Die dunkle Wahrheit des Mondes: Commissario Montalbano erlebt Sternstunden - Lesung
Autor:
Andrea Camilleri, Ausgabe vom 16. Okt. 2007, Audio CD, Verkaufsrang 405650
Aus der Amazon.de-Redaktion Einige lüsterne Morgengedanken in Richtung der (diesmal abwesenden) Dauerverlobten Livia; der obligatorische Espresso; im Geiste wird bereits die nächste üppige Mahlzeit in der Trattoria angepeilt; anschließend vielleicht ein Verdauungsspaziergang zum Leuchtturm, wo trotz der Hitze noch ein Lüftchen geht. Nur nichts überstürzen! Fans des Commissarios Montalbano und seines schrägen Teams sind mit deren extrem entspannten Arbeitsabläufen längst vertraut. Duftiger und mediterran leichter kann die polizeiliche Ermittlungsarbeit im fiktiven sizilianischen Städtchen Vigàta eigentlich nicht mehr vonstatten gehen. Daran ändert sich zunächst auch wenig, als die verzweifelte Michela Pardo ihren Bruder als vermisst meldet. Erst als der Verschwundene in sexuell eindeutiger Pose ? aufgrund eines Kopfschusses aber leider mausetot -, in seiner Dachwohnung entdeckt wird, beginnt das Tempo unmerklich anzuziehen. Überschäumend hektisch gings ja in der Regel noch nie zu in den Montalbano-Romanen des greisen und weisen Andrea Camilleri. Sinnlich atmosphärisches, insbesondere kulinarischer Art, genoss stets den Vorrang vor dröger Schnüfflerroutine. Sinnlich in ganz anderer Hinsicht und absolut neu hingegen, das fast schon frühlingshaft sexuelle Erwachen, das dem Commissario angesichts der spröd-erotischen Austrahlung der rätselhaften Michela Pardo den Ermittlerblick trübt. Welch seltsam tiefgehende Liebe verband dabei die stille Schönheit mit ihrem Bruder Angelo, der sich im Leben als eher gefallener Engel präsentierte? Als schließlich auch noch die schöne Elena, eine frustrierte Professorengattin und Angelos letzte Geliebte auf den Plan tritt, droht Montalbano als erotischer Sandwichbelag zu enden. Es ist wie so oft bei Camilleri: Alles hängt mit allem zusammen. Diverse "Drogenunfälle" in der Gegend; die dubiose Verbandelung Angelos mit hochrangigen Pharmakonzernen; seine verlorene Approbation als Arzt; schließlich seine Leidenschaften, die nun den armen Montalbano heißlaufen lassen. Andrea Camilleri hat sozusagen einen sommerlich lichtdurchfluteten, erotikgesättigten Roman komponiert, der leider nicht alle getreuen Leser zufriedenstellte. Neben der etwas leichtgewichtigen Story findet sich der Grund hauptsächlich im Wechsel des Übersetzers, dem in der Tat einige sprachliche Kuriositäten und Verrenkungen nicht abzusprechen sind. Solch sprachgenauer Leserschaft, lieber Verlag, sollte man den nötigen Respekt zollen. - Ravi Unger
Product Description Commissario Montalbanos zehnter Fall Erscheinungsjahr: 2010 Aus d. Italien. v. Moshe Kahn Gewicht: 302 gr / Abmessungen: 186 mm x 125 mm Von Camilleri, Andrea / Übersetzt v. Kahn, Moshe Sizilianische Sommer sind heiß und mörderisch, wenn man der Wahrheit zu nahe kommt... Alle machen Urlaub bis auf Commissario Montalbano. Als er auf der Suche nach einem vermissten Feriengast eine alte Villa durchforstet, macht er eine grauenvolle Entdeckung: In einem Koffer findet er die Leiche einer Frau, die seit Jahren als vermisst gilt. Kurz darauf nimmt eine geheimnisvolle Unbekannte Kontakt zu ihm auf, die der Toten zum Verwechseln ähnlich sieht ...
Buch:
Die Form des Wassers: Commissario Montalbano löst seinen ersten Fall - Roman
Autor:
Andrea Camilleri, Ausgabe vom 14. Sept. 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 15102
Salvo Montalbano ist Commissario bei der Polizei von Vigta, einer typisch sizilianischen Stadt. Als dort am Strand die Leiche des christlichen Politikers Luparello gefunden wird, beginnt er mit der Untersuchung des Falls. Schnell zeichnet sich ein Netz von politischen, geschäftlichen und kriminellen Verbindungen sowie unsauberen Geschäften im Hintergrund ab. Die couragierte Witwe Luparellos gibt dem Kommissar einige Hinweise bezüglich des sexuellen Doppellebens ihres Ex-Gatten. Die Partei wählt indessen einen alten Rivalen Luparellos, Professor Cardamone, zum Vorsitzenden. Der Advokat Rizzo, der dem Verstorbenen treu gedient hatte, wird sein Stellvertreter. Montalbano findet Indizien dafür, dass Cardamones Schwiegertochter Ingrid den Verstorbenen auf dem Gewissen haben könnte. Vier Romane und insgesamt sieben Jahre hat es gedauert, bis Andrea Camilleri und seinem Romanhelden Salvo Montalbano der Sprung über die Alpen nach Deutschland gelang. Spät zwar, aber zum Glück für den Leser, denn Montalbano fügt den Brunettis und Scalzis einen weiteren eigenständigen Charakter innerhalb der italienischen Kriminalliteratur hinzu. Andrea Camilleri ist gebürtiger Sizilianer. Sein erster Roman in deutscher Sprache spielt auf Sizilien und handelt vom immerjungen Thema der Verfilzung von politischer Macht und Verbrechen, ohne dabei die üblichen Mafia-Klischees zu bedienen. Camilleri bewegt sich auf der Höhe der Zeit wie damals sein Vorgänger Leonardo Sciascia, ohne die tiefe Resignation des großen Autors zu teilen. Der Tote, der eines Morgens an der Küste in einem Auto gefunden wird, gehört dort eigentlich nicht hin. Der Ingenieur Luparello galt als wirklich ehrenwerter Mann. Was sollte er also dort am Strand, einer Art Bordell unter freiem Himmel, verloren haben? Außerdem hat es den Anschein, als sei er in Gesellschaft einer Prostituierten einem Herzanfall erlegen. Wer war diese Frau und wie konnte das Auto an diesen absolut unzugänglichen Küstenabschnitt gelangen? Merkwürdige Umstände, denkt sich der Commissario Montalbano. Die Befragung der Zeugen und der fast freundliche Kontakt zu einem der wichtigen Zuhälter der Gegend lassen ihn schon bald an der Todesursache zweifeln. Er heftet sich an die Spur der unbekannten Frau und bemerkt schnell, daß die hohe Politik tief in diesen "Todesfall" verwickelt ist. Der Autor ist in der Lage, die Spannung sehr subtil zu entwickeln und auf Temperatur zu halten. Die Dialoge sind ungemein unterhaltsam, mit feinem Humor und glaubwürdig gestaltet. Commissario Montalbano ist ein Mann mit Schwächen, aber auch mit Charakter und - er liebt seine von Sizilien so ferne Frau tatsächlich. Eine richtig schöne Entdeckung des Frühjahrs! Die Leser dürfen sich auf weitere Romane Andrea Camilleris und seines sehr menschlichen Helden freuen. -Ulrich Deurer
Buch:
Eine Leiche zu Ferragosto: Maresciallo Santomauro fischt im Trüben Kriminalroman
Product Description Maresciallo Santomauro fischt im Trüben. Kriminalroman Erscheinungsjahr: 2011 Übers v. Esther Hansen Gewicht: 300 gr / Abmessungen: 190 mm x 115 mm Von Lama, Diana F. / Übersetzt v. Hansen, Esther Als unter den Algen am Strand von Pioppica eine halb verweste Frauenleiche hervorgezogen wird, weiß Maresciallo Santomauro, dass es mit der gemächlichen Ruhe dieses Sommers vorbei ist. Die gezielt verstümmelte Tote ist kaum zu identifizieren, und auch sonst fehlt jede Spur, die diesen Namen verdient hätte. Also bleibt Santomauro nichts anderes übrig, als eine in Zeiten von Profilern und Gentechnik recht ungewöhnliche Taktik zu verfolgen: Zwischen Strandpromenade, Piazza und den Sommervillen der reichen Städter, beim einhundertundzwei Jahre alten Tankwart, dem marokkanischen Sonnenbrillenverkäufer und der geschwätzigen Friseurin sammelt er hier einen Hinweis, dort ein Gerücht, da ein kurioses Detail. So bröckelt langsam die Fassade der netten Ferienclique und es wird klar, dass jeder der Freunde des Opfers einen triftigen Grund gehabt hätte, ihrem verfrühten Ableben etwas nachzuhelfen. Vor der atemberaubenden Kulisse der süditalienischen Cilento-Küste seziert Diana Lama genüsslich, elegant und mit Witz einen Mikrokosmos menschlicher Unzulänglichkeiten.
Buch:
Das böse Blut der Donna Luna: Nelly Rosso ermittelt Kriminalroman
Autor:
Rosa Cerrato, Ausgabe vom 4. Okt. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 33938
Product Description Nelly Rosso ermittelt. Kriminalroman. Deutsche Erstausgabe Erscheinungsjahr: 2010 Übersetzung: Koskull, Verena von Gewicht: 454 gr / Abmessungen: 205 mm x 133 mm Von Cerrato, Rosa / Übersetzt v. Koskull, Verena von; Hansen, Esther La dolce morte Kommissarin Nelly Rosso riskiert Kopf und Kragen. In ihrem zweiten Fall jagt Nelly Rosso einen Prostituierten-Mörder und bekommt es mit charmanten Kollegen, zwielichtigen Profilern und einer engagierten Puffmutter zu tun. Nelly Rosso haut so leicht nichts um, aber die Affenhitze dieses Sommers steigt ihr zu Kopf. Ebenso wie die Avancen ihres charmanten Kollegen Tano. Doch dann tritt ein Serienmörder auf den Plan, der Frauen enthauptet und ihre Köpfe mitnimmt. Zu allem Übel bekommt Nelly bei ihren Ermittlungen noch ungebetene Verstärkung von einem aalglatten Profiler. Da folgt sie der blutigen Spur des Killers lieber im Alleingang: durch die flirrenden Gassen der Genueser Altstadt, entlang der Riviera bis in die Höhle des Löwen.
Buch:
Die Passion des stillen Rächers: Commissario Montalbano stößt an seine Grenzen
Autor:
Andrea Camilleri, Ausgabe vom 29. April 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 20875
Aus der Amazon.de-Redaktion "Die Sache sieht mir nicht nach einer simplen Erpressung aus." Commissario Montalbano, noch ganz schön lädiert durch seinen letzten Fall, muss wieder in den Ring, wird mit dem mysteriösen Verschwinden einer jungen Studentin konfrontiert und stößt bei seinen Ermittlungen auf ein "finsteres Pläneschmieden". Wie sollte es anders sein: Camilleri vom Feinsten! Susanna Mistretta ist verschwunden, Vater, Freund und Onkel sind in größter Sorge, die Mutter seit langem bettlägerig, sie leidet "an einer unheilbaren Krankheit, ... nämlich Lebensüberdruss. Eine Art tödlicher Depression." Zunächst gibt es keinerlei Hinweise oder Forderungen, zumal auch jeder weiß, dass die Familie in ?würdiger Armut? lebt. Doch dann ein Anruf: "Er sagt nicht drei Millionen Euro, er sagt sechs Milliarden (Lire). Das heißt für mich, dass der Anrufer nicht mehr der Jüngste ist." Erste Hinweise, mit Hochdruck setzt die Spurensuche ein. Dabei machen Vorgesetze Montalbano das Leben schwer, aber, es wäre ja nicht das erste Mal, dass der ausgefuchste Commissario seine so ganz eigenen Wege geht und findet. Andrea Camilleri hat schon vor langem eines geschafft: seinen Commissario sieht man hautnah vor sich, man liest nicht über ihn, man erlebt ihn, man verfolgt nicht die Geschichte, man begleitet ihn und er ist ein sympathischer Vertrauter. Glaubwürdig, seriös, gradlinig, ein Eigenbrödler und Genussmensch. Zu seinen Mitarbeitern hat er ein bestes Verhältnis, auch wenn er über Catarella sagt, er bringe es fertig, "nach dem Diebstahl einer Handtasche einen Atomkrieg auszulösen." Livia, seine Lebensgefährtin mit dem energischen südländischen Temperament oder Pippo Ragonese, das "Hühnerarschgesicht vom Televigàta", Camilleri stattet seine Figuren mit klarem Gesicht, Charakter, Wesen und Witz aus. Für das Zusammenspiel aller von größter Bedeutung. Der neue Fall des Comissarios entpuppt sich zu etwas ganz Besonderem: ein Fall, der ohne Blutvergießen und Leiche auskommt, in dem es mehr um Moral und die Funktion des Paten geht, die, selbst auf Sizilien, einmal nicht nur mit Korruption und Betrug zu tun haben muss. Also auch ohne Mord und Totschlag nicht minder spannend und bis zur letzten Seite ein Genuss. Auf die entscheidenden Sprünge hilft dem Commissario der Anblick eines Spinnennetzes, der ihm klar macht, dass sich die Entführung zu einem raffinierten Racheakt entpuppt. ".... ob seine Idee ein absurdes Phantasiegebilde war oder die nicht weniger absurde Wahrheit" - nach 250 Seiten ist man klüger! -Barbara Wegmann
Buch:
Der Hund aus Terracotta: Commissario Montalbano löst seinen zweiten Fall - Roman
Autor:
Andrea Camilleri, Ausgabe vom 2. Januar 2011, Taschenbuch, Verkaufsrang 23256
Commissario Montalbano ist schon sehr überrascht, als sich der flüchtigeMehrfachmörder Tano u. Grecu freiwillig verhaften lässt. Tano fürchtetseine Feinde in der Mafia mehr als die Polizei - zu Recht. Er ist ein ausgesprochener Genießer sizilianischer Küche und bekommt Herzklopfen, wenn er den Kühlschrank aufmacht. Er will im Job auf keinen Fall befördert werden, hat eher auf Pressekonferenzen Hemmungen als bei schönen Frauen, kämpft als "einsamer Wolf", schlägt sich schon mal eine Nacht um die Ohren. Mit einem Paukenschlag - der Festnahme eines mehrfachen Mörders - beginnt Commissario Montalbanos zweiter Fall. Aber was bei anderen Krimis schon fast das Ende wäre, ist hier der Auftakt zu einer feingesponnenen, liebevoll, fast zärtlich erzählten und überdies mystisch angehauchten Geschichte. Im harten Ermittlungsgeschäft zwischen sizilianischer Mafia, dunklen Waffengeschäften und Mord entdeckt Montalbano in einer Grotte die Skelette einer Frau und eines Mannes, bewacht von einem Hund aus Terrakotta. Ganz eindeutig ein Liebespaar, das allerdings viele Rätsel aufgibt und ins Sizilien der 40er Jahre führt, Kriegsende, Nachkriegszeit. Und hier, auf dem die kriminalistischen, Spuren sichernden Weg in die Vergangenheit, wird die Spannung zum Virus und steckt von Seite zu Seite mehr an. Andrea Camilleri, Bestseller-Autor aus Sizilien, entfaltet sein Erzähltalent nur zögernd, aber was stellenweise ein wenig spröde beginnt, nimmt dann um so schneller und intensiver gefangen: die rekonstruierte Geschichte zweier Menschen, eingebettet in eine überzeugende, atmosphärisch dichte Schilderung von Raum und Zeit. Der Commissario und sein Autor, oder ist es vielleicht umgekehrt? Einerlei: Sizilien, die gute Küche und vertrackte Fälle lieben beide. Ein Team mit schlitzohriger Spitzfindigkeit und mediterranem Charme, das die Zutaten für spannende Unterhaltung genausogut kennt wie die Menüfolge eines guten sizilianischen Essens. -Barbara Wegmann