Aus der Amazon.de-Redaktion Diese empfehlenswerte Lektüre handelt nicht von dem Spanien, das viele Millionen Deutsche Jahr für Jahr im Urlaub konsumieren. Es werden weder spanische Strände thematisiert, noch die bei Pauschaltouristen angesagten Sehenswürdigkeiten und erst recht nicht die Bettenburgen von Mallorca, Gran Canaria und der Costa Brava. Hoteltipps, Infoadressen und Landkarten sieht das Konzept der ungewöhnlichen Reihe aus dem Piper Verlag ohnehin nicht vor, auch keine Fotos. Es geht einzig und allein um Geschichten, die das Land auf unterschiedlichste Weise charakterisieren sollen. In diesem Fall trägt Paul Ingendaay, seines Zeichens Kulturkorrespondent der FAZ in Madrid, aufschlussreiche, spannende und kuriose Anekdoten zusammen. Sie handeln von der improvisationswilligen Großzügigkeit der Spanier, ihrem tief verwurzelten Aberglauben und ihrer größten Schwäche, dem Neid. Ferner skizziert der seit Jahren mit den Landesgepflogenheiten vertraute Autor zum Beispiel den erstaunlichen Liberalisierungsschub in puncto Sexualität in der Öffentlichkeit oder die ebenso anrührenden wie anrüchigen Praktiken einer typisch südländischen Dienstleistungsmentalität. Die Palette reicht dabei von bewundernswerter Hilfsbereitschaft bis hin zum puren Bürokratie-Chaos, wenn etwa von den verzweifelten Versuchen die Rede ist, bei der Telefongesellschaft Telefònica Unterstützung bei der Bedienung eines defekten Anrufbeantworters zu erhalten. Bei seinen kurzweiligen Erzählungen geht der Autor so humor- und stilvoll zu Werke, dass der Leser, noch dazu wenn er sich bereits ein wenig im Lande auskennt, das Buch kaum aus den Händen legen kann. An vielen Stellen muss man einfach schmunzeln, an manchen Stellen sogar lauthals lachen - eine Regung, die bei der Lektüre eines gewöhnlichen Reiseführers selten auftritt. Mit besonderen Erheiterungen ist übrigens in denjenigen Passagen zu rechnen, wo Ingendaay die deutsche und spanische Mentalität und Lebensweise vergleicht und mit feinfühligen Beschreibungen deren mitunter extreme Unterschiede herausarbeitet. Zum Beispiel beim Thema Nahrungsmittel: Da wird den Spaniern aus unserer Sicht nämlich immer etwas fehlen: dunkles Brot, Quark und ein repräsentatives Angebot von Naturjoghurt. -Christian Haas
Buch:
GEO Epoche 31/2008: Als Spanien die Welt beherrschte: Das Magazin für Geschichte
Autor:
Michael Schaper, Ausgabe vom 18. Juni 2008, Broschiert, Verkaufsrang 27541
Product Description Als Spanien die Welt beherrschte Erscheinungsjahr: 2008 m. zahlr. meist farb. Abb. Gewicht: 455 gr / Abmessung: 27 cm Hrsg. v. Gaede, Peter-Matthias Der Aufstieg und Niedergang Spaniens als Großmacht verläuft über mehr als ein Jahrtausend. Weitblickende Monarchen, tollkühne Entdecker und rücksichtslose Konquistadoren prägen die Geschichte Spaniens. Im 16. Jahrhundert ist Spanien eine Weltmacht mit Kolonien auf drei Kontinenten. Doch schon bald beginnt der langsame Abstieg Spaniens.
Buch:
Das Maurische Spanien: Geschichte und Kultur
Autor:
Georg Bossong, Ausgabe vom 25. Juni 2010, Broschiert, Verkaufsrang 155043
Aus der Amazon.de-Redaktion Ein Bildband voller Kraft, Anmut, voller Temperament und Stolz, eben ganz wie sein Thema: das spanische Pferd, "eine Kreatur aus Wind und Feuer, die noch immer so majestätisch aussieht wie auf den Gemälden von Vélazquez". Ganz sicher nicht nur ein Buch für Pferdenarren, aber gerade für die eine Pflicht! Nein, das ist nicht einfach nur eine Abhandlung über das spanische Pferd, es ist eine fantastische Liebeserklärung, die sinnlicher nicht hätte ausfallen können. Und inmitten des wunderschönen Einbandes und der exklusiven Aufmachung findet denn auch jeder, was er sucht: weit ausholend die Geschichte dieser Pferde, die bis in die Steinzeit reicht und klar macht, dass sich die "grundlegenden Merkmale... über die Jahrtausende erhalten haben". Zucht des, nach seinem Hauptzuchtgebiet benannten Andalusiers, Haltung, Bedeutung, Arten: Das sind Exkurse in viele Details, anschaulich und überaus kenntnisreich geschrieben und trotz Informationsfülle lebendig erzählt. Und dabei lernt man auch manches über den Reiter. Für die traditionsreichen spanischen Feste gilt: "je spektakulärer das Pferd, desto stolzer der Caballero." Wie ein genetischer Krimi liest sich die Verbreitungsgeschichte des "mutigen Kriegspferdes": zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert eroberte es Amerika und Europa. Und egal, ob es heute der Mustang ist oder der Friese mit seinem "erhabenen Gangvermögen", das spanische Pferd ist nicht zu leugnen. Thomas Kilper, eigentlich Modefotograf, tauschte für dieses hinreißende Buch Models gegen rassige Vierbeiner und bekennt sich überzeugend und ansteckend zu seiner wahren Leidenschaft. Ebenso die Journalistin Katharina von der Leyen, die stolze Besitzerin eines Lusitano-Hengstes ist, sozusagen der Andalusier aus dem Nachbarland Portugal. Übrigens: Die berühmte Sanftmütigkeit der Andalusier liegt in ihrer strengen Kinderstube begründet: in Spanien sind Pferde "kein Schmusetier oder Freizeitspaß". Letzteres allerdings ist das Buch dafür um so mehr! -Barbara Wegmann
Buch:
Spanische Geschichte: Vom 15 - Jahrhundert bis zur Gegenwart
Autor:
Walther L. Bernecker, Ausgabe vom 20. Okt. 2010, Taschenbuch, Verkaufsrang 104309
Spanien hören: Eine musikalisch illustrierte Reise durch die Kulturgeschichte Spaniens von den Mythen bis in die Gegenwart, mit über 40 .. - .. - Botschafter Rafael Dezcallar de Mazarredo
Autor:
Antje Hinz, Ausgabe vom 1. März 2011, Audio CD, Verkaufsrang 335655