Andreas Franz, Ausgabe vom 23. April 2009, Audio CD, Verkaufsrang 153925
Aus der Amazon.de-Redaktion Plötzlich steht Jacqueline Schweigert mit glasigem Blick am Eschborner Dreieck mitten auf der Autobahn. Nur mit einem Nachthemd bekleidet, herausgeputzt und nach Rosen duftend, wird sie fast überfahren. Nur der Umsicht mehrerer Autofahrer ist es zu verdanken, dass sie überlebt. Die Eltern von Jacqueline Schweigert sind überglücklich. Denn ihre 22-jährige Tochter, eine Medizinstudentin, war plötzlich auf der Rückfahrt von einer Vorlesung und einem Treffen mit einem Kommilitonen bei Frankfurt verschwunden. Aber die Freude währt nur kurz. Denn plötzlich versagen gleich mehrere Organe von Jacqueline Schweigert gleichzeitig. Sie stirbt nur kurz nach ihrer Rückkehr. Die Ärzte sind ratlos. Ratlos ist auch Julia Durant, die sich auf Seiten der Polizei mit dem Fall beschäftigt. Denn in letzter Zeit sind mehrere Frauen spurlos verschwunden. Hat der seltsame Fall der Jacqueline Schweigert etwas mit den anderen Vermissten zu tun, obwohl sich der Tathergänge zum Teil stark voneinander unterscheiden? Noch bevor Durant weiter ermitteln kann, wird sie von einem Unbekannten auf brutale Art und Weise überfallen und verschleppt. Er bringt sie in ein Kellerverlies. Und dort ist sie ganz offenbar nicht allein... Mörderische Tage ist bereits der zehnte Fall rund um Ermittlerin Julia Durant aus der Feder des deutschen Bestsellerautors Andreas Franz, und er ist wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Dass diesmal die sympathische Ermittlerin selbst ins Fadenkreuz eines offenbar geisteskranken Täters gerät, erhöht einmal mehr den Thrill. Beste Krimi-Unterhaltung von einem unserer besten Krimi-Autoren. - Stefan Kellerer
Buch:
Menschenteufel: Der neue Wien Krimi
Autor:
Marcus Rafelsberger, Ausgabe vom Sept. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 112898
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein wahres Feuerwerk an Ideen brennt Christoph Marzi in seinem Romandebüt Lycidas ab. Wie das Titelbild schon sehr stimmungsvoll suggeriert, geht es in dem Buch um London und seine Geheimnisse. Diese sind viel unglaublicher als man das vor der Lektüre dieses Buches dachte. Auch der jungen Emily Laing, die unter erbärmlichen Verhältnissen im Waisenhaus des Mr. Dombey aufwächst, offenbaren sich nach und nach die Ungeheuerlichkeiten, die unter dem uns bekannten London verborgen sind. Emily?s Abenteuer beginnen damit, dass ihr eine sprechende, adlige Ratte begegnet. Als ein Werwolf ein anderes Kind aus dem Waisenhaus entführt, muss sie sich auf die Suche nach der Entführten machen. Ein Alchemist nimmt sie unter seine Fittiche. Auch ein Elf und ihre beste Freundin schließen sich der Suche an. Erst allmählich lernt Emily das Geheimnis ihrer Herkunft und der Uralten Metropole kennen und muss feststellen, dass es um mehr geht als nur um ein entführtes Kind. Christoph Marzis Ideenreichtum ist überbordend. Er füllt seine Stadt unter der Stadt mit Wundern und Mythen aus aller Welt an. Luzifer, Seraphim und ägyptische Götter geben sich dort ebenso ein Stelldichein wie Elfen, Ratten, Spinnenmenschen, Werwölfe und Golems. Wer hätte gedacht, dass man mit einer geheimen Londoner Undergroundlinie geradewegs in Dantes Hölle fahren kann? Oder dass die Engel am Oxford Circus leben? Durch diese bunte Welt führt Marzi seinen Leser mit einiger Sprachgewalt. Dabei klingt häufig sein Vorbild Charles Dickens an, dem er auch einen Gutteil der Namen für seine Figuren entnommen hat. Weitere Einflüsse - wie zum Beispiel China Miéville - sind nicht zu übersehen und machen aus dem Text ein Mosaik unterschiedlicher Stile und Erzählweisen, die schon auch mal für Verwirrung sorgen können. Alles in allem eine sehr eigenwillige Fantasy Geschichte, die abseits der herkömmlichen Pfade so manchen Reiz zu bieten hat. -Solveig Zweigle
Buch:
Bilder von ihr: Roman
Autor:
Karen-Susan Fessel, Ausgabe vom Juli 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 71097
Aus der Amazon.de-Redaktion Moskau ist auch nicht mehr das, was es einmal war. Die Stadt schwimmt in Farbe, und im trüben Scheinwerferlicht vom Roten Platz spiegeln sich die Leuchtreklamen der Kasinos am Revolutionsplatz. Das Licht unterirdischer Einkaufspassagen erleuchtet den Untergrund der Stadt. Es ist ein kapitalistisches Licht, das immer noch nicht so recht zur Atmosphäre Moskaus passen will: ein Licht, dass auch den Tod Pasha Iwanows bescheint, der zehn Stockwerke unter Chefinspektor Arkadi Renko in seltsamer Verkrümmung auf dem Pflaster liegt. Um ihn herum parken die Geländewagen seiner Leibwächter, denn Ivanow war ein einflussreicher Mann. Als Chef eines Großkonzerns mit dem programmatisch klingenden Namen NoviRus war er eine Art Lichtfigur der neuen reichen Herrscherklasse. Nun ist er tot, in seiner Hand einen Salzstreuer mit radioaktiv verseuchtem Material. Mit der Selbstmordtheorie von Staatsanwaltschaft und Geschäftspartnern will Renko sich nicht zufrieden geben. Er bohrt weiter - und kommt einem Skandal auf die Spur, in dem auch der Reaktorunfall von Tschernobyl eine bezeichnende Rolle spielt? Mit Gorki Park führte uns der US-amerikanische Halbindianer Martin Cruz Smith mitten hinein ins kriminelle Herz des sowjetischen Machtapparats. Jetzt ist der eiserne Vorhang des Kalten Krieges gefallen, der Kommunismus ist besiegt - und trotzdem deckt Smiths unerschrockener Ermittler Renko auch im kapitalistisch gewordenen Russland jene mörderischen Strukturen auf, die offenbar über die Regime und Ideologien hinweg bestehen können. Dass es in Treue Genossen dennoch auch - und vor allem - um sowjetische Vergangenheit, alte Seilschaften und die menschenverachtenden Umweltsünden aller Tage geht, macht das Buch nur packender. Alles in allem ist Treue Genossen wieder ein umwerfend spannender Renko-Krimi geworden, der das Zeug hat, auch als Kinofilm zum Kassenschlager zu avancieren. Aber eigentlich sollte man so lange nicht warten. Denn Smith versteht es, derart plastisch zu erzählen, dass man sich den Film im Kopf bei der Lektüre nicht entgehen lassen sollte. - Stefan Kellerer
Buch:
Die Taube
Autor:
Patrick Süskind, Ausgabe vom 2001, Taschenbuch, Verkaufsrang 43874
Product Description Erscheinungsjahr: 1990 Gewicht: 130 gr / Abmessung: 18 cm Von Süskind, Patrick In fünf Monaten wird der Wachmann einer Pariser Bank, der als einzigen Nutzen seiner Tätigkeit das Öffnen des Tores vor dem Direktionswagen erkannt hat, das Eigentum an seiner kleinen Mansarde endgültig erworben haben, wird ein weiterer Markstein seines Lebensplanes gesetzt sein. Doch dieser fatalistische Ablauf wird an einem heißen Freitagmorgen im August 1984 jäh vom Erscheinen einer Taube in Frage gestellt. Pressestimmen: "Im Verlauf dieses winzigen Abenteuers scheint die Novelle die meisten Beziehungen durchzuspielen, die ein Mann mit der Welt anknüpfen kann, und dank seiner Fähigkeit zur Übersteigerung erzielt Süskind eine überraschend starke Wirkung." (The New Yorker) "Ein brillanter Formulierer auf der Höhe seiner Erzählkunst." (tz) "Nicht nur riecht, schmeckt man, sieht und hört man, was Süskind beschreibt; er ist ein Künstler, auch wenn es darum geht, verschwundenes, verarmtes Leben in großer innerer Dramatik darzustellen, hier: eine Psychologie des Wachmanns Jonathan Noel zu entwerfen. Eine Meistererzählung." (Tages-Anzeiger) "Ein rares Meisterstück zeitgenössischer Prosa, eine dicht gesponnene, psychologisch raffiniert umgesetzte Erzählung, die an die frühen Stücke von Patricia Highsmith erinnert, in ihrer Kunstfertigkeit aber an die Novellistik großer europäischer Erzähltradition anknüpft." (Rheinischer Merkur)