Product Description Erscheinungsjahr: 2008 z. Tl. farb. Cartoons. Gewicht: 305 gr / Abmessung: 19,5 cm Von Alf, Renate Stress, Lärm, Langeweile - Schule ist nicht automatisch ein Quell permanenter Heiterkeit! Renate Alf kennt sich da aus. Sie ist Mutter von vier Kindern und fertig ausgebildete Lehrerin für Biologie und Französisch. Nach dem Referendardienst beschloss sie allerdings, lieber Cartoons zu zeichnen. Das Thema Schule ist für sie damit nicht abgehakt, im Gegenteil! Es erweist sich immer wieder als äußerst ergiebig
Buch:
Tag und Nacht und auch im Sommer: Erinnerungen
Autor:
Frank McCourt, Ausgabe vom 2. Aug. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 126564
Aus der Amazon.de-Redaktion An seinem ersten Tag als Lehrer wäre Frank McCourt fast von der Schule geflogen, weil er das Pausenbrot eines Schülers aß. Plötzlich kam die lärmende Meute in den Klassenraum gestürmt, und innerhalb der nächsten Minuten musste sich entscheiden, ob McCourt als Autorität anerkannt werden würde oder nicht. Da rief einer der pubertierenden Schüler, ob jemand sein Pausenbrot essen wolle. Das Pausenbrot flog durch den Klassenraum. McCourt hätte sagen können, dass man mit Essen nicht spielen dürfe. Stattdessen griff er zu einem pädagogischen Kniff. Vor den staunenden Augen der einst johlenden Klasse verschlang er das Brot, genüsslich, Biss für Biss. Da der Direktor die Aktion beobachtet hatte, zitierte er McCourt aus dem Klassenzimmer. Von ihm gab es Maßregelungen. Aber das Herz der Klasse hatte McCourt erobert. In der Schule tat McCourt das, was er immer noch am besten kann. "Anstatt zu unterrichten, hab ich Geschichten erzählt", heißt es in Tag und Nacht und auch im Sommer: nach Die Asche meiner Mutter und Ein rundherum tolles Land wieder ein grandioser Paukenschlag des irischen Autors, diesmal über seine 30 Jahre an der McKee Vocational and Technical High School im New Yorker Stadtteil Staten Island, eine Zeit, die 1958 begann. Es ist ein Buch, das wie seine Vorgänger einmal mehr beweist, dass das Leben immer noch die besten, amüsantesten, anrührendsten Geschichten schreibt - wenn es denn einen gibt wie McCourt, der sie derart blendend nachzuerzählen versteht. "Ich war mehr als ein Lehrer", schreibt McCourt in seinen Erinnerungen. "Und weniger. Im High-School-Klassenzimmer ist man Feldwebel, Rabbi, Schulter zum Ausweinen, Zuchtmeister, Sänger, Stubengelehrter, Büroangestellter, Schiedsrichter, Clown, Berater, Beauftragter für die Kleiderordnung, Schaffner, Fürsprecher, Philosoph, Kollaborateur, Stepptänzer, Politiker, Therapeut, Narr, Verkehrspolizist, Priester, Mutter-Vater-Bruder-Schwester-Onkel-Tante, Kritiker, Psychologe, Rettungsanker." All diese Eigenschaften sollte auch ein guter Schriftsteller besitzen. Frank McCourt besitzt diese Eigenschaften. Wieder ein großes Buch eines großen, leider viel zu spät zum Schreiben gekommenen Autors. -Stefan Kellerer 1
Buch:
Schule: Immer so durchgemogelt: Erinnerungen an unsere Schulzeit
Autor:
Walter Kempowski, Ausgabe vom 1. Mai 1999, Taschenbuch, Verkaufsrang 303987
Aus der Amazon.de-Redaktion Aus der sicheren Distanz kann man im Rückblick auf die Geschichte der DDR vielleicht ja darüber lachen, wie sich immer wieder einzelne ihrer Repräsentanten zu geifernden Hampelmännern machten, wenn sie ihre Autorität und die des Arbeiter- und Bauernstaates insgesamt gefährdet sahen. Weit weniger amüsant freilich war es seinerzeit für die unmittelbar Betroffenen, wenn der SED-Apparat mal wieder einen Verantwortlichen ausschickte, um hier oder dort ein Exempel zu statuieren und mögliche Klassenfeinde auf Linie zu bringen oder aber aus dem sozialistischen Volkskörper auszusortieren. So etwas ähnliches geschah 1956 dem Oberschüler Dietrich Garstka mitsamt seiner ganzen Klasse. Die nämlich hatte, nachdem sie aus dem für DDR-Bürger verbotenen Radiosender RIAS von der brutalen Niederschlagung des Ungarnaufstands durch die Sowjets erfahren hatte, fünf Schweigeminuten eingelegt und wollte sich später von diesem konterrevolutionären Affront partout nicht distanzieren. Und sie weigerte sich auch, einen Rädelsführer zu benennen, an dem man stellvertretend hätte exemplifizieren können, was es heißt, sich gegen den notwendigen Lauf der Geschichte zu stellen und der Partei den Gehorsam zu verweigern. Der zuständige Volksbildungsminister war damals höchstselbst (das muss man sich mal vorstellen!) in Das schweigende Klassenzimmer geeilt, hatte sich vor den Schülern aufgebaut und seine ganze Kunst dunklen Drohgebarens aufgeboten, um die aufmüpfigen Schüler zum Verrat zu zwingen ? vergebens. Daraufhin schloss man den gesamten Klassenverband kurzerhand vom Abitur aus. Garstka war der erste, der daraufhin dem Arbeiter- und Bauernstaat den Rücken kehrte und in den Westen floh, die anderen folgten nach. Und gemeinsam legten sie im Jahr darauf ihr Abitur im Westen ab. Eine wunderbare Geschichte ? zum Glück mit Happy End -, die Dietrich Garstka fünfzig Jahre später für dieses überaus lesenswerte Buch noch einmal rekonstruiert hat. Eine Lektion in Sachen Zivilcourage -? lesenswert! Andreas Vierecke