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Nichts, was man fürchten müsste - Julian Barnes
Buch:Nichts, was man fürchten müsste
Autor:Julian Barnes, Ausgabe vom 18. März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 187069
Preis: 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Erscheinungsjahr: 2010
Übers. v. Gertraude Krueger
Gewicht: 468 gr / Abmessung: 21 cm
Von Barnes, Julian / Übersetzt v. Krueger, Gertraude
"Ich glaube nicht an Gott, aber ich vermisse ihn." Julian Barnes, brillant, geistreich und witzig wie immer, setzt sich mit einem Thema auseinander, das jeden ein Leben lang betrifft. Es geht um unsere Sterblichkeit, um provozierende Gedanken und aufrüttelnde Ereignisse auf dem Weg zum Ende. Eigentlich müsste man sich nicht davor fürchten. Wirklich nicht?
"Was soll eigentlich dieses ganze Tamtam um den Tod?", fragt nüchtern Julian Barnes'' Mutter. Aber ihr Sohn kann deshalb oft nicht schlafen: "Ich erklärte ihr, mir widerstrebe eben der Gedanke daran." Die Angst vor dem Tod treibt Julian Barnes seit seiner Jugend um, immer wieder umkreist er das Thema in seiner ganzen Unerbittlichkeit und Hoffnungslosigkeit, denn er glaubt nicht an Gott, vermisst ihn aber. Neugierig und um Erkenntnis bemüht sucht er in der Kunst und in der Literatur, in den Naturwissenschaften und in der Musik nach Antworten. Doch Julian Barnes ist Romancier, deshalb entwickelt er seine Gedanken aus Personen und Handlung. Und so erzählt er auch die anekdotenreiche Geschichte vom Leben und Sterben der sehr britisch zugeknöpften Familie Barnes - von den originellen Großeltern, der herrischen Mutter, dem in sich gekehrten Vater, dem besserwisserischen Philosophen-Bruder und dem belesenen, an den Künsten interessierten Julian. Seine wahren Angehörigen und Vorfahren sind für Julian Barnes allerdings nicht die Mitglieder einer englischen Lehrerfamilie, sondern Schriftsteller und Komponisten wie Stendhal, Flaubert und Strawinsky. Mit ihnen erörtert er scharfsinnig und verängstigt, flapsig und tröstlich, ironisch und ernsthaft die Angst vor dem Treppenlift, den

Die Demütigung: Roman - Philip Roth
Buch:Die Demütigung: Roman
Autor:Philip Roth, Ausgabe vom 8. März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 116448
Preis: 15,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Aus der Amazon.de-Redaktion
Simon Axler, einer der großen Theaterschauspieler seiner Generation, ist am Ende. "Er hatte seinen Zauber verloren. Der Impuls war erloschen. ... Er konnte nicht mehr spielen. Auf die Bühne zu treten wurde zur Qual." So lauten die ersten Sätze in Philip Roths Roman Demütigung. Der sechzigjährige Simon fällt in eine tiefe Depression, verbringt 26 Tage in einer psychiatrischen Klinik und zieht sich schließlich, von seiner Frau verlassen, in sein abgelegenes Haus in Upstate New York zurück. Dort wird er zum hilflosen Zeugen seines eigenen Verfalls, den er nicht aufzuhalten vermag. Doch dann tritt Pegeen in sein Leben, die lesbische Tochter eines Jugendfreundes und es entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten (Altersunterschied, Pegeens Homosexualität) eine leidenschaftliche Affäre. Simons Verzweiflung und Versagensängste beginnen zu schwinden und er schöpft neue Kraft. Dennoch ist diese Beziehung von vorneherein zum Scheitern verurteilt und gipfelt in einer finalen Demütigung, die Simon nicht überleben will.
In diesem knappen und dichten Roman von nicht einmal 140 Seiten ist kein Satz zu viel geschrieben. Schnörkellos und ohne überflüssige Details inszeniert Roth den Fall von Simon Axler, der mit gnadenloser Konsequenz auf sein logisches Ende zutreibt. Wieder einmal blickt Roth in den Abgrund der menschlichen Existenz und bleibt seinen Hauptthemen treu: Altern und Sterben, Sexualität und Selbstbetrug. Auch wenn Demütigung vielleicht nicht zu den besten Büchern des 77-jährigen Amerikaners gehört, so hebt es sich doch deutlich von anderen Neuerscheinungen des Frühjahrs ab und beweist erneut Roths literarische Größe.
- Alexandra Plath

Gottes Werk und Teufels Beitrag - John Irving
Buch:Gottes Werk und Teufels Beitrag
Autor:John Irving, Ausgabe vom April 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 8559
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Garp und wie er die Welt sah - John Irving
Buch:Garp und wie er die Welt sah
Autor:John Irving, Ausgabe vom 4. Nov. 1982, Taschenbuch, Verkaufsrang 15158
Preis: 9,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Das Leben des Titelhelden beginnt außergewöhnlich. Die pragmatische KrankenschwesterJenny Fields will ein Kind, aber keinen Mann. Also nutzt sie die Erektiondes im Zweiten Weltkrieg schwer verwundeten Bordschützen Garp für ihreZwecke und gibt dessen Namen an ihren so gezeugten Sohn weiter. Als dieserschulpflichtig wird, nimmt sie eine Stelle als Krankenschwester in derfür ihn vorgesehenen Schule in New Hampshire an. Gegen Ende der Schulzeitverliebt sich Garp in Helen Holm, die Tochter seines Ringkampftrainers.Sie bestärkt ihn in seinem Wunsch, Schriftsteller zu werden, doch mussGarp erkennen, dass es ihm noch an der notwendigen Lebenserfahrung mangelt.Also reist er nach Europa und macht in Wien einige Erfahrungen, die ihnzum Schriftsteller reifen lassen; er schreibt seine erste gelungene Geschichte.Doch auch die mitgereiste Mutter hat ein Buch geschrieben - ihre Autobiografiemit dem Titel Eine sexuell VerdächtigeEllen-Jamesianerinnen,einer Gruppe von Feministinnen, die sich aus Solidarität mit einer alsKind Vergewaltigten die Zunge abschneiden. Unterstützung findet Garp beiseinem langjährigen Freund Roberta, einem transsexuellen ehemaligen Footballspieler.Garps Familienleben wird jäh zerstört, als sich ein Unfall ereignet, beidem Walt stirbt, Duncan ein Auge einbüßt, Helens Liebhaber seinen Penisverliert und Garp einen Kieferbruch davonträgt. Die Ehe mit Helen gerätin eine tiefe Krise, die erst durch die Geburt der Tochter Je ...
"Garp war von Natur aus ein Geschichtenerzähler", sagt der Erzähler in John Irvings packendem Roman, und meint damit den Protagonisten des Buches, den Romanautor Garp, der mit Irving einiges gemeinsam hat. "Er konnte sich eine Sache nach der anderen ausdenken, und alles paßte irgendwie zusammen." In Irvings Klassiker (so bezeichnet in einer Ausgabe des amerikanischen Verlages Modern Edition und mit neuem Vorwort des Autors) gibt es viele verrückte Charaktere und grotesque Szenen, und dennoch ist jede Szene irgendwie realistisch und jede Person irgendwie lebendig. Zwar finden sich sicher viele Romanautoren aus Irvings Generation, die einen Roman mit einem Romanautor als Protagonisten besetzt haben, dessen Leben und Bücher sich sowohl gegenseitig als auch im vorliegenden Buch spiegeln. Transsexuelle Football-Spieler, Revolverhelden, die sich gegenseitig das Hirn rausschießen, mehrfacher Ehebruch, Bären auf Einrädern, wahnsinnige Feministinnen, die sich die Zunge aus Mitgefühl mit dem gefeierten Opfer einer scheußlichen Vergewaltigung abschneiden - bei Irving jedoch werden sie alle zu Menschen. Selbst der Bär paßt ins Buch. In einer Schlüsselszene verführt Garps Frau gerade einen jungen Mann, als Garp seine jungen Söhne mit einem rücksichtslosen Autotrick erfreut (eine der wenigen Szenen, die auch in der Filmversion auf wunderschöne, unheimliche und herzzerbrechende Weise realisiert sind). Viele Autoren wären schon mit der Situationskomik zufrieden gewesen, doch bewahrt Irving die Ganzheit dieser Szene, indem der Rest des Buches darauf aufbaut.
Die Frage, wie es der Autor schafft, mit solch einer tödlichen Mischung aus Slapstick und Horror bei den Lesern durchzukommen, läßt sich nur folgendermaßen beantworten: das Buch spiegelt genau das wieder, was wir tagein tagaus erleben, mit dem Unterschied, daß Irving eine Kunst daraus macht. In den Worten von Garp ist das Leben "eine verbotene Seifenoper", und wer kann ihm da schon widersprechen? Wer Garp zwanzig Jahre nach dessen Erstveröffentlichung liest, ist verblüfft, auf welch elegante Weise Irving seine bizarre und komplexe Geschichte strukturiert. So z.B. die beiden bekanntesten Episoden des Buches, die vom "Under Toad" ("toad" bedeutet "Kröte" im Englischen und ähnlich klingt auch "tow" das soviel wie "Sog" oder auch "ziehen" bedeutet ) und Garps Geschichte von "The Pension Grillparzer", die wie ein bernsteinfarbenes kafkaeskes Insekt durch den Roman hindurchschimmert. Als Garp seinen Sohn vor dem "undertow", dem Unterstrom, des Meeres warnt, stellt sich sein Sohn ein Monster vor, den "Under Toad", eine Art Kröte, das unter den Wellen lauert um ihn in die Tiefe zu ziehen. Dieses eher erheiternde Mißverständnis wandelt sich bald in etwas Bedrohliches, sobald der Leser die Parallele zu einem Traum in "The Pension Grillparzer" erkennt, in dem der Tod prophezeit wird. Garps letzte Worte sind "Es ist wie ein Traum!" Und Irving, der in Wien studiert hat, machte sich die Ähnlichkeit des englischen "Toad" mit dem deutschen "Tod" zunutze. Bei so viel Tod ist Garp dennoch vor allem eine lebhafte Geschichte und gleichsam eine Bereicherung für die Literatur und für unser Leben. Wie Garps stottender Lehrer es ausdrückt: "voll von Wah-ah-Wahnsinn und Trauer". Das Buch ist nicht nur eine Bereicherung für die Literatur, sondern bereichert auch unser Leben. -Tim Appelo

Bis ich dich finde - John Irving
Buch:Bis ich dich finde
Autor:John Irving, Ausgabe vom Juni 2007, Broschiert, Verkaufsrang 44989
Preis: 13,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Taschenbuch Bis ich dich finde Roman, von John Irving, 1139 Seiten
Fast möchte man John Irving bedauern. Kaum legt er einen neuen Roman vor (noch immer ein Ereignis, bei dem die literarische Welt den Atem anhält), stürzt sich die vergleichende Irving-Wissenschaft auf das Werk. Ist er wieder in Form? Ein neuer Garp? Besitzt er gar die Größe von Gottes Werk und Teufels Beitrag? Kann er Owen Meany toppen, Zirkuskind und Die vierte Hand, diese vorübergehende schriftstellerische Talsohle, vergessen machen? Amerika ist, wie man hört, enttäuscht. Aber, warum nur? Vielleicht ist es an der Zeit, die Irving-Richterskala der völlig überzogenen Erwartungen auf Null zurückzustellen, um den Zauber erneut empfinden zu können. Dann nämlich stellte sich sehr schnell heraus, mit welch magischen Erzählkräften Irving uns im Handumdrehen in seine Welt hineinzuziehen vermag. Die traurige Welt von Alice, der schottischen Tätowiererin und Jack Burns, ihrem vierjährigen Sohn. Ein treuloser Liebhaber und Vater wird gesucht.
1.140 Seiten, eine Langstrecke, die bei einem solchen Erzfabulierer leicht ins Uferlose führen kann. Auf Alice' und Jacks einjähriger Spurensuche durch Nordeuropas Hafenmetropolen, Kirchen und Bordelle, in denen der Orgelvirtuose William Burns seine Duftmarke hinterließ, präsentiert Irving - typisch - ein Panoptikum skurriler Figuren. Amsterdams Prostituierte, Helsinkis Tätowierer und unzählige blutjunge Chormädchen können ein Lied singen von der Spur, die der charmante Organist hinterlassen hat, der sich auf jeder seiner unseligen Stationen zum lebenden Notenblatt tätowieren lässt. Die schöne Alice, selbst eine Meisterin der Nadel, interviewt deflorierte Mädchen und Orgelnovizen (deren Auskünfte sie schon mal mit kostenlosen Tattoos und Liebesdiensten belohnt). Das Phantom des sexbesessenen flüchtigen Vaters aber ist stets einen Schritt voraus. Zwischen Tatovør-Ole, Herzensbrecher-Lars, Bach, Händel, sowie der halben Amsterdamer Rotlichtbesetzung, wächst der vierjährige Jack in eine merkwürdige Welt hinein.
Im zweiten Teil des Romans findet Klein-Jack sich als einer der wenigen männlichen Schüler in der St. Hilda Mädchenschule in Toronto wieder, Gelegenheit für den in erotischen Dingen ohnehin nie zaghaften Irving, seinem Affen gehörig Zucker zu geben. In dieser sexuell ausgehungerten Umgebung erschließt Emma Oastler, Jacks Tutorin, dem Jungen die tiefere Bedeutung eines der Lieblingsmotive seiner Mutter: Jack darf die "Rose von Jericho" entblättern. Eine Kindheit an der Seite starker älterer Frauen findet seine Entsprechung. Nach Schultheater und einem Ausflug ins Softpornogewerbe (erneut ein Irving-Festival), landet der schöne Jack schließlich als gefeierter Transvestiten-Darsteller in Hollywood (ein Irving-Eldorado der großen Namen). Jahre später wird der erfolgreiche Schauspieler den Auftrag seiner inzwischen verstorbenen Mutter erfüllen. Die Suche nach dem Vater geht weiter. Und zeitigt überraschende Ergebnisse.
Ein überschäumender, zuweilen überkonstruierter und vor allem überlanger Lebensbogen. Dennoch - vergesst Garp und alle Bären! Wäre dies der Erstling eines unbekannten Schriftstellers, die Jubelfeiern nähmen kein Ende! -Ravi Unger

Gefährliche Geliebte: Roman - Haruki Murakami
Buch:Gefährliche Geliebte: Roman
Autor:Haruki Murakami, Ausgabe vom 1. Juli 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 4647
Preis: 8,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Der Ich-Erzähler Hajime genießt den wirtschaftlichen Erfolg und sein Ehelebenmit zwei Töchtern. Eines Abends sieht er die ehemalige KlassenkameradinShimamoto in seiner Jazz-Kneipe wieder. Sie verbringt einige Abende inseiner Bar, ohne ihm jedoch etwas über ihr Privatleben zu erzählen. Hajimefindet sie sehr anziehend; beide kommen sich näher und verbringen schließlicheine Nacht zusammen, nach der Shimamoto ohne Abschied verschwindet. Möglicherweisebegeht sie Selbstmord. Hajime kehrt zurück in sein Familienleben.
Der Traum von der absoluten Perfektion macht augenscheinlich auch gestandenen Autoren in beruhigender Regelmäßigkeit zu schaffen: "Wie ich eines schönen Morgens im April das 100%ige Mädchen sah" - das hatte der mit allen wichtigen Literaturpreisen seines Landes ausgezeichnete Japaner Haruki Murakami in seinem gleichnamigen Erzählband bereits geschildert.
Jetzt taucht sie wieder auf, die hundertprozentige Frau: Sie hört auf den Namen Shimamoto und wird sich im Laufe des Romans mehr und mehr als Gefährliche Geliebte erweisen. Vorerst aber ist sie ein zwölfjähriges Mädchen "mit ausdrucksvollen Gesichtszügen" und einem steifen linken Bein; und diese Spätfolge einer Kinderlähmung kann Haruki Murakami eben wirklich so beschreiben, als ob Gehfehler von jeher der Inbegriff der Erotik wären!
Shimamoto also ist die erste Liebe des Ich-Erzählers Hajime: Gemeinsam bestreiten sie den leidigen Schulweg und führen sich Nat King Cole und Bing Crosby aus der elterlichen Plattensammlung zu Gemüte. Ein Mal hält - es ist dies der unerhörteste Moment jener unschuldigen Kinderliebe - Shimamoto für zehn Sekunden Hajimes Hand; und so etwas bleibt, nachdem man sich längst aus den Augen verloren hat, ja dann immer als tiefe Sehnsucht gegenwärtig.
Erst an der Schwelle zur Midlife-Crisis treffen die beiden sich wieder: Hajime ist inzwischen ein glücklich verheirateter Familienvater und Inhaber zweier gepflegter Jazz-Bars; er hat sich in einer - sagen wir: achtzigprozentigen - Realität eingerichtet, und Shimamoto rüttelt nachhaltig am Fundament. Dabei bleibt sie ein vollendetes Mysterium, was sich vor allem darin äußert, dass sie bei nahezu jedem Auftritt - und für meinen Geschmack eben etwas zu oft - vielsagend lächelt.
Ansonsten aber hat Murakami das allgegenwärtige gedankliche Kreisen um verpasste Gelegenheiten, um die hundertprozentige Leidenschaft und die so viel weniger anstrengende Durchschnittsrealität in gewohnter Meisterschaft - subtil und überaus fesselnd - erzählt. -Christine Wahl

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins - Roman. - Milan Kundera
Buch:Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins - Roman.
Autor:Milan Kundera, Ausgabe vom Okt. 1997, Taschenbuch, Verkaufsrang 2858
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Product Description
Roman
Erscheinungsjahr: 1984
Aus d. Tschech. v. Susanna Roth
Gewicht: 216 gr / Abmessung: 19 cm
Von Kundera, Milan / Übersetzt v. Roth, Susanna
Die verschlungene Liebesgeschichte zwischen Tomas und Teresa gibt den Rahmen ab für einen der witzigsten und intelligentesten Romane der vergangenen Jahre, der zugleich Leselust und höchste intellektuelle Ansprüche befriedigt.
Pressestimmen:
"Milan Kunderas Roman mutet wie ein kühnes intellektuelles Feuerwerk an, in welches sich immer wieder auch die Raketen des Sentiments und der Sinnlichkeit mischen." (Neue Zürcher Zeitung)

Owen Meany: German Language Ed - John Irving
Buch:Owen Meany: German Language Ed
Autor:John Irving, Ausgabe vom 31. Dez. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 14782
Preis: 12,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Der menschliche Makel - Philip Roth
Buch:Der menschliche Makel
Autor:Philip Roth, Ausgabe vom 1. Okt. 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 9537
Preis: 9,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Roman. Ausgezeichnet mit dem PEN/Faulkner Award 2001
Erscheinungsjahr: 2006
17. Aufl.
Aus d. Amerikan. v. Dirk van Gunsteren
Gewicht: 305 gr / Abmessung: 19 cm
Von Roth, Philip / Übersetzt v. Gunsteren, Dirk van
Zuckerman begegnet dem alternden Professor Coleman Silk, der durch Missverständnisse und Intrigen alles verloren hat - sein Renommee, seine Familie. Das große Geheimnis, das ihn umgibt, kann er wahrscheinlich nur mit Faunia, seiner jungen Geliebten, teilen. Ein Sittenbild der amerikanischen Gesellschaft.
"Philip Roth ist schlicht und einfach
der größte Romancier, der heute in
englischer Sprache schreibt." (Louis Begley in der FAZ)
Im Jahr 1998, als Amerika sich angesichts der drohenden Amtsenthebung seines Präsidenten einer Ekstase der Scheinheiligkeit hingibt, wird in einem neuenglischen Städtchen Coleman Silk, ein in Ehren ergrauter Professor für klassische Literatur, zum Rücktritt gezwungen. Der gegen ihn erhobene Vorwurf lautet, er sei ein Rassist. Dieser Vorwurf ist falsch, doch die Wahrheit über Silk würde selbst seine unerbittlichsten Feinde überraschen.
Pressestimmen:
"Philip Roth macht auf humorvolle und bittere, anrührende und fesselnde, sarkastische und zärtliche Weise deutlich, wie nah menschlicher Makel und menschliche Grösse beieinander liegen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben." (Die F.A.Z. zum Vorabdruck des Romans)
"Das Leben, ist es wirklich so theatralisch, so wahnsinnig wie hier beschrieben? Ja! Und wenn nicht, ist es auch egal. Wahnsinnig und ergreifend wie Dostojewski oder Dickens. Besser geht''s nicht!" (Willi Winkler, Süddeutsche Zeitung)
Im Sommer 1998, als der emeritierte Griechischprofessor Coleman Silk dem Ich-Erzähler seine Affäre mit der weitaus jüngeren Putzfrau Faunia Farley beichtet, denkt ganz Amerika "an den Penis des Präsidenten". Es ist der Sommer, in dem der Zigarrenakt Bill Clintons mit Monica Lewinsky ruchbar wird: Der Sommer der moralinsauren Vorwürfe und der scheinheiligen Reue also, in der "das Leben in all seiner schamlosen Schlüpfrigkeit Amerika wieder einmal in Verwirrung stürzte".
Der Kenner des griechischen Dramas Coleman Silk ist selbst eine tragische Figur, die, wie ihr Präsident, öfters auch an fremde Frauen dachte. Und der Ich-Erähler ist der "anerkannte Schriftsteller" Mr. Zuckerman, der bald sein Buch Der menschliche Makel veröffentlichen will - so geht es zu im neuen, doppelbödigen Roman von Philip Roth, in dem neben Sex natürlich auch das Judentum wieder eine zentrale Rolle spielt. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere ist Silk, der verdienstvolle Dekan einer amerikanischen Universität, über eine Bemerkung gegenüber zwei abwesenden Afroamerikanerinnen gestolpert, die ihn völlig zu Unrecht in den Verdacht des Rassismus brachte: eigentlich eher ein Aufzug des absurden Theaters, der allerdings eine "Chronologie der Schrecken" und irgendwie sogar den Tod von Silks Ehefrau nach sich zieht. Und dann kommt auch wieder Faunia ins Spiel, die mit Silk ein großes Geheimnis teilt.
Gern berichtete der Griechischprofessor den Studenten früher von Homers Achill, der aufgrund sexueller Zurückweisung zur "empfindlichsten Tötungsmaschine in der Geschichte der Kriegführung" mutierte. "In der Verletzung des phallischen Anspruchs beginnt die Dichtkunst", sagte er, "und genau aus diesem Grunde werden wir heute, beinahe dreitausend Jahre später, ebenfalls dort beginnen". Diese Verpflichtung hat Philip Roth mit seinem neuen großen Sittenporträt nach The Great American Novel eingelöst - und das in der besten Manier, derer die US-Gegenwartsliteratur nach Clinton fähig ist. -Thomas Köster

High Fidelity - Nick Hornby
Buch:High Fidelity
Autor:Nick Hornby, Ausgabe vom 18. Mai 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 23237
Preis: 9,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Roman
Erscheinungsjahr: 2003
Aus d. Engl. v. Clara Drechsler u. Harald Hellmann
Gewicht: 330 gr / Abmessung: 19 cm
Von Hornby, Nick / Übersetzt v. Drechsler, Clara; Hellmann, Harald
Darf man mit Leuten befreundet sein, deren Plattensammlung in der Hauptsache aus Tina-Turner-Alben besteht?
Kann man eine Frau lieben, deren Lieblingsband die Simple Minds sind?
Warum wollen pubertierende Jungs stundenlang grapschen und Mädchen nur Händchen halten?
Und warum tragen Frauen nur beim ersten Date schöne Unterwäsche?
Das sind nur einige der Fragen, die Rob, dem frischgebackenen Single, neuerdings wieder durch den Kopf gehen. Zugegeben, es ist schon toll, die Wohnung wieder für sich selbst zu haben. Endlich hat er Zeit, um seine Plattensammlung neu zu sortieren! Aber was kommt dann?
Definitiv eines der fünf besten Bücher, die jemals über das seltsame Paarungsverhalten von Männern geschrieben wurden: Witzig, ironisch, aber auch ergreifend erzählt Nick Hornby in High Fidelity vom ganz normalen Chaos der Liebe und wie ein 35-jähriger Musikfreak von seiner Freundin verlassen wird, in sich geht, leidet und sie am Ende zurückgewinnt.
Rob hat sich nie an das CD-Zeitalter gewöhnen können. In seinem kleinen Plattenladen verkauft er ausschließlich die guten alten Vinylscheiben. Auch ansonsten tut er sich schwer mit Veränderungen - zum Beispiel mit dem Erwachsenwerden. Aber als er von Laura sitzen gelassen wird, versucht er sein bisheriges Leben zu resümieren. Er stellt eine Top-5-Liste seiner ärgsten Liebeskummmer-Erlebnisse auf und versucht sogar, diese Exfreundinnen zwecks Vergangenheitsbewältigung alle zu treffen. Robs Versuch, sein Scheitern auf ganzer Linie zu begreifen und in Worte zu fassen, folgt man begeistert bis zur letzten Zeile. Und spätestens beim mit viel Augenzwinkern erzählten Happy End, hat man diesen Typen richtig ins Herz geschlossen.
Wenn Robs größtes Talent - wie er selbst sagt - darin besteht, einem "Bündel Durchschnittlichkeit eine kompakte Form zu geben", dann liegt Nick Hornbys Stärke zweifellos darin, diese Durchschnittlichkeit ebenso sympathisch wie tragikomisch aufs Papier zu bringen. Die tiefen Einblicke auch in die letzten und seltsamsten Winkel der Männerseele, die High Fidelity gewährt, werden nicht nur Frauen interessieren und amüsieren. Der Roman ist auch ideales Lesefutter für Menschen, die in den 70er-Jahren aufgewachsen sind, Popmusikfans und Schallplattensammler, Männer mit oder ohne Liebeskummer, und natürlich alle, die auch leidenschaftlich gerne Top-5-Listen erstellen. -Christian Stahl

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