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"Eines der anregendesten und fesselndsten aller Stücke, die seit dem Zweiten Weltkrieg geschrieben worden sind." The New York Times
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 84 Bewertungen)
Leserkommentare:* Geld gewinnt immer bzw. macht blind (5 von 5 Punkten) meint D.Ö. aus - Ich bin auf diese Buch zufällig gestoßen durch Marcel Reich-Ranicki. Was hat Frisch gesagt: Die beste Dramatik nach 1945, ist der Besuch der alten Dame, und damit hat er recht. Diese Buch zeigt in was für einer Welt wir leben. Geld gewinnt und macht auch die größte Freundschaft kaputt. Es ist lesenswert und gehört in jedes Bücherregal.
Dürrenmatt hat sich hier sehr viel mühe gegeben. Es ist mein Lieblingsbuch und das bisher beste was ich gelesen habe.
Holt euch das Buch, liest es und seht euch den schrecklichen Film an mit Christiane Hörbiger.
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"Dürrenmatt führt seine Geschichte mit unerbittlicher Konsequenz zu einem Ende, welches die Türen dieses Irrenhauses aufsprengt, tödlichgefährdenden Explosivstoff aus den eben noch schützenden Mauern entläßt in eine schutzlos preisgegebene Welt, und kein Zuschauer entzieht sich tiefster Betroffenheit. Was Dürrenmatt hier aus den Maskierungen gewinnt, wie er etwa das Geigenspiel Einsteins einsetzt, wie er die Positionen fortlaufend vertauscht; das ist nicht nur virtuos, es ist einzigartig. Dürrenmatts Komödie "Die Physiker" wird im Theaterleben der Gegenwart Epoche machen." (Irma Voser / Neue Zürcher Zeitung)
"Dürrenmatt hat versucht, die paradoxe Situation darzustellen, in die das fortgeschrittenste Wissen, das der Kernphysik, geraten ist. Es gilt uns als Gipfel menschlicher Erkenntnis. Seine Formulierung hat auch die Hinrichtung der Welt möglich gemacht. Was machen die Entdecker, wenn sie Verantwortung für die Welt spüren? Gibt es Bewahrung der Welt vor dem Wi ssen? Bewahrung des Wissens vor dem Zugriff der Macht?" (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 87 Bewertungen)
Leserkommentare:* Komödie in zwei Akten. (5 von 5 Punkten) meint S.Q. aus Darmstadt Die unausweichliche Gefährdung der Welt durch die moderne Kernphysik ist zentrales Thema dieser Komödie, die -in zwei Akte unterteilt- die drei klassischen Einheiten der Zeit, des Ortes und der Handlung streng wahrt. Das Stück ist der Schauspielerin Therese Giehse gewidmet und spielt irgendwo in der Schweiz in einer privaten Nervenheilanstalt, wo die weltbekannte Psychiaterin Dr. h.c. Dr. med Mathilde von Zahnd drei Kernphysiker, harmlose, liebenswerte Irre behandelt: Ernst Heinrich Ernesti, der sich mit Einstein identifiziert, Herbert Georg Beutler, der sich für Newton hält und Johann Wilhelm Möbius, dem König Salomon aufseheneregende Erfindungen diktiert.
Eine unglaubliches Buch, das den Leser verfremdet und einen bisher unbekannten Stil aufdeckt.
Super!
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Im Jahr 1878 verwirklichte Mark Twain seinen ehrgeizigen Plan, die Alte Welt zu Fuß zu erkunden: So ging es von Deutschland aus über die Alpen nach Italien. In 50 Kapiteln und einem Anhang würzt Twain seinen grandiosen Reisebericht "Bummel durch Europa" mit einer gehörigen Prise Humor und bedenkt immer wieder augenzwinkernd die Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks. Seine Betrachtungen sind bisweilen nachdenklich, meist hochkomisch, stets ungeheuer unterhaltsam - hierzulande besonders köstlich: das wunderbare Stück "Die schreckliche deutsche Sprache".
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)
Leserkommentare:* Bummel durch Europa (5 von 5 Punkten) meint J.B. "Die deutsche Sprache sollte sanft und ehrfurchtsvoll zu den toten Sprachen abgelegt werden, denn nur die Toten haben die Zeit, diese Sprache zu lernen".
Diese Feststellung und ähnliche Äußerungen von Mark Twain sind köstlich und für einen,der sich mit der deutschen Sprache schwer tat, ehrlich. Dieses Buch sollte jeden neugierigen Leser interessieren.Kurt Tucholski,dem die englische Sprache schwer fiel,schrieb:"Die englische Sprache besteht aus lauter Fremdwörtern, die falsch ausgesprochen werden".Ich habe "Bummel durch Europa" gerne verschenkt.Einige unserer Bekannten haben es mittlerweile mit großem Erfolg weiter empfohlen.
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Antoine de Saint-Exupéry wurde am 29. Juni 1900 in Lyon geboren. Er verlor früh den Vater und wurde von der Mutter auf dem Schloss de La Mole erzogen. Er war Schüler in einem Jesuitenkolleg, später Architekturstudent in Paris, Soldat bei der Luftwaffe, Handelsvertreter. In den zwanziger Jahren wurde er Flieger und flog die Strecke Toulouse-Casablanca-Dakar. Im September 1939 wurde Saint-Exupéry Pilot in einer Aufklärer-Staffel, im Dezember 1940 ging er nach Amerika, 1943 kam er an die Front in Nordafrika. Am 31.7.1944 startete er vom Flughafen Borgo auf Korsika zu seinem letzten Aufklärungsflug. Er ist nie zurückgekehrt. Das Wrack seiner Maschine wurde im Jahr 2000 auf dem Grund des Mittelmeers bei Marseille geortet und 2004 gehoben und identifiziert
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 19 Bewertungen)
Leserkommentare:* Wunderschönes Meisterwerk! (5 von 5 Punkten) meint S. "Der kleine Prinz", das Buch, ist heute bei mir eingetroffen und ich habe es mit einem Ruck durchgelesen, weil ich so überwältigt von den tiefsinnigen Zeilen war und noch bin. Vor allem die Handlung mit der Rose und dem Rosengarten hat mich sehr zum Nachdenken bewegt.
Von außen betrachtet ist die Rose wie jede andere auch, doch wenn man sie "zähmt", so ist sie einzigartig und keine andere kann sie ersetzen.
Jeder, der vergessen hat, wie man das Wesentliche betrachtet, sollte dieses Buch zur Hand nehmen. Denn es lässt die Welt, wie durch ein Zauber, wieder bunt aussehen.
"Der kleine Prinz" ist mein neues Lieblingsbuch!
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Aus der Amazon.de-Redaktion Für den Maler Basil Hallward verkörpert Dorian Gray die unvergleichliche Muse, die ihm als Künstler zu voller Blüte verhilft und ihm Genialität einflößt. Lord Henry erscheint dieser anmutige Jüngling wie ein hohles Gefäß von vollendeter Form, das darauf wartet, geöffnet und von Leben erfüllt zu werden. Basil betet Dorian als den Inbegriff von Aufrichtigkeit, Tugend und vollendeter Schönheit an. Für Lord Henry ist er hauptsächlich ein sehr interessantes Experiment. Von der Ausstrahlung seines jungen Freundes geblendet und ihm völlig ergeben, überschüttet Basil ihn mit einer Flut an Komplimenten. Scharfzüngig, mit herrlich extremen Aussagen und provozierenden Thesen, versetzt Lord Henry den noch schlummernden Geist Dorians mit seinen paradoxen Philosophien in Aufruhr. Basil, von Dorians scharlachroten Lippen, den goldenen Haarwellen und den weiten blauen Augen betört, versucht, seine einzigartige Schönheit in einem großen Kunstwerk zu verewigen. Lord Henry, von seiner Unwissenheit und Formbarkeit angetan, verhilft ihm mit messerscharfem Geist und hypnotischer Redegewandtheit zu einer zweifelhaften Bewußtheit. Dorian Gray erschauert, als er sich auf dem fertiggestellten Gemälde erblickt, und in seinem Entzücken über sich selbst richtet er einen wahnwitzigen und folgenschweren Wunsch an das Universum: Möge er in Wirklichkeit immer so jung und schön bleiben wie auf diesem Porträt. Stattdessen solle das Bild für ihn altern. Sein Gebet wird auf mystische Weise erhört. Dorian, vergiftet durch den schlechten Einfluß von Lord Henry und eines Romans, den dieser ihm zu lesen gibt, gerät immer mehr zum Opfer seiner innersten Abgründe. Nach außen hin bleibt er makellos, doch sein Porträt, das er voller Furcht vor Entdeckung in einem verstaubten Zimmer auf dem Dachboden versteckt, offenbart ihm die Verfehlungen seiner Seele erbarmungslos und auf gräßlichste Weise. Verschleiert, wie es zu Oscar Wildes Zeiten nur möglich war, schwingt das Thema der Homosexualität mit. Viel dreht sich um männliche Schönheit und Jugend, um die zweifelhafte Moral der Gesellschaft, um verborgene Sünden und geheimnisvolle Anziehungskräfte und um schwerwiegende Gefühle von Schuld. Wildes einziger Roman ist ein Werk von großer Eigenart, geschrieben in der für Wilde typischen blumigen und äußerst kunstvollen Sprache, voller gewagter und tiefgründiger Spekulationen um die Doppelnatur der menschlichen Seele und um das mysteriöse Wechselspiel zwischen Kunst und Leben. In ihm spielt das Reale mit dem Irrealen. Es beschreibt die Tragödie um den Identitätsverlust einer dekadenten Seele. -Daphne Unruh
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 98 Bewertungen)
Leserkommentare:* Klassiker! (5 von 5 Punkten) meint E.H. Nachdem die Geschichte wieder einmal verfilmt wurde,
wollte ich das Buch noch einmal lesen.
Das Buch ist die bessere Wahl!
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Aus der Amazon.de-Redaktion Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen! "Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe. Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen - doch es kommt anders. Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt - Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. -Ravi Unger 1
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 163 Bewertungen)
Leserkommentare:* Genau das richtige, für die kalten Tage! (5 von 5 Punkten) meint N.d.S.L. Ich habe vor längerer Zeit mal den Film gesehen und da ich schon öfter die Erfahrung gemacht habe, dass die Bücher besser sind als die Filme, habe ich es mir kurzer Hand gekauft. Und ich habe es einfach nur verschlungen. Es ist einfach super zu lesen und man kann an vielen Stellen gut lachen und dann wird es doch wieder richtig romantisch! Es wird einem so richtig schön warm ums Herz und das ist doch genau das Richtige für die jetzt kommenden kalten Tage!
Also an alle Romantiker, lest dieses Buch!
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"Ein überwältigender, ergreifender, demütig machender Roman, die vielleicht nachhaltigste Leseerfahrung dieses Herbstes." (Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.09)
"Ein sprachliches Kunstwerk, wie es das in diesem Herbst kaum ein zweites Mal geben dürfte. Wer es schafft, Herta Müllers bestürzenden, bedrückenden und - wegen seiner sprachlichen Kraft - beglückenden Roman zu Ende zu lesen, wird dieses Buch nie wieder vergessen." (Focus, Hajo Steinert, 10.08.09)
In ungeheuer bildmächtiger Sprache erzählt Herta Müller von jenen 60.000 Rumäniendeutschen, die zu Beginn des Jahres 1945 in sowjetische Lager deportiert wurden und dort jahrelang Zwangsarbeit verrichten mussten.Trostlos in seiner Dokumentation dessen, was Menschen in ihrem ideologischen Haß Menschen antun, tröstend allein durch sein ästhetisches Gelingen, ist dieser Roman ein wunderbares Beispiel für die Funktion von Literatur als Erinnerungsspeicher. (Denis Scheck in "Druckfrisch", ARD)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 72 Bewertungen)
Leserkommentare:* Pflichtlektüre der gegenwärtigen Literatur (5 von 5 Punkten) meint D. aus Linz Pflichtlektüre!
Sollte in den Lehrplan Gymnasium-Oberstufe eingebaut werden!
Sehr viel historischer Background wird vermittelt ohne im vordergrund zu sein. Emotional feinfühlige Darstellung der Zeit der Zwangsarbeiterschaft nach dem 2. Weltkrieg.
Fesselt von Anfang an und ist in einem Zug durchzulesen.
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In seinem überaus vergnüglichen Reisebericht erzählt Mark Twain von Hamburg und Frankfurt, von Heidelberg und dem Schwarzwald und eröffnet dem Leser ungeahnte Einsichten über das Land der Dichter und Denker: Wagners "Lohengrin" empfindet er als "Katzenmusik" und die "schreckliche deutsche Sprache" als unlogisch: Warum hat ein Fräulein kein Geschlecht, ein Kürbis aber sehr wohl? Die allerschönsten Szenen hat Hans Traxler in seinem kongenialen Stil illustriert.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* witzig, spritzig (5 von 5 Punkten) meint J.R. aus Frankfurt Zu diesem Buch braucht man eigentlich nicht viel zu schreiben.
Wer sich gerne den literarischen Ergüssen Mark Twains hingibt der sollte dieses Buch nicht versäumen.
Es ist wunderbar geschrieben und man kann es schwer aus der Hand legen.
Also zurücklehnen und genießen...
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Ziel der Reihe ist es, Schülerinnen und Schülern möglichst benutzerfreundliche Ausgaben traditioneller und neuer Schullektüren vorzulegen. Die Textausgaben enthalten den Primärtext mit Zeilenzählern und einen ausreichend breiten Rand für Notizen; Worterklärungen befinden sich jeweils unten auf den Seiten. An den Primärtext schließen sich einige ausgewählte, im Unterricht einsetzbare Sekundärtexte an, die den Schülerinnen und Schülern das Verständnis des Primärtextes erleichtern. Zum Teil werden auch methodische Hilfen gegeben, zum Beispiel zu Möglichkeiten der Textanalyse, zu Charakterisierungen und anderen Aufsatzformen.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Der Großmeister der Subtilität (5 von 5 Punkten) meint T.R. aus Düsseldorf Angesichts der neueren Verfilmung des Stoffes, bei der man vermeintlicherweise glauben mag, die Geschichte der Effi Briest von Fontane aufgetischt zu bekommen, lohnt einmal wieder die Lektüre des Originals. Man wird dabei entdecken, dass der Roman eine sehr andere Geschichte erzählt als ihre aktuelle Verfilmung - und zwar nicht nur wegen des geänderten Schlusses.
Fontane orchestriert in großartiger Weise all die unterschiedlichen Stimmen seiner Figuren Effi, Frau und Herr Briest, dem Liebhaber Crampas und dem ältlichen Innstetten. Von einem Distanz haltenden und Überblick bewahrendem Erzähler werden sie alle in ihrer gesellschaftlichen Rolle erfasst und beleuchtet. Aus der erzählerischen Distanz begreift man den gesellschaftlichen Zwang, dem alle hier auftretenden Charaktere unterworfen sind: Das naive Mädchen Effi, die - noch halb Kind - ihren Eltern gefallen will, zugleich aber den preußisch eingeimpften Ehrgeiz in sich kultiviert; die sich selber halb weis machen will, sie könne diesen 30 Jahre älteren Innstetten lieben, der pikanterweise vor vielen Jahren um die Mutter geworben hat. Innstetten, der sich - mitunter sogar rührend - um das ihm doch recht fremde Mädel kümmert, der aber keinerlei Schimmer hat, was eine Beziehung zu einem Menschen neben der gesellschaftlichen Konvention und Rolle noch sein könnte; der schließlich einen Menschen im Duell erschießt, nicht weil er aus den tiefen seiner Verletztheit nicht anders konnte, sondern weil er glaubt, gesellschaftlich wohl so handeln zu müssen - auch wenn ihm selbst leichte Zweifel hieran kommen. Schließlich die Eltern, die ihre eigene Tochter nach dem entdeckten Ehebruch mit Crampas glauben verstoßen zu müssen, weil es sich wohl so geziemt. Ein Haufen Fremdbestimmter, die eigentlich nicht wissen was sie tun, noch was sie tun sollen. Die dem Popanz eines abstrakten Ehrenkodex aufsitzen, aus dem es innerhalb dieser Gesellschaft kein entkommen gibt.
Das soll erzählt werden. Fontane übt an seiner Gesellschaft Kritik, indem er sie in ihrer Beschränktheit zeigt und die Mittel, mit denen er dies tut, sind wunderbar: Die Spannung der Geschichte ergibt sich einzig aus dem Zuschauen der Charaktere in ihrer jeweiligen Zwangsituation. Die psychologische Genauigkeit dabei ist für den Leser schierer Erkenntnisgenuss. Hinzu kommen die vielen Motive und Symbole wie die Schaukel, der reißende Schlon und der exotische Chinese, die - verwoben mit dem gesamten Stoff - die Handlungsgeschichte überhöhen und aufladen. Diejenigen Elemente hingegen, die man auf der Geschehensebene landläufig mit Spannung verbindet wie die Hochzeit Effis, die Affäre mit Crampas oder das Duell mit Todesfolge werden geschickt, ja mit Meisterschaft übergangen. Diese hochgradige, an Lakonie grenzende Subtilität macht einem erst die ganze Wucht der des Erzählten erfahrbar. Wenn es beispielsweise im ersten Satz des 3. Kapitels - nachdem wir Effi bisher nur als kindliches, mit Freundinnen spielendes Mädchen wahrgenommen haben - heißt: "Noch an demselben Tage hatte sich Baron Innstetten mit Effi Briest verlobt." Effi Briest zeigt Fontanes ganze Könnerschaft.
Was macht der Film von Hermine Huntgeburth hieraus? Ich möchte vorwegschicken, dass ich Literaturverfilmungen grundsätzlich für ein spannendes Genre halte. Huntegeburths Film jedoch läuft in allen Bereichen auf eine unentschuldbare Verflachung hinaus. Die Vielschichtigkeit der Charaktere wird gegen ein holzschnitzartiges Gut / Böse vertauscht. Effi ist von Anbeginn die trotzige Kritikerin, die sich dieser Gesellschaft ausgeliefert fühlt und aufbegehrt. Innstetten wirkt in seinem Verhalten wie ein brutaler Waldschrat, der Effi in der Hochzeitsnacht aufs Übelste vergewaltigt. Der Sympathieträger Sebastian Koch hingegen widerspricht dieser Aussageabsicht der Regisseurin. Die Affäre (im Buch gibt es nur einen einzigen erzählten Kuss und bis zur Entdeckung der Briefe weiß man nicht definitiv von der Affäre) wird natürlich weidlich ausgekostet. Und schließlich emanzipiert sich Effi zum Schluss des Films. Sie ist nicht - wie alle anderen Figuren im Roman ebenfalls - das Opfer ihrer Gesellschaft, sondern transzendiert diese. Sie geht als alleinige Siegerin, als erste emanzipierte Frau über ihre Gesellschaft hinaus und lässt alle anderen bedröppelt zurück. Das wiederum verkehrt die Aussage Fontanes ins Gegenteil! Während Fontanes Roman eine zwar unausgesprochene - und daher umso harschere - Kritik an der gründungsbürgerlichen Gesellschaft der Bismarckzeit übt, entlässt der Film sein Publikum in mit dem siegesgewissen Lächeln auf den Lippen, es wieder einmal geschafft zu haben. Jawohl Effi, du hast es all diesen Relikten der Vergangenheit gezeigt.
Natürlich weiß man, dass das Kino in seiner Zuschauerlenkung anders arbeiten muss als der Film. Es ist allerdings schade, wenn es ihm nur noch gelingt, die einfachsten und basalsten Gefühle auszudrücken.
Zur vorliegenden Ausgabe ist zu sagen, dass sie hervorragend ist. Sie hat Zeilenangaben, verfügt über einen Fußnotenapparat und hat einen großen Anhang, angefangen von einem Lebensabriss Fontanes über den historischen Fall zur Vorlage Effis bis hin zur Rezeption, die auch Fassbinders Verfilmung mit einschließt.
Auf das in Zukunft auch weiterhin Fontane gelesen und nicht nur der Film gesehen wird.
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Der Roman einer leidenschaftlichen Liebe und unversöhnlichen Rache: Mit der Geschichte vom Findling Heathcliff und seiner Stiefschwester Catherine schuf Emily Brontë eines der mitreißendsten Werke der englischen Literatur.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 19 Bewertungen)
Leserkommentare:* Schön zu lesen! (5 von 5 Punkten) meint B. Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich von Sturmhöhe schon mehrmals was gehört hatte, aber damit irgendwo nichts anfangen konnte. Die Neugier hat gesiegt, also hab ich das Buch gelesen, bessergesagt: verschlungen! Ich möchte über die Geschichte selber nichts verraten. Es sei nur soviel gesagt, dass die Geschichte spannend ist bis zur letzten Seite und man mit den einzelnen Charakteren wirklich mitfiebert und hofft und trauert. Ich bin mir sicher, dass es eins von den Büchern ist, die ich irgendwann nocheinmal lesen werde.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen! Auch als Geschenk finde ich es toll, weil man mit diesem Buch absolut nichts falsch machen kann!
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