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Schrott, Raoul







Die Blüte des nackten Körpers: Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten - Raoul Schrott
Buch:Die Blüte des nackten Körpers: Liebesgedichte aus dem Alten Ägypten
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 8. März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 428216
Preis: 16,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Gilgamesch ( Gilgamesh) - Raoul Schrott
Buch:Gilgamesch ( Gilgamesh)
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 20. Juli 2004, Broschiert, Verkaufsrang 91748
Preis: 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.at-Redaktion
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Werk des Literaturwissenschaftlers Raoul Schrott die Suche nach dem Ursprung poetischen Schaffens. Mit Gilgamesh ist er nun bei den ältesten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit angekommen: dem Epos um den gleichnamigen Herrscher über Uruk - einer, wenn nicht der Weltstadt des dritten Jahrtausends v. Chr., gelegen im Zweistromland, der Wiege unserer heutigen Zivilisation.
Die Erzählungen um Gilgamesch, den großartigen Helden und gleichzeitig großartig an der letzten Grenze des menschlichen Daseins - der Sterblichkeit - Scheiternden, erregten schon kurz nach der ersten Übersetzung um 1900 großes Aufsehen. Neben der Entdeckung einer außerbiblischen Sintflutgeschichte begeisterten Dichter und Gelehrte die erzählerische Wucht und philosophische Tiefe der geschilderten Heldenabenteuer.
Einer weiteren Verbreitung steht jedoch bis heute die fragmentarische Überlieferung einzelner Erzählstränge im Wege, die in einem Zeitraum von mehr als tausend Jahren entstanden und in vier verschiedenen Sprachen verfasst wurden.
In den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts unternahm Albert Schott als erster Deutscher den Versuch, aus den damals bekannten Bruchstücken ein zusammenhängend lesbares Epos herzustellen. Dieses blieb in der Überarbeitung v. Sodens (neben der wenig geglückten versifizierten Ausgabe H. Schmökels von 1966) die einzig greifbare deutsche Fassung.
Raoul Schrott legt nun mit seinem Werk eine Neuausgabe dieses Epos unter Berücksichtigung neuester Fundstücke und Erkenntnisse vor. Er bietet gleich zwei Versionen an: eine eigene Nachdichtung des Stoffes und die so genannte ninivitische Fassung. Diese größte zusammenhängende Sammlung von Fragmenten einer einzelnen Überlieferungsschicht entstand etwa um 1.200 v. Chr.
Und genau darin liegt das Problem. Man wird nach der Lektüre das Gefühl nicht los, dass sich Schrott einerseits als Nicht-Altorientalist vor einer rein wissenschaftlichen Ausgabe scheute, andererseits vor einem eigenständigeren dichterischen Werk ob des hehren Vorbildes zurückschreckte. So fällt vor allem im Teil der Nachdichtung der pädagogische Impuls des Autors ins Auge, die Knappheit und manchmal rätselhafte Kürze eines Textes, welche einen großen Teil seiner Faszination ausmachen, durch Weitschweifigkeit zu ersetzen. Damit beschneidet und unterschätzt er die Fantasie eines aufmerksamen Lesers. Mit dieser sicherlich unbeabsichtigten Entzauberung einer Poesie, die Schotts/v. Sodens kleine Reclam-Ausgabe in wesentlich reinerer Form bietet, schafft Schrott zwar möglicherweise ein schnelleres Verständnis, allerdings zu einem vergleichsweise hohen Preis.
Dennoch machen Anmerkungen, Appendix, Zeittafel und Glossar den Zugang zu diesem wirklich außergewöhnlich faszinierenden Stück Weltliteratur einfacher als bisher, der weiteren Entdeckerfreude und dem weiteren Informationsdrang des Lesers sind da keine Grenzen gesetzt. -Burkhard Steinmüller

Ilias: Übertragen von Raoul Schrott - Kommentiert von Peter Mauritsch - Homer, Raoul Schrott
Buch:Ilias: Übertragen von Raoul Schrott - Kommentiert von Peter Mauritsch
Autor:Homer, Raoul Schrott, Ausgabe vom 21. Sept. 2011, Broschiert, Verkaufsrang 49207
Preis: 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Tristan da Cunha: Oder Die Hälfte der Erde - Raoul Schrott
Buch:Tristan da Cunha: Oder Die Hälfte der Erde
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 19. Januar 2006, Broschiert, Verkaufsrang 315284
Preis: 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Tristan da Cunha ist eine Insel und eine recht kleine dazu. Sie liegt im Südatlantik, wurde vor knapp 500 Jahren entdeckt und nur einmal im Jahr wird sie von einem Postschiff angefahren. 300 Tage im Jahr ist dort das Wetter einfach schlecht. Trotzdem hat es der österreichische Autor Raoul Schrott geschafft, einen voluminösen und noch dazu spannenden Roman von über 700 Seiten über diesen verlorenen Flecken zu schreiben. Tristan da Cunha ist nämlich für Schrott nicht nur eine Insel, weit ab von allem anderen, sondern auch ein Ort der Sehnsucht, ein Fluchtpunkt vor dem Rest der Welt. Sein Hang zu abgelegenen Orten zeigte sich schon in seinem ersten Roman Finis Terrae oder in seiner Erzählung Die Wüste Lop Nor.
Die Bewohner der Insel sind eigentlich Engländer, doch durch ihre Abgeschlossenheit mussten sie ein ganz eigenes soziales Beziehungssystem entwickeln, lebten und leben gewissermaßen einen utopischen Gesellschaftsentwurf mit allen Brüchen und Widersprüchen in der Praxis. Für einen Schriftsteller wie Schrott ist so etwas natürlich ein ideales Versuchslaboratorium, um nicht nur die Geschichte der Insel und deren Bewohner, sondern eigentlich die Geschichte der Menschen, ihrer Träume und Sehnsüchte der letzten 500 Jahre zu erzählen.
Den Rahmen bildet die Geschichte von Noomi Morholt, einer Polarforscherin, die in ihrer einsamen Station im Eis eine Kiste öffnet, die verschiedene Dokumente und Bücher über Tristan da Cunha enthält. Darin finden sich die Aufzeichnungen des Funkers und Kartografen Christian Reval, die Forschungsberichte des Briefmarkenhändlers Mark Thomson und schließlich Briefe, die der anglikanische Priester Edwin Heron Dodgson, der auf Tristan da Cunha lebte, an seinen Bruder Lewis Carroll geschrieben hat. Schrott verflechtet und verknüpft nun überaus kunstvoll und geschickt diese vier gegensätzlichen Lebensläufe und schafft es dadurch die nötige Plastizität für sein ausuferndes Panorama zu erreichen.
Viel hat Raoul Schrott in seinen Roman gepackt und man versteht, dass die Recherche zu seinem Buch lange gedauert hat und sehr intensiv war. Man erfährt etwas über Nautik, das Nordlicht, Kirchengeschichte, die viktorianische Zeit, Postwesen, Funk, Philatelie, Vulkanologie, Botanik, Geophysik oder die Geschichte der Antarktis, um nur einige der Themen zu erwähnen. Ein Roman für den man sich Zeit nehmen muss, aber das gerne tut. -Tobias Hierl
Wieder einmal eine hervorragende Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks. Auch in diesem Fall hat Michael Farin - wie schon bei Die Wüste Lop Nor - einen Roman von Raoul Schrott bearbeitet. Und Ulrich Lampen, der zuletzt Thomas Manns Der Zauberberg kongenial in Szene gesetzt hat, führte Regie. Aber bei Tristan de Cunha lag die große Kunst erst einmal darin, die über 700 Seiten des Romans in knapp drei Stunden Hörspiel unterzubringen. Sehr vieles musste da gekürzt und weggelassen werden. Aber es ist gelungen, die vier Hauptfiguren des Romans und die Geschichten, die sie von sich erzählen, im Kern herüberzuretten. Nur bei den Nebenfiguren kommt es zu größeren Verlusten, beispielsweise die Rolle van Houtens als Nebenbuhler von Dodgson, dem Briefmarkensammler, bleibt im Hörspiel unverständlich.
Ziemlich unvergleichbar steht Raoul Schrott in der neueren deutschsprachigen Literatur da: Wie er seine großartigen Schilderungen unwirtlicher Natur - nach der Wüste nun die einsamste aller Inseln - mit Geschichten unerfüllter Liebe und historischen Exkursen verbindet, so völlig abseits aller Literaturtrends und -szenen. Dass die Texte Schrotts in dieser Hörspielfassung noch mehr zu begeistern vermögen, hat zum einen mit der sehr stimmigen musikalischen und akustischen Untermalung zu tun. Aber vor allem mit den hervorragenden Schauspielern, allen voran Sophie von Kessel und der Münchner Theaterstar Jens Harzer. -Christian Stahl
Hörspielfassung, 3 CDs, ca. 169 Minuten.

Gilgamesh: Nachdichtung und Neuübersetzung - Raoul Schrott, Robert Rollinger, Wolfgang Schretter
Buch:Gilgamesh: Nachdichtung und Neuübersetzung
Autor:Raoul Schrott, Robert Rollinger, Wolfgang Schretter, Ausgabe vom 17. Sept. 2001, Gebunden, Verkaufsrang 467097
Preis: 27,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Um der Fronherrschaft des Königs Gilgamesch über die Bewohner Uruks abzuhelfen,schaffen die Götter einen Gefährten für ihn den Tiermenschenfrühdynastischen Epoche geherrschthaben muss. Kürzere epische Dichtungen über Gilgamesch in sumerischer Spracheliegen aus der 3. Dynastie von Ur ca. 2000 v. Chr. vor, deren Herrscheraus Uruk stammten. Unter Verwendung dieses ...
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Werk des Literaturwissenschaftlers Raoul Schrott die Suche nach dem Ursprung poetischen Schaffens. Mit Gilgamesh ist er nun bei den ältesten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit angekommen: dem Epos um den gleichnamigen Herrscher über Uruk - einer, wenn nicht der Weltstadt des dritten Jahrtausends v. Chr., gelegen im Zweistromland, der Wiege unserer heutigen Zivilisation.
Die Erzählungen um Gilgamesch, den großartigen Helden und gleichzeitig großartig an der letzten Grenze des menschlichen Daseins - der Sterblichkeit - Scheiternden, erregten schon kurz nach der ersten Übersetzung um 1900 großes Aufsehen. Neben der Entdeckung einer außerbiblischen Sintflutgeschichte begeisterten Dichter und Gelehrte die erzählerische Wucht und philosophische Tiefe der geschilderten Heldenabenteuer.
Einer weiteren Verbreitung steht jedoch bis heute die fragmentarische Überlieferung einzelner Erzählstränge im Wege, die in einem Zeitraum von mehr als tausend Jahren entstanden und in vier verschiedenen Sprachen verfasst wurden.
In den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts unternahm Albert Schott als erster Deutscher den Versuch, aus den damals bekannten Bruchstücken ein zusammenhängend lesbares Epos herzustellen. Dieses blieb in der Überarbeitung v. Sodens (neben der wenig geglückten versifizierten Ausgabe H. Schmökels von 1966) die einzig greifbare deutsche Fassung.
Raoul Schrott legt nun mit seinem Werk eine Neuausgabe dieses Epos unter Berücksichtigung neuester Fundstücke und Erkenntnisse vor. Er bietet gleich zwei Versionen an: eine eigene Nachdichtung des Stoffes und die so genannte ninivitische Fassung. Diese größte zusammenhängende Sammlung von Fragmenten einer einzelnen Überlieferungsschicht entstand etwa um 1.200 v. Chr.
Und genau darin liegt das Problem. Man wird nach der Lektüre das Gefühl nicht los, dass sich Schrott einerseits als Nicht-Altorientalist vor einer rein wissenschaftlichen Ausgabe scheute, andererseits vor einem eigenständigeren dichterischen Werk ob des hehren Vorbildes zurückschreckte. So fällt vor allem im Teil der Nachdichtung der pädagogische Impuls des Autors ins Auge, die Knappheit und manchmal rätselhafte Kürze eines Textes, welche einen großen Teil seiner Faszination ausmachen, durch Weitschweifigkeit zu ersetzen. Damit beschneidet und unterschätzt er die Fantasie eines aufmerksamen Lesers. Mit dieser sicherlich unbeabsichtigten Entzauberung einer Poesie, die Schotts/v. Sodens kleine Reclam-Ausgabe in wesentlich reinerer Form bietet, schafft Schrott zwar möglicherweise ein schnelleres Verständnis, allerdings zu einem vergleichsweise hohen Preis.
Dennoch machen Anmerkungen, Appendix, Zeittafel und Glossar den Zugang zu diesem wirklich außergewöhnlich faszinierenden Stück Weltliteratur einfacher als bisher, der weiteren Entdeckerfreude und dem weiteren Informationsdrang des Lesers sind da keine Grenzen gesetzt. -Burkhard Steinmüller

Gilgamesh: Epos - Raoul Schrott
Hörbuch:Gilgamesh: Epos
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 13. April 2006, Audio CD, Verkaufsrang 413848
Preis: 24,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.at-Redaktion
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Werk des Literaturwissenschaftlers Raoul Schrott die Suche nach dem Ursprung poetischen Schaffens. Mit Gilgamesh ist er nun bei den ältesten schriftlichen Zeugnissen der Menschheit angekommen: dem Epos um den gleichnamigen Herrscher über Uruk - einer, wenn nicht der Weltstadt des dritten Jahrtausends v. Chr., gelegen im Zweistromland, der Wiege unserer heutigen Zivilisation.
Die Erzählungen um Gilgamesch, den großartigen Helden und gleichzeitig großartig an der letzten Grenze des menschlichen Daseins - der Sterblichkeit - Scheiternden, erregten schon kurz nach der ersten Übersetzung um 1900 großes Aufsehen. Neben der Entdeckung einer außerbiblischen Sintflutgeschichte begeisterten Dichter und Gelehrte die erzählerische Wucht und philosophische Tiefe der geschilderten Heldenabenteuer.
Einer weiteren Verbreitung steht jedoch bis heute die fragmentarische Überlieferung einzelner Erzählstränge im Wege, die in einem Zeitraum von mehr als tausend Jahren entstanden und in vier verschiedenen Sprachen verfasst wurden.
In den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts unternahm Albert Schott als erster Deutscher den Versuch, aus den damals bekannten Bruchstücken ein zusammenhängend lesbares Epos herzustellen. Dieses blieb in der Überarbeitung v. Sodens (neben der wenig geglückten versifizierten Ausgabe H. Schmökels von 1966) die einzig greifbare deutsche Fassung.
Raoul Schrott legt nun mit seinem Werk eine Neuausgabe dieses Epos unter Berücksichtigung neuester Fundstücke und Erkenntnisse vor. Er bietet gleich zwei Versionen an: eine eigene Nachdichtung des Stoffes und die so genannte ninivitische Fassung. Diese größte zusammenhängende Sammlung von Fragmenten einer einzelnen Überlieferungsschicht entstand etwa um 1.200 v. Chr.
Und genau darin liegt das Problem. Man wird nach der Lektüre das Gefühl nicht los, dass sich Schrott einerseits als Nicht-Altorientalist vor einer rein wissenschaftlichen Ausgabe scheute, andererseits vor einem eigenständigeren dichterischen Werk ob des hehren Vorbildes zurückschreckte. So fällt vor allem im Teil der Nachdichtung der pädagogische Impuls des Autors ins Auge, die Knappheit und manchmal rätselhafte Kürze eines Textes, welche einen großen Teil seiner Faszination ausmachen, durch Weitschweifigkeit zu ersetzen. Damit beschneidet und unterschätzt er die Fantasie eines aufmerksamen Lesers. Mit dieser sicherlich unbeabsichtigten Entzauberung einer Poesie, die Schotts/v. Sodens kleine Reclam-Ausgabe in wesentlich reinerer Form bietet, schafft Schrott zwar möglicherweise ein schnelleres Verständnis, allerdings zu einem vergleichsweise hohen Preis.
Dennoch machen Anmerkungen, Appendix, Zeittafel und Glossar den Zugang zu diesem wirklich außergewöhnlich faszinierenden Stück Weltliteratur einfacher als bisher, der weiteren Entdeckerfreude und dem weiteren Informationsdrang des Lesers sind da keine Grenzen gesetzt. -Burkhard Steinmüller

Die Erfindung der Poesie: Gedichte aus den ersten viertausend Jahren - Raoul Schrott
Buch:Die Erfindung der Poesie: Gedichte aus den ersten viertausend Jahren
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 23. Juni 2009, Gebunden, Verkaufsrang 432249
Preis: 24,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es sind die scheinbar ganz einfachen Fragen nach den Anfängen, die den Autor und Übersetzer Raoul Schrott beschäftigt haben: Wer hat eigentlich das erste Gedicht geschrieben? Wann ist es entstanden? Wer schrieb den ersten Reim? Herausgekommen ist dabei ein dicker Wälzer, Die Erfindung der Poesie, eine Zeitreise ins Reich der Lyrik.
Die Suche nach den Antworten führt 35.000 Jahre vor unsere Zeitrechnung zurück. Damals sind die ältesten bekannten Zeichensysteme entwickelt worden: Kalender. Auf diese Spuren begibt sich Raoul Schrott und verfolgt die Entstehung der Schrift, von Piktogrammen auf Kieselsteinen aus der letzten Eiszeit bis zu den Hieroglyphen der Ägypter im Anfangskapitel seines Buches.
Die überraschendste Entdeckung dabei: Das erste Gedicht, das von einem namentlich bekannten Dichter überliefert ist, stammt von einer Frau. Sie heißt Enheduanna und war Prinzessin und Priesterin in der Stadt Ur. Sie schrieb im 24. Jh. v. Chr. sechs Hymnen an die Götter. Sofort wird der enge Zusammenhang zwischen Religion und Dichtung sichtbar. "Die Dichtung als eigene Gattung entstand, als sie sich von der Religion und den sie begleitenden Ausdrucksformen emanzipiert; erst vom Tanz und dann von der Musik. Dabei nahm sie jedoch deren Charakteristiken in ihre Sprache auf; der Rhythmus und die das Singen betonende Vortragsweise stammen daher." Die Hymne an die Göttin Inanna, die typographisch sehr interessant gestaltet ist, hat Raoul Schrott neu übersetzt. Dabei hat er tüchtig den Staub der Vergangenheit entfernt und sich einer kraftvollen, bildhaften Sprache bedient.
Seine Leistung bei der Übertragung alter Texte wird deutlich, wenn er sich Dichtern wie Archilochos (7. Jh. v. Chr.) oder Sappho zuwendet, die in der Vergangenheit so gesteltzt übersetzt wurden, daß ihre Lektüre von eher zweifelhaftem Genuß war. Diese Mischung aus Schwelgen in neu entdeckter Lyrik und fundierter Einführung in die Texte macht den Reiz des Buches von Raoul Schrott aus. Hinzu kommt, daß er durch seine Biographie und seine Vielsprachigkeit aus dem vollen schöpft. Er wurde 1964 auf einer Schiffsreise zwischen Brasilien und Europa geboren, wuchs in Tunis und Zürich auf, studierte Literatur- und Sprachwissenschaften und übersetzt aus dem Lateinischen, Griechischen, Gälischen, Okzitanischen, Französischen und Italienischen.
Die Erfindung der Poesie gehört zu den Büchern, mit denen der Leser nie zu einem Ende kommt, die ihn begleiten und in denen immer wieder Neues entdeckt werden kann. -Manuela Haselberger
Auf drei CDs spricht und bespricht Raoul Schrott exemplarische Gedichte aus Die Erfindung der Poesie. Tote und vergessene Sprachen, ihre Gedichte, werden durch Schrotts Stimme wieder lebendig, egal ob das altarabisch, altgriechisch, lateinisch oder walisisch ist. Dazu entführt er im Ton eines vor Anekdoten sprühenden Universitätsprofessors die Zuhörer in die Welt der Dichter, ihres Schaffens, ihres Andersseins, das sie Poesie erschaffen ließ. Wer die Dichtung liebt, besonders die subjektive, der erhält mit der Hörausgabe von Die Erfindung der Poesie eine behutsame Einführung vom Feinsten.

Das Geschlecht der Engel, der Himmel der Heiligen: Ein Brevier - Arnold Mario Dall'O, Raoul Schrott
Buch:Das Geschlecht der Engel, der Himmel der Heiligen: Ein Brevier
Autor:Arnold Mario Dall'O, Raoul Schrott, Ausgabe vom Juli 2006, Broschiert, Verkaufsrang 346282
Preis: 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 5 bis 6 Tagen.
Aus der Amazon.at-Redaktion
Ob in Form von Liedern, Gedichten, Balladen, Briefen, Dramen und Schwüren: Es war und wird in den meisten Fällen die Liebe sein, die den Schreiber, den Komponisten oder den Sänger beflügelt. Dabei spielt es eine untergeordnete Rolle, ob die Nähe der Liebe demütig, spöttisch oder sogar auf verachtende Weise gesucht wird. Raoul Schrott widmet sich jedenfalls in seinem Buch Das Geschlecht der Engel, der Himmel der Heiligen sowohl der himmlischen als auch der irdischen Liebe und legt eine Sammlung verschmitzter Briefe vor, beginnend mit einem Mönch aus dem Orient, der die Engel erstmals nach Chören und Rängen ordnet. Nach und nach entstehen Geschichten von den biblischen Wandlungen der Engel von Babylon bis nach Irland und immer wieder wird auch der Himmel auf Erden gesucht. Auf Fragen nach ihrer Natur, ihrem Geschlecht, ihren Namen, ja selbst der Herkunft der Flügel weiß Schrott Antworten - diese Antworten verwendet er als augenzwinkernden Vorwand für eine Geschichte der Liebe.
Arnold Mario Dall'O hat das Liebes-Brevier mit Zeichnungen bereichert, wobei es ihm gelungen ist, die Legenden voller Geheimnisse, ihre Motive von Martyrium und Erlösung neu darzustellen. Texte und Illustrationen ergänzen sich in geradezu idealer Weise. Es ist kaum zu glauben, dass von einem Buch eine solche Harmonie ausgehen kann. Und nur von wenigen Werken lässt sich wirklich sagen, dass es sich - ganz einfach ausgedrückt - um ein schönes handelt. Das Geschlecht der Engel, der Himmel der Heiligen ist harmonisch und schön zugleich. Wer Näheres von den Engeln wissen möchte, der kann nachschauen - für ihn hat der Autor sogar eine Webadresse parat. -Elfriede Quell

Die Erfindung der Poesie - Raoul Schrott
Buch:Die Erfindung der Poesie
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 134971
Aus der Amazon.de-Redaktion
Es sind die scheinbar ganz einfachen Fragen nach den Anfängen, die den Autor und Übersetzer Raoul Schrott beschäftigt haben: Wer hat eigentlich das erste Gedicht geschrieben? Wann ist es entstanden? Wer schrieb den ersten Reim? Herausgekommen ist dabei ein dicker Wälzer, Die Erfindung der Poesie, eine Zeitreise ins Reich der Lyrik.
Die Suche nach den Antworten führt 35.000 Jahre vor unsere Zeitrechnung zurück. Damals sind die ältesten bekannten Zeichensysteme entwickelt worden: Kalender. Auf diese Spuren begibt sich Raoul Schrott und verfolgt die Entstehung der Schrift, von Piktogrammen auf Kieselsteinen aus der letzten Eiszeit bis zu den Hieroglyphen der Ägypter im Anfangskapitel seines Buches.
Die überraschendste Entdeckung dabei: Das erste Gedicht, das von einem namentlich bekannten Dichter überliefert ist, stammt von einer Frau. Sie heißt Enheduanna und war Prinzessin und Priesterin in der Stadt Ur. Sie schrieb im 24. Jh. v. Chr. sechs Hymnen an die Götter. Sofort wird der enge Zusammenhang zwischen Religion und Dichtung sichtbar. "Die Dichtung als eigene Gattung entstand, als sie sich von der Religion und den sie begleitenden Ausdrucksformen emanzipiert; erst vom Tanz und dann von der Musik. Dabei nahm sie jedoch deren Charakteristiken in ihre Sprache auf; der Rhythmus und die das Singen betonende Vortragsweise stammen daher." Die Hymne an die Göttin Inanna, die typographisch sehr interessant gestaltet ist, hat Raoul Schrott neu übersetzt. Dabei hat er tüchtig den Staub der Vergangenheit entfernt und sich einer kraftvollen, bildhaften Sprache bedient.
Seine Leistung bei der Übertragung alter Texte wird deutlich, wenn er sich Dichtern wie Archilochos (7. Jh. v. Chr.) oder Sappho zuwendet, die in der Vergangenheit so gesteltzt übersetzt wurden, daß ihre Lektüre von eher zweifelhaftem Genuß war. Diese Mischung aus Schwelgen in neu entdeckter Lyrik und fundierter Einführung in die Texte macht den Reiz des Buches von Raoul Schrott aus. Hinzu kommt, daß er durch seine Biographie und seine Vielsprachigkeit aus dem vollen schöpft. Er wurde 1964 auf einer Schiffsreise zwischen Brasilien und Europa geboren, wuchs in Tunis und Zürich auf, studierte Literatur- und Sprachwissenschaften und übersetzt aus dem Lateinischen, Griechischen, Gälischen, Okzitanischen, Französischen und Italienischen.
Die Erfindung der Poesie gehört zu den Büchern, mit denen der Leser nie zu einem Ende kommt, die ihn begleiten und in denen immer wieder Neues entdeckt werden kann. -Manuela Haselberger
Auf drei CDs spricht und bespricht Raoul Schrott exemplarische Gedichte aus Die Erfindung der Poesie. Tote und vergessene Sprachen, ihre Gedichte, werden durch Schrotts Stimme wieder lebendig, egal ob das altarabisch, altgriechisch, lateinisch oder walisisch ist. Dazu entführt er im Ton eines vor Anekdoten sprühenden Universitätsprofessors die Zuhörer in die Welt der Dichter, ihres Schaffens, ihres Andersseins, das sie Poesie erschaffen ließ. Wer die Dichtung liebt, besonders die subjektive, der erhält mit der Hörausgabe von Die Erfindung der Poesie eine behutsame Einführung vom Feinsten.

Finis Terrae - Raoul Schrott
Buch:Finis Terrae
Autor:Raoul Schrott, Ausgabe vom 7. Juli 2009, Broschiert, Verkaufsrang 461649
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden

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