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Junge Literatur (deutschspr.)

Meinecke, Thomas







Hellblau: Roman (suhrkamp taschenbuch) - Thomas Meinecke
Buch:Hellblau: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 30. Juni 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 416007
Preis: 8,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Die Papierschere im Kopf
"Gleichzeitig mit dem Wagen von Federal Express treffe ich vor meiner Hütte ein und halte kurz darauf, vor Neugier fiebernd, einen ganzen Stapel vor wenigen Tagen bestellter, druckfrisch duftender Bücher in den Händen. Am liebsten würde ich alle zugleich durchlesen." Bücher, Broschüren, Websites, Booklets, Schallplatten, CDs - in den Texten des Autors, Radio-DJs und Musikers Thomas Meinecke dreht sich fast alles ums Lesen und Hören. Obwohl auch Hellblau als Roman firmiert, wird man einen klassischen Plot und traditionelle Figurenpsychologie vergeblich suchen. Ein Autor, der nicht erfindet, sondern mitschreibt. Macht nichts: Meineckes Figuren entstehen durch die Texte und Platten, die sie konsumieren, über die sie sich, via E-Mail und Telefon, austauschen: Cordula, Zweitsemester an der Humboldt-Universität in Berlin korrespondiert mit Tillmann in North Carolina und Yolanda in Chicago, die beide für ein gemeinsames Buch über "racial cross dressing" recherchieren.
Wie seine Vorgänger The Church of John F. Kennedy und Tomboy kreist auch Hellblau um die Pluralisierung traditioneller Identitätskonstruktionen - diesmal geht es Meinecke jedoch nicht vordergründig um die Veränderung deutscher Traditionen auf dem Boden der Neuen Welt oder "gender troubles", sondern um die Regeln, nach denen sich ethnische Identitäten aufbauen. "Was ist ein Europäer, Afrikaner, Amerikaner, der jüdische Mann?" Was, bitte, haben der transatlantische Sklavenhandel und die "Black Atlantic"-Theorie des englischen Kulturwissenschaftlers Paul Gilroy mit den Berichten über deutsche U-Boot-Wracks vor der Küste North Carolinas und den Platten des Detroiter Techno-Labels Underground Resistance zu tun? Was jüdische Idiome in den Rap-Texten der Beasty Boys mit der Geschichte der White Negroes - weiße, oft jüdische Jazzmusiker, die in den Zwanzigern die schwarze Kultur lebten? Bietet die Antwort auf all diese Fragen am Ende einen veränderten Blick auf die Abschiebepraxis von Asylanten aus Deutschland und den Streit um die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern?
Einmal mehr hantiert Meinecke, seinen Protagonisten nicht unähnlich, lustvoll mit Papierschere und Kopierer. In bester Sampling-Manier werden Theoriefragmente und Produkte der Kulturindustrie auseinander geschnitten, neu zusammengesetzt und zu einem -­ trotz der auf den ersten Blick knochentrocken scheinenden Materie - groovenden Text-flow arrangiert. Hellblau endet mit einem Empedokles-Fragment, das sich angeblich auch auf dem Grabstein Hubert Fichtes findet: "Einst bin ich ein Knabe, ich bin auch ein Mädchen gewesen, Busch und Vogel und Fisch, der warm aus dem Wasser emporschnellt." -­ Mit der Hommage an den 15 Jahre nach seinem Tod fast vergessenen Dichter-Kollegen stellt sich Meinecke bewusst in eine andere Tradition popliterarischen Erzählens, als sie in Deutschland einig Faselland lange en vogue war. Die heimliche Rückkehr des Denkens in das Erzählen muss also keine dröge Veranstaltung für kulturwissenschaftliche Oberseminare bleiben ­- sie macht, Meinecke beweist es, sogar eine Menge Spaß. -Niklas Feldtkamp
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Hellblau: Roman - Thomas Meinecke
Buch:Hellblau: Roman
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 3. Sept. 2001, Gebunden, Verkaufsrang 549598
Preis: 14,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Originalverpackt, Neu!!!
Die Papierschere im Kopf
"Gleichzeitig mit dem Wagen von Federal Express treffe ich vor meiner Hütte ein und halte kurz darauf, vor Neugier fiebernd, einen ganzen Stapel vor wenigen Tagen bestellter, druckfrisch duftender Bücher in den Händen. Am liebsten würde ich alle zugleich durchlesen." Bücher, Broschüren, Websites, Booklets, Schallplatten, CDs - in den Texten des Autors, Radio-DJs und Musikers Thomas Meinecke dreht sich fast alles ums Lesen und Hören. Obwohl auch Hellblau als Roman firmiert, wird man einen klassischen Plot und traditionelle Figurenpsychologie vergeblich suchen. Ein Autor, der nicht erfindet, sondern mitschreibt. Macht nichts: Meineckes Figuren entstehen durch die Texte und Platten, die sie konsumieren, über die sie sich, via E-Mail und Telefon, austauschen: Cordula, Zweitsemester an der Humboldt-Universität in Berlin korrespondiert mit Tillmann in North Carolina und Yolanda in Chicago, die beide für ein gemeinsames Buch über "racial cross dressing" recherchieren.
Wie seine Vorgänger The Church of John F. Kennedy und Tomboy kreist auch Hellblau um die Pluralisierung traditioneller Identitätskonstruktionen - diesmal geht es Meinecke jedoch nicht vordergründig um die Veränderung deutscher Traditionen auf dem Boden der Neuen Welt oder "gender troubles", sondern um die Regeln, nach denen sich ethnische Identitäten aufbauen. "Was ist ein Europäer, Afrikaner, Amerikaner, der jüdische Mann?" Was, bitte, haben der transatlantische Sklavenhandel und die "Black Atlantic"-Theorie des englischen Kulturwissenschaftlers Paul Gilroy mit den Berichten über deutsche U-Boot-Wracks vor der Küste North Carolinas und den Platten des Detroiter Techno-Labels Underground Resistance zu tun? Was jüdische Idiome in den Rap-Texten der Beasty Boys mit der Geschichte der White Negroes - weiße, oft jüdische Jazzmusiker, die in den Zwanzigern die schwarze Kultur lebten? Bietet die Antwort auf all diese Fragen am Ende einen veränderten Blick auf die Abschiebepraxis von Asylanten aus Deutschland und den Streit um die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern?
Einmal mehr hantiert Meinecke, seinen Protagonisten nicht unähnlich, lustvoll mit Papierschere und Kopierer. In bester Sampling-Manier werden Theoriefragmente und Produkte der Kulturindustrie auseinander geschnitten, neu zusammengesetzt und zu einem -­ trotz der auf den ersten Blick knochentrocken scheinenden Materie - groovenden Text-flow arrangiert. Hellblau endet mit einem Empedokles-Fragment, das sich angeblich auch auf dem Grabstein Hubert Fichtes findet: "Einst bin ich ein Knabe, ich bin auch ein Mädchen gewesen, Busch und Vogel und Fisch, der warm aus dem Wasser emporschnellt." -­ Mit der Hommage an den 15 Jahre nach seinem Tod fast vergessenen Dichter-Kollegen stellt sich Meinecke bewusst in eine andere Tradition popliterarischen Erzählens, als sie in Deutschland einig Faselland lange en vogue war. Die heimliche Rückkehr des Denkens in das Erzählen muss also keine dröge Veranstaltung für kulturwissenschaftliche Oberseminare bleiben ­- sie macht, Meinecke beweist es, sogar eine Menge Spaß. -Niklas Feldtkamp

Mode & Verzweiflung (suhrkamp taschenbuch) - Thomas Meinecke
Buch:Mode & Verzweiflung (suhrkamp taschenbuch)
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 23. Febr. 1998, Taschenbuch, Verkaufsrang 77147
Preis: 8,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Tomboy: Roman (suhrkamp taschenbuch) - Thomas Meinecke
Buch:Tomboy: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 23. Mai 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 143019
Preis: 9,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Musik: Roman - Thomas Meinecke
Buch:Musik: Roman
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 9. Aug. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 774629
Preis: 19,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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The Church of John F - Kennedy: Roman (edition suhrkamp) - Thomas Meinecke
Buch:The Church of John F - Kennedy: Roman (edition suhrkamp)
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 28. Mai 1996, Taschenbuch, Verkaufsrang 283960
Preis: 10,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

Jungfrau: Roman - Thomas Meinecke
Buch:Jungfrau: Roman
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 15. Sept. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 205114
Preis: 19,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Noch nicht erschienen.

magazine (edition suhrkamp) - Adam Green, Thomas Meinecke
Buch:magazine (edition suhrkamp)
Autor:Adam Green, Thomas Meinecke, Ausgabe vom 25. Januar 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 254993
Preis: 7,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Man hat sich daran gewöhnt ?- zumindest glaubt man es -?, dass ein großer Teil der Prosa, die sich im Umfeld neuester Musik und ihrer Stars entwickelt, vom Pathos der schamlosen Übertreibung getränkt sein muss. Der hart gesottene Kritiker (oder der abgehärtete Leser) wird daher kaum zusammen zucken, wenn er die recht vollmundigen Klappentexte liest, mit denen das dünne Bändchen beworben wird, das Adam Green unter dem ziemlich unprätentiösen Titel magazine (man beachte die lässige Kleinschreibung!) zusammen gestellt hat. Green gilt gemeinhin als Wunderkind der New Yorker Szene, als genialischer Liedermacher und urbaner Smart-Poet, der großflächig das Erbe von Bob Dylan, Arthur Rimbaud, Allen Ginsberg, Rolf Dieter Brinkmann und Guillaume Apollinaire angetreten hat -? weswegen man ihm sein begrenztes Gitarrenspiel verständlicherweise verzeihen sollte.
Nun mag sein, dass Greens dichterische Ergüsse unaufdringlich oder gar interessant wirken, wenn sie von charmant dilletierenden Musikdarbietungen abgefedert werden. Ohne jegliche Schutzhülle jedoch erweist sich die Dichterei des Jungpoeten als typisches Beispiel jener entlarvenden Form der expressionistischen Lyrik, die irgendwie noch zu jeder Pubertät gehört. Mit dem Unterschied, dass die meisten von uns diese kurze intensive Schaffensphase hormongesteuerter Kreativität nach einer Schamfrist allenfalls den eigenen Enkeln zumuten würde -? auf keinen Fall jedoch einer breiten Öffentlichkeit.
Was also soll man dazu sagen, zu dem 'Langgedicht' mit dem Titel "Die Blumen des Kapitalismus" oder zu den "8 Seiten für Allah", die wie alle anderen Texte des Green'schen Magazins vor allem der Logik enthemmter Assoziation in der Abwesenheit poetischer Grundkenntnisse gehorchen, und in denen die Erwartungen, die der Leser möglicherweise vom Titel her entwickelte, auf geradezu schamlose Weise gegen die Wand gefahren werden -? was soll man dazu sagen? Am besten gar nichts ?- oder zumindest dies: gebt Thomas Meineke bessere Texte und rettet ihn vor Scharlatanen wie Adam Green. -Peter Schneck

Holz: Erzählung (suhrkamp taschenbuch) - Thomas Meinecke
Buch:Holz: Erzählung (suhrkamp taschenbuch)
Autor:Thomas Meinecke, Ausgabe vom 28. Juni 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 1052302
Preis: 5,99 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Product Description
Der Traum des Dichters, sollte man meinen, wenn dieser nicht ein offensiver Liebhaber der Normalität, ein poptrainierter Anbeter der Gegenwart und Oberfläche wäre, der in dieser Erzählung nun folgerichtig eine groteske Leidensgeschichte mit drei lesbischen Republikflüchtlingen ist nur die Spitze des Eisbergs. Einem solchen Jammertal, so dämmert es unserem Mann bald, entsteigt man nur durch eine heroische Tat, die ultimative Aktion.

Ratzinger-Funktion (edition suhrkamp) - Dietmar Dath, Jochen Hörisch, Thomas Meinecke, Barbara Vinken, Slavoj iek, Bettine Menke, Felix Ensslin
Buch:Ratzinger-Funktion (edition suhrkamp)
Autor:Dietmar Dath, Jochen Hörisch, Thomas Meinecke, Barbara Vinken, Slavoj iek, Bettine Menke, Felix Ensslin, Ausgabe vom 22. Mai 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 750561
Preis: 8,50 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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