Eiji Yoshikawa, Ausgabe vom 11. Febr. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 280512
Aus der Amazon.de-Redaktion Sieben Mal verfilmt. In unzähligen Auflagen Millionen Leser begeistert. Dreimal ins Fernsehserienformat gepreßt. Tausende von Bühnenaufführungen erlebt. Als Comic die Jugend erreicht. Im Alltag einer ganzen Nation verankert. Hier handelt es sich nicht um Shakespeare oder Star Wars, sondern um einen Stoff aus der kriegerischen Epoche Japans am Anfang des 16. Jahrhunderts. Worum geht es? Eiji Yoshikawa begleitet in seinem Roman Musashi den Lebensweg eines Samurai von dessen erster Teilnahme als grobschlächtiger Bauerntölpel an einer verlorenen Schlacht bis zum triumphalen Sieg über seinen größten Rivalen unter den Schwertkämpfern. Zwischen diesen beiden Ereignissen liegt für Musashi ein langer, entbehrlicher Weg des Schwertes, der geprägt ist von einsamen Tagen der Askese, brutaler Selbstdisziplin und körperlicher Züchtigung sowie unstillbarem Hunger nach Wissen und der Suche nach der Erleuchtung. Diesem Erdbeben in Menschengestalt, das sich seine Bahn durch die japanische Geschichte schlägt, stehen mehrere Figuren zur Seite, deren Schicksal mit dem seinen eng verwoben sind und deren Wege sich im Laufe der Zeit immer wieder kreuzen. So reist ihm seine seine platonische Liebe Otsu ebenso lange hinterher wie die verbitterte Alte Osugi, die durch ein Duell mit ihm ihre Familienehre wiederherstellen möchte. Viele verlieren bei einem Aufeinandertreffen mit Musashi ihr Leben, nur wenige Zeitgenossen können ein Band der Freundschaft mit ihm knüpfen. Doch seinen Weg zum furchtlosen, unbesiegbaren Samurai muß er alleine gehen. Miyamoto Musashi ist eine historische Figur. Er selbst hat Das Buch der fünf Ringe, eine Schrift über die Kriegskunst, verfaßt, den Stil der Zwei-Schwert-Technik, zahlreiche kalligraphische sowie einige poetische Werke geschaffen und galt als äußerst hart gegen seine Mitmenschen und sich selbst. Sich stark an den historischen Ereignissen orientierend, schuf Yoshikawa dank seiner meisterhaften Erzählkunst einen Roman, der sowohl den Alltag, als auch die Kultur und Philosophie im japanischen Mittelalter lebendig werden läßt. Auf über 1.200 Seiten entführt er den Leser in eine vergangene fremde Welt, gespickt mit fernöstlicher Sitte und Würde, gelebten buddhistischen Weisheiten und dem lebendigen, alltäglichen Treiben der Stadt- und Landbevölkerung. Wer dieses Stück Weltliteratur für sich entdeckt hat, wird davon so begeistert sein, daß er dieses Buch wirklich uneingeschränkt empfehlen wird. Zum Schluß noch ein kleiner Tip. Um auf die zen-buddhistische Komponente des Romans nicht teilweise verzichten zu müssen, sollte man unbedingt auf die ungekürzte Fassung zurückgreifen. -Andreas Kerschner 1
Buch:
Mein Körper weiß alles: 13 Geschichten
Autor:
Banana Yoshimoto, Ausgabe vom 26. Febr. 2010, Gebunden, Verkaufsrang 273619
Product Description Mit e. Essay v. Giorgio Amitrano Erscheinungsjahr: 1994 Gewicht: 179 gr / Abmessung: 18 cm Von Yoshimoto, Banana Als Mikage ihre Großmutter verliert, ist sie vollkommen allein in der großen Wohnung. Nur in der Küche, wo sie das Brummen des Kühlschranks in den Schlaf wiegt, kommt sie zur Ruhe. Aus ihrer Einsamkeit holt sie Yuichi. Er schlägt ihr vor, zu ihm und seiner Mutter zu ziehen. Es entwickelt sich eine merkwürdige Wohngemeinschaft. Denn Eriko, die wunderschöne "Mutter" Yuichis, hat eine schillernde Vergangenheit. Pressestimmen: "Banana Yoshimoto schreibt klar, eindringlich und entwaffnend. Die Geschichte, die sie erzählt, erscheint einem vertraut und seltsam zugleich." (The New York Times) "Welches Publikum könnte der positiven Kraft dieser Japanerin widerstehen, die gerade 24 Jahre alt war, als sie ihren Erstling "Kitchen" herausbrachte. Ein bisschen literarische Lebenskraft tut wohl in einer Zeit, in der alle gesellschaftlichen Perspektiven abhanden gekommen sind. Kitchen ist eine frische Erzählung, die einen zusehends in ihre Wärme zieht." (Tages-Anzeiger) "Um Formen der Trauer geht es in Kitchen und um das mühsame Erwachsenwerden einer Jugend zwischen Lifestyle und Tradition." (Süddeutsche Zeitung)
Buch:
Bittere Mandelblüten: Roman
Autor:
Sujata Massey, Ausgabe vom April 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 186967
Immer wieder fühlt die attraktive Rei Shimura sich in Tokio als Fremde - zu keß sind ihre knappen T-Shirts, und zu oft verletzt sie die gesellschaftlichen Regeln der Japaner. Von ihrer Tante Norie läßt sie sich zu einem Ikebana-Kurs überreden, doch dann wird inmitten zarter Kirschblüten und duftender Gewächse die Meisterin der Blumenkunst tot mit einer Pflanzenschere im Hals aufgefunden ... Ein atemlos spannender Fall für Sujata Masseys sympathische junge Heldin und ein rasanter Krimi voller Witz, Erotik und asiatischem Flair. - Mit dem Blick der Ausländerin vermittelt der Roman ein Stück japanische Alltagswelt und führt durch eine spannende Krimi-Handlung an der Hand einer schlagfertigen und mutigen Heldin. womenweb.de Rei Shimura ist halb Amerikanerin, halb Japanerin, lebt in Tokio und hat eine bezaubernde Tante. Tante Norie wiederum hat nur ein Anliegen: Rei soll einen Mann kennen lernen - und wo geht das am besten? Natürlich in einem Ikebana-Kurs. Bevor sich aber die Liebelei im Land der Kirschblüte entfalten kann, prägt ein hässliches Bild die Szene: Eine Ikebana-Dozentin wird mit Gartenschere im Hals aufgefunden. Tot. Ganz unbeschwert fließt da ein pikanter Krimi aus begabter und schon ausgezeichneter Feder. Sujata Massey, Deutsch-Inderin, hat selbst mehrere Jahre in Japan gelebt; und so wundert es nicht, dass ihr Roman so anschaulich, detailreich und überzeugend atmosphärisch ist. Wer auch nur ein wenig Interesse an asiatischem Flair und fernöstlichem Leben hat, der kommt hier voll auf seine Kosten. "In Japan gibt man kein Trinkgeld", "In Japan hört man auf die ältere Generation" oder "In Japan ist ein Autounfall die wahrscheinlichste Art vorzeitigen Ablebens": japanische Landeskunde im Krimimäntelchen. "Vermutlich ist der Täter ein Ikebana-Künstler", denkt die attraktive Rei, die mit sicherem Instinkt und sympathisch beharrlichem Dickkopf natürlich selbst auf kriminalistische Recherche geht. Spurensuche nach einem Mörder, der sich Mühe mit Details macht: Ikebana beruht "auf der Kunst des Details". Und genauso kunstvoll wie japanische Blumengestecke ist der spannende, flotte, vor Gefühlen prickelnde Krimi angelegt. Clevere Story, pfiffig geschrieben, raffiniert komponiert. Und so ist es sicher kein Zufall, dass der Titel sich bitterer Mandelblüten statt lieblicher Kirschblüten bedient. -Barbara Wegmann
Buch:
Der Clan der Otori, Band 4: Der Ruf des Reihers: Bd 4
Autor:
Lian Hearn, Ausgabe vom Juni 2008, Taschenbuch, Verkaufsrang 43042
Erscheinungsjahr: 2008 ab 14 J. Aus d. Engl. v. Henning Ahrens Gewicht: 646 gr / Abmessungen: 187 mm x 120 mm x 45 mm Von Hearn, Lian / Übersetzt v. Ahrens, Henning Seit sechzehn Jahren herrschen Takeo und Kaede gemeinsam über die Drei Länder. Ihre Liebe und Harmonie, aber auch die perfekte Balancezwischen männlicher und weiblicher Kraft haben ihrem Land dauerhaften Frieden und großen Reichtum beschert. Das bleibt auch dem Kaiser im fernen Miyako und seinem obersten General, Saga Hideki, nicht verborgen. Der General fordert Takeo zu einem Wettkampf heraus: Wenn er verliert, muss er nicht nur abdanken und sein Land verlassen, sondern auch in eine Heirat seiner schönen Tochter Shigeko mit Saga einwilligen. Mit seinen treusten Gefolgsleuten reist Takeo nach Miyako. Und schon bald überschlagen sich die Ereignisse, denn ein schwerer Verrat droht das zu zerstören, wofür Takeo sein Leben lang gekämpft hat Kaede will endlich einen Jungen. Seit sechzehn Jahren steht die stolze Kämpferin an der Seite von Herrscher Otori Takeo in der Residenz von Inuyama an der Spitze der Drei Länder, und die weise Regierung der beiden, die sich im Sinne männlicher und weiblicher Stärken perfekt ergänzen ("Du gibst mir das Gefühl, ganz zu sein"), hat der Region Kraft, Frieden und Wohlstand gebracht. Aber bisher gingen aus ihrer Beziehung eben nur drei Mädchen hervor, darunter, für die Frau aus gesellschaftlichen Gründen enttäuschend, Zwillinge. Jetzt liegt Kaede neben Takeo und eröffnet ihm ihren Wunsch, über den letzterer alles andere als glücklich ist. Schließlich hat ihm eine Seherin prophezeit, dass er nur durch die Hand eines Sohnes sterben könne. Aber es gibt ohnehin schon einen inzwischen 16-jährigen Sohn Takeos, von dem Kaede (ebenso wie von der Prophezeiung) noch nichts weiß. Und es gibt den Kaiser in Miyako und seinen skrupellosen General, denen Glück und Blüte der Drei Länder ein Dorn im Auge sind... Mit Der Ruf des Reihers der in Australien lebenden Engländerin Lian Hearn endet die packende Tetralogie über den japanischen Clan der Otori, die mit Das Schwert der Stille fulminant begann und in Der Pfad im Schnee sowie Der Glanz des Mondes zwei nicht minder fulminante Fortsetzungen fand. Bei Der Ruf des Reihers wird man sich auf einige traurige Begegnungen einstellen müssen, aus denen Takeo, Kaede, ihre älteste Tochter Shigeko und die Zwillinge Miki und Maya nicht unbeschadet hervorgehen, zwei tragische Tode inklusive. Aber eigentlich muss man Hearn natürlich dafür dankbar sein, sich nicht mit einem unbefriedigenden Happy End begnügt zu haben. So hat die Tetralogie mit Der Ruf des Reihers einen wirklich würdigen Abschluss gefunden, der die Harmonie der Otori-Herrschaft zerreißt, ihre Geschichte aber gerade deshalb zu einem großen Ganzen rundet. - Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Buch:
Die Tote im Badehaus: Roman
Autor:
Sujata Massey, Ausgabe vom Juni 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 221719
Buch:
Das Kopfkissenbuch der Dame Sei Shonagon
Autor:
Sei Shonagon, Ausgabe vom 16. Febr. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 53944
Erscheinungsjahr: 2009 Aus d. Japan. v. Carla Blesgen Gewicht: 211 gr / Abmessung: 19 cm Von Togawa, Masako / Übersetzt v. Blesgen, Carla Nach dem Tod der neunzehnjährigen Keiko Obano durchkämmt eine unbekannte Frau die Clubs und Bars von Tokio. Sie sucht den Mann mit der unvergesslichen Stimme und einem Doppelleben; den Mann, der hier auf "Jagd" geht und dabei so erfolgreich ist, dass er über seine Eroberungen Tagebuch führt. Auch Keiko Obano gehörte dazu. Doch plötzlich wird aus dem Spiel mit der Lust tödlicher Ernst. Die Frauen auf seiner Liste werden ermordet Masako Togawa zählt in ihrem Heimatland Japan seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Krimiautoren. Endlich wurde nun auch ihr bereits 1963 erschienener und höchst lesenswerter Roman Schwestern der Nacht für die deutschen Leser wieder entdeckt, in dem ein Frauenmörder mit Opfern und Ermittlern spielt. Serienkiller haben Hochkonjunktur, ob in Pseudodokumentationen oder halbwegs seriösen Serien im Fernsehen, ob in neuen Kinoproduktionen oder zwischen Buchdeckeln - die Sphinx des Massenmörders garantiert noch immer solide bis hervorragende Verkaufszahlen und Zuschauerquoten. Gerade bei Krimi und Thriller rückt die Qualität der Literatur dabei zunehmend zugunsten des reinen Schockeffekts und der Sensationshascherei in die dritte Reihe. Umso wohltuender in literarischer wie stilistischer Hinsicht hebt sich Togawas vor vier Jahrzehnten erschienener Thriller von den vielen zeitgenössischen 08/15-Produkten ab. Distanziert und unterkühlt, mit klarem Blick für die Psyche ihrer Figuren, schildert die Autorin die Tragödie des Computerspezialisten Ichiro Honda, der wochentags in Tokio seinen Beruf ausübt und nur an den Wochenenden seine in Osaka lebende Frau besucht. Nachts begibt sich Honda in den Straßen und Bars der Hauptstadt auf die Jagd - nach Sex. Zwanghaft und berechnend sucht er die körperliche Liebe fremder Frauen und führt gewissenhaft Buch über seine Errungenschaften, während er zum Sex mit der eigenen Frau nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr in der Lage ist. Schließlich fallen einige seiner Gelegenheitsbekanntschaften einem Mörder zum Opfer, der peinlich darauf achtet, dass Honda selbst für die Tatzeiten keine Alibis aufweisen kann, mehr noch, der ihn zunehmend durch Indizien belastet. Honda wird verurteilt und vegetiert ohne jede Hoffnung im Gefängnis dahin, bis sich der skurrile Anwalt Hatanaka des Falles annimmt und seinen Jäger Shinji auf die Spur des unbekannten Killers schickt. Japanische Spannungsliteratur wurde bisher bei uns kaum von einer nennenswerten Öffentlichkeit wahrgenommen. Mit dem vorliegenden Buch und der Verfilmung des Romans durch Harold Becker (Sea of Love) wird sich das hoffentlich ändern. -Ulrich Deurer
Buch:
Kirschblüten im Wind: Roman
Autor:
Susanne Wahl, Ausgabe vom 3. Febr. 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 443019
Buch:
Mokusei!: Eine Liebesgeschichte (suhrkamp taschenbuch)
Autor:
Cees Nooteboom, Ausgabe vom 21. Juni 1993, Taschenbuch, Verkaufsrang 127689