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Kaminer, Wladimir







Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen - Wladimir Kaminer, Vitali Konstantinov
Buch:Ich bin kein Berliner: Ein Reiseführer für faule Touristen
Autor:Wladimir Kaminer, Vitali Konstantinov, Ausgabe vom 12. März 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 49286
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Ein Reiseführer für faule Touristen
Erscheinungsjahr: 2007
m. Illustr. v. Vitali Konstantinov.
Gewicht: 255 gr / Abmessung: 19 cm
Von Kaminer, Wladimir
Der bekannteste und beliebteste Berliner führt durch seine Stadt, ein Reiseführer der anderen Art. Es gibt derzeit wohl kaum einen bekannteren Berliner als Wladimir Kaminer. Und keinen, der geeigneter wäre, die Stadt einem Touristen in all ihren Facetten vorzustellen. Von einer kurzen Einführung in die Berliner Historie über Geschichten zu Sehenswürdigkeiten am Wegesrand oder das Verhalten japanischer Touristen bringt Wladimir Kaminer auf gewohnt witzig-charmante Art dem Leser seine neue Heimat näher. Dabei dürfen natürlich auch praktische Hinweise nicht fehlen. Dazu gehören kleine Spazierrouten, dank derer man auf den Spuren von Wladimir Kaminer durch die Stadt schlendern kann, sowie Adressen origineller Restaurants, Geschäfte und anderer im Buch vorgestellten Attraktionen.
Leseprobe:
Ich bin kein Berliner
Ich bin kein Berliner. Ich bin auch nicht "Deutschland". Die Social-Marketing-Kampagne des letzten Jahres "Du bist Deutschland" hat mich nur irritiert. Ich kenne mich hier nicht wirklich aus. Vor fünfzehn Jahren kam ich nach Ostberlin, aus Gründen, die mir bis heute rätselhaft geblieben sind. Wahrscheinlich war es bloße Neugier auf die Welt und ungebremste Reiselust, die mich damals nach Berlin trieben. Die Reise erwies sich als fatale Entscheidung. Einmal hier gelandet, kommt man kaum mehr weg. Berlin bindet.
Alle Einheimischen, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe, wollten immer als Erstes wissen, wieso ich damals ausgerechnet Berlin beziehungsweise Deutschland als Reiseziel gesucht hatte. Meine Ausweichantworten "Es hat sich so ergeben" oder "Ich bin in den falschen Zug gestiegen
Sicher, Wladimir Kaminer, der Deutsche russisch-jüdischer Abstammung, der mit dem Buch Russendisko und der gleichnamigen Partyreihe international bekannt wurde, ist weder in Berlin geschweige denn in Deutschland geboren noch besitzt er den typische Berliner Schnauze. Demnach ist er tatsächlich kein Berliner, auch wenn er seit 1990 dort lebt. Andererseits verkörpert er mit seinen kreativen Ideen, seinem Humor und seiner ganzen Lebenseinstellung das Berlinerische der Gegenwart so wie kein Anderer. Demnach ein echter Berliner also.
Letzte Zweifel, ob Kaminer einer ist, der sich in Berlin auskennt, verfliegen, wenn man die 33 heiteren Kurzkapitel liest, denn die zeugen von einer echten Ortskenntnis. In jeder Episode erzählt er eine kleine Geschichte rund um ein Thema oder einen Ort, den man als Nicht-Berliner durchaus einmal besuchen sollte - als Berliner sowieso. Eine kurze Auswahl: Welchen Unterschied gibt es zwischen Ost- und Westberliner Steuerberatern? Wo kriegt man zehn Kilo Bananen für 50 Cent und mit etwas Glück noch einen Opel Kadett obendrauf? Und was machen eigentlich die Tschuktschen, Berlins kleinste Minderheit? Wie so meist bei Kaminer sind die Pointen sehr schön gesetzt, wer nicht zumindest schmunzelt, hat sich entweder am Kaminerschen Stil sattgelesen oder ist gerade einfach nicht in der Stimmung.
Doch es geht nicht nur um spaßige Anekdoten. Denn bei "Ich bin kein Berliner" kommt noch der reisepraktische Aspekt dazu. Am Ende jeden Kapitels und hinten im Buch finden sich sämtliche Adressen zu den Orten sowie einige Informationen zu ihnen. Wer die beherzigt, kann wahrlich kein fauler Tourist sein, denn allein die Tippsammlung erstreckt sich über 35 Seiten. Fazit: Ein schönes Beispiel, wie es gelingt, einen Reiseführer einmal anders, als Geschichtenband, zu gestalten und dennoch einen konkreten Nutzwert zu schaffen. Ob dieses Konzept auch für andere Städte gelingen kann? Nur, wenn sich adäquate Autoren finden lassen - das wird nicht so einfach sein. - Christian Haas

Russendisko - Wladimir Kaminer
Buch:Russendisko
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 1. Juli 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 2227
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Erscheinungsjahr: 2002
Gewicht: 215 gr / Abmessung: 18,5 cm
Von Kaminer, Wladimir
"Beobachten statt phantasieren" - so lautet das Motto des russischen, in Berlin lebenden Erfolgsautors. Mit scharfem Blick für die Skurrilitäten des Alltags beschreibt Kaminer Menschen und Schicksale in Deutschlands junger Hauptstadt.
Pressestimmen:
"Man würde diese Geschichten unterschätzen, nähme man an ihnen nur das Skurrile wahr. Was an ihnen so frappiert, ist außer dem genauen Blick ein geradezu erschütterndes Wohlwollen, das ihr Autor den von ihm beobachteten Figuren entgegenbringt." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Als sich im Sommer 1990 die Ära Gorbatschow ihrem Ende zuneigt, Putin noch lange nicht Präsident, sondern KGB-Schlapphut ist und Helmut Kohl nach dem Mantel der Geschichte langt, beschließt der 23-jährige Moskauer Wladimir Kaminer, sein Leben zu ändern. "Go west", lautet die Parole - doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Ticket nach Ost-Berlin schlappe 96 Rubel kostet und man kein Visum benötigt? So schlüpft Kaminer in den himmelblauen Sonntagsanzug und setzt sich mit seinem Freund Mischa, einer Stange russischer Zigaretten sowie einer Flasche Wodka der Marke "Lebewohl" in den Zug. Do swidanija! Nur 48 Stunden später treffen die beiden mit Brummschädel in Berlin-Lichtenberg ein: "Die ersten Berliner, die wir kennen lernten, waren Zigeuner und Vietnamesen. Wir wurden schnell Freunde."
Die Tage im Plattenbau-Ausländerheim von Marzahn sind längst vorbei. Heute gehört der DJ, Autor und Theatermann Wladimir Kaminer zu den Szene-Stars des neuen Multi-Kulti-Berlin: Die "Berliner Seiten" der FAZ drucken seine Texte ebenso gern wie die untergangsbedrohte taz, beim SFB moderiert er eine eigene Sendung (Wladimirs Welt). Im Kaffee Burger, das sich nach der Übernahme durch den Prenzlauer-Berg-Poeten Bert Papenfuß zur kuschligen Party-Location wandelte, zelebriert Kaminer einmal im Monat seine berüchtigte "Russendisko" - Völkerverständigung und proletarischer Internationalismus, einst von Wladimir Iljitsch Lenin gepredigt, werden auf der engen Tanzfläche geübt, dazu wirft ein Videobeamer alte sowjetische Zeichentrick- und Kriegsfilme an die Blümchentapete.
Russendisko hat Kaminer auch seine erste Buchveröffentlichung genannt: 50 Erzählungen aus einem Berliner Alltag, den die üblichen Verdächtigen aus der "Paris Bar" nur vom Hörensagen kennen. Wer hier überleben will, muss wandlungsfähig sein: Die Türken im Imbiss nebenan erweisen sich als Bulgaren, den biederen Beamten vom Arbeitsamt trifft man abends in der Schwulenbar - und selbst die vietnamesischen Zigarettenhändler sind nicht viel mehr als ein medial erzeugtes Klischee: Sie kommen mehrheitlich aus der inneren Mongolei. Kaminers Helden haben alle Hände voll zu tun, sich zwischen den Fallstricken des Asylrechts, Liebeshändeln und obskuren Jobs durch den Großstadtdschungel zu hangeln. Da ist der Slawistikstudent Sascha, der als Tellerwäscher im australischen Krokodilsteakhaus jobbt; da ist der "Radiodoktor" aus der Ukraine, der den Berliner Russen erklärt, was man gegen Pickel tun kann: "Die sagen Clerasil, aber ich kann mich noch gut erinnern, Benzin tut es auch." Die Damen vom russischen Telefonsex ("Mach deine Hose auf, wir nostalgieren zusammen!") dürfen ebensowenig fehlen wie der namenlose Asylbewerber, der sich, von der Polizei verfolgt, beim rettenden Sprung aus dem Fenster an einem REP-Plakat ("Mut zur Wahl - wähle national!") abseilt.
Wer Kaminer bei all dem für einen plumpen Possenreißer und Zyniker hält, hat nichts begriffen. Der Mann kann nicht nur genau beobachten - er liebt sie, seine skurrilen Großstadtindianer, die wohl vom Leben gebeutelt, aber nie ohne Hoffnung sind. Und, mal ehrlich: Wer, wie Kaminer, nicht nur deutsch schreibt, sondern unsere komplizierte Sprache mit der sowjetischen Fibel Deutsches Deutsch zum Selberlernen gepaukt hat - der kann kein schlechter Schriftsteller, ach was: Der kann kein schlechter Mensch sein. Also: Kaufen Sie Kaminer! Und tun Sie, was ein russischer Berlin-Reiseführer seinen Lesern als ultimativen Kick empfiehlt: "Hissen Sie Ihre ganz persönliche Flagge auf dem neuen Reichstag - Berlin erleben und erobern!" -Niklas Feldtkamp

Mein Leben im Schrebergarten - Wladimir Kaminer
Buch:Mein Leben im Schrebergarten
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 7. Sept. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 6508
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Ob ihm die Kritik nun den "berufsjugendlichen Russenschelm" vorhält, ihn bezichtigt, seine "unprätentiöse Lakonie" liefe allmählich Gefahr, "zur Manier" zu werden, er habe gar seine Unschuld verloren -, Wladimir Kaminer kann dies alles ziemlich piepegal sein. Der Mann mit dem gespielt naiven Blick auf den Wahnsinn des Alltags ist längst zur festen Satiregröße herangewachsen. Und solange der Vielschreiber auf solch urdeutsche Tümeleien stößt wie eine Laubenpieperkolonie mit dem fast schon drohend programmatischen Namen "Glückliche Hütten?, solange sein irritiertes Auge auf pralle deutsche Hintern fällt, deren gebückte Besitzer die heimische Scholle liebevoll wenden -, solange wird auch Kaminers satirische Futterkrippe stets randvoll sein.
Allzugerne hätte es der gärtnerisch unbeleckte Autor beim distanzierten Blick durch Buxus und Taxus belassen. Wäre da nicht Olga gewesen, die eigene Frau, die partout ihre Erinnerungen ans großmütterliche Gärtlein im tschetschenischen Grosny wieder aufleben lassen wollte. Dass die Übernahme von Parzelle 118 durch die Kaminers zu einem Stück Realsatire entgleitet, wundert bei diesem Autor nun wirklich niemanden mehr. Ebensowenig wie die Tatsache, dass beim Selbstversuch "Glückliche Hütten" nach nur zwei Monaten Kleingärtnerei gegen so ziemlich alle Paragraphen des Bundeskleingartengesetzes, der Baumschutzverordnung, des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, sowie der Abfall und Biotoilettenverordnung verstoßen wurde. Kaminer-Freunde wissen längst, dass solch erwartbare Gags zum ehernen Humorgesetz des Exilrussen gehören.
Ob man nun mit Parzellennachbar Günther Grass (natürlich nicht jenem, hihi!) das WM-Spektakel "Deutschland, ein Sommermärchen" parzellenübergreifend erleiden muss; ob man sich auf Sinnsuche mit dem amerikanischen Naturburschen und Einsamkeitsfreak Henry Thoreau begibt, dem natürlich ein weitaus grandioseres Rückzugsgebiet zur Verfügung stand; Kaminers Schrebergartenjahr trug ergiebige Früchte, die Fans werdens ihm erneut danken. Auch wenn Elke Heidenreich etwas kleinlaut anmerkt, dass es fast schon ein wenig peinlich geworden ist, Kaminer immer noch gut zu finden. Es gibt weitaus Peinlicheres, ihr Gartenzwerge! - Ravi Unger

Salve Papa! - Wladimir Kaminer
Buch:Salve Papa!
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 12. April 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 85229
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Schönhauser Allee - Wladimir Kaminer
Buch:Schönhauser Allee
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 1. Dez. 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 54762
Preis: 8,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Erscheinungsjahr: 2001
Gewicht: 154 gr / Abmessung: 18,5 cm
Von Kaminer, Wladimir
Niemandem gelingt es besser als Wladimir Kaminer, uns das eigene Land wie ein Panoptikum bemerkenswerter Menschen, merkwürdiger Schicksale und unerhörter Begebenheiten erscheinen zu lassen. Wer hätte beispielsweise vermutet, dass Einkaufen zum Abenteuer werden kann? Auf der Schönhauser Allee kann es das, dank einiger Vietnamesen die ohne Sprachkenntnisse und Zählvermögen den "Laden Lebensmittel" betreiben. Hier wird die Ware ungeachtet ihres Inhalts nach Verpackung sortiert und der Preis nach Größe festgelegt. Sollte den Besitzern bei dieser Methode einmal das Geld ausgehen, können sie ja im Spielsalon "Pure Freude", der von Erik betrieben wird, ihr Glück versuchen. Erik stammt aus Baku, war im früheren Leben Musiker und spielte in der ersten und letzten Heavy Metal Band der aserbeidschanischen Hauptstadt. Doch nicht nur im Spielsalon, überall kann man hier den unverhofften Glückstreffer landen. Ein überfüllter Müllcontainer entpuppt sich als l etzte Ruhestätte einer Bibliothek, aus der es wahre Schätze zu bergen gilt. Vielleicht nicht den Ratgeber "Woher die kleinen Kinder kommen", ist es doch interessanter zu erfahren, wo die kleinen Kinder hingehen, wenn sie größer werden. Bedenkenswert sind allerdings die "Stilistischen Grundtendenzen in Lenins Sprache", die Seite an Seite mit der "Blechtrommel" und dem bang fragenden "Bin ich ein Verfassungsfeind?" zwischen Spinatresten verfallen. Ganz zu schweigen von russischer Lyrik inklusive Kriegspoem - guter Soldat, hübsche Strophen, alles gereimt. Wäre doch schade drum. Schade übrigens auch um das Restaurant, das bei dem Versuch, gebratenes Sushi zu kreieren, in Asche gelegt wurde. So ist eben immer etwas geboten auf den Straßen Berlins
Ich finde nie eine Frau, jammert Wladimirs Freund. "In den Schönhauser Arkaden findest du alles", erwidert Herr K. trocken, den Werbeslogan der großen Shoppingmall zitierend. Und es stimmt ja auch: Ostberlin ist ein Paradies für Alltagsethnologen.
Deren derzeit berühmtester ist Wladimir Kaminer, Betreiber der Russendisko im Café Burger, direkt neben dem Club der polnischen Versager in der Torstraße. Von der geht die Schönhauser Allee ab, und spätestens ab der Eberswalder Straße hat die es in sich. Neben Fahrradläden und Fielmann-Filialen finden sich Bistros à la By Andy's und Spielhöllen, die Pure Freude heißen. Dazwischen eine bunte Mischung aus Billigläden, Dönerbuden und vietnamesischen Gemüsehändlern.
Überhaupt, die Vietnamesen: Sie kochen und waschen den ganzen Tag, wenn sie zu Hause sind (und nicht gerade Feuerwerkskörper abbrennen) - und wenn sie im Laden stehen, besänftigen sie ihre wählerische deutsche Kundschaft, die sich nicht zwischen Apfel A und Apfel B entscheiden kann, mit dem Killersatz "Vielleicht lieber diesen?"
Dann gibt es natürlich die Russen. Von denen kennt Kaminer, wen wundert's, eine ganze Menge. Zum Beispiel Namensvetter Wladimir, der Herrn K. in fast allen Punkten ähnelt, außer, dass seine Frau brünett ist und er neuerdings kein Fleisch mehr isst. Wegen der Geschichte mit dem Wildschwein. Oder Alex, der Spion vom Kollwitzplatz. Und Erik, der in der der "ersten und wahrscheinlich auch einzigen" aserbeidschanischen Heavy-Metal-Band spielte, bevor es ihm in Baku zu heiß wurde und er ins gemütliche Berlin flüchtete. Sie alle stolpern durch die bunte Warenwelt des Ost-Westens und wissen zum Glück nicht, dass sie die Speerspitze der multikulturellen Gesellschaft sind.
Die Lakonie, mit der Kaminer Alltagsbeobachtungen und skurrile Begegnungen zum Besten gibt, wird durch seinen umwerfend-unbewegten Vortragsstil und den charmanten Akzent noch unterstrichen. Diese Geschichten muss man einfach hören! Schade nur, dass das Audiobook nur 13 der ursprünglich 48 kurzen Geschichten versammelt. -Axel Henrici
Lesung, Spielzeit: 65:55 Minuten.

Das Leben ist kein Joghurt: Wladimir Kaminer & Kitty Kahane erzählen eine Geschichte von Adam und Eva - Wladimir Kaminer
Buch:Das Leben ist kein Joghurt: Wladimir Kaminer & Kitty Kahane erzählen eine Geschichte von Adam und Eva
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 37182
Preis: 14,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Meine russischen Nachbarn - Wladimir Kaminer
Buch:Meine russischen Nachbarn
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 17. Aug. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 124272
Preis: 17,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es ist fast schon ein Reflex, wenn man einen neuen Kaminer in die Hand bekommt. Man betrachtet den Titel, liest den Klappentext und kann sich einfach nicht wehren gegen den Gedanken: "Also schon wieder ein Buch mit Kurztexten über Russen in Deutschland. Na ja. Der reitet sein Pferd auch, bis es tot umfällt." Und mit einem leisen Seufzen fängt man an zu lesen.
Doch dann ist man nach wenigen Zeilen wieder drin in der ganz eigenen Welt und der ganz eigenen Sprachmelodie des Wladimir Kaminer. Und schämt sich sofort seiner ketzerischen Gedanken. Denn es ist nun einmal Kaminers Lebensthema: Russen, die sich in Deutschland zurechtfinden müssen und deren Lebensart oft so gar nicht zu den deutschen Wohn-, Arbeits- und Seins-Gepflogenheiten passt. Woraus Kaminer immer und immer wieder hochkomische Funken zu schlagen und zugleich die Melancholie der fern der Heimat Lebenden durchschimmern zu lassen weiß. Das ist richtig gut, und das ist richtig lustig. Warum also sollte er über etwas anderes schreiben?
Ein Abriss des Inhalts ist hier so müßig wie in allen Kaminer-Büchern, daher nur kurz: Roter Faden sind die Erlebnisse des Erzählers mit zwei jungen Russen, die in seinem Haus eine WG aufmachen. Von Trompetenspiel am frühesten Morgen, vom Selbstversuch des Deutschlernens per Hypnose oder von einer im Wodkarausch falsch herum gestochenen Tätowierung ist da die Rede, und von vielem mehr. Wenn man das hier so hinschreibt, klingt es ein wenig lahm, abgedroschen, auf eine Pointe hin konstruiert. Doch wer schon einmal einen Kaminer gelesen hat, der weiß, dass seine Miniaturen genau das nun eben nicht sind. Sie sprühen vor Esprit und Witz, und auch wenn man beim nächsten Buch vielleicht erneut denken wird: "Ach, es geht wieder um Russen in Deutschland..." ? wenn man ehrlich ist, kann man gar nicht genug davon bekommen. - Christoph Nettersheim

Ich mache mir Sorgen, Mama - Wladimir Kaminer
Buch:Ich mache mir Sorgen, Mama
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 20. März 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 59103
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Für Mein deutsches Dschungelbuch ist Wladimir Kaminer kreuz und quer durchs Land gereist. Jetzt ist er wieder in Berlin und berichtet von kuriosen Alltäglichkeiten links und rechts der Schönhauser Allee und dem Dasein als Familienvater.
Da gibt es für "Das sexuelle Leben der Marfa K.", einer Siamkatze, ebenso Raum wie für Sohn "Sebastian und die Ausländerbehörde" oder den liebenswert zynischen Vater, "der, obwohl schon seit über zehn Jahren in Deutschland, immer noch nicht gelernt hat, ohne Grund zu saufen". Und nicht nur, wenn Besuch aus Russland kommt, bietet sich ein Vergleich zwischen Ost-Berliner und osteuropäischen Gepflogenheiten an, zum Beispiel was die "Service-Mentalität" oder Gesundheitsfragen betrifft: Russen wollen beim Arzt "kein 'Kardiogrammchen' und keinen 'Kommen-Sie-morgen-wieder'-Unsinn hören, sondern fordern ihre ultimative Heilung - sofort."
Inzwischen unter dem Namen Kamjenier offiziell eingebürgert ("Deutscher Pass" - fast schon eine Reportage), spielt der Russen-Deutsche natürlich weiterhin mit dieser doppelten Perspektive und mit der deutschen Sprache, für ihn "eine Art Lego-Baukasten, in dem alle Teile zueinander passen". Klein und bunt wie Lego-Gebilde sind auch die Geschichten, die oft eher Glossen sind und den roten Faden ebenso zuverlässig verlieren wie Kaminers Balkonblumen den Kampf gegen "Die Raubpflanze". Längst nicht alles passt zueinander, trotzdem bereichert Ich mach mir Sorgen, Mama Kaminers Kiez-Kosmos um einige neue funkelnde Mosaiksteine.
Die literarischen Fünf-Minuten-Terrinen sind ideale U-Bahn-Lektüre, am besten in der Hörbuchversion. Achten Sie aber bitte in jedem Fall auf Ihre Umgebung: Kaminer-Figuren gibt es auch in Kiel, Dortmund oder Mannheim. Mit etwas Glück trifft man sogar ein Pendant zu seiner persönlichen "Miss Prenzlauer Berg". -Patrick Fischer
Wladimir Kaminer selbst trägt seine Alltagsgeschichten vor - und das ist ohne Zweifel ein echter Gewinn! Mit seinem russischen Akzent werden die Beobachtungen aus Berlin oder, in der Erinnerung, aus Moskau glaubwürdig und sehr lebendig. Egal, ob er von seinen Erfahrungen mit den U-Bahn-Kontrolleuren, die ihm als Versuchskarnickel beim Erlernen der deutschen Sprache dienten, oder vom "Geologenlied", das die Oma während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Berlin den Kindern Sebastian und Nicole vorsingt, erzählt, all die amüsanten und leichtfüßigen Short Stories kommen durch seine Stimme richtig gut rüber. Kaminers ungefilterter Blick z. B. auf die Wundergläubigkeit der Russen - regelmäßig bekommen er und seine Familie aus dem Osten Mittel, die alles können, geschickt, oder auf die Bildungssituation in Deutschland, die ihn dazu bringt eine Vorschule für seine Kinder einzurichten, gepaart mit seiner lakonischen, manchmal naiv klingenden Erzähltechnik machen diese Geschichtensammlung zu einem witzig-amüsanten Hörbuch.
Seit der Russendisko zählt der 1967 in Moskau geborene Wladimir Kaminer zur jungen deutschen Literaturszene. Als er Anfang der 90er Jahre nach Berlin kam, konnte er das Leben, wie es sich um den Alexanderplatz und den Prenzlauer Berg abspielte, life beobachten. Er fing an zu schreiben. Mit den Büchern Militärmusik, Reise nach Trulala oder auch mit
Mein deutsches Dschungelbuch stieg der Schriftsteller mehr und mehr in der Gunst des Publikums. Neben dem Schreiben hat Kaminer eine wöchentliche Sendung beim SFB4 Radio Multikulti und eine Rubrik im ZDF-Morgenmagazin; nicht zu vergessen seine mittlerweile legendären Russendisko-Veranstaltungen.
Lesung ausgewählter Geschichten, Spieldauer: ca. 120 Minuten, 2 MC. Auch erhältlich als CD. -culture.text

Mein deutsches Dschungelbuch - Wladimir Kaminer
Buch:Mein deutsches Dschungelbuch
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 12. Sept. 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 130283
Preis: 8,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Kaum zurück von der Reise nach Trulala, einem Seelentrip tief ins russische Fernweh, durchstreift der pfiffige Russe nun forschergleich seine neue Wahlheimat. Als Moskauer Großstadtpflanze aufgewachsen, bekennt Kaminer reumütig zerknirscht, während den Jahren seines Aufenthaltes in Deutschland außer Berlin noch nichts gesehen zu haben. Die Stunde der deutschen Provinz und des Regionalexpresses schlug und Wladimir Kaminer kam, sah - und notierte!
Gleich im süddeutschen Raum findet sich ein desorientierter Bahnkunde auf einer dschungelhaften Nebenstrecke wieder. Die Stationsdurchsagen erfolgen durch einen offensichtlich Maultaschen kauenden Lokführer, dessen Dialekt selbst den deutschkundigen Kaminer tief russisch anmutet. Erst der "Weikersheimer Quittenschnaps" am Zielort stellt verloren gegangene Vertrautheit schnell wieder her. Im weltoffenen Tübingen kündigt ihn das Schwäbische Tageblatt mit der historisch problematischen Grußformel "Der Russe kommt!" an. Auch die sich anschließende Diskussion mit dem wissbegierigen Chefredakteur über Russlands Verhältnis zu Hölderlin lässt den erschöpften Reisenden nicht zur Ruhe kommen.
Chemnitz, der Heimat des Gartenzwergs, knapp entronnen, stellt sich in Kaiserslautern als nächstes die Schicksalsfrage nach einem bratenfettgeruchsfreien Hotel für den ebenfalls anwesenden Dichterkollegen Harry Rowohlt. In Marburg-Biedenkopf, dem "Herz Mittelhessens", belehrt man den unkundigen Russen barsch, dass die lokaleigenen Küchenschaben von russischen Studenten eingeschleppt wurden. Armer Kaminer! Waldbröl, "das Ende der Geografie", die Eulenspiegelstadt Mölln - Wladimir Kaminers geschulter, gespielt naiver Blick für die Absonderlichkeiten des Alltags, entlarvt ein oft zum Biegen komisches menschliches und kulturhistorisches Kuriositätenkabinett, findet aber auch durchaus zufriedene und bekennende Provinzler, die ihre Heimat um keinen Preis gegen Berlin eintauschen würden.
Ein Tröstliches hatte die Odyssee. Selbst in Momenten größter Irrung und Wirrung fand sich eine nette Buchhändlerin oder ein sonstiger Literaturfreund, Wladimir Kaminer den rechten Weg zu weisen. War doch eigentlich ganz nett bei uns, oder? -Ravi Unger
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Die Reise nach Trulala - Wladimir Kaminer
Buch:Die Reise nach Trulala
Autor:Wladimir Kaminer, Ausgabe vom 1. Juni 2004, Taschenbuch, Verkaufsrang 138101
Preis: 7,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Erscheinungsjahr: 2004
Gewicht: 155 gr / Abmessung: 18,5 cm
Von Kaminer, Wladimir
Ob in den entlegensten Winkeln der Welt oder in den Straßen der Metropolen, überall lauert das Unerwartete. Und wer wüsste mitreißender davon zu erzählen als Wladimir Kaminer, der die Leser auf abenteuerliche Reisen nach Sibirien und Dänemark, Moskau und Paris entführt. Und vieles, von dem er berichtet, dürfte selbst Experten völlig neu sein ....
Der in der ehemaligen Sowjetunion gepflegte schöne Brauch, verdienten Proletariern einen Ferienaufenthalt in den Kapitalistenhochburgen Paris oder London zu ermöglichen, ließ Onkel Boris' Herz hüpfen. Was unser Held der Arbeit nicht wusste: Um etwaigen Verlockungen im imperialistischen Ausland vorzubeugen, ließ das listige Sowjetregime in der südrussischen Steppe eine Art Potemkin'sches Geister-Paris aufbauen, das in der Herbstsaison mit wenigen Handgriffen in London umgestaltet werden konnte. Auch der merkwürdig vertraute Busfahrer, den Onkel Boris als Kollegen aus dem Arbeitslager identifizierte, trübte den Genuss in der Seine-Metropole nicht. Jahrelang noch sollte die Familie von den Montmarte-Eindrücken des lebenshungrigen Onkels zehren.
Mit solchen und ähnlichen Schnurren über das Fernweh und die oftmalige Ernüchterung angesichts des Ziels vermeintlicher Träume, beweist Wladimir Kaminer erneut seinen lakonischen Scharfblick für den ganz alltäglichen Wahnsinn. Bekannt geworden durch den Erzählungsband Russendisko, durchstreift der witzige Exilrusse neuerdings für das ZDF-Morgenmagazin als stoischer Kommentator bundesdeutscher Befindlichkeiten seine Berliner Wahlheimat. Hier (im Ausländerwohnheim Marzahn) endete 1990 für's Erste auch Kaminers Traum von der großen Freiheit.
Die titelspendende Reise nach Trulala unternahm ein befreundetes Künstlerpärchen auf seiner Spurensuche nach Joseph Beuys, der, im Krieg auf der Krim abgeschossen und von dortigen Tataren gesund gepflegt, fortan in Fett und Filz machte. Des Autors Warnung vor der Krim als tatarenfreiem Touri-Neppland stieß bei den Beuys-Jüngern auf taube Ohren. Noch heute erinnert sich Kaminer an ihren aufgeregten Anruf aus dem ominösen Krimtatarendorf Trulala. Tataren, so weit das Auge blickt? In Filz gewandet? Beuys' Sohn gar entdeckt? Spätestens hier dämmerte es Kaminer, dass die Krimbewohner ihrem Ruf erneut gerecht geworden waren.
Ob wehmütige Post-Perestroiker im Reisefieber, Glücksritter auf Talfahrt, geheimnisvolle "Papstkinder", Wessi-Touristen, die in der Nähe von Stawropol Schweineställe mit Rundbogenfenstern bestaunen (siehe Onkel Boris) - sie alle haben in Wladimir Kaminer ihren liebevollen Chronisten und Reisebegleiter gefunden. -Ravi Unger

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