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Das geheimnisvolle Serum

ein Fantasy Abenteuer-Roman von Janis Purucker


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Kapitel 10

Ich kann nicht beschreiben, wie die Männer es schafften, Chris aus dem Schacht zu holen. Jedenfalls stand er innerhalb einer knappen Stunde wieder vor mir. Zuerst konnte keiner von uns beiden etwas sagen. Doch dann fielen wir uns in die Arme und ich weinte sogar ein paar kleine Tränen aus Erleichterung.
Als wir uns "ausgefreut" hatten, fielen mir die Männer wieder ein (die derweil schmunzelnd in einer Ecke gestanden waren ), die uns ja so geholfen hatten. Wir gehen zu ihnen und sagen: "Danke, Sie haben uns wirklich sehr geholfen!" (Was ihnen der Mann auch sogleich übersetzt).
Dann beraten wir, wie wir hier wieder heraus kommen könnten. Ich schlage vor, daß wir nochmal zum Wasserfall gehen (weil ich auch langsam Durst bekomme). Also wandern wir wieder zum Wasserfall.
Er rauscht noch immer schön gleichmäßig vor sich hin (logisch). Ich trinke ein wenig und setze mich dann hin und lasse meine Füße im Wasser baumeln. Die Männer schauen sich derweil ein bißchen um, ob sie nicht doch noch irgendwo einen Ausgang finden. Als mir das Wasser langsam zu kalt wird, ziehe ich meine Füße aus dem Wasser und schaue mich auch ein bißchen um.
Ganz zufällig fällt mein Blick hinter den Wasserfall. Ich traue meinen Augen kaum und rufe den anderen zu: "Hey, das gibt`s doch nicht! Hier hinter dem Wasserfall ist eine TÜR!"
Die anderen kommen sofort angerannt. Und nach dem ersten Freudentanz loben sie mich und sagen: "Gute Arbeit!"
Doch jetzt gibt es nur noch eines: Die Tür AUFBRINGEN! Wir ziehen alle gemeinsam an der kleinen Klinke, die dort angebracht ist. Und - ja! Nach längerem Ziehen und Reißen springt die Tür quietschend auf.
"Aha, also der Wasserfall war das Geheimnis!" murmle ich vor mich hin als ich durch die Tür in einen dunklen Gang trete. Wir gehen den Gang entlang, bis in der Ferne ein Lichtpunkt erscheint, der immer größer und schließlich zu einer Höhlenöffnung wird. Wie oft habe ich das jetzt schon erlebt! Als wir hinaus ins Freie (auf eine schöne Wiese) schreiten, fallen wir uns alle noch einmal glücklich um den Hals.
Doch als ich mich wieder zu Chris umdrehe, macht der ein ernstes Gesicht. "Was hast du denn?" frage ich ihn. "Weißt du, was mir gerade eingefallen ist? Wir haben das Buch und das Serum nicht, um von hier wegzukommen!"
Jetzt erschrecke ich sehr. "Ach ja! Mensch, das ist mir gar nicht eingefallen! Oh Chris, wie kommen wir jetzt bloß hier weg!?" rufe ich.
"Weißt du was, wir fragen mal die Gruppe. Vielleicht fällt ihnen etwas ein!" schlägt Chris vor.
"Genau!" Wir drehen uns um. Doch - wir sehen niemand! "Chris," stottere ich, "wwo ssind sie ddenn bloß hin?"
Aber Chris antwortet nicht. Er starrt nur auf die leere Wiese, die eben noch von Menschen gewimmelt hat. Ich schaue mich verängstigt um, ob ich sie nicht doch irgendwo erblicken kann. Da fällt mein Blick auf die andere Seite der Wiese. Ich traue wieder meinen Augen kaum! Diese "Welt" steckt doch wirklich voller Überraschungen. "Chris! Dort drüben! Siehst du?"
"Wow! Tatsächlich! Ein komischer Holzständer - und darauf liegt... DAS BUCH UND DAS SERUM!"
Wir rennen hin. JA! Endlich! Ich schlage gleich das Buch auf und suche eine beschriebene Seite. Da: "Wow, ihr seid wirklich gut! Doch ihr habt das schlimmste noch nicht überstanden! 2 Stationen warten noch auf euch! Die nächste ist: ÄGYPTEN!"
Chris unterbricht mich: "Hey, Ägypten! Dort wohnt doch der komische Fisch, der uns am Anfang in der Kirche geholfen hat! Wie hat er gesagt: Ich wohne in Ägypten, im Nil, dreißig Meter von der Stadt Kairo entfernt, gleich bei den Akazien, unter dem großen Stein! Aber erst wenn ihr... den Taucheranzug gefunden habt!"
"Jetzt sei doch mal still!" Ich lese: Um hinzukommen müßt ihr einfach ein bißchen Gras von der Wiese mit dem Serum vermischen, wieder auf euren Körper auftragen und... naja, ÄGYPTEN sagen. Ich wünsche euch schon jetzt: Viel Glück (und kommt mir ja wieder aus der Pyramide heraus! Hehe!)"
"Das ist ja mal wieder witzig!" sagt Chris, "aus der Pyramide he..." Er bricht seinen Satz ab und schaut mich mit großen Augen an. Dann schreien wir alle beide zur gleichen Zeit und hören auch zur gleichen Zeit wieder auf: "AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH!"


 Kapitel 11
© 2008 by Janis Purucker



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