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Zeitgenössische Literatur

(Seite 14)
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Was vom Tage übrigblieb: Roman - Kazuo Ishiguro
Buch:Was vom Tage übrigblieb: Roman
Autor:Kazuo Ishiguro, Ausgabe vom 11. Sept. 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 10157
Preis: 8,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Taube - Patrick Süskind
Buch:Die Taube
Autor:Patrick Süskind, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 20061
Preis: 8,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Product Description
Erscheinungsjahr: 1990
Gewicht: 130 gr / Abmessung: 18 cm
Von Süskind, Patrick
In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein.
Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt.
Pressestimmen:
"Im Verlauf dieses winzigen Abenteuers scheint die Novelle die meisten Beziehungen durchzuspielen, die ein Mann mit der Welt anknüpfen kann, und dank seiner Fähigkeit zur Übersteigerung erzielt Süskind eine überraschend starke Wirkung." (The New Yorker)
"Ein brillanter Formulierer auf der Höhe seiner Erzählkunst." (tz)
"Nicht nur riecht, schmeckt man, sieht und hört man, was Süskind beschreibt; er ist ein Künstler, auch wenn es darum geht, verschwundenes, verarmtes Leben in großer innerer Dramatik darzustellen, hier: eine Psychologie des Wachmanns Jonathan Noel zu entwerfen. Eine Meistererzählung." (Tages-Anzeiger)
"Ein rares Meisterstück zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik großer europäischer Erzähltradition anknüpft." (Rheinischer Merkur)

Plattform - Michel Houellebecq
Buch:Plattform
Autor:Michel Houellebecq, Ausgabe vom 1. Aug. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 122042

Aus Sicht des Gehirns (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) - Gerhard Roth
Buch:Aus Sicht des Gehirns (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Autor:Gerhard Roth, Ausgabe vom 23. März 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 7869
Preis: 11,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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1Q84: Roman - Haruki Murakami
Buch:1Q84: Roman
Autor:Haruki Murakami, Ausgabe vom 9. Dez. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 1615
Preis: 32,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Aomame ist knapp 30, Geschäftsfrau und auf dem Weg zu einem wichtigen Termin. Zu Beginn von Haruki Murakamis Roman 1Q84 sitzt sie in einem Taxi auf der Tokioter Stadtautobahn im Stau. Im Radio läuft eine Sinfonie, die ihr merkwürdiger Weise bekannt vorkommt, und merkwürdig ist auch der Rat, den der nicht minder merkwürdige Taxifahrer ihr mit auf den Weg gibt: Um nicht zu spät zu kommen, solle sie doch einfach aussteigen und verbotenerweise über eine Wendeltreppe die Hochstraße verlassen. Aomame folgt dem Rat ? und findet sich plötzlich in einem Paralleluniversum wieder, in dem sie brutale Männer mordet und in dem zwei Monde am Himmel stehen. Aus 1984 ist das Jahr 1Q84 geworden.
Tengo, 30, ist die zweite Hauptfigur in Murakamis Roman. Er ist Mathematiklehrer und ein erfolgloser Schriftsteller, der plötzlich den Auftrag erhält, das Buch einer jungen Autorin mit dem seltsamen Titel Die Puppe aus Luft literarisch so zu manipulieren, dass es einen Literaturpreis erhält. Im Buch ist von rätselhaften Wesen (den "Little People") die Rede, die es wirklich zu geben scheint ? und die mit einer gewalttätigen Sekte zu tun haben, deren Führer wiederum Aomame töten will.
Vieles hängt zusammen in Murakamis 1Q84 - schon allein deshalb, weil Aomame und Tengo jeweils die große Liebe des anderen waren, bevor sie sich aus den Augen verloren haben. Und vieles driftet immer wieder auseinander. Aber das stört den Leser kaum. Denn eigentlich ist 1Q84 vor allem eins: ein echter Murakami, verstörend, brillant komponiert und trotz seiner über tausend Seiten über weite Strecken absolut faszinierend zu lesen.
1Q84 versammelt die ersten beiden Teile einer Trilogie, die mit dem Wunsch des einstigen Liebespaares endet, sich wiederzufinden. Wer das Buch gelesen hat, wird den dritten Teil kaum erwarten können. - Stefan Kellerer

Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann
Hörbuch:Die Vermessung der Welt
Autor:Daniel Kehlmann, Ausgabe vom 16. Januar 2009, Audio CD, Verkaufsrang 269032
Das Verfahren ist bekannt und bewährt: Man nehme einen Denker aus der deutschen Geistesgeschichte und schlage literarischen Profit aus dessen Verschrobenheit. Ganz vorzüglich ist das beispielsweise Gert Hofmann mit Georg Christoph Lichtenberg in Die kleine Stechardin gelungen. Bernhard Setzwein hat mit Nicht kalt genug einen vorzüglichen Nietzsche-Roman vorgelegt, und Klaas Huizing widmete sich in Das Ding an sich auf hoch vergnügliche Weise dem Königsberger Philosophen und Kant-Vertrauten Johann Georg Hamann. Nun versucht sich auch Daniel Kehlmann erfolgreich an diesem Genre und porträtiert in seinem Roman gleich zwei deutsche Geistesgrößen: Das Mathematikgenie Carl Friedrich Gauß und den Universalgelehrten und großen Naturforscher Alexander von Humboldt. Im Zentrum steht ein Treffen der beiden 1828 in Berlin, auf einem Naturforscherkongress, für den Gauß nur sehr widerwillig sein Göttingen verlässt. Die zwei Großdenker haben sich beide auf ihre eigene Weise der Vermessung der Welt gewidmet, kommen sich aber nur zaghaft näher.
Der Roman kann sich auf knapp 300 Seiten Leben und Werk der beiden allerdings nur schlaglichtartig widmen, eher skizzenhaft und sehr kurzweilig erleben wir wichtige Stationen ihres Schaffens in einer geschickten Mischung aus Fakten und Fiktion: Humboldt auf seinen strapaziösen Exkursionen nach Südamerika, Gauß dagegen eher zerrissen zwischen der hehren Welt der Zahlen und dem schnöden Alltag, denn auch ein Genie hat Zahnschmerzen und muss sich mit Frau und Kindern herumplagen. Die Komik des Romans speist sich dabei nicht nur aus den ironisch beleuchteten Charakteren von Gauß und Humboldt, sondern auch aus der Spannung zwischen Größe und Lächerlichkeit. Humboldts große Forschungsreise nach Russland etwa gerät zur Farce, weil er schon zu berühmt ist: die ganze Expedition gerät zur Massenveranstaltung mit über 100 Teilnehmern, und statt zu Forschen verbringt Humboldt die meiste Zeit auf Empfängen.
Am Ende kann man Daniel Kehlmann gleich doppelt gratulieren: Zu diesem ebenso unterhaltsamen wie niveauvollen Roman - und zur Nominierung von Die Vermessung der Welt zum in diesem Jahr erstmals verliehenen Deutschen Buchpreis. -Christian Stahl
In seinem fünften und bisher besten Roman widmet sich der junge Daniel Kehlmann gleich zwei großen Geistern der an deutschen Genies reichen Epoche des 19. Jahrhunderts. Abwechselnd lässt er Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt die Welt erforschen und vermessen, am Ende begegnen sich die beiden, inzwischen alt und berühmt geworden, in Berlin. So leicht, geistreich und zugleich witzig ist schon lange nicht mehr über deutsche Dichter und Denker erzählt worden, über die allzumenschliche Lächerlichkeit auch im Genial-Erhabenen. Ob das alles wirklich so war, fragt der glückliche Leser nicht, auch wenn die leicht karikaturhaften Züge nicht zu leugnen sind. Etwa wenn Humboldt mit seinem Begleiter Bonpland von Paris nach Madrid reitet, um dort am Hof um die Erlaubnis für seine erste Südamerikaexpedition anzusuchen, sie aber einfach nicht vorankommen, weil Humboldt nicht aufhören kann, nebenbei zu messen und zu forschen: "Ein Hügel, von dem man nicht wisse, wie hoch er sei, beleidige die Vernunft, mache ihn unruhig. Ohne stetig die eigene Position zu bestimmen, könne ein Mensch sich nicht fortbewegen. Ein Rätsel, wie klein auch immer, lasse man nicht am Wegesrand."
Gäbe es einen Preis der prägnantesten Hörbuchstimmen, hätte Ulrich Matthes sicher gute Chancen. Es genügen wenige Worte, um ihn zweifelsfrei zu erkennen. Unverkennbarkeit einerseits, grandioser Schauspieler andererseits, wie Matthes in zahlreichen Stücken, Filmen und Hörbüchern bewiesen hat. Auch aus dem Kehlmann-Roman macht er ein akustisches Ereignis und vermag die Wirkung dieses glänzenden Stücks Literatur noch strahlender zu machen. Dringend zu empfehlen!
Spieldauer: ca. 345 Minuten, 5 CDs, Hörbuchfassung des Autors
-Christian Stahl

Der fernste Ort (suhrkamp taschenbuch) - Daniel Kehlmann
Buch:Der fernste Ort (suhrkamp taschenbuch)
Autor:Daniel Kehlmann, Ausgabe vom 26. Juli 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 56413
Preis: 6,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Erscheinungsjahr: 2009
7. Aufl.
Gewicht: 102 gr / Abmessungen: 177 mm x 108 mm x 10 mm
Von Kehlmann, Daniel
Julian, ein junger Mann, mit sich selbst und seiner Tätigkeit als Versicherungsangestellter unzufrieden, nutzt einen Schwimmunfall, um sich davonzumachen. Daß man ihn für tot halten muß, scheint ihm die ultimative Chance zu sein. Noch einmal läßt er seine Erinnerungen Revue passieren: die Kindheit, die zähen Anstrengungen, neben dem hochbegabten Bruder zu bestehen, den Zerfall der Familie und die immer wieder gescheiterten Versuche, die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden. Nun, plötzlich, liegen verführerische neue Möglichkeiten greifbar vor ihm; er kann ganz von vorne beginnen. Doch die Umstände gestalten sich unerwartet schwierig.
Pressestimmen:
"Es ist schwer zu sagen, worin die größte Stärke dieses voll ausgebildeten Erzählers liegt: In seiner scharfsichtigen (Alltags-) Beobachtungsgabe, seinem subtil beißenden Humor, seinem Hang zur philosophischen Anreicherung der eigenen Prosa? Die Gleichzeitigkeit dieser Qualitäten, ihre einnehmende Melange in einem lakonisch-melancholischen Erzählton, machen auch den Reiz von Kehlmanns neuer Erzählung aus, in der der Autor verblüffend formvollendet mit der Frage nach einem zweiten Anfang experimentiert." (Kieler Nachrichten, 22. Oktober 2002)
""Der fernste Ort" wird mit leiser Stimme erzählt, aber in einer bildkräftigen Sprache. Diese Erzählung, ebenso fein wie genau "gearbeitet", mit vielen versteckten Bezügen, häufig verdeckten Verweisen und sanft gleitenden Übergängen, läßt den unmerklichen Schwund an Realität kaum erkennen. Julian verliert sich am Ende und holt so den Anfang wieder ein. "Die Flocken fielen aus dem Himmel, unzählbar viele, das Weiß schien makellos. Für einen Moment, aus Gewohnhe
Ultima Thule, der fernste Ort, fasziniert Julian, den Helden des Romans, seit seiner Kindheit. Und seine (bewusst/unbewusste) Suche nach diesem Ort bedingt eine ständige Flucht - einen ständigen Versuch, seiner Umgebung zu entfliehen, sein mittelmäßiges, bürgerliches Leben hinter sich zu lassen. Ein inszenierter Schwimmunfall scheint ihm die ultimative Lösung für ein völliges Verschwinden, für einen Neubeginn.
Dieser Ausgangspunkt birgt Reminiszenzen an seine Kindheit, seine Jugend. Seltsam fern wie durch einen Schleier scheint Julian sein jüngeres Selbst zu sehen. Die Erinnerung an seine Eltern, an seinen hoch begabten Bruder, in dessen Schatten er immer stand, an eine "normale", bürgerliche, einengende Welt, der er schon als Kind zu entfliehen suchte. Erinnerungen an seine Mutter, die Selbstmord beging, an seinen Vater, der die Familie verlassen hatte - all diese Ereignisse muten in der Rückschau wie Begebenheiten unter Wasser an, verlangsamt, verzerrt. Julian selbst wirkt wie ein hilfloser Schwimmer, der sich von den Wogen des Lebens passiv hierhin und dorthin treiben lässt. Weder glücklich noch wirklich unglücklich, eher unzufrieden, ein "Mann ohne Eigenschaften", trifft er im Grunde immer nur eine Entscheidung: zu fliehen.
Daniel Kehlmann versteht es, den Leser in einen Sog zu ziehen, in ein Spiel mit Fiktion und Realität, das immer undurchsichtiger und undurchschaubarer wird. Je näher Julian seiner letzten Flucht kommt, desto mehr Ereignisse aus der Vergangenheit nehmen in der Gegenwart Gestalt an, scheinen ihm wieder zu begegnen.
Und so bleibt die Antwort auf die Frage, ob Julian seinem alltäglichen Dasein wirklich entfliehen kann, oder ob es nur die Fiktion einer Flucht ist, die er erlebt, letztlich dem Leser überlassen. -Lisbeth Legat

Das sterbende Tier - Philip Roth
Buch:Das sterbende Tier
Autor:Philip Roth, Ausgabe vom 1. Okt. 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 69030
Preis: 7,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Roman
6. Aufl.
Dtsch. v. Dirk van Gunsteren
Gewicht: 147 gr / Abmessung: 19 cm
Von Roth, Philip / Übersetzt v. Gunsteren, Dirk van
Nach seinem gefeierten Roman ''Der menschliche Makel'', verfilmt mit mit Nicole Kidman und Anthony Hopkins, legt Philip Roth, immer noch der zornigste der alten Männer, erneut ein Meisterwerk vor, in dem ein Mann seine intimsten Seelenregungen preisgibt, und über Sex, das Altern und die Hinfälligkeit des Körpers auf eine Weise spricht, die dem Leser den Atem raubt.
David Kepesh, ein in Ehren ergrauter bekannter Kulturkritiker, der regelmäßig im Fernsehen auftritt und eine Dozentur an einem New Yorker College hat, ist über sechzig, als er die wohlerzogene Studentin Consuela Castillo kennen lernt, Tochter reicher kubanischer Exilanten, die sein Leben in erotische Turbulenzen stürzt.
Als in den sechziger Jahren die sexuelle Revolution begann, hat Kepesh Frau und Kind verlassen, und seither hat er mit einer Lebensweise experimentiert, die bestimmt ist durch das, was er als "männliche Emanzipation" bezeichnet. Im Lauf der Zeit hat er den Protest und die Freizügigkeit dieser Jahre in ein geordnetes Leben integriert, das ganz und gar seinen erotischen und ästhetischen Leidenschaften gewidmet ist. Doch Consuela stellt mit ihrer Jugend und Schönheit all seine Gewissheiten in Frage, und eine quälende sexuelle Besessenheit stürzt ihn in die Abgründe einer verzehrenden Eifersucht. Was als unbeschwertes erotisches Abenteuer begann, entwickelt sich im Verlauf von acht Jahren zu der Geschichte eines bitteren Verlustes. Ein sterbendes Tier zeichnet ein verblüffend genaues Bild der sexuellen Umwälzungen, die Amerika in den vergangenen Jahrzehnten erschüttert haben. Auch in diesem Buch verwebt Philip Roth mit unerreichter Meisterschaft da
Um an sexuelle Beute zu kommen, hat der Icherzähler in Philip Roths schmalem Roman Das sterbende Tier gleich mehrere Tricks. Sein effektivster ist sicher der, seine Studentinnen nach ihrem Examen zu sich nach Hause zu einer Party einzuladen, und am Ende bleibt immer eine da. Dann führt er sie durch die Regale seiner Bücher: ein Pfad, der direkt ins Schlafzimmer leitet. Auch die schöne Exil-Kubanerin Consuela Castillo, die so ganz anders als die anderen Studentinnen ist, geht diesen Weg allen Fleisches bis ins Bett.
Zwei Sätze braucht der Erzählmagier Roth, dann ist er mitten drin in seinem Lieblingsthema, das von den Abhängigkeiten und Verführungen rund um den Campus handelt, und erzählt uns von der außergewöhnlichen Liebe des Professors zu seiner ehemaligen Studentin. Zur Erzählzeit des Romans ist dies alles sechseinhalb Jahre her; aber plötzlich, am Silvesterabend des Jahres 2000, erhält der Professor von Consuela einen Anruf, der ihn mit dem Sterben einer geliebten Person und mit dem Sterben der Liebe und der Freundschaft generell konfrontiert. Eros und Thanatos liegen in Roths großem kleinen Buch wieder einmal eng beieinander.
Es steht zu befürchten, dass Roths Roman von Teilen der Kritik als lüstern-senile Altherrenfantasie verrissen wird - zu oft ist von großen Brüsten und (perversen?) Praktiken zwischen einem alternden Mann und seiner jungen Freundin die Rede, und die Art und Weise, wie Roth detailliert und voller Erzählfreude diese Passagen zelebriert, wird manchem als anstößig aufstoßen. "Und dennoch war es von Pornographie so weit entfernt, wie es nur sein konnte", heißt es an einer Stelle des Romans, und dieser Satz könnte als Motto auch über dem Bändchen stehen. Mit Das sterbende Tier nämlich ist Roth eine weitere faszinierende, sehr melancholische und überzeugende Bestandsaufnahme über die Liebe, aber auch über das Altern gelungen. Nicht so großartig wie Der menschliche Makel vielleicht, aber besser und schöner und diskreter wohl als die meisten Romane, die zu diesem Thema seit Lolita geschrieben wurden. -Stefan Kellerer

Picknick auf dem Eis - Andrej Kurkow
Buch:Picknick auf dem Eis
Autor:Andrej Kurkow, Ausgabe vom Nov. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 76971
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Als Tagträumer hat es Viktor schwer im Kiew der Neureichen und der MafiaOhne Geld und ohne Freundin lebt er mit dem Pinguin Mischa und schreibtunvollendete Romane für die Schublade. Doch eines Tages bietet der Chefredakteureiner großen Zeitung Viktor eine gutbezahlte Stelle an Viktor soll Nekrologeüber berühmte Leute verfassen, die allerdings noch gar nicht gestorbensind. Wie jeder Autor möchte Viktor seine Texte auch veröffentlicht sehen,doch erweisen sich die VIPs als äußerst zählebig. Bei einem Glas Wodkaerzählt Viktor dem Freund seines Chefs davon. Als Viktor ein paar Tagespäter die Zeitung aufschlägt, sieht er, daß sein Wunsch beängstigend schnellin Erfüllung gegangen ist...

Jedermann - Philip Roth
Buch:Jedermann
Autor:Philip Roth, Ausgabe vom 1. März 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 29421
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2006
Erscheinungsjahr: 2008
Dtsch. v. Werner Schmitz
Gewicht: 145 gr / Abmessung: 19 cm
Von Roth, Philip / Übersetzt v. Schmitz, Werner
Philip Roth neuer Roman ist eine intime und doch universale Geschichte von Verlust, Reue und stoischem Gleichmut. Roth zeichnet das Schicksal seines Jedermann nach, von der ersten schockierenden Konfrontation mit dem Tod an dem idyllischen Strand seiner Kindheitssommer bis hin zu der Zeit, als ihm die Hinfälligkeit seiner Altersgenossen und die eigene Gebrechlichkeit zusetzen. Sein Thema ist das, was wir alle erleben und was uns doch so erschreckt.
Pressestimmen:
"Tatsächlich hat sich Philip Roth jetzt, im Alter, selbst übertroffen." (Der Spiegel)
Jedermann, das ist nicht zuletzt Teil des Namens vom Juwelierladen seines jüdischen Vaters. Jedermann, das könnte aber auch sein eigener Name sein: Drei Exfrauen hat er hinterlassen, zwei Söhne aus erster Ehe, die ihn hassen, eine Tochter aus zweiter, die ihn vergöttert. Diese Tochter, Nancy, war es auch, die alle an sein Grab gerufen hat. Bereits hier, bei der beschriebenen Beerdigung im Anfangskapitel, der letzten Konfrontation Jedermanns mit dem Tod, entfaltet der US-amerikanische Schriftsteller Philip Roth gekonnt die psychologische Zusammensetzung der Gruppe, die einzig durch die Person des toten Helden zusammen gehalten wird. Danach entfaltet er aus der Retrospektive das Leben eines Werbefachmanns und späteren Frauenhelden, sein Siechtum im Alter: eine Biografie, die in der Einsamkeit mündet und den Protagonisten zu einer Gestalt werden lässt, der er nie hatte sein wollen. "Würde es nicht jeder Durchschnittsmensch genauso machen?" fragt sich der Held an einer Stelle des Buchs, nachdem er in die Gefangenschaft der Ehe geschlittert ist. Später wird er eine treu sorgende Frau heiraten, die er wegen eines wesentlich jüngeren Fotomodels verlässt. Und am Ende wird er dies wie vieles andere bereuen. Der Leser aber ist angezogen und abgestoßen vom Lebenswandel dieser Figur, von seinen Schwächen und Fehlern zugleich: das große Verdienst des sezierenden Blicks von Philip Roth.
Jedermann ist ein trauriges, fast schon deprimierendes Buch. Unerschütterlich beschreibt es das Altern als eine Aneinanderreihung von Abschiednahmen: Von Freunden, die sterben, von Lieben, die vergehen, von Gesundheit, die nicht wiederkehrt - und damit vom Leben selbst. Dadurch aber wird Jedermann auch zu einem überaus ehrlichen Buch, das zudem - dem Autor sei dank - wieder einmal blendend geschrieben ist. Mit diesem Roman ist Philip Roth vielleicht noch radikaler als bei seinen Vorgängern gewesen und hat damit einmal mehr beweisen, dass er zu den großen alten Männern der US-amerikanischen Literaturszene gehört. Schon deshalb möchte man ihm ein langes Leben wünschen. Denn Bücher wie dieses zu schreiben gelingt nur den Wenigsten. -Stefan Kellerer

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