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Die Germanen: Wie aus wehrhaften Kriegern und Bauern in den Wäldern Nord- und Mitteleuropas die Erben des Römischen Imperiums wurden.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* "Ich entsage allem Teufelswerk und Teufelswort. Donar, Wotan und Saxnot und allen Unholden, die ihre Genossen sind." (5 von 5 Punkten) meint H.K. (Schwur der heidnischen Sachsen bei ihrer Taufe zu Ende des 8. Jahrhunderts.)
Geo Epoche Heft 24 berichtet im Rahmen vieler sehr guter Aufsätze über die Germanen. Man erfährt, so verspricht der Untertitel, wie sie lebten, woran sie glaubten und weshalb die kämpften.
Unterrichtet wird man gleich zu Beginn über einzelne Stämme der Germanen: die Chatten, die Chauken, die Cherusker,die Friesen, die Goten, die Kimbern und die Langobarden. Mir haben es dabei am meisten die Kimbern angetan, die einst durch die römische Armee vernichtet wurden, aber sich durch besonderen Mut, meine Lieblingstugend, auszeichneten.
Thematisiert wird natürlich die großen Auseinandersetzungen mit den Römern, des Weiteren auch die germanischen Moorleichen, sprich die Opfer geheimnisvoller Rituale. Bilder zeigen, dass die äußere Hülle der Toten im sauren Mileu teilweise nahezu vollständig erhalten blieb. Man liest von einem Ort namens Oberdorla, wo Männer, Frauen und Kinder der Opfertod fanden. Seen und Moore dienten den Germanen als Kultstätten. In Oberdorla (Thüringen) befanden sich am Ufer des Moorsees kleine heilige Bezirke. Die Bilder der Moorleichen muten übrigens wie kunstvolle Skulpturen an. Sehr beeindruckend.
Unterrichtet wird man über den Handel entlang des Grenzwalles Limes, über die Welt der germanischen Götter und schließlich über die Runen, das geheimnisvolle Zeichensystem der Germanen. Es folgen eine Reihe weiterer erhellender Beiträge über die Wotananbeter, die schließlich in einem Beitrag über die Christianisierung der germanischen Stämme münden. Hier liest man von einem gotischen Bischof, der die Bibel im Jahre 350 ins Gotische übersetzte. Wulfilas intellektuelle Leistung bildete die Grundlage für die Christianisierung vieler Germanen.
Fast ganz zum Schluss wird der Sachsenführer Widukind (der letzte Germane) fokussiert, der sich lange Karl dem Großen widersetzte. Er war ein tapferer Rebell, der den Widerstand gegen Karl dem Großen immer wieder neu organisierte. Schade, dass die Nazis ihn für ihre Ideologie instrumentalisierten. Das hat Widukind eigentlich nicht verdient.
Dieses Geomagazin schafft es, die historischen Fakten über die Germanen scharf vom ekelhaften Nazi-Mythos zu trennen und auf diese Weise dem Leser die Skepsis gegenüber den blonden Recken zu nehmen. Mit einem Wort das Bild wird gerade gerückt. Prima.
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Wie waren die Germanen wirklich, und woher kamen sie? S. Fischer-Fabian räumt auf mit den Klischeevorstellungen von den ersten Deutschen: Sie waren keine biertrinkenden Rauhbeine oder nordische Übermenschen. Uns tritt stattdessen ein Volk entgegen, in dem die Erdverbundenheit von Bauern mit der Kampfeslust von Hirtenkriegern aus dem Osten verschmolz. Von Anbeginn "wohnten zwei Seelen in ihrer Brust". Aus archäologischen Funden, den Werken antiker Schriftsteller und zahllosen anderen Quellen entstand ein faszinierendes Bild der Geschichte unserer Vorfahren.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 31 Bewertungen)
Leserkommentare:* Toller Einstieg (5 von 5 Punkten) meint O.S. Ich interessiere mich erst seit kurzem über das Leben der Germanen und habe lange nach einem guten Einstiegsbuch in dieses Thema gesucht.
Mit 'Den Ersten Deutschen' habe ich dieses nun gefunden.
Es erzählt spannend die Geschichte der Germanen, von den ersten Bauernvölkern in Deutschland bis hin zum Zerfall des römischen Reiches. Dabei werden die verschiedensten Themen angegangen, wie z. B die Völkerwanderungen der Kimbern und Teutonen, die Varusschlacht, die Germania von Tacitus usw. aber auch Themen wie die Funde der Moorleichen und die Erschließung neuer Erkenntnisse daraus oder aber auch die Rolle der Frauen in der germanischen Gemeinschaft.
Besonders interessant fand ich das Kapitel über die Sprache der Germanen und das Entdecken einer "Ursprache" (Indogermanisch).
Alles in allen ein tolles Buch wenn man erstmal einen groben überblick für dieses Thema bekommen möchte, daher 5 Sterne.
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| | Buch: | Geschichte der Kriegskunst: Das Mittelalter, Die Neuzeit, Das Altertum, Die Germanen |
| Autor: | Hans Delbrück, Ausgabe vom 15. Januar 2009, Broschiert, Verkaufsrang 43153 |
| Preis: | 14,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden |
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Delbrücks "Geschichte der Kriegskunst" ist das umfangreichste, gleichzeitig auch große, bahnbrechende Werk zur Geschichte und Organisation der Kriege. "Ein Meisterwerk der Geschichtsschreibung. Delbrücks Werke gleichen den Steinen, die nicht aufhören, Funken zu sprühen, sobald man sie anschlägt." (Friedrich Meinecke (1929)) |
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Der Bestseller zum Jubiläumspreis Die Germanen: Rauschebärtig und in Felle gehüllt brechen die kriegsliebenden Metsäufer aus den Wäldern hervor und massakrieren die Römer. So weit das Klischee. Doch wer waren sie wirklich? Gelten sie zu Recht als die Urahnen der Deutschen? Die Geschichte der Germanen ist eine der wichtigsten historischen Brücken zwischen Spätantike und der Entstehung des Abendlandes. Sie mündete in die Entstehung vieler europäischer Nationen, von Island bis nach Italien und von Spanien bis nach Russland. Arnulf Krause klärt auf über Herkunft und Mythen der aus vielen Stämmen bestehenden Germanen, erzählt von ihren Wanderungen und macht ihre Lebenswelt und kulturellen Leistungen lebendig. "Das Buch von Arnulf Krause kommt zur rechten Zeit. Es ist ein Glücksfall, behandelt doch der Autor den Gegenstand auf beste Sachbuchweise ..." Herwig Wolfram, FAZ
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)
Leserkommentare:* Gut geschrieben, auch für Laien klar verständlich (5 von 5 Punkten) meint T. Da ich kein Geschichtsstudent bin, dachte ich erst, dieses Buch ist mit Sicherheit für Studenten gedacht. Ich würde aber positiv überrascht, denn dieses Buch gibt einen, einen guten Überblick über die Geschichte der Germanen. Es ist klar verständlich und liest sich meiner Meinung nach sehr gut. Die kleinen Ausblicke in spezielle Dinge werden in kleinen Grauen abschnitten extra erläutert, so das man nicht von Informationen erschlagen wird. Für Einsteiger, die sich mit der Materie beschäftigen möchten, kann ich nur sagen, schaut es euch an, einen Blick ist es allemal wert.
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2000 Jahre Varusschlacht Im Jahre 9 n. Chr. erlitt das römische Heer unter Kaiser Augustus eine katastrophale Niederlage gegen den ehemaligen römischen Offizier Arminius. Wie war es möglich, dass die Germanen die hochgerüsteten und zahlenmäßig überlegenen Römer besiegten? Was weiß man über die Protagonisten der Ereignisse? War Varus ein Versager oder wurde er geschickt getäuscht? Wie beeinflusste der Ausgang der Schlacht die weitere historische Entwicklung? Wo hat die Schlacht überhaupt stattgefunden? Tacitus meinte im Teutoburger Wald. Heute gilt Kalkriese nordöstlich von Osnabrück als möglicher Schauplatz. Doch die Schlacht um diese Frage ist noch nicht geschlagen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Leserkommentare:* Der Sieg über Varus (5 von 5 Punkten) meint W.R. Das Buch ist, wie erwartet, klasse. Frage mich halt, warum ein Lieferung innerhalb Deutschland bei Amazon mittlerweile über 2 Wochen dauert. Da gehe ich doch lieber in die Buchhandlung. Da dauert es nur 1 Tag, selbst in der Vorweihnachtszeit.
Weitere Lesermeinungen |
| | Buch: | GEO Epoche mit DVD 34/2008: Die Germanen: Das Magazin für Geschichte |
| Autor: | Michael Schaper, Ausgabe vom 10. Dez. 2008, Broschiert, Verkaufsrang 272157 |
Direkt bei Amazon nicht vorrätig, andere Angebote über Amazon hier (Versandkosten beachten). |
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* Eine sehr gute Rechercheleistung (5 von 5 Punkten) meint T.S. Über die alten Germanen ist viel geschrieben worden, doch vieles davon gehört in das Reich der Mythen, denn nicht immer war es Ziel des Berichterstatters, seine Leser auch wirklich zu informieren. So war es das Anliegen des Tacitus, einer der ältesten Quelle über die Germanen, seinen dekadenten und egoistischen Zeitgenossen in Rom das Gegenbild einer vermeintlich edleren, unverdorbenen und einfacheren Kultur vor die Nase zu halten, und Rousseau hätte denn auch wahrscheinlich an den Germanen des Tacitus seine Freude gehabt. Bei wieder anderen, wie dem Deutschtümler Wagner, diente das Germanenbild von geflügelten Riesenhelmen tragenden Kraftprotzen in Kettenhemden wahrscheinlich ebenso sehr der Selbsttherapie wie dem Versuch, dem deutschen Nationalismus zu illustren Traditionen zu verhelfen.
Diese traditionsbildende Funktion des Germanenbildes wird in dem vorliegenden Heft von GEO-Epoche mit fundierten Erkenntnissen hinterfragt. Am Anfang des Heftes steht ein Überblick über die wichtigsten Stämme der Germanen, der vor allem eines deutlich macht: Dass sich die Germanen nie wirklich als Germanen, sondern als Kimbern, Chauken, Cherusker, Sueben und Angehörige anderer Völkerscharen gesehen haben.
Ein weiterer Mythos ist der der Varusschlacht, nach dem ein teutscher Recke namens Hermann aus Freiheitswillen und Nationalbewusstsein die römischen Invasoren in einer heldenhaften Schlacht besiegt hat. Der sehr ausführliche Artikel über die Varusschlacht von Ralf-Peter Märtin in diesem Heft zeichnet ein ungleich differenzierteres Bild von dem Cheruskerfürsten Arminius, das sich nicht in Schwarz-Weiß-Malerei - auch nicht in umgekehrter - ergeht.
Ein sehr erhellender Artikel von Cay Rademacher beschäftigt sich mit den eher friedlichen Handelstransaktionen zwischen Römern und Germanen, die jahrzehntelang am Limes stattfanden; dort wird auch deutlich, wie stark die Germanen in Limesnähe sich von der römischen Zivilisation prägen ließen.
Ein weiterer sehr empfehlenswerter Artikel zeigt, wie um 50 vor unserer Zeitrechnung von Bauern ein Dorf im Marschland an der Wesermündung errichtet wurde. Sehr anschaulich wird hier dargestellt, wie die Menschen in der Antike die Grundlagen ihres Daseins einer unwirtlichen Natur abtrotzen mussten. Außerdem erfahren wir hier einiges über das Alltagsleben der Germanen.
Auch die Christianisierung der Germanen, die wechselvollen Beziehungen zwischen Römern und Goten während der Völkerwanderung, die Sachsenkriege und der Kern der Nibelungensage sind Themen, denen man sich in diesem Heft differenziert und kenntnisreich auseinandersetzt.
Diese Ausgabe besticht einmal mehr durch atemberaubende Photos, aber auch durch auf archäologische Forschung aufgebaute Computerbilder, und ich bin sicher, dass hier ein Germanenbild gezeichnet wird, das auf dem neuesten Stand der Forschung ist.
Die dem Heft beiliegende DVD bringt eine im Auftrag des WDR produzierte Dokumentation in drei Teilen, die sich vor allem mit den meist kriegerischen Beziehungen zwischen den Germanen und ihren römischen Nachbarn befasst. Anhand archäologischer Funde werden fiktive Biographien konstruiert, die aus der Perspektive der damals Lebenden vom Jahr 55 vor unserer Zeitrechnung bis ins dritte nachchristliche Jahrhundert einen Einblick in die Alltagsgeschichte vermitteln.
Sowohl Heft als auch DVD kann ich deshalb uneingeschränkt empfehlen.
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| | Buch: | Im Schmelztiegel der Religionen: Göttertausch bei Kelten, Römern und Germanen (Zaberns Bildbaende Zur Archaeologie) |
| Autor: | Roland Gschlößl, Ausgabe vom 1. Okt. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 73122 |
| Preis: | 9,97 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Das Römische Reich als Schmelztiegel der Religionen neue Erkenntnisse Archäologischer Forschung - Allgemein verständlich dargestellt Wie aus dem Kriegsgott Mars ein Heilgott wurde Das spätrömische Kaiserreich war ein Mosaik verschiedener Völker und Kulturen - und ihrer Religionen. Neueste Erkenntnisse belegen: Die verschiedenen Kulte aus den Provinzen des Reiches existierten keineswegs nur nebeneinander, ohne sich weiter zu berühren. Vielmehr verschmolzen sie - auch über weite räumliche Distanzen hinweg - zu eigenwilligen Mischformen. Der Autor führt durch die multireligiöse Welt der römischen Kaiserzeit mit ihren zahlreichen Mischkulten: Götter und Rituale der Griechen, Römer, Ägypter, Juden, Kelten und Germanen lassen den Leser am faszinierenden Spektrum antiker Religiosität teilhaben. Besonderes Augenmerk liegt auf den Orten der Götterverehrung: Neue Grabungen in Tempeln, Heiligtümern und Opferplätzen unterstreichen die Verschmelzung der verschiedenen Kulte.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Fesselnde Lektüre (5 von 5 Punkten) meint W.L. aus Germany "Im Schmelztiegel der Religionen" ist im seriösen Verlag Philipp von Zabern erschienen. Das großformatige Werk macht schon äußerlich einen höchst positiven Eindruck. Das Layout ist großzügig gestaltet. Die Kapitel sind übersichtlich gehalten, wichtige Fachausdrücke werden in kleinen Textkästchen erklärt und hervorragende Farbfotos machen das rezensierte Werk zum Augenschmaus. Der Inhalt hält, was das erfreuliche Äußere verspricht: fundiertes Fachwissen wird allgemeinverständlich und spannend der interessierten Leserschaft geboten.
Der Untertitel verrät, worum es im Buch geht: "Göttertausch bei Kelten, Römern und Germanen". Die Religiöse Wahrheit tauch nicht aus dem Nichts auf auf. Religiöser Glaube entsteht nach und nach, wobei es - wie es bereits der Untertitel von "Im Schmelztiegel der Religionen" auf den Punkt bringt - zu einem Regen Austausch von Göttern (und Göttinnen) kommt. Verschiedene, scheinbar widersprüchliche Kulte und Religionen existieren nicht etwa in feindlicher gegenseitiger Ablehnung nebeneinander her. Sie verschmelzen miteinander, entwickeln sich in gegenseitiger Befruchtung weiter
Roland Gschlössl legte mit seinem Werk aus der Reihe "Sonderbände der Antiken Welt" ein in allen Einzelheiten exakt belegtes Sachbuch vor, also ein wissenschaftliches Buch. Allerdings versteht er es gleichzeitig, populärwissenschaftlich - informativ, spannend, unterhaltsam und im besten Sinne lehrreich - höchst komplexe Sachverhalte klar und verständlich zu beschreiben.
Leider sind echte wissenschaftliche Werke häufig staubtrocken und eher langweilig. Populärwissenschaftliche Werke wiederum sind nicht selten höchst unterhaltsam, aber eher populär als wissenschaftlich, also ungenau oder falsch. Das rezensierte Buch vereint die Vorteile beider Buchgattungen miteinander: die packende Unterhaltsamkeit und die wissenschaftliche Präzision... eine Rarität auf dem Büchermarkt.
Roland Gschlössl beschreibt unsere Wurzeln in der abendländischen Kulturgeschichte. Interessantes Faktum: Der orientalische Einfluss war wesentlich größer als wir ahnen. Der kenntnisreiche Wissenschaftler deckt die Ursprünge des Christentums auf, beschreibt die Entstehung "neuer" Glaubensinhalte aus alten.
Fazit: "Im Schmelztiegel der Religionen" ist das mit Abstand beste, informativste und spannendste Werk über unsere Wurzeln. Es wird das weithin vernachlässigte Phänomen des Synkretismus plastisch beschrieben und erklärt: die Verschmelzung ganz unterschiedlicher Götter/innen und ihrer Kulte. "Im Schmelztiegel.." bietet ein herrlich buntes Kaleidoskop von Göttern, Heiligtümern und Ritualen.. eine Reise durch Jahrtausende zu unseren ureigensten Wurzeln... in einem in jeder Hinsicht guten und schönen Buch!
Danke, Roland Gschlössl!
Rezension: Walter-Jörg Langbein
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Der Limes zwischen Rhein und Donau bildete einst die Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem freien Germanien. Die Ruinen dieses "Bollwerks gegen die Barbaren" sind noch heute in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz zu entdecken. Die im Gelände erhaltenen Spuren der römischen Militärmaschinerie, aber auch der Zivilisation am äußersten Rand des Imperium Romanum beeindrucken noch heute: Schätze vor unserer Haustür. Allein in Germanien erstreckte sich der Limes auf 550 km, mit 60 Kastellen und 900 Wachttürmen. In seiner Gesamtheit aber reichte er weit über das Gebiet des heutigen Deutschland hinaus. Im Zuge eines ehrgeizigen Projekts wurde der europäische Teil der römischen Grenzanlage mit einem speziellen, aufblasbaren Luftschiff abgefahren und gefilmt. Dabei entstanden einzigartige Bilder der überwucherten, aber auch wiedererrichteten Monumente. Dieses Buch schildert informativ und spannend die Geschichte des Limes und seine faszinierende Erforschung bis in die Gegenwart, in der mit modernsten technischen Methoden die Steine zum "Sprechen" gebracht werden.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* "Wem das Verbrechen nützt, der hat es getan!" ( Zitat: Seneca: Medea, 500) (5 von 5 Punkten) meint H.K. Die Autorin Gisela Graichen befasst sich in diesem Buch nachhaltig mit dem römischen Grenzwall Limes.
Der Limes (gleichbedeutend mit Grenze) kennzeichnet ursprünglich einen geraden, scharf abgegrenzten Geländestreifen. Solche Streifen legte das römische Heer an, wenn es in feindliches Gebiet einmarschierte. Eingeebnetes Gelände neben den schmalen Wegen sicherte vor plötzlichen Überfällen.
Mit dem Ausbau des obergermanisch-rätischen Limes unter dem römischen Kaiser Domitian wurde die Grenzlinie zwischen den germanischen Stämmen und den Römern an Rhein und Donau befestigt.
Zur Zeit des Tiberius bildete der Rhein die Grenze. Vom Bodensee zog sie sich nördlich auf die Donau zu, sodass römische Truppen einen Umweg von etwa sechs bis sieben Tagesmärschen machen mussten.
Die römische Expansion schaffte eine direkte Verbindung zwischen den Stellungen am Rhein und an der Donau. Zeitgleich verschob sich die Grenze vom Mittelrhein ostwärts.
Während die Legionen am Rhein stationiert blieben, besetzten die Hilfstruppen, die Auxilarkohorten, weitere Gebiete. Die neue Linie wurde durch eingeebnete Geländestreifen und durch Kastelle gesichert und bildete die vorderste Grenze zum Limes.
An den quer zu den Einfallstraßen der römischen Vorstöße angelegten Verteidigungslinien entstand die äußerste Grenze des Reiches.
Der Limes wurde möglichst auf ansteigendem Gelände errichtet, um von der Anlage einen Ausblick auf das Vorland zu haben und von dem abfallenden Gebiet zeitgleich als militärischen Schutz zu profitieren. An besonders hoch gelegenen Stellen wurden Wachtürme errichtet, so dass ein Signaldienst zwischen den Standorten möglich war.
Die Türme standen in einem Abstand von etwa 500m bis zu 1500 m. Es handelt sich um quadratische Holzbauten mit einer Seitenlänge von 4 bis 5 Metern. Die Eckpfosten sind weit in den Boden eingelassen. Ein drei bis vier Meter breiter nach unten spitz zulaufender Graben umgibt die Wachtürme. Zusätzlich steht vor jedem Graben ein Palisadenzaun.
Die Mannschaften der Wachtürme hatten die Aufgabe, das vor dem Wall liegende Grenzgebiet ständig zu beobachten, um feindliche Truppenansammlungen rechtzeitig zu melden.
Während ihrer Wachtätigkeit lebten die Legionäre in kleinen Erdkastellen, die zusätzlich von einem Graben und einem Palisadenzaun umfasst waren.
Die eigentliche militärische Verteidigungslinie lang im Hinterland des Grenzwalls. In großen Kastellen waren als Hauptstreitmacht die Auxilarkohorten, d.h. Hilfstruppen der Legionen untergebracht. Bei Angriffen leistete die Limesbesatzung zunächst nur hinhaltenden Widerstand. Die Auxilarkohorten nahmen die zurückflutenden Turmwächter in ihre Schlachtreihen auf und begingen ihrerseits die Offensive.
Thematisiert wird im Buch auch wie dieser Grenzwall mit einem Luftschiff von Schottland bis zu Mittelmeer abgefahren und gefilmt wurde.
Oberirdisch blieben übrigens nur geringe Spuren von den rund 900 Wachtürmen und Kastellen des Limes erhalten.
Die Deutsche Limeskommission verfügt über eine bis ins Detail exakte Kartendarstellung, Maßstab 1:10000. Die Limes-Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinlandpfalz haben diese Karte erarbeitet. Geholfen haben dabei moderne Methoden wie geoelektrische und geomagnetische Messungen.
Die neuere Erforschung mit modernsten Methoden finde ich äußerst interessant beschrieben, gefallen haben mir neben der generell eloquenten Texten die vielen Fotos , darunter auch solche von der Saalburg in der Nähe von Bad Homburg, die idyllisch im Taunus gelegen ist und die es sich zu besuchen lohnt.
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2009 jährt sich die weltgeschichtlich bedeutende Schlacht im Teutoburger Wald, in der 9 n. Chr. der Cheruskerfürst Arminius unter dem Namen Hermann zum deutschen Freiheits- und Nationalhelden wurde. Unter den zahlreichen Büchern über die Hintergründe, Ereignisse und die historischen Persönlichkeiten, ragt das vorliegende Werk des bekannten Sachbuchautors durch seine dramatischen Schilderungen und die genauen Untersuchungen der geografischen Rätsel und Identitätsfragen heraus.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Hervorragende Studie (5 von 5 Punkten) meint M. aus Germany Dieses Werk von Ritter-Schaumburg ist von der gewohnten Brillanz. Ritter-Schaumburg wertet sämtliche antiken Quellen aus und zieht teils neue Folgerungen zu wichtigen Fragen nicht bloß der Hermannsschlacht sondern zur Präsenz der Römer in Germanien überhaupt. Es wird klar und besonnen argumentiert, und in einem leicht zu lesenden aber gutem Deutsch geschrieben. Dieses Buch konzentriert sich nicht nur auf die Schlacht im Teutoburger Wald, sondern beschreibt bildhaft, eindringlich und überzeugend die vielen Heerzüge und Waffengänge der Römer in Germanien. Aufgrund des Erscheinungsjahres dieses Werkes (1988) wird auf Kalkriese nicht eingegangen. Das macht allerdings nichts, denn wenn die Quellenauslegung des Autors richtig ist, und es deutet einiges darauf, daß dies der Fall ist, so war Kalkriese sicherlich nicht der Ort an dem Varus geschlagen wurde.
Papierqualität, Druckbild, Bindung u. dergl. sind tadellos. Der Preis ist als günstig zu bezeichnen. Kurzweilig, spannend, schlicht empfehlenswert!
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| | Buch: | Die Feinde Roms: Germanen und Daker - Gallische und britische Kelten |
| Autor: | Peter Wilcox, Gerry Embleton, Angus McBride, Ausgabe vom 15. Mai 2008, Gebunden, Verkaufsrang 135540 |
| Preis: | 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Die Germanen und Daker, diese energischen Barbaren aus dem Norden, zerstörten die westlichen Teile des römischen Imperiums. Sie waren es, die dem sterbenden Koloss im Süden den Gnadenstoß erteilten und anschließend das mittelalterliche Europa errichteten, das Feudalsystem und das Rittertum. Ihre direkten Nachfahren waren die Ritter und Krieger. In jeglicher Hinsicht waren sie die Erschaffer der modernen Welt, und es scheint ironisch, dass die meisten Menschen so gut wie nichts über sie wissen. Im Jahr 390 vor Christus zog eine gallische Armee gegen Rom ins Feld. Eine zuversichtliche römische Armee von 15.000 Mann, die ihr den Weg blockieren wollte, wurde besiegt. Drei Tage nach dieser Schlacht eroberten die Gallier Rom, von dem sie einen Großteil niederbrannten, und sie forderten viel Gold, wenn sie die Stadt verlassen sollten. Während dieses gewogen wurde, warf Brennus, der Anführer der Gallier, sein Schwert auf die Waage mit den Worten Vae victis, Schmerz den Besiegten so sagt m an. Ein Gefühl, welches die Gallier unmittelbar danach eigenhändig erleben sollten
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 1 Bewertung)
Leserkommentare:* Die Feinde Roms: Germanen und Daker-Gallische und britische Kelten (5 von 5 Punkten) meint T.R. aus Pyrbaum Sehr gut beschriebene Kapitel über die verschiedenen Stämme und Völker in der Zeit der Römer. Karten mit den Siedlungsgebieten könnten besser sein, reichen aber mit der Beschreibung im Text aus. Die verschiedenen Bewaffnungen sind detailreich und ausführlich beschrieben. Bei den Illustrationen kann man sich gut vorstellen, was für wilde Haufen es einmal gewesen waren.
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