Aus der Amazon.de-Redaktion Aus dem Zweiten Weltkrieg, in den Nazi-Deutschland die Welt nur führen konnte, weil deren Führer "den Führer" Adolf Hitler nicht rechtzeitig in seine Schranken verwiesen, wollen alle gelernt haben. Die einen, dass sich das Debakel der Appeasement-Politik nicht wiederholen dürfe und man jede am Horizont dämmernde diktatorische Gefahr mit allen militärischen Mitteln abwenden müsse, die anderen, dass die oberste Devise aller Außen- und Sicherheitspolitik unter keiner anderen Prämisse als "Nie wieder Krieg" stehen könne. Die Fixierung auf die eine oder die andere aus diesen Grundhaltungen sich ergebene Strategie hat ihre Ursache in der traumatischen Erfahrung dieses fürchterlichsten alle bisherigen Kriege. Doch, wie Eric Frey überzeugend darlegt, auch die damalige Appeasement-Politik kann man nur vor dem Hintergrund des Traumas verstehen, in das der Erste Weltkrieg die Politik gestürzt habe. Doch eben daraus, dass in der traumatischen Einschränkung der politischen Reflexion die Wurzel der grundstürzenden Fehlentscheidungen lag, hat man bis heute eben nichts gelernt, so jedenfalls die Diagnose Eric Freys. Politische Strategien gegen "das Böse" litten bis heute unter dem "Hitler-Syndrom" darunter, dass man die alten Fehler um keinen Preis noch einmal begehen wolle. Tatsächlich aber komme es darauf an, jede konkrete historische Situation für sich angemessen zu beurteilen. Ebenso, wie das richtige Verhalten bei der Begegnung mit einem Bären davon abhängt, ob es sich um einen Grizzly- oder einen Schwarzbären handelt. Der ständige, ängstlich Parallelen suchende Rückblick auf die Vergangenheit führe zu fatalen Fehleinschätzungen bei der Analyse der Gegenwart. Belege hierfür sind dem Autor der Nahost-Konflikt ebenso, wie der Jugoslawien- oder die beiden Golfkriege. Vor allem könne man völlig neuen Bedrohungen, wie jener durch den "Al-Qaidaismus" nicht mit althergebrachten Rezepten begegnen. Das Hitler-Syndrom, das diesseits und jenseits des Atlantiks jeweils in anderer Ausprägung das politische Denken und Handeln beherrsche, sei die Ursache auch für die derzeitigen Verstimmungen im transatlantischen Verhältnis. Diese können, so Freys Tenor, nur überwunden werden, wenn man hier wie dort die Ursachen der verschiedenartigen Perzeption nicht leugne, sondern zu verstehen lerne. Ein solcherart befreiter Blick könnte manche Denkblockade lösen, was für die notwendig differenzierte Bearbeitung gegenwärtiger Weltkonflikte auch dringend nötig sei. Auch wenn man sich vielleicht hier und da ein bisschen mehr stilistische Zurückhaltung des Autors bei der Verobjektivierung seiner subjektiven Einschätzungen wünschen würde: Eine inspirierende Lektüre! - Hasso Greb
Buch:
Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten
Autor:
Ingrid Steiner-Gashi, Dardan Gashi, Ausgabe vom März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 68060
Product Description Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten Erscheinungsjahr: 2010 m. z. Tl. farb. Abb. Gewicht: 518 gr / Abmessungen: 215 mm x 143 mm Von Steiner-Gashi, Ingrid; Gashi, Dardan Der heute 74-jährige Emil - so sein Deckname - organisierte für die nordkoreanischen Diktatoren Kim-Il Sung und Kim Jong-Il Konsumgüter und Waffen in Deutschland und Österreich. 1994 flüchtete er unter spektakulären Umständen und lebt seither illegal in Österreich. Mit diesem Buch geht er erstmals an die Öffentlichkeit. Noch nie hat ein derart hochrangiger Überläufer im deutschen Sprachraum mit solcher Offenheit erzählt, was es heißt, in Nordkorea zu leben. Basierend auf vielen Gesprächen zeichnen Ingrid Steiner-Gashi und Dardan Gashi das bewegte Leben von Emil nach, geben Einblick in das repressive politische System der Diktatur und dokumentieren illegale Geschäfte österreichischer und deutscher Firmen mit Nordkorea.
Buch:
Korea - Zu Fuß durch das Land der Wunder: Zu Fuss durch das Land der Wunder
Autor:
Simon Winchester, Ausgabe vom 3. Juli 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 52427
Product Description Der Koreakrieg begann im Morgengrauen des
25.Juni 1950 mit dem Angriff der nordkoreanischen Truppen auf den Süden. Er
dauerte 3 Jahre und kostete Millionen Menschen das Leben - unter ihnen 37 000 Amerikaner. Der Konflikt wurde zum Wendepunkt des Kalten Krieges (Zitat Truman),mehrmals geriet die Welt an den Rand eines Atomkrieges. Trotz seiner Bedeutung wurde dieser Krieg in den USA schon bald zum ,der zwischen dem Weltkrieg und dem Vietnamkrieg stand.
Buch:
Ernst Fraenkel: Ein politisches Leben
Autor:
Simone Ladwig-Winters, Ausgabe vom 11. Mai 2009, Broschiert, Verkaufsrang 1031050
Product Description Eine nordkoreanische Liebesgeschichte. Ausgezeichnet mit dem Samuel Johnson Prize, Non-Fiction 2010 Erscheinungsjahr: 2010 m. Fotos u. 1 Übers.-Kte. Gewicht: 615 gr / Abmessungen: 215 mm x 140 mm Von Demick, Barbara Liebe in Zeiten der Diktatur: Vor dem Kino in Chongjin begegnen sich zwei junge Menschen. Bald schon entspinnt sich eine Beziehung zwischen ihnen, aber die gnadenlosen Lebensverhältnisse in Nordkorea lassen kaum Leidenschaft zu. Für das Volk hält das Regime nur härteste Entbehrungen bereit - und strikte Denkverbote. Der größte Wunsch: dem Schattenreich des "geliebten Führers" Kim Jong Il zu entfliehen.