ausspielen, um dem Rätsel ihres Todes auf die Spur zu kommen. Mit wem hatte das Roma-Mädchen sexuellen Kontakt? Und wem gehört die Taschenuhr und der Ehering in ihrer Vagina? Der Fall um das ermordete ? oder vielleicht doch nur bei einem Raubzug aus dem Haus gestürzte? ? Roma-Kind nimmt im siebzehnten Buch rund um Donna Leons weltberühmten Commissario Brunetti, Das Mädchen seiner Träume, nur eine Nebenrolle ein ? und wird ohnehin erst nach rund 150 Seiten aufgegriffen. Vorrangig geht es diesmal um die durch den Tod von Brunettis Mutter ausgelösten Fragen über Sinn und Unsinn der katholischen Kirche, vermeintlich kriminellen Machenschaften, Vorurteile der Gesellschaft (inklusive derer von Brunetti selbst) und die Krankheiten des italienischen Staats. Dabei wird wieder einmal deutlich, warum die Wahl-Venizianerin Leon ihre Bücher zwar in alle Weltsprachen, aber nicht ins Italienische übersetzt wissen will: Sie hätte wohl wirklich keine ruhige Minute mehr. Ansonsten ist Das Mädchen seiner Träume wieder ein typischer Leon-Roman, in dem man minutiös erfährt, was die Brunettis essen, wie sie ihren Kaffee am liebsten mögen etc. pp. Diese eigentlich schwer erträgliche Detailverliebtheit wird durch eine durch Christa E. Seibicke bewundernswert flüssig aus dem Amerikanischen übertragene Sprache mehr als wett gemacht. Diese Sprache macht Das Mädchen seiner Träume einmal mehr zu einem reinen Lesevergnügen. - Stefan Kellerer
Buch:
Wie durch ein dunkles Glas: Commissario Brunettis fünfzehnter Fall
Autor:
Donna Leon, Ausgabe vom Okt. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 18221
Aus der Amazon.de-Redaktion Giftmüll in der Lagune von Venedig! Doch wer ist der Verursacher? Ist es wirklich das Kraftwerk auf dem Festland? Und warum musste ein Mensch sterben? Der Commissario hilft einem Bekannten seines jungen Kollegen Vianello, einem Umweltaktivisten, aus der Patsche. Dieser ist mit der Tochter eines Glasbläserpatriarchen aus Murano verheiratet, der seinem Schwiegersohn unverhohlen mit dem Tode droht. Dann stirbt wirklich ein Mensch. War es ein Unfall? War es Mord? Brunetti nimmt die Ermittlungen auf und tappt zunächst im Dunkeln. Bei seinen Recherchen stößt er auf ein Exemplar von Dantes Göttlicher Komödie, das mit geheimnisvollen Anmerkungen versehen ist. Es sind verschlüsselte Botschaften, die einen Hinweis geben könnten auf den mysteriösen Tod. Diesmal also bilden Murano, die kleine Insel nordöstlich von Venedig, und seine Glasbläsereien den pittoresken Hintergrund für die Ermittlungen Brunettis. Ansonsten hat Donna Leon die bewährten Zutaten gewählt: Wie immer reibt sich Brunetti an seinem Vorgesetzten, dem Vice-Questore Patta. Wieder wird der Leser mitgenommen zu den Brunettis nach Hause, wo die Ehe mit Paola wie ein guter Wein mit den Jahren immer besser zu werden scheint - trotz einer originellen Szene, in der der Commissario wegen der Zubereitungsart eines Abendessens darüber spekuliert, ob Paola schon auf gepackten Koffern sitzt und mit dem Fleischer durchbrennen wird. Knisternde Spannung wäre nicht die richtige Charakterisierung für Wie durch ein dunkles Glas. Passender ist wohl, das Buch als Sittengemälde der venezianischen Gegenwart zu beschreiben. Der Autorin, seit Jahrzehnten Wahlvenezianerin, liegt ihre Stadt am Herzen. Und so geht die Bedrohung eher von gesellschaftlichen Problemen wie der Umweltverschmutzung aus als beispielsweise von Massenmördern und Psychopathen. Damit wird die Leonsche Prosa immer auch universell. Und das Sujet kann man sich als Abwandlung eines kauzigen Fernsehkrimis à la "Polizeiruf 110" vorstellen, in dem das Verbrechen und dessen Aufklärung bisweilen zur Nebensache werden. Der Leser jedenfalls darf gespannt sein, wie es weitergeht mit dem älter - und auch ein bisschen philosophischer - werdenden Brunetti, und hoffen, dass der Leon der Stoff nicht ausgehen möge. - Mathias Voigt, Literaturtest
Hörbuch:
Schöner Schein: Commissario Brunettis achtzehnter Fall
Autor:
Donna Leon, Ausgabe vom 20. Mai 2010, Audio CD, Verkaufsrang 182058
Aus der Amazon.de-Redaktion Jedes Jahr im Mai dürfen sich die vielen deutschen Brunetti-Fans auf einen neuen Krimi mit dem venezianischen Commissario aus der Feder von Donna Leon freuen. In Schöner Schein ermittelt der sympathische Guido Brunetti bereits in seinem achtzehnten Fall, in dem er den kriminellen Machenschaften der Müllmafia auf die Spur kommt. Während einer Abendeinladung bei seinen Schwiegereltern lernt Brunetti den venezianischen Großindustriellen Maurizio Cataldo und dessen deutlich jüngere Ehefrau Franca Marinello kennen. Diese wird wegen ihres nach Schönheitsoperationen maskenhaft entstellten Gesichts in der Klatschpresse nur "Superliftata" genannt. Doch mit ihren profunden Literaturkenntnissen beeindruckt sie Brunetti mehr, als ihm selbst lieb ist. Seine Nachforschungen ergeben schnell, dass das Ehepaar hinter seiner Fassade einiges zu verbergen hat. Gleichzeitig wird Brunetti von einem Sonderbeauftragten der Carabinieri, Maggior Guarino, um Unterstützung bei dessen Ermittlungen in einem brisanten Müllskandal gebeten. Als Guarino kurz darauf ermordet aufgefunden wird, nimmt Brunetti die Spur auf und stößt auf illegale Mülltransporte und ? wie kann es anders sein ? die Mafia. Mit den dunklen Machenschaften der internationalen Müllmafia greift die US-amerikanische und in Venedig lebende Bestsellerautorin Donna Leon ein brisantes politisches Thema auf, das sie in altbewährter Manier und mit den bekannten Zutaten zu einem unterhaltsamen Kriminalroman verwebt. Wie auch in den letzten Bänden der Brunetti-Reihe steht in Schöner Schein der Kriminalfall eher im Hintergrund und Leon räumt ihren Protagonisten, philosophischen Betrachtungen und der Darstellung gesellschaftlicher Verhältnisse viel Raum ein. So kann sich der Leser auf einen typischen Leon-Roman freuen und auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten vor der Kulisse der verschneiten Lagunenstadt. - Alexandra Plath
Du bist also wirklich der Herr der Diebe, sagte der Fremde leise. Nun gut, behalte die Maske auf , wenn du dein Gesicht nicht zeigen möchtest. Ich sehe auch so, dass du sehr jung bist. Es gibt nicht nur in England mit Joanne K. Rowling exzellente Kinderbuchautorinnen. Cornelia Funke gehört unbestritten zu den besten Schriftstellerinnen auf diesem Sektor im deutschsprachigen Raum. Nach ihrem großen Erfolg mit Drachenreiter legt sie erneut einen dicken Schmöker vor. Ein außergewöhnliches Kinderbuch, das mit einer spannenden Geschichte aus Venedig aufwartet, der Stadt der geflügelten Löwen und verwunschenen Plätze, durchzogen von kleinen Kanälen und Wasserstraßen. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, haben sich die beiden Brüder Prosper, zwölf, und Bo, fünf Jahre in die Stadt der Gondeln geflüchtet. Sie wollen nicht getrennt werden, denn ihre Tante Esther möchte nur den kleinen niedlichen Bo aufnehmen. Umgehend beauftragt Tante Esther den besten Detektiv der Stadt, nach ihnen zu suchen. Zum Glück haben die beiden Jungs das praktische Mädchen Wespe und ihre drei Freunde getroffen. Alle vier hausen in einem alten, verlassenen Kino. Bei ihnen können Prosper und Bo zunächst unterschlüpfen. Anführer der Kinder ist Scipio, der Herr der Diebe, wie er sich selbst nennt. Wenn er abends unangekündigt ins Kino schneit, mit seiner schwarzen Maske und den hochhackigen Stiefeln, verbreitet er eine Menge Respekt. Kaum einer merkt, dass Scipio kaum älter als zwölf ist. Von seinen Beutezügen versorgt er die Kinder mit Waren, die diese zu guten Preisen wieder verkaufen. Doch die Herkunft Scipios ist geheimnisvoll. Wo wohnt er wirklich? Herr der Diebe ist eine fantasievolle Geschichte, die im Kinderbuchregal direkt neben Harry Potter einen adäquaten Platz findet. -Manuela Haselberger
Amazon.de-Hörbuchrezension Donna Leon als Hörbuch. Ein Sahneklecks auf jeder Venedigreise, aber auch gut geeignet als Trostlutscher, wenn man gerade nicht verreisen darf: Leon hören heißt Venedig erleben. Durch Straßen und Gässchen geht es vorbei an harten Kontrasten: Japaner vor Palazzi, provinzpopelige Armut im ewigen Nebel, der Marmor von Einst und die kühlen Venezianer von heute, immer noch mit eigener Sprache. Die Spannung allerdings hält sich in Grenzen, Whodonnit ahnt der Hörer bald. Genussbreite Ausführlichkeit: das Essen, das Trinken! Ständig wird auf dem Herd Kaffee gekocht (pro Band mindestens 20 Mal). Für Hörbücher nicht ganz unproblematisch. Neun Stunden dem langsamen Leben an der Lagune zu lauschen, während Kommissar Brunetti über Verbrechen grübelt und seiner Frau dabei übers Haar streicht: Man muss das lieben, um nicht ungeduldig zu werden. Traumsicher setzt Christoph Lindert, (Ein Fall für zwei, Tatort) in Endstation Venedig (Ungekürzte Lesung, 8 CDs im Schuber, Gesamtlaufzeit 563 Minuten, knapper Waschzettel) die Betonungen und weiß die Personen zu charakterisieren. Das ein wenig raue Organ klingt oft, als lausche man dem Commissario selbst. Dagegen fällt Philipp Schepmanns Bewältigung von Venezianisches Finale (Ungekürzte Lesung, 8 CDs im Schuber, Gesamtlaufzeit 526 Minuten, knapper Waschzettel) deutlich ab: zu jung die Stimme, die outrierte Sprechweise will wenig zum lakonischen Ton der Leon passen, Betonungen missraten häufig. -Michael Winteroll 1
Buch:
Blutige Steine: Commissario Brunettis vierzehnter Fall
Autor:
Donna Leon, Ausgabe vom Okt. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 49485
Aus der Amazon.de-Redaktion Der Leser kann sich darauf verlassen: Alle Jahre wieder präsentiert Donna Leon eine neue Geschichte mit Commissario Brunetti. Blutige Steine, der vierzehnte Fall, spielt im venezianischen Winter und beginnt mit einem eiskalten Mord auf dem Weihnachtsmarkt. Ein vucumprà, ein illegaler afrikanischer Straßenhändler, wird von zwei Weißen erschossen - ja regelrecht hingerichtet. Brunetti und seine Leute tappen zunächst völlig im Dunkeln. Wer waren die Mörder? Handelten sie im Auftrag? Wer war überhaupt das Opfer? Immer neue Fragen tauchen auf, Brunetti stößt auf Mauern des Schweigens, bei den anderen vucumpràs ebenso wie bei den Behörden. Als schließlich der Vorgesetzte Patta ihm weitere Recherchen verbietet, weiß der Commissario, dass Politik im Spiel ist. Außenministerium? Innenministerium? Nach seiner Einschätzung "wetteifern die beiden Ministerien seit zehn Jahren darum, wer das Problem der illegalen Einwanderung am besten ignorieren könne". Natürlich hält sich Brunetti nicht an das Verbot. Er trägt akribisch und nicht immer auf legale Weise die Puzzleteile zur Aufklärung des Mordes zusammen. Den entscheidenden Hinweis bekommt er von seinem Schwiegervater, der ihn auf eine CNN-Nachrichtensendung aufmerksam macht. Das Bild wird schließlich vervollständigt durch einen Zeitungsbericht und Fotos von einem Polizeieinsatz. Das alles geschieht in dem von ihren Lesern so geschätzten unaufgeregten Stil Donna Leons. Die Autorin verzichtet auf "Action", würzt stattdessen die Geschichten mit ironisch-kritischen Anmerkungen über Staat und Gesellschaft. Und immer spielt das private Umfeld des Commissario eine wichtige Rolle, der Gedankenaustausch mit seiner Frau Paola und den Kindern lässt nicht nur für den Ermittler einiges klar werden. Ist Brunetti am Ende zufrieden? Es klingt jedenfalls nicht gerade euphorisch, wenn er sagt: "Und Patta hatte recht. Da ist nichts zu machen!" -Roland Große Holtforth, Literaturtest Commissario Brunetti von Anfang an - alle Bände auf einen Blick
Venezianisches Finale Endstation Venedig Venezianische Scharade Vendetta Acqua Alta Sanft entschlafen Nobilta
In Sachen Signora Brunetti Feine Freunde Das Gesetz der Lagune Die dunkle Stunde der Serenissima Verschwiegene Kanäle Beweise, daß es böse ist Blutige Steine 1
Buch:
Venezianisches Finale: Commissario Brunettis erster Fall
Autor:
Donna Leon, Ausgabe vom Mai 1995, Taschenbuch, Verkaufsrang 10849
Der berühmte Dirigent Wellauer wird während der Pause vor dem letzten Aktder Oper La Triviata im Theater La Fenice in seiner Garderobe tot aufgefunden.Bald steht fest, dass sein Espresso mit Zyankali versetzt war. CommissarioBrunetti stellt bei seinen Recherchen im Umfeld des Dirigenten fest, dassdieser alles andere als beliebt war und mehrere Personen ein Interessedaran gehabt haben könnten, den arroganten, autoritären Egozentriker zuermorden. Sowohl der Regisseur der Oper wie auch ein Sänger sind nichtgut auf Wellauer zu sprechen. Zudem scheint er als Moralapostel homosexuelleKünstler unter Druck gesetzt zu haben, insbesondere die lesbische SopranistinFlavia Petrelli und ihre Lebensgefährtin Brett Lynch. Brunettis Ermittlungenwerden zusätzlich erschwert durch die allseits bekannte Nazivergangenheitdes Dirigenten. Lange Zeit schwanken die Überlegungen des Ermittlers zwischeneiner Beziehungstat, politischer Rache oder möglicher Reaktion auf eineErpressung. Auch die sehr viel jüngere Ehefrau des Ermordeten erscheintin ihrer kühlen Zurückhaltung verdächtig. Erst als Brunetti vom behandelndenArzt des Maestro erfährt, dass dieser an einer sich rapide verschlechterndenHörschwäche gelitten habe, deren Ursache unklar sei, ändert er die Richtungseiner Ermittlungen. Bei seinen Recherchen entdeckt er eine tieftraurigeGeschichte, die unter anderem auch den Selbstmord der ersten Ehefrau undden Tod einer zwölfjährigen Sopranistin erklären Wellauer war sexuellfixiert auf junge Mädchen. Als er die Tochter seiner zweiten Ehefrau vergewaltigenwollte, schickte sie das Kind zu ihren Eltern. Sie verordnete ihrem Mannals Ärztin angebliche Vitaminspritzen, die sein Gehör schädigten. Als Wellauerbegriff, dass seine Frau aus Rache seine Karriere vernichten wollte, vergifteteer sich und versuchte sie als angebliche T& ... Der erste Fall von Donna Leons inzwischen zu Ruhm gelangtem Commissario Guido Brunetti auf zwei Hörcassetten in einer schönen Hörspielfassung von Gerd Krogmann wird viele Hörbuchfreunde begeistern. Diejenigen, die den damaligen Sensationserfolg der Autorin bereits als Buch genossen haben, können ihre eigenen Vorstellungen von Stimme und Temperament der handelnden Personen mit der Besetzung des Hörspiels messen. Diejenigen, die die Lektüre noch vor sich haben, werden die Ermittlungen Brunettis im Fall der Ermordung eines deutschen Stardirigenten am Teatro La Fenice mit großer Spannung verfolgen. Der berühmte deutsche Dirigent Wallauer wird in der Pause zum letzten Akt von La Traviata durch Zyankali ermordet. Der ins Opernhaus geeilte Commissario Brunetti und sein Assistent Miotti verhören das Starensemble hinter der Bühne und erfahren zunächst eines: der zu Tode gekommene Maestro muss ein rechtes Ekel gewesen sein. Die großartige Hannelore Hoger gibt eine sachlich lakonische Erzählerin, die unaufdringlich durch die Handlung führt. Michael Königs Brunetti zeigt sich als geduldiger, ja beharrlicher und behutsamer Ermittler mit einer gehörigen Portion Humor, der besonders in den Dialogen mit seiner Frau Paola (Hille Darjes) und seinem Vorgesetzten Patta (Wolfgang Hinze) deutlich wird. Auch die übrigen Rollen sind hochkarätig besetzt, besonders zu erwähnen sind dabei Jutta Lampe als Diva Flavia Petrelli und der vorzügliche Ernst Jacobi als Conte Falier, Brunettis Schwiegervater. Musikauswahl und Geräusche schaffen die passende Atmosphäre für eine beeindruckende Inszenierung. -Ulrich Deurer