Product Description Ein Kinderroman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 1990 Erscheinungsjahr: 2009 23. Aufl. m. Illustr. ab 10 J. Gewicht: 178 gr / Abmessungen: 191 mm x 121 mm x 9 mm Von Timm, Uwe / Mit Illustr. v. Matysiak, Gunnar Uwe Timms großartiges Kinderbuch, das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis gewürdigt und verfilmt wurde. Deutscher Jugendliteraturpreis "Wir haben zu Hause ein Schwein. Ich meine damit nicht meine kleine Schwester..." Alles begann damit, dass Zuppi bei einer Tombola den Hauptpreis gewann: ein Ferkel. Rudi Rüssel verändert den Familienalltag gründlich. Aber der Hausbesitzer Buselmeier hat keinen Sinn für diese Art Haustiere. So zieht die Familie an den Rand eines großen Fußballfeldes. Hier kann der Vater, ein arbeitsloser Ägyptologe, Platzwart werden und Rudi in Ruhe Schwein sein. Doch dann entdeckt Hausschwein Rudi seine wahre Größe als Rennschwein... Ein Lesespaß für die ganze Familie - mit und ohne Haustier.
Nachdem sich der vor der Gendarmerie flüchtende Brandstifter Joseph Koljaiczekauf einem kaschubischen Kartoffelacker unter den Röcken Anna Bronskis versteckthatte, bringt diese neun Monate später ihre Tochter Agnes zur Welt. Späterheiratet Agnes den arglosen Rheinländer Alfred Matzerath, obwohl sie zugleicheine erotische Beziehung zu ihrem Vetter Jan führt. Ihr Kind Oskar Matzerath,gezeugt von Jan, erblickt 1924 das Licht dieser Welt in Gestalt zweierSechzig-Watt-Glühbirnen. Von Beginn an durchschaut er die Erwachsenenweltund beschließt an seinem dritten Geburtstag, an dem er eine Blechtrommelgeschenkt bekommt, durch einen beabsichtigten Sturz von der Kellertreppesein Wachstum einzustellen. Seine Größe, sein infantiles Benehmen und seineBlechtrommel täuschen über Oskars geistige und körperliche Reife hinweg,früh meldet sich sein sexuelles Begehren. Er erlebt die Machtergreifungder Nationalsozialisten, die Reichskristallnacht und den Kriegsausbruch.Seiner Familie bringt Oskar nur wenig Glück Am Tod seiner Mutter sowieseiner beiden Väter ist er nicht ganz unschuldig. Bei Kriegsende beschließtOskar Matzerath wieder zu wachsen, doch ist dieses Vorhaben nur mäßig erfolgreichZwar wächst er tatsächlich einige Zentimeter, doch drückt sich seine Schuldnun auch äußerlich durch Verwachsungen aus, insbesondere durch einen Buckel.Mit seinem Kindermädchen Maria, der er vermutlich ein Kind geschenkt hat,zieht er nach Düsseldorf, wo er als Jazzschlagzeuger ein reicher Mann wird.Der Ermordung einer Krankenschwester angeklagt, wird er in ein Irrenhauseingeliefert. Für viele war wohl die großartige Schlöndorff-Verfilmung Anlaß, nun endlich auch einmal das Buch zur Hand zu nehmen. Erstaunlich. Beim Lesen nehmen augenblicklich die Filmfiguren ihre Plätze ein. Das spricht für Schlöndorff. Nicht auszudenken, hätte man die Aufgabe einem minderen Regisseur übertragen. Dann stünde uns jetzt bei Alfred Matzerath statt Adorf vielleicht Joachim Fuchsberger vor Augen. Grass nimmt sich in seinem nach wie vor erfolgreichsten Buch Die Blechtrommel alle Zeit der Welt. Kaschubische Weiten, Kartoffeläcker und das Danzig um die Jahrhundertwende werden episch vor uns ausgebreitet. Anders als im Film, endet Oskar in der Irrenanstalt und erzählt nun als 30jähriger seine Geschichte. Ein deutsches Fresko. Weltgeschichte von unten, aus den Augen des kleinen Oskar Matzerath gesehen, der an seinem dritten Geburtstag beschließt, sich der Erwachsenenwelt zu entziehen und von nun an nicht mehr weiterzuwachsen. Man schenkt ihm eine Blechtrommel, die sein lebenslänglicher Begleiter sein wird. Oskar hat nun die Freiheit des Narren. Er stört, er mahnt und kommentiert, einem Rufer in der Wüste gleich, mit seiner kleinen Blechtrommel die schlimmsten Jahre unseres Jahrhunderts. 1958, bei seinem Erscheinen, war der Roman ein sofortiger Erfolg. Fast schon ein Fluch für einen Schriftsteller, mit seinem zweiten Werk Weltberühmtheit zu erlangen, nur um anschließend ein Leben lang an dieser Leistung gemessen zu werden. -Ravi Unger
Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2001 Erscheinungsjahr: 2006 17. Aufl. Aus d. Amerikan. v. Dirk van Gunsteren Gewicht: 305 gr / Abmessung: 19 cm Von Roth, Philip / Übersetzt v. Gunsteren, Dirk van Zuckerman begegnet dem alternden Professor Coleman Silk, der durch Missverständnisse und Intrigen alles verloren hat - sein Renommee, seine Familie. Das große Geheimnis, das ihn umgibt, kann er wahrscheinlich nur mit Faunia, seiner jungen Geliebten, teilen. Ein Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft. "Philip Roth ist schlicht und einfach der größte Romancier, der heute in englischer Sprache schreibt." (Louis Begley in der FAZ) Im Jahr 1998, als Amerika sich angesichts der drohenden Amtsenthebung seines Präsidenten einer Ekstase der Scheinheiligkeit hingibt, wird in einem neuenglischen Städtchen Coleman Silk, ein in Ehren ergrauter Professor für klassische Literatur, zum Rücktritt gezwungen. Der gegen ihn erhobene Vorwurf lautet, er sei ein Rassist. Dieser Vorwurf ist falsch, doch die Wahrheit über Silk würde selbst seine unerbittlichsten Feinde überraschen. Pressestimmen: "Philip Roth macht auf humorvolle und bittere, anrührende und fesselnde, sarkastische und zärtliche Weise deutlich, wie nah menschlicher Makel und menschliche Grösse beieinander liegen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben." (Die F.A.Z. zum Vorabdruck des Romans) "Das Leben, ist es wirklich so theatralisch, so wahnsinnig wie hier beschrieben? Ja! Und wenn nicht, ist es auch egal. Wahnsinnig und ergreifend wie Dostojewski oder Dickens. Besser geht''s nicht!" (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung) Im Sommer 1998, als der emeritierte Griechischprofessor Coleman Silk dem Ich-Erzähler seine Affäre mit der weitaus jüngeren Putzfrau Faunia Farley beichtet, denkt ganz Amerika "an den Penis des Präsidenten". Es ist der Sommer, in dem der Zigarrenakt Bill Clintons mit Monica Lewinsky ruchbar wird: Der Sommer der moralinsauren Vorwürfe und der scheinheiligen Reue also, in der "das Leben in all seiner schamlosen Schlüpfrigkeit Amerika wieder einmal in Verwirrung stürzte". Der Kenner des griechischen Dramas Coleman Silk ist selbst eine tragische Figur, die, wie ihr Präsident, öfters auch an fremde Frauen dachte. Und der Ich-Erähler ist der "anerkannte Schriftsteller" Mr. Zuckerman, der bald sein Buch Der menschliche Makel veröffentlichen will - so geht es zu im neuen, doppelbödigen Roman von Philip Roth, in dem neben Sex natürlich auch das Judentum wieder eine zentrale Rolle spielt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist Silk, der verdienstvolle Dekan einer amerikanischen Universität, über eine Bemerkung gegenüber zwei abwesenden Afroamerikanerinnen gestolpert, die ihn völlig zu Unrecht in den Verdacht des Rassismus brachte: eigentlich eher ein Aufzug des absurden Theaters, der allerdings eine "Chronologie der Schrecken" und irgendwie sogar den Tod von Silks Ehefrau nach sich zieht. Und dann kommt auch wieder Faunia ins Spiel, die mit Silk ein großes Geheimnis teilt. Gern berichtete der Griechischprofessor den Studenten früher von Homers Achill, der aufgrund sexueller Zurückweisung zur "empfindlichsten Tötungsmaschine in der Geschichte der Kriegführung" mutierte. "In der Verletzung des phallischen Anspruchs beginnt die Dichtkunst", sagte er, "und genau aus diesem Grunde werden wir heute, beinahe dreitausend Jahre später, ebenfalls dort beginnen". Diese Verpflichtung hat Philip Roth mit seinem neuen großen Sittenporträt nach The Great American Novel eingelöst - und das in der besten Manier, derer die US-Gegenwartsliteratur nach Clinton fähig ist. -Thomas Köster
Buch:
High Fidelity
Autor:
Nick Hornby, Ausgabe vom 18. Mai 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 11428
Roman Erscheinungsjahr: 2003 Aus d. Engl. v. Clara Drechsler u. Harald Hellmann Gewicht: 330 gr / Abmessung: 19 cm Von Hornby, Nick / Übersetzt v. Drechsler, Clara; Hellmann, Harald Darf man mit Leuten befreundet sein, deren Plattensammlung in der Hauptsache aus Tina-Turner-Alben besteht? Kann man eine Frau lieben, deren Lieblingsband die Simple Minds sind? Warum wollen pubertierende Jungs stundenlang grapschen und Mädchen nur Händchen halten? Und warum tragen Frauen nur beim ersten Date schöne Unterwäsche? Das sind nur einige der Fragen, die Rob, dem frischgebackenen Single, neuerdings wieder durch den Kopf gehen. Zugegeben, es ist schon toll, die Wohnung wieder für sich selbst zu haben. Endlich hat er Zeit, um seine Plattensammlung neu zu sortieren! Aber was kommt dann? Definitiv eines der fünf besten Bücher, die jemals über das seltsame Paarungsverhalten von Männern geschrieben wurden: Witzig, ironisch, aber auch ergreifend erzählt Nick Hornby in High Fidelity vom ganz normalen Chaos der Liebe und wie ein 35-jähriger Musikfreak von seiner Freundin verlassen wird, in sich geht, leidet und sie am Ende zurückgewinnt. Rob hat sich nie an das CD-Zeitalter gewöhnen können. In seinem kleinen Plattenladen verkauft er ausschließlich die guten alten Vinylscheiben. Auch ansonsten tut er sich schwer mit Veränderungen - zum Beispiel mit dem Erwachsenwerden. Aber als er von Laura sitzen gelassen wird, versucht er sein bisheriges Leben zu resümieren. Er stellt eine Top-5-Liste seiner ärgsten Liebeskummmer-Erlebnisse auf und versucht sogar, diese Exfreundinnen zwecks Vergangenheitsbewältigung alle zu treffen. Robs Versuch, sein Scheitern auf ganzer Linie zu begreifen und in Worte zu fassen, folgt man begeistert bis zur letzten Zeile. Und spätestens beim mit viel Augenzwinkern erzählten Happy End, hat man diesen Typen richtig ins Herz geschlossen. Wenn Robs größtes Talent - wie er selbst sagt - darin besteht, einem "Bündel Durchschnittlichkeit eine kompakte Form zu geben", dann liegt Nick Hornbys Stärke zweifellos darin, diese Durchschnittlichkeit ebenso sympathisch wie tragikomisch aufs Papier zu bringen. Die tiefen Einblicke auch in die letzten und seltsamsten Winkel der Männerseele, die High Fidelity gewährt, werden nicht nur Frauen interessieren und amüsieren. Der Roman ist auch ideales Lesefutter für Menschen, die in den 70er-Jahren aufgewachsen sind, Popmusikfans und Schallplattensammler, Männer mit oder ohne Liebeskummer, und natürlich alle, die auch leidenschaftlich gerne Top-5-Listen erstellen. -Christian Stahl
Buch:
Fallers große Liebe: Roman
Autor:
Thommie Bayer, Ausgabe vom Febr. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 48894
Nur eine Liebesgeschichte. Roman Erscheinungsjahr: 2003 Aus d. Japan. v. Ursula Gräfe Gewicht: 353 gr / Abmessung: 19 cm Von Murakami, Haruki / Übersetzt v. Gräfe, Ursula Den "kühnsten und bedeutendsten Autor Japans" nannte die NEW YORK TIMES den Romancier Haruki Murakami. Seine Bücher gehören zu den erfolgreichsten der japanischen Nachkriegsliteratur und sind in 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Als der Roman "Naokos Lächeln" erschien, wurde diese wunderbar sentimentale Liebesgeschichte sofort ein Bestseller in Murakamis Heimat. Die Geschichte des ernsten Toru und seiner Liebe zur unberührbaren, geheimnisvollen Naoko nahm die Leser gefangen und berührte sie tief. Wie so oft bei Murakami geht es um die schweren Fragen des Lebens, aber es liest sich federleicht und wunderbar sentimental. Tokio in den späten 60er Jahren: Während sich auf der ganzen Welt die Studenten versammeln, um das Establishment zu stürzen, gerät auch das private Leben von Toru Watanabe in Aufruhr. Mit seiner ersten Liebe Naoko verbindet ihn eine innige Seelenverwandtschaft, doch ihre Beziehung ist belastet durch den tragischen Selbstmord ihres gemeinsamen Freundes Kizuki. Als die temperamentvolle Midori in sein Leben tritt, die all das ist, was Naoko nicht sein kann, muss Watanabe sich zwischen Vergangenheit und Zukunft entscheiden Leseprobe: "Ich war siebenunddreißig Jahre alt und saß in einer Boeing 747. In ihrem Anflug auf Hamburg tauchte die riesige Maschine in eine dichte Wolkenschicht ein. Trüber, kalter Novemberregen zog übers Land und ließ die Szenerie wie ein düsteres flämisches Landschaftsbild erscheinen: die Arbeiter in ihren Regenmänteln, die Fahnen auf dem flachen Flughafengebäude, die BMW-Reklametafeln. Ich war also wieder einmal in Deutschland. Über den Staffellauf, der Leben heißt Haruki Murakamis Liebesroman Naokos Lächeln ist ein schöner Kinoabend. In den Büchern von Haruki Murakami geht es zu wie in den Filmen von Eric Rohmer. Schöne Menschen plaudern in angenehmer Umgebung ununterbrochen über Leben, Sex, Liebe und Tod und haben dabei keine Mühe, die richtigen Worte zu finden. Dabei halten sie sich alle für etwas ganz Besonderes. Nur der Protagonist Watanabe glaubt, er sei ein Durchschnittsmensch mit Durchschnittsintellekt und Durchschnittskörper und merkt gar nicht, welche abstrusen Charaktere er um sich versammelt. Zum Beispiel Nagasawa, eine Art japanischer Casanova, der Nacht für Nacht losziehen muss, um Mädchen aufzureißen, während die schönste Frau zu Hause auf ihn wartet. Oder seine Kommilitonin Midori, die beide Eltern bis zum Krebstod pflegte und die sich nun nackt vor das Foto ihres Vaters setzt, um ihm zu zeigen, dass sie inzwischen eine Frau geworden ist. Midori würde sich nichts lieber wünschen, als dass Watanabe beim Onanieren an sie denke. Die schöne Naoko dagegen hat andere Probleme. Freiwillig eingeschlossen in eine Nervenklinik versucht sie, den frühen Tod ihres Freundes Kizuki loszuwerden. Beide sind zusammen aufgewachsen und haben alles gemeinsam gelebt. Es war nie eine Frage gewesen, mit einem anderen Menschen zu leben. Doch plötzlich hatte sich Kizuki umgebracht, und sie war übrig geblieben. Wie einen Staffelstab gibt sie ihr Schicksal an Watanabe weiter, der Naoko liebt und den sie dennoch auf dieselbe Art verlassen wird, wie sie es einst wurde. Der Leser merkt bei allem sehr schnell, dass zwischen der Entscheidung, beim Onanieren an jemanden zu denken und miteinander das Leben zu verbringen, kein großer Unterschied besteht. Dass es immer nur darum geht, dass man sich in der Welt versichert und jemanden findet, der einem die eigene Existenz abnimmt. Haruki Murakami, der in Japan Millionenauflagen verkauft, schreibt darüber ein leichtes und gleichzeitig trauriges Buch, todernst und mit einem guten Schuss klugen Kitsches. Aber das hätte man eigentlich nicht anders erwartet. -Jana Hensel
Buch:
Mann im Dunkel
Autor:
Paul Auster, Ausgabe vom 1. April 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 12243
Product Description Roman Erscheinungsjahr: 2010 Dtsch v. Werner Schmitz Gewicht: 185 gr / Abmessungen: 190 mm x 115 mm Von Auster, Paul / Übersetzt v. Schmitz, Werner Der 72jährige August Brill liegt morgens um drei in einem dunklen Zimmer. Schlaflos, von seinen Erinnerungen und Phantasien getrieben, spinnt er sich eine Geschichte zusammen: Ein junger Mann erwacht in einem tiefen Erdloch. Schließlich befreit ihn ein Uniformierter und gibt ihm nebst einer geladenen Pistole den Auftrag, jenen alten Mann zu erschießen, dessen Kopf diese wundersam verkehrte Welt entspringt - ein Amerika im Krieg gegen sich selbst.
Product Description 555 Ergebnisse eines Dichterwettstreits Erscheinungsjahr: 2010 6. Aufl. Gewicht: 227 gr / Abmessung: 19,5 cm Hrsg. v. Gernhardt, Robert; Zehrer, Klaus C. "Bilden Sie mal einen Satz mit ... pervers Ja, meine Reime sind recht teuer: Per Vers bekomm` ich tausend Eier." (Robert Gernhardt) "Bilden Sie mal einen Satz mit ..." so lautet die Formel für ein poetisches Vergnügen besonderer Art. Robert Gernhardt hatte 1981 diesen Reimsport erfunden, der schnell Berühmtheit erlangte und zum Gesellschaftsspiel wurde. Im Jahre2005 haben Robert Gernhardt und Klaus Cäsar Zehrer nun zu einem regelrechten Dichterwettstreit aufgerufen und einige hundert Dichter spielten mit. Dieser Band versammelt die allerbesten, d. h. raffiniertesten, ausgefallensten, elegantesten und dreistesten Gedichte. Ein herrlicher Spaß und eine Einladung auch einmal selbst einen Satz mit ... zu bilden.
Roman. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2005, Kategorie Preis der Jugendlichen Erscheinungsjahr: 2006 Aus d. Japan. v. Ursula Gräfe Gewicht: 552 gr / Abmessung: 19 cm Von Murakami, Haruki / Übersetzt v. Gräfe, Ursula Dieses Buch ist der ungewöhnlichste Entwicklungs- und Liebesroman, den wir bisher von Japans Kultautor gelesen haben: zeitlos und ortlos, voller Märchen und Mythen, zwischen Traum und Wirklichkeit - und dabei voller Weisheit. Kafka am Strand ist in Japan seit seinem Erscheinen ein Bestseller. "Kafka am Strand" ist der ungewöhnlichste Entwicklungs- und Liebesroman, den wir bisher von Japans Kultautor gelesen haben: zeitlos und ortlos, voller Märchen und Mythen, zwischen Traum und Wirklichkeit - und dabei voller Weisheit. "Kafka am Strand" ist in Japan seit seinem Erscheinen ein Bestseller. In Deutschland wird die erste Übersetzung erscheinen."Als mein fünfzehnter Geburtstag gekommen war, ging ich von zu Hause fort, um in einer fernen, fremden Stadt in einem Winkel einer kleinen Bibliothek zu leben. Wenn ich alles der Reihe nach erzähle, brauche ich dafür wahrscheinlich eine Woche. Wenn ich stattdessen zunächst nur die wichtigen Punkte aufführe, dauert es ungefähr genauso lange. Das klingt vielleicht wie der Beginn eines Märchens. Aber es ist kein Märchen. In keinem Sinne." Der Erzähler dieser Zeilen heißt Kafka Tamura und seine Reise führt in Wirklichkeit aus der realen Welt hinaus in sein eigenes Inneres, entlang an den Ufern des Bewusstseins. Eine schicksalhafte Prophezeiung, der Geschichte von Ödipus gleich, lenkt Kafkas labyrinthischen Weg. "Kafka am Strand" heißt das Bild an der Wand von Saeki, der rätselhaften Leiterin jener kleinen Bibliothek. Und "Kafka am Strand" heißt auch der Song aus der Zeit, als Saeki noch Pianis Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele? Haruki Murakami formuliert es etwas anders, ist aber in Kafka am Strand wieder den großen Fragen nach Identität, Wahrnehmung und Wirklichkeit auf der Spur. Er knüpft dabei erklärtermaßen an seinen ersten Erfolg, Hard-boiled Wonderland, an, inhaltlich wie formal: Zwei Geschichten werden parallel erzählt, ohne dass zunächst klar würde, was die handelnden Personen miteinander verbindet. Da ist zum einen Kafka, der an seinem 15. Geburtstag ausreißt und vor einer düsteren Prophezeiung seines Vaters auf die Insel Shikoku flüchtet. Er schließt Freundschaft mit dem Bibliothekar Oshima - für manche Überraschung gut - und verliebt sich in die wesentlich ältere Saeki. Im Mittelpunkt des anderen Erzählstrangs steht Nakata, der Katzenflüsterer, dessen Geistesschwäche auf einen mysteriösen Vorfall im Jahre 1944 zurück geht. Jetzt glaubt er in einen Mordfall verwickelt zu sein und verlässt Tokio. Unterwegs - gerade hat es Blutegel geregnet - trifft er den Fernfahrer Hoshino, auch ihr Weg führt schließlich in Oshimas Bibliothek. Diese dient als eine Art Scharnier zwischen den Welten, zwischen Leben und Tod, Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fantasie. Ihre Bücher sind für Kafka "lebendiger und fesselnder als die Menschen, die vor dem Bahnhof herumwimmeln". Er verliert sich allmählich in diesem "Zerrspiegel der Zeit", in erotischen Tagträumen - sind es Träume? - und Wahnvorstellungen: "Vielleicht habe ich meinen Vater durch meine Träume ermordet." Liebt er die 15-jährige Saeki oder die alte? Auch die Leser verlieren, nämlich irgendwann das Interesse an diesem hormongeplagten Halbstarken. Wie möglicherweise der Autor, der auf der anderen Seite einen ergreifend tragikomischen Helden präsentiert: "Nakata hat eigentlich keine Meinung. Er mag Aal", definiert dieser japanische Schwejk sich selbst - inmitten philosophischer Seifenblasen ein erfreulich nüchternes Motto. Die besten Szenen mit ihm und Hoshino könnten von Beckett stammen - zwei Landstreicher auf Sinnsuche. Ist das ein guter Roman? Und wenn ja, wie viele? "Mein Road-Movie-Roman" (Murakami), magischer Realismus, Seins-Fiktion? Nach einigen Durchhängern endet die "Probefahrt auf einer gigantischen Achterbahn" rasant. Murakami-Fans, die erst ab Seite 300 richtig warm werden, werden sich freuen. Murakami-Sympathisanten halten sich an Nakata oder auch Sätze wie diesen: "Erinnerungen sind das, was Ihren Körper von innen wärmt." -Patrick Fischer