Nach aufwendiger Spurensuche entwirft Sigrid Damm ein gültiges Porträtvon Goethes Geliebter und späteren Ehefrau Christiane Vulpius. Gleichzeitigzeichnet sie das Bild einer spannungsvollen Partnerschaft, einer Verbindung,die 28 Jahre währte. Es ist für den ehrwürdigen Dichterfürsten aus Weimar wenig schmeichelhaft, was die Autorin Sigrid Damm bei ihren Recherchen über seine Ehe mit Christiane Vulpius zu Tage gefördert hat. In der Literatur wurde Christiane häufig als seine Mätresse oder ein schönes Stück Fleisch beschrieben. "Gründlich ungebildet", sagte Thomas Mann über sie, für Schiller, der sie zeitlebens ignorierte, war sie "ein rundes Nichts". Wer war diese Frau, die, bevor sie Goethe im Juli 1788 erstmals traf, mit ihrer Tätigkeit in einer Blumenwerkstatt ihre Familie versorgte, da der Vater arbeitslos war, die Stiefmutter sterbenskrank im Bett lag und der Bruder das Gymnasium besuchte? Ganz sicher kein weltfremdes Dummchen, denn sie hat entgegen dem Hofklatsch in Weimar das Wagnis auf sich genommen, ihre große Liebe zu leben, Goethes Sohn August zunächst ohne die Sicherheit einer standesgemäßen Ehe zur Welt zu bringen und großzuziehen. Christiane führte an der Seite Goethes kein intellektuelles, durchgeistigtes Leben (es ist fraglich, ob sie je eine Zeile seiner Werke gelesen hat), denn sie hatte die Haushalte in Jena und Weimar zu versorgen, seine zahlreichen Gäste zu bewirten und ihm den Rücken für sein Schaffen freizuhalten. Sehr schäbig wird Goethes Verhalten, als sie 1815 erkrankt. Für ihn ist jede Krankheit eine Arbeitsstörung, die sein ästhetisches Empfinden verletzt. Als sie stirbt, lässt er sie mit furchtbaren Krämpfen und Schmerzen allein. Eine wenig bekannte Seite des Verfassers der schönen Gedichtzeile: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". Die Hörbuchversion wird gelesen von Eva Mattes, renommierte Film- und Theaterschauspielerin; Regie führte Petra Meyenburg. Eva Mattes gibt mit ihrer einfühlsamen Lesung, die von Musik untermalt wird, dieser lange missverstandenen Frau die Stimme zurück. Lesung mit Musik in zwei Teilen. Insgesamt vier Kassetten, Spieldauer: ca. 360 Minuten. -Manuela Haselberger und Alexandra Plath
Buch:
Das neunte Lebensjahr
Autor:
Hermann Koepke, Ausgabe vom Januar 2010, Broschiert, Verkaufsrang 191251
Product Description Sein Leben und seine Zeit Erscheinungsjahr: 2008 16. Aufl. Gewicht: 545 gr / Abmessungen: 190 mm x 122 mm x 37 mm Von Friedenthal, Richard Mit seiner unübertrefflichen Kunst, Geschichte lebendig zu machen, stellt Richard Friedenthal ''seinen'' Goethe in das zeitgenössische Geschehen, zeichnet einfühlsam Haupt- und Nebenfiguren und verfolgt alle Phasen der Entstehung und Entwicklung des Goetheschen Schaffens.
Buch:
Goethe, Johann Wolfgang von
Autor:
Peter Boerner, Ausgabe vom 3. Mai 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 216243
Product Description Als kompetente Einführung in Leben und Werk des bedeutendsten deutschenDichters ist dieses Buch im Goethe-Jahr 1999 eine unverzichtbare Lektüre.
Buch:
Alles, was ich in der Welt verlange: Das Leben der Johanna Schopenhauer
Autor:
Carola Stern, Ausgabe vom 1. April 2005, Taschenbuch, Verkaufsrang 30083
Product Description Ausgezeichnet mit dem Evangelischen Buchpreis, Kategorie Biographie, 1989 Erscheinungsjahr: 1992 Gewicht: 201 gr / Abmessungen: 177 mm x 109 mm x 14 mm Von Damm, Sigrid Pressestimmen: "Sigrid Damm hat Erinnerungsarbeit im Horizont der Bewußtwerdung der verschütteten Möglichkeiten von Frauen geleistet." (Frankfurter Rundschau)
Buch:
Von einem, der auszog, leben zu lernen: Goethes Reisen in die Schweiz
Autor:
Adolf Muschg, Ausgabe vom 9. Aug. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 604460
Johann Wolfgang Goethe - Mein Leben ein einzig Abenteuer: Biografie
Autor:
Klaus Seehafer, Ausgabe vom 1. Okt. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 226269
Buch:
Christiane und Goethe - Eine Recherche
Autor:
Sigrid Damm, Ausgabe vom 12. Febr. 2002, Gebunden, Verkaufsrang 513068
Aus der Amazon.de-Redaktion Es ist für den ehrwürdigen Dichterfürsten aus Weimar wenig schmeichelhaft, was die Autorin Sigrid Damm bei ihren Recherchen über seine Ehe mit Christiane Vulpius zu Tage gefördert hat. In der Literatur wurde Christiane häufig als seine Mätresse oder ein schönes Stück Fleisch beschrieben. "Gründlich ungebildet", sagte Thomas Mann über sie, für Schiller, der sie zeitlebens ignorierte, war sie "ein rundes Nichts". Wer war diese Frau, die, bevor sie Goethe im Juli 1788 erstmals traf, mit ihrer Tätigkeit in einer Blumenwerkstatt ihre Familie versorgte, da der Vater arbeitslos war, die Stiefmutter sterbenskrank im Bett lag und der Bruder das Gymnasium besuchte? Ganz sicher kein weltfremdes Dummchen, denn sie hat entgegen dem Hofklatsch in Weimar das Wagnis auf sich genommen, ihre große Liebe zu leben, Goethes Sohn August zunächst ohne die Sicherheit einer standesgemäßen Ehe zur Welt zu bringen und großzuziehen. Christiane führt an der Seite Goethes kein intellektuelles, durchgeistigtes Leben - es ist fraglich, ob sie je eine Zeile seiner Werke gelesen hat -, denn sie hat die Haushalte in Jena und Weimar zu versorgen, seine zahlreichen Gäste zu bewirten und ihm den Rücken für sein Schaffen freizuhalten. Sehr schäbig wird Goethes Verhalten, als sie 1815 erkrankt. Für ihn ist jede Krankheit eine Arbeitsstörung, die sein ästhetisches Empfinden verletzt. Als sie stirbt, läßt er sie mit furchtbaren Krämpfen und Schmerzen allein. Eine wenig bekannte Seite des Verfassers der schönen Gedichtzeile "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut". -Manuela Haselberger
Buch:
Goethe unter Frauen: Elf biographische Klarstellungen
Autor:
Eckhard Henscheid, Ausgabe vom Juni 2002, Taschenbuch, Verkaufsrang 634687