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X & Y Es heißt das dritte Album ist die Feuertaufe für eine Band. Das britische Quartett Coldplay hat sich für diesen kritischen Karriereschritt lange Zeit gelassen. Ist X & Y mit 12 neuen Songs (und einem Hidden Track) der gewollte, große Wurf? Beim ersten Hören nicht unbedingt, aber Vorsicht! Das galt auch für die ersten beiden Alben der Briten, sie sind keine ad-hoc-Ohrwurm-Band. Ihre Songs sind wie Nervengas, das langsam, aber dafür umso nachhaltiger wirkt. Demnach hat sich auch für mich noch nicht das optimale Lieblingsstück herauskristallsiert, was nichts zur Sache tut. Coldplay besitzen drei Trümpfe, die wenige Bands dieser Tage vereinen können: mit Sänger Chris Martin eine melancholische Stimme, der man sich nicht entziehen kann, unwiderstehliche Melodien, sowie eine Gefühlsstärke, die niemals in Kitsch ausartet. Was auch an den bisweilen nachdenklichen, sehr reflektierten Texten liegt. Ausserdem leugnet die Band ihre Vorbilder von Beatles ("What If") bis Depeche Mode ("White Shadows") nicht, ohne sie zu kopieren, der Gitarrenrocker "Square One" als Auftakt trifft zB. den Nerv von U2 in ihren besten Zeiten. Doch die große Stärke der Band zeigt sich wieder in sanften Liebesballaden, etwa "Fix You" - einer Feuerzeug-Stadion-Hymne - "A Message" und dem elegischen "Swallowed In The Sea". Beispiel für die Tatsache, dass auch die Elektronik ein bisschen Einzug gehalten hat, ist "Talk", mit heftigen Gitarren und einem irrlichternen Sample von Kraftwerks "Computerliebe". Warm, herzlich, infektiös - spätestens nach dem dritten Anhören. - Ingeborg Schober
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COLDPLAY A Rush Of Blood To The Head (2002 Mexican 11-track CD album including the singles In My Place The Scientist Clocks & God Put A Smile Upon Your Face complete with booklet picture sleeve) Coldplay haben ein Leben lang gebraucht, um mit dem so wunderbar selbstbewussten Debüt Parachutes zu landen. Aber es dauerte weniger als zwei Jahre, bis das stimmungsvolle britische Quartett ein meisterliches Folgealbum nachlieferte. Sie haben sich als Band auf ein Niveau entwickelt, auf dem sie fast jeden ihrer Rivalen in Sachen Fantasie und emotionaler Ausdruckskraft übertreffen. A Rush Of Blood To The Head ist eine gefühlvolle, heitere Reise von dem begeisternden Rock "Politik" bis hin zu den gedämpften Klängen von "Green Eyes", ohne ein einziges Mal die faszinierende Wirkung zu stören. Der Sänger Chris Martin treibt seine Stimme zu Höhenflügen an und erreicht Ebenen, die eigentlich nur Jeff Buckley bisher anzustreben wagte. Die Musik ist ganz einfach tadellos, eine überzeugende Kreuzung zwischen Pink Floyd und The Verve. Selbst wenn sie nicht noch einmal mit so etwas wie "Yellow" auftauchen, macht einem das überhaupt nichts aus. Dies ist erstklassiges Material. -Aidin Vaziri
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Product Description RADIOHEAD The Best Of (2008 Taiwanese issue 16-track CD album their first ever retrospective collection consisting of singles key album tracks and live favourites from their 12 year career on Parlophone [1992 - 2004] complete with booklet andunique wrap-around obi-strip)
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Die Wiederentdeckung Amerikas durch zwei junge Rad-Touristen. Noch stärker als bei Radiohead scheiden sich bei Muse die Geister am Gesang. Das hohe, manchmal mit voller Absicht sägend-schneidende Timbre von Matthew Bellamy ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack, doch wer mit dem famosen Erstling Showbiz oder den erwähnten Radiohead klarkommt, wird auch Origin Of Symmetry mögen. Überhaupt, Radiohead: Muse klingen immer noch unüberhörbar nach Thom Yorke und Konsorten, gehen insgesamt aber lärmiger, stellenweise fast schon punkig zu Werke. Das Power-Trio rockt sich durch einen abwechslungsreichen Set, in dem sich viele gute Elemente aus Rock und Electronica zu einem lebendigen, ebenso energetischen wie melodischen Ganzen zusammenfügen. Grandios wird es vor allem dann, wenn Muse es etwas ruhiger angehen lassen oder aber schrankenlosen Megabombast von der Leine lassen. Eine Platte zum häufiger Anhören! -Michael Rensen
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Product Description JOY DIVISION Substance 1977-1980 (1992 German 17-track CD album comprised of material originally released on rare singles and compilations including the classics Transmission and Love Will Tear Us Apart alongside material from An Ideal For Living and the French-only Licht Und Blindheit single sealed picture sleeve)
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COSTELLO MUSIC So ist das dieser Tage, kaum betritt im neuen Millennium eine Band den Planeten Pop, da dreht die Kundschaft durch. Zumindest drüben auf der Insel, wo nun auch die Fratellis mit ihrem herrlich unkomplizierten Debüt Costello Music für Furore sorgten. Dort erschien das Album schon im Herbst 2006, und das Trio aus Glasgow hatte sich da erst gut ein Jahr vorher gegründet. Sie mögen lokalen Gruppen wie Franz Ferdinand oder Sons And Daughters etwas näher stehen, als Mogwai oder Belle & Sebastian, aber erst einmal stehen sich die Fratellis selber am nächsten. Großmäulig lästern sie über andere (Artic Monkeys, Libertines, Strokes), denen sie vorwerfen, dass sie "...genau wie das große Ding aus dem Vorjahr sein wollen." Wenn schon klauen, dann aber richtig. Das fängt schon beim Namen an. Ist er dem Spielberg-Film The Goonies entnommen, erinnerten sich Sänger Jon (John Lawler?), Trommler Mince (Gordon McRoy?) und Bassist Barry (Barry Wallace?) an die Ramones? Taucht er tatsächlich in Barrys Familiestammbaum auf, oder verfügen die jungen Männer über Italienischkenntnisse (Fratelli bedeutet Geschwister)? Egal, das von Tony Hoffer (Kooks, Beck, Air, Thrills) produzierte Costello Music kennt nur eine Richtung: rückwärts und dann immer geradeaus in die Zukunft. Um den Widerspruch gleich aufzulösen. Die Fratellis klauen wie die Raben bei The Clash, T.Rex, Slade oder Manfred Mann, sie klauen das weltberühmte Zitherspiel aus Der Dritte Mann im Song "Vince The Loveable Stoner", sie klauen den Ska von Madness, sie klauen bei den Monks die wilden Trommelschläge ("Creeping Up The Backstairs"). Am Ende der bis in die Sixties reichenden Diebestour haben die Schotten aus unzähligen Versatzstücken ein erstaunlich originelles Entertainment-Album zusammen gebastelt. -Sven Niechziol