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Gladiator CD Soundtrack Zurück in die Zukunft: Der Monumentalschinken, der Sandalenfilm, kurz das Heldenepos feiert zu Beginn des neuen Jahrtausends in zeitgemäßer, trickreicher Form seine glorreiche Wiederauferstehung! Regisseur Ridley Scott ist es zu verdanken, dass seit dem legendären Spartacus (1960) erneut Streitwagen über die Leinwand donnern, mit flammenden Schwertern gekämpft wird und charakterstarke Muskel-Männer im Kolosseum wieder Auge um Auge anderen Gladiatoren oder wilden Tieren gegenüberstehen. Die Geschichte um Mut und Rache, in der all das exzessiv zelebriert wird, lässt sich in wenigen Worten schildern: Römischer General (Russell Crowe/The Insider) wird erst zum Sklaven und dann zum Gladiator, der ein Imperium herausfordert. Passend zu der optisch opulent inszenierten Bilderflut im imposanten Cinemascope-Format samt seiner vielen Schlachtszenen, erklingt auch die Musik primär in Pomp und Gloria. Hans Zimmer schrieb für das Lyndhurst Orchestra eine Reihe von majestätischen Kompositionen (inklusive diverser elektronischer Sound-Effekte), bei denen diese (vor allem in den Fanfaren mit Pauken und Trompeten) ihren ganzen Klangkörper voll entfalten können. Konträr zu den Songs des deutschen Oscar-/Grammy-Gewinners (Der König der Löwen), sprich für die melancholischen Momente des 100-Millionen-Dollar-Actionspektakels, ist Lisa Gerrard zuständig. Die Mitbegründerin und Sängerin von Dead Can Dance frönte schon bei dem australischen Duo ihrer Liebe zu besonders ausgefeilten ätherischen Sounds. Diesem Faible fürs Sphärische bleibt sie auch diesmal treu. Aufgrund seines Facettenreichtums ist die Score-CD, die 62 Minuten Musik des 145-minütigen Brot-und-Spiele-Spektakels enthält, ein vielseitiger Hörgenuss. Und dass Gerrard mit Zimmer auch gut gemeinsame Sache machen kann, zeigt sich im letzten Lied: Das stilistisch an Adiemus gleichnamigen Hit von 1995 erinnernde "Now We Are Free" besitzt zweifelsohne Chartpotential! -Thomas Hammerl
Hans Zimmer, Ausgabe vom 2001, Audio CD, Verkaufsrang 2127
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PEARL HARBOR 135 Millionen Dollar Produktionsbudget. 120 Millionen Dollar für Werbung und Medienarbeit. Der Kosten-Superlativ des bis zum Juni 2001 "teuersten Spielfilms aller Zeiten" bewahrte die cineastische Aufbereitung eines geschichtsträchtigen Ereignisses nicht vor den fast durchwegs gnadenlosen Verrissen amerikanischer Kritiker. So beurteilte The New York Post die vor dem Hintergrund des plötzlichen Überfalls japanischer Sturzkampfbomber auf einen US-Marinestützpunkt am Morgen des 7. Dezember 1941 angesiedelte Love Story zwischen einer Militärkrankenschwester (Kate Beckinsale/Much Ado About Nothing) und zwei befreundeten Piloten (Ben Affleck/Armageddon sowie Josh Hartnett/Halloween: H20) als "drittklassigen Schmalz, welcher der Historie nicht gerecht wird". Der Rolling Stone meinte über das, laut Chicago Tribune, "klischeehafte, aufgeblasene, sentimentale" Drei-Stunden-Epos: "Vom postkartengetreuen Sonnenaufgang am Anfang bis zu Faith Hills Liebeslied "There You'll Be" beim Abspann ist das Ganze ein Schwindel der untersten Schublade". Nicht viel besser erging es ebenfalls dem Score aus Hans Zimmers Feder. "Banal" hieß es in der NBC Today Show, während CNN ihn als "schwach sowie langweilig" empfand, und diese gebündelte Negativ-Resonanz ließ bei Regisseur Michael Bay beziehungsweise Produzent Jerry Bruckheimer (beide Armageddon) alles andere als die erhoffte Bombenstimmung aufkommen. Bereits im Vorfeld hatte Zimmer (Gladiator) seine Schwierigkeiten offenbart, unter dem enormen Zeitdruck - die Musik musste parallel zur endgültigen Schnittfassung entstehen - ein Thema für das pathetische Spektakel zu finden. Schlussendlich gelang dem gebürtigen Frankfurter ein schönes, romantisches Instrumental, doch das war es dann auch; für einen vernünftigen Rest reichte es allerdings nicht mehr. Wer sich die knapp 43 Minuten kurze CD anhört, wird ohne die Filmbilder nicht den Eindruck vermittelt bekommen, dass etwas Dramatisches in Form von Schock, Ärger oder Trauer passiert. Buchstäblich zu keinem Moment erklingt die zu dem Anlass passende patriotische oder kriegsähnliche Musik in Form eines percussiven, mit Bläserschüben gewürzten bombastisch-impulsiven Opus beziehungsweise solche, wie sie für 1941 typisch gewesen ist. Stattdessen spielt ein kleines Orchester Getragenes, oder es ertönt ein mit Hilfe vieler Keyboards realisierter New-Age-Electronic-Sound im Stil von Vangelis. Das ist nicht schlecht, sondern für diesen Zweck nur die falsche (Hintergrund-)Musik! -Thomas Hammerl
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BLACK HAWK DOWN Nach dem Erfolg von Gladiator war es keine Überraschung, dass der Regisseur Ridley Scott sich wegen der Filmmusik zu Black Hawk Down wieder an Hans Zimmer wandte. Es handelt sich bei diesem Film um eine drastische Verfilmung von Mark Bowdens Bericht über die tragische amerikanische Militär-Intervention in Somalia im Jahre 1993. Noch erstaunlicher war der Zeitplan, den Scott dem deutschstämmigen Komponisten auferlegte: Zwei Wochen, um die fast zwei Stunden Musik dieses Films zu schreiben, sie zu arrangieren und aufzunehmen. Die Ergebnisse von Zimmers wundersamer zweiwöchiger musikalischer Kampagne haben diese Zwänge nicht nur bewältigt; die in dieser Zeit geschaffene Musik kann auf Anhieb ihren Platz neben The Thin Red Line als eine der faszinierendsten Musikwerke, die er je geschaffen hat, beanspruchen. Das Konzept ist einfach - die kämpfenden Parteien werden als zwei sich bekämpfende Stämme porträtiert und mit ihrer jeweiligen für sie typischen Musik in einen unerbittlichen Tanz um die Herrschaft eingespannt. Dennoch ist die hieraus resultierende Musik in ihrer Konstruktion komplexer und künstlerisch anspruchsvoll. Dröhnende Gitarren, Speed Metal, HipHop und kriegerische Rhythmen folgen aufeinander, verschmelzen mit der zeitlosen Musik der Eingeborenen von Nordafrika und werden zu etwas völlig Neuem. Der senegalesische Sänger Baaba Maal leistet hierzu einen großartigen Beitrag, genau so wie der algerische Worldbeat-Künstler Rachid Tara und das Duett von Denez Prigent und Zimmers Mitarbeiterin bei Gladiator, Lisa Gerrard (Dead Can Dance). Joe Strummer & The Mescaleros' gefühlvolle Wiedergabe von Thomas Mores "Minstrel Boy" hebt die Kameradschaft der Militärs hervor. Der eigentliche Star ist und bleibt jedoch Hans Zimmer, der sich wieder einmal auf die Suche nach "Musik, die er noch nie gehört hat" machte und so ein weiteres niveauvolles Terrain eroberte. -Jerry McCulley
Bryan Adams, Hans Zimmer, Audio CD, Verkaufsrang 3551
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SPIRIT-DER WILDE MUSTANG Vier Jahre nach der letzten Studio-CD On A Day Like Today legt der kanadische Platin-Rocker ein neues Album vor: Spirit - Stallion Of The Cimarron, der Soundtrack zum gleichnamigen Dreamworks-Trickfilm. Wieder mal Filmmusik. Und wen wundert's? Schließlich ist kaum ein anderer Sänger in Hollywood so angesagt wie Raukehle Bryan Adams. Zur Erinnerung: "(Everything I Do) I Do It For You" (Robin Hood), "All For Love" (Die Drei Musketiere) und auch für "Have You Ever Really Loved A Woman" (Don Juan De Marco) steuerte Bryan Adams die passenden Film-Töne bei. Damit dieses Mal nichts anbrennt, hat sich der 42-jährige Kanadier für Spirit - Stallion Of The Cimarron mit dem unbestrittenen König der Soundtrack-Komponisten zusammengetan: Hans Zimmer (Pearl Harbour, Gladiator). Gemeinsam mit dem gebürtigen Frankfurter schrieb er mehrere Titel, darunter auch die Single-Auskopplung "Here I Am". Resultat: Geschmeidig-sanfte, unter die Haut gehende Popcorn-Songs. Zwischendrin, wie bei dem in Zusammenarbeit mit Eliot Kennedy entstandenen Titel "Get Off My Back" zieht Adams mal die Lederjacke an, um mit gebremstem Schaum zu rocken. Ansonsten aber geht es herzlich pathetisch zur Sache. Vor allem bei "Don't Let Go", einem Duett mit Sarah McLachlan, das an Celine Dion und die untergehende Titanic denken lässt. Nach neun Bryan-Adams-Songs schlägt dann die Score-Stunde von Hans Zimmer, in denen der Grammy-gekrönte Meister sämtliche Sound- und Schmalz-Trümpfe zieht. Hübsch - aber eben "nur" Filmmusik. Das hat auch meine vierjährige Tochter schnell erkannt: "Klingt ja wie bei Biene Maja", meinte sie dazu. Den krönenden Abschluss der klangtechnisch brillanten, exzellent von Hans Zimmer und Gavin Greenaway produzierten CD bilden zwei finale Adams-Songs. -Gunther Matejka
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Hannibal CD Soundtrack/KINO Nach zwei der faszinierendsten Thriller, die jemals auf amerikanischem Boden spielten, kommt es nun zur Konfrontation zwischen dem Serienmörder Hannibal Lecter und der FBI-Agentin Clarice Starling in Wien. Nach seinem Erfolg mit Gladiator haben der Komponist Hans Zimmer und der Regisseur Ridley Scott schnell wieder zusammengefunden. Hans Zimmer beschreitet einen völlig anderen musikalischen Weg als bei Howard Shores schmucklos-strenger Partitur für The Silence of the Lambs (Das Schweigen der Lämmer). Er zollt dem Schauplatz Florenz und dem kulturellen Niveau von Lecter seine Reverenz, und Zimmers Musik enthält viele Anspielungen an die klassische Musik. Es wird auf Mozart angespielt, eine atonale, subtile, verwirrende An der schönen blauen Donau ist zu hören und Chorwerke von düsterer Schönheit, die an die Heilige Messe und an Dies Irae erinnern. Neben einigen besonders pompösen und wirkungsvollen Kompositionen für Streicher und Andeutungen von Jerry Goldsmiths Wiener Musik für den Thriller The Boys From Brazil, werden die angstvollen, digital pulsierenden Klanglandschaften auf ein Minimum reduziert. Anthony Hopkins liefert drei von Lecters Monologen, die zwar effektvoll vorgetragen werden, die aber nach mehrfachem Hören ganz sicher weniger ansprechend sein werden. Zimmer demonstrierte sein Talent für faszinierende Melodien im Rahmen eines Thrillers bereits bei The Assassin und bei Beyond Rangoon, aber bei Hannibal hat er sich selbst übertroffen. Es herrscht eine geisterhafte, melancholische Größe bei großen Teilen dieser Filmmusik, der berauschende Effekt im Stil von Richard Wagner bei "To Every Captive Soul" und das heiter-elegische Finale vermitteln den Eindruck von einem morbiden bezaubernden musikalischen Traum. -Gary S. Dalkin
CD:
Rain Man
Various, Audio CD, Verkaufsrang 53642
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Product Description Rain Man CD Soundtrack
CD:
Der schmale Grat (The Thin Red Line)
Audio CD, Verkaufsrang 24319
Preis:
6,97 EUR (Ab 20 € Bestellwert versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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THE THIN RED LINE Beim Versuch, Kriegsfilmklischees zu vermeiden, begleitet Hans Zimmer das dramatisierte Gemetzel von Guadalcanal mit wehmütiger, rührseliger Musik. Ebenso wie der Film von Terrence Malick, erweckt auch die Musik - mit ihren traurigen, mit Orchesterklängen unterlegten Geigen - einen Krieg zum Leben, der eher introspektiv ist. Dabei ist sie ein adäquater Hintergrund für die oft hochgestochenen Poetizismen der Erzählungen aus dem Off. Zimmer greift teils auf Adaptionen der amerikanischen Folkhymne "Christian Race" zurück, aber insgesamt klingt das alles sehr weltfern. Statt der irdischeren Kriegsthemen, die man mit Helden und Kriegern verbindet, ist dies der Soundtrack eines melancholischen Walhalla, einer Geschichte, die scheinbar von den Gefallenen erzählt wird, die bereits Engel sind. Weniger vorhersehbar ist ein kurzes Stück am Ende (komponiert von Francesco Lupica), das seltsamerweise "Sit Back & Relax" heißt und einen surrealen "kosmischen Strahl" aussendet. -Joseph Lanza
DVDs:
Crimson Tide - In tiefster Gefahr
DVD, Verkaufsrang 49147
Aus der Amazon.de-Redaktion Man kann schon beinahe hören, wie der Werbeeinzeiler der Studiobosse in Hollywood durch Crimson Tide hallt wie das Sonar im dazugehörigen Soundtrack: "Es handelt sich um Die Caine war ihr Schicksal auf einem Atom-U-Boot!" Während einer angespannten Konfrontation mit russischen Kriegsschiffen verhindert an Bord des U-Boots USS Alabama ein Problem mit dem Bordfunk, dass Befehle eindeutig empfangen werden. Der Navy-Offizier Denzel Washington sieht sich aufgrund dessen einem großen ethischen Dilemma gegenüber: Entweder er missachtet die Befehle des legendären Captain Ramsey (Gene Hackman), der die Atomraketen des U-Boots abfeuern will, oder er folgt dessen Order und riskiert damit, dass ein unprovozierter Atomkrieg ausgelöst wird. Es handelt sich hier um einen Film, in dem die Schauspieler im Mittelpunkt stehen, wobei die Wortgefechte zwischen Washigton und Hackman das eigentlich Unterhaltsamste darstellen - bei jedem der beiden Charaktere stehen ganz eigene, nachvollziehbare Beweggründe hinter der jeweiligen Entscheidung. Es gibt keine eindeutigen Bösewichte, und es ist auch nicht leicht, "richtig" und "falsch" voneinander zu unterscheiden - was das Erschreckendste an dem nuklearen Patt darstellt. Regisseur Tony Scott (der Quentin Tarantinos Drehbuch True Romance verfilmte) ließ die Dialoge von Tarantino aufpeppen - was wohl einer der Gründe dafür ist, weshalb sich die Seeleute zum Beispiel über die Silver-Surfer-Comics unterhalten. -Jim Emerson 1