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"Weil Joachim Gauck so eine spannende Persönlichkeit ist, sage ich natürlich aus vollem Herzen, dass ich ihm gerne meine Reverenz erweise, denn er hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land." (Bundeskanzlerin Angela Merkel )
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Leserkommentare:* joachim gauck (5 von 5 Punkten) meint u. aus überall Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Alles sehr verständlich und real beschrieben. Ich stamme aus Rostock, war in Stasigefängnissen inhaftiert, bin 1987 freigekauft worden. Absolut empfehlenswert ...
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Es ist schon jetzt der längste Krieg, in den die Bundesrepublik seit 1945 involviert ist. Ein Krieg, in dem deutsche Soldaten töten und getötet werden. Dieses Buch erzählt davon, wie die Wahrheit über den brutalen Alltag in Afghanistan von der Politik seit Jahren vertuscht wird. Wie Journalisten bedroht werden, damit sie nicht von "Krieg" schreiben. Wie die Bundeswehr in Afghanistan eine bürokratische Fantasiewelt geschaffen hat, inklusive Geschwindigkeitskontrollen, Mülltrennung, deutschem Bier und Currywurst. Wie die deutsche Politik den Soldaten der Bundeswehr schwere Waffen verwehrte, weil die allzu sehr nach Krieg aussehen würden. Und wie den Soldaten der Mund verboten wurde, damit sie nicht die Wahrheit über die blutigen Gefechte mit den Taliban erzählen. Als der deutsche Oberst Georg Klein im September 2009 zwei Tanklaster bombardieren ließ und dabei bis zu 142Menschen getötet wurden, darunter zahlreiche Zivilisten, zerbrach die Fantasiewelt mit einem Schlag. Hinzu kommt, dass die Bundeswehr heute in Afghanistan von den Alliierten immer dringlicher aufgefordert wird, diesen Krieg auch tatsächlich als Krieg zu führen. Und das alles, obwohl er wie jeder weiß nicht mehr zu gewinnen ist.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)
Leserkommentare:* Leider alles wahr (5 von 5 Punkten) meint m. aus Rheinland Aus persönlicher Betroffenheit kann ich die Aussagen von Julian Reichelt und Jan Meyer nur bestätigen - leider ist alles wahr. Ein Buch, das die Augen der "Höflich Desinteressierten" in der Gesellschaft öffnet, wer "dahinter schauen" will, sollte es unbedingt lesen und auch an "Stammtischparoler" verschenken. Ein Plädoyer für die Soldaten, die ungefragt ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen müssen - ein Armutszeugnis in die Richtung der verantwortlichen Politiker. Auch der Blick in die Befindlichkeiten so manch eines "hochdekorierten Uniformträgers" lässt einen nur fassungslos und wütend werden, vor allem, weil man weiß, auch dies ist wahr.
Großartige Recherche der beiden Journalisten!
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äGottes Geschenk für unser Land" Im elften Jahr auf der Sträflingsinsel Robben Island, 1975, beginnt Nelson Mandela, seine Memoiren zu schreiben. Nach der Arbeit im Steinbruch sitzt er nächtelang über dem Manuskript. Der 57-Jährige erinnert sich an seine Kindheit als Hirtenjunge in der Transkei, beschreibt Jugendjahre in der Missionsschule; er schildert, wie er in Johannesburg zum politischen Aktivisten und schließlich in einem Hochverratsprozess zu lebenslanger Haft ver¬urteilt wird. äEs war wie ein Wachtraum", notiert Mandela, äund ich versuchte, ihn so einfach und ehrlich wie möglich zu Papier zu bringen." Der Häftling mit der Nummer 466/64 darf Bleistifte und Papier besitzen, und auf Wunsch knipst man ihm nachts das Zellenlicht an. Denn in jener Zeit hat ihm die Gefängnisleitung ein Fernstudium genehmigt. Doch persönliche Aufzeichnungen und politische Texte sind streng verboten. Deshalb steckt Mandela die beschriebenen Seiten in Kakaodosen und vergräbt sie in Gemüsebeeten auf dem Gefängnishof. Nach einem Jahr kann ein Mithäftling bei seiner Entlassung das illegale Manuskript nach draußen schmuggeln. Aber eine Kopie der Aufzeichnungen wird gefunden - Mandela verliert für vier Jahre die Vergünstigung zu studieren. Ein hoher aber doch lohnender Preis: Denn die geschmuggelten Aufzeichnungen bilden nach Mandelas Worten ädas Grundgerüst dieser Erinnerungen". Sie erscheinen 1994 unter dem Titel äDer lange Weg zur Freiheit" und werden umgehend zu einem Weltbestseller. Mandelas Autobiografie wird in über 20 Sprachen übersetzt; fast eine Million Exemplare werden verkauft. Die deutsche Ausgabe geht als Hardcover fast 100 000-mal über die Ladentische; es folgen 150 000 Taschenbücher. Begeisterte Rezensionen locken die Leser. äEine der großen Politiker-Autobiografien dieses Jahrhunderts, zugleich ein literarisches, stellenweise gar poetisches Werk", ur¬teilt die äFrankfurter Allgemeine Zeitung". äDie Zeit" nennt Man¬delas Aufzeichnungen äein fesselndes Epos, keine Seite lang¬atmig, keine Sekunde langweilig". Gleichermaßen positiv ist das internationale Echo. äDie authentische Stimme von Mandela klingt durch dieses Buch", lobt der Kritiker der Londoner äTimes". Der amerikanische Journalist Richard Stengel, der Mandela beim Redigieren der ersten Kapitel und beim Schreiben der letzten geholfen hat, bewundert den Südafrikaner, der äfast drei Dekaden sozialen Wandels aufholen mußte", weil er in eine völlig veränderte Welt zurückkehrt. Ein Beispiel: Am Tag seiner Haftentlassung, am 11. Februar 1990, weicht Mandela erschrocken vor einem älangen, dunklen, pelzigen Objekt" zurück, das ein Fernsehteam auf ihn richtet. Ob das irgendeine neue Waffe sei, die während seiner Haftzeit entwickelt worden wäre? Ehefrau Winnie muss ihm erklären, dass es sich um ein Mikrofon handelt. Mandela ist für Stengel vor allem deshalb ein Held, weil er seine Fehler und Niederlagen eingesteht. äIch wollte nicht von Beginn an mein Volk über meine Familie stellen", schreibt er, ädoch bei dem Versuch, meinem Volk zu dienen, stellte ich fest, dass ich daran gehindert wurde, meine Pflichten als Sohn, Bruder, Vater und Ehemann zu erfüllen." Seine Tochter Zindzi wirft Mandela vor: äDu bist der Vater des ganzen Volkes, aber du hattest nie Zeit, Vater für mich zu sein." Seine Autobiografie zeigt den zur Selbstkritik fähigen Man¬dela als selbstbewussten Menschen, der sein Leben ohne Schönfärberei erzählt. Unbefangen und ausführlich schildert er, wie er seine Beschneidung als Initiationsritus des Xhosa-Volkes erlebt. Im Internat einer Missonsschule trampelt er äwie ein frisch beschlagenes Pferd" herum, weil er nicht daran gewöhnt ist, Stiefel zu tragen; als er bereits an der Hochschule studiert, putzt er sich zum ersten Mal die Zähne mit einer Zahnbürste. Viel später - 1962 bei einem Besuch in Ostafrika - erschrickt der inzwischen bekannte Anwalt und Politiker, als er in ein Flugzeug der Ethiopian Airways steigt, das von einem schwarzen Piloten gesteuert wird. äIch war in das Denkmuster der Apartheid gefallen, nach dem Afrikaner minderwertig waren und nur Weiße fliegen konnten", kommentiert Mandela und ärgert sich über äsolche Gedanken". 27 Haftjahre übersteht Mandela, ohne zu verbittern, weil er auf geradezu entwaffnende Art positiv denkt. äIm Menschen ist eine Neigung zur Güte", schreibt er, ädie vergraben oder verborgen sein kann, um dann unerwartet wieder hervorzutreten." Nur ein Mensch ohne Hass könne frei sein. Deshalb habe er nicht zugelassen, dass Hass sein Denken bestimme. Nach Beobachtung des Kirchenmannes, Erzbischof Desmond Tutu, sieht Mandela einen Feind als äjemanden, der darauf wartet, zum Freund bekehrt zu werden". So begegnet der Häftling Mandela auch den aus der burischen Unterschicht stammenden Bewachern auf Robben Island mit Höflichkeit - und wird in der Regel respektvoll behandelt. Kein Wunder: Der 1,90 Meter große Mann ähatte eine Ausstrahlung, die signalisierte: Ich bin ein Führer, mich kann niemand einschüchtern" (so der Vollzugsbeamte James Gregory). Unter Mandelas Führung erkämpfen die politischen Gefangenen nach grauenvollen Anfangsjahren durch Eingaben, Verhandlungen und gelegentliche Proteste erhebliche Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen. Die Häftlinge dürfen in ihrer Freizeit Sport treiben und Theaterstücke aufführen. Gebildete bringen Analphabeten Lesen und Schreiben bei. Robben Island gilt bald als äGefängnisuniversität"; Häftlinge können Fernkurse belegen. Mandela ermutigt einige seiner Bewacher, ebenfalls zu studieren und damit sozial aufzusteigen. Als eine wichtige Überlebensstrategie erkennt Mandela die Mög¬lichkeit zu gärtnern. äEin Garten war im Gefängnis eines der wenigen Dinge, über die man selbst bestimmen konnte", schreibt er. äEinen Samen in die Erde zu legen, ihm beim Wachsen zuzusehen, die Pflanze zu pflegen und dann zu ernten, bot eine einfache, aber dauerhafte Zufriedenheit. Das Gefühl, der Verwalter dieses kleinen Stückchens Erde zu sein, beinhaltete einen Hauch von Freiheit." Auf dem kargen, sandigen Boden von Robben Island betreut Mandela jahrelang ein paar Beete. Als ihn die Behörden 1982 ins Gefängnis Pollsmoor verlegen, darf er dort auf einer Dachterrasse in mit Erde gefüllten Ölfässern Gemüse anbauen. Dem Besucher Lord Nicholas Bethell, einem Mitglied des britischen Oberhauses und des Europa-Parlaments, führt der Gefangene 1984 seinen äKübelgarten" so würdevoll vor äwie ein Grundbesitzer, der einem seinen Hof zeigt" (Bethell). In jener Zeit ist Südafrikas Apartheid-Regime durch internationale Wirtschaftssanktionen und Unruhen im Land unter immensen Druck geraten. Die Regierung möchte die Lage entspannen. Sie bietet dem zum Symbol gewordenen Nelson Mandela seine Freilassung an, wenn er sich öffentlich von der Idee des bewaffneten Kampfes lossagen würde. Als loyales Mitglied der Befreiungsbewegung African National Congress (ANC) lehnt der Gefangene das Ansinnen ab. Gleichzeitig nimmt er jedoch Ge¬heimverhandlungen mit der Regierung auf - zunächst im Allein¬gang. äEs gibt Zeiten", begründet Mandela diesen Schritt, äin denen ein Führer der Herde vorangehen und sich in eine neue Richtung bewegen muß, darauf vertrauend, dass er sein Volk auf den richtigen Weg führt." Der ANC-Leitung im Exil gedenkt Mandela zu übermitteln, dass sie sich ja vom Fehltritt eines iso¬lierten alten Mannes distanzieren könne, falls sie mit seiner Entscheidung nicht einverstanden sei oder wenn seine Initiative scheitern würde. Die Geheimverhandlungen beginnen mit Besuchen von Regierungsvertretern bei dem eingesperrten Gesprächspartner. Höhepunkt wird ein bizarres Treffen am 5. Juli 1989, das Mandela genüsslich schildert: In einem eigens für diesen Anlass geschneiderten Anzug wird der Gefangene zum Tuynhuys, dem Kapstädter Amtssitz des damaligen Staatspräsidenten Pieter Willem Botha, gefahren. Nach den langen Gefängnisjahren ist Mandela nicht mehr vertraut mit modischen Feinheiten. Deshalb verpassen ihm hohe Repräsentanten des Regimes den letzten Schliff für seinen Besuch: Der Gefängnisdirektor bindet ihm den Schlips mit einem Windsorknoten, Geheimdienstchef Niel Barnard kniet nieder und schnürt die offenen Schnürsenkel zu. Alle sind fürchterlich aufgeregt. Denn Botha wird als ädas Große Krokodil" landesweit gefürchtet. äDann öffnete sich die Tür", schreibt Mandela, äund ich trat ein, auf das Schlimmste gefaßt. Von der entgegengesetzten Seite seines feudalen Büros kam P. W. Botha auf mich zu. Er hatte seine Schritte perfekt geplant, und wir trafen uns genau auf halbem Wege. Er streckte die Hand aus und lächelte breit, und tatsächlich war ich von diesem allerersten Augenblick an völlig entwaffnet. Er verhielt sich tadellos höflich, respektvoll und freundlich." Beim Tee plaudern der Präsident und der Staatsfeind Nummer eins über Südafrikas Geschichte. Mandela sagt, dass er in der Rebellion der Buren gegen die Briten 1914 und im derzeitigen Befreiungskampf der Schwarzen gegen das weiße Regime Parallelen sehe. Erst zum Schluss der Begegnung bringt der Gast ein aktuelles Thema zur Sprache: Mandela bittet um die bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen, sich selbst inbegriffen. Botha entgegnet, das sei nicht möglich. Das Treffen endet dennoch freundschaftlich und gilt im Nachhinein als Durchbruch zur Wende am Kap. Denn nach intensiven Verhandlungen öffnen sich 190 Tage später für Mandela die Ge¬fängnistore. Der ANC und andere politische Organisationen wer¬den wieder zugelassen. Ins Exil vertriebene Südafrikaner dürfen heimkehren, politische Häftlinge werden freigelassen. 1994 sollen Wahlen nach dem Prinzip äone man one vote" stattfinden. Als Gegenleistung wird der ANC den bewaffneten Kampf aussetzen und die internationale Gemeinschaft den Wirtschaftsboykott gegen Südafrika beenden.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 26 Bewertungen)
Leserkommentare:* Eines der einflussreichsten Menschen erzählt ... (5 von 5 Punkten) meint S. Im Juli diesen Jahres war ich für 3 Wochen in Südafrika, in Kwazulu N. . Bei einer Shopping-Tour habe ich mir das Buch gekauft und sofort mit dem Lesen angefangen. Es ist unbeschreiblich, diese beeindruckende Lebensgeschichte vor dem Hintergrund einer grandiosen und facettenreichen Landschaft zu erleben. Wenn man sieht, wie entspannt sich das Zusammenleben zwischen Schwarz und Weiß im heutigen Südafrika gestaltet, kann man sich die Zustände, die Nelson Mandela erlebt hat, kaum vorstellen. Die Kombination vom Besuch des Schauplatzes und dem Schreibstil von Nelson Mandela machen dieses Buch zu einem Meisterwerk.
Nelson Mandela, Jahrgang 1918,Nobelpreisgewinner gehört zu den ganz großen Menschen der Zeitgeschichte. Er ist ein hervorragendes Vorbild für einen humanen Kampf für die Menschrechte. Wenn der durchschnittlich politikinteressierte Laie den Namen Nelson Mandela hört, fallen ihm in der Regel nur die allseits bekannten Eckdaten ein: Langer Kampf gegen die Apartheid und die rassistische Regierung Südafrikas, für den er beinahe 30 Jahre im Gefängnis verbracht hat, danach Präsidentschaft und der Friedensnobelpreis dafür, dass er trotz seiner persönlichen Leiden auf den Dialog und die Versöhnung zwischen den Schwarzen und den Weißen setzt. In seiner Autobiographie gewährt der Staatsmann zudem Einblicke in die Hintergründe der politischen Entwicklung Südafrikas. Der Leser kann sich ein Bild von der persönlichen Entwicklung Mandelas machen und von den Beweggründen eines Mannes, der nicht von Kindesbeinen an zum Revolutionär erzogen wurde, sondern der erst nach und nach erkennt, dass er trotz seiner eigenen erfolgreichen Karriere als Anwalt nicht die Augen verschließen kann vor der Ungerechtigkeit und der diskriminierenden Politik seines Landes. Besonders die Konsequenz, mit der Mandela und andere ihr eigenes Leben dem Kampf für die Freiheit geopfert haben, ist beeindruckend. Darüber hinaus sind vor allem die Insider-Informationen zu den politischen Ereignissen in der Partei Mandelas und in seinem privaten Umfeld für den Leser interessant.
Ein sehr empfehlenswertes Buch, das Einblick gibt in die Beweggründe eines Menschen, der selbst nach jahrzehntelanger Gefangenschaft kein Bedürfnis nach Rache und Vergeltung, sondern nur nach Aussöhnung und friedlichem Zusammenleben hat.
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Thilo Sarrazin beschreibt mit seiner profunden Erfahrung aus Politik und Verwaltung die Folgen, die sich für Deutschlands Zukunft aus der Kombination von Geburtenrückgang, problematischer Zuwanderung und wachsender Unterschicht ergeben. Er will sich nicht damit abfinden, dass Deutschland nicht nur älter und kleiner, sondern auch dümmer und abhängiger von staatlichen Zahlungen wird. Sarrazin sieht genau hin, seine Analyse schont niemanden. Er zeigt ganz konkret, wie wir die Grundlagen unseres Wohlstands untergraben und so den sozialen Frieden und eine stabile Gesellschaft aufs Spiel setzen. Deutschland läuft Gefahr, in einen Alptraum zu schlittern. Dass das so ist, weshalb das so ist und was man dagegen tun kann, davon handelt dieses Buch.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 157 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ich kann nur sagen (5 von 5 Punkten) meint K. aus Munster Ein gutes Buch aber etwas zu HART geschrieben,ich hoffe damit hat SZ die Politiker mal etwas aufgeweckt.
MfG
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So wenig Niveau war nie! Selbst Qualitätsmedien berichten ausführlich und mit Hingabe vom Dschungelcamp oder Deutschland sucht den Superstar. Gleichzeitig dürfen von der Wirtschaft finanzierte Professoren auch in der Tagesschau dreist als unabhängige Experten auftreten. Ihre Phrasen werden uns als alternativlose Wahrheiten verkauft - während kritische Politsendungen im Nachtprogramm verschwinden. In seinem neuen Buch deckt Thomas Wieczorek die Auswüchse der allgemeinen Massenverblödung auf. Und er geht der Frage nach: Wird sie bewusst betrieben? Und von wem? Und mit welchem Ziel? Das Ergebnis seiner Recherchen ist Aufklärung im besten Sinne.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 139 Bewertungen)
Leserkommentare:* Lobbyismus und Medienmacht in Deutschland (4 von 5 Punkten) meint c. .B. aus Germany Mit diesem Buch zeigt der Journalist und Autor Thomas Wieczorek das die Auseinandersetzung mit gesellschaftskritischen Themen und Aufklärung auch ohne übertriebenen Populismus möglich ist.
Er hält Politikern, Medien, Wirtschaft und dem Rest Bevölkerung nicht nur den Spiegel der Realität vor Augen, indem er gesellschaftliche Mißstände anprangert, sondern er vermittelt am Ende auch positive Impulse. Für ihn sind diese negativen Entwicklungen kein alternativloser Sachzwang, dem der einzelne Bürger nichts entgegen zu setzten hat. Er richtet einen Appell an die Vernunft und ein gemeinschaftliches Bewusstsein für Wahrheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Am Ende zitiert er den ehemaligen amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln:
"Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, und das ganze Volk einen Teil der Zeit.
Aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen."
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"Teuflische Verhältnisse" -Süddeutsche Zeitung, 10. 4. 2010
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 20 Bewertungen)
Leserkommentare:* Prompt und Schnell (5 von 5 Punkten) meint A.M. Sehr schnell und in bestem Zustand geliefertVatikan AG: Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche
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Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 17 Bewertungen)
Leserkommentare:* Klein und fein (5 von 5 Punkten) meint S. aus Landshut Ein kleines feines Büchlein das mir aus der Seele spricht. Es zeigt wie mit (vermeintlicher) Politischer Korrektheit teilweise schon fast eine Zensur stattfindet. Wenn Wortwahl über Wahrheit geht kann haben Tugendwächter zu viel Macht. Nach dieser Lektüre wird man wacher sein. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen.
Lesenswert (5 von 5 Punkten) meint G.T. Ein gutes, lesenswertes Buch. Hier wird genau analysiert, wie vorgeblich "progressive" politische Strömungen und Strömunginnen die Sprache zu ihren Zwecken manipulieren (und nebenbei auch erheblich verhunzen). Es zeigt, dass die selbsternannten Hüter der Toleranz zuweilen selbst sehr wenig tolerant sind. Aber Freiheit ist auch heute noch die Freiheit des Andersdenkenden und wenn wir nicht irgendwann in einer Gesinnungsdiktatur landen wollen, dann sollte es mehr solche klugen und mutigen Bücher geben.
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"Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 23 Bewertungen)
Leserkommentare:* beeindruckend (5 von 5 Punkten) meint S.H. aus Hamburg Es geht um seltsame Erkrankungen im Alter, um Kriegserlebnisse, die oftmals erst wieder freigelegt werden müssen, um Traumata und Psychologie - gut recherchiert. Nur selten mal muss man eine Länge durchstehen, um wieder gefesselt zu werden. Noch nie hat ein Buch in mir so viel bewegt wie dieses! Es ist gut geschrieben, somit leicht lesbar und lässt mich so Vieles besser verstehen: Die eigene Erziehung (eines Nachkriegskindes), die besonders liebe Tante (Kriegskind, ebenso wie ihr sehr patenter und familiensinniger Mann), Merkwürdigkeiten der eigenen Eltern (junge Erwachsenenzeit im Krieg). - Und insbesondere jedem "Kriegskind" aus Deutschland kann ich nur zurufen: Lies das! Es wird gut tun, es wird Erkenntnis und vielleicht sogar ein Stück mehr Geborgenheit schaffen.
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| | Buch: | Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten |
| Autor: | Ingrid Steiner-Gashi, Dardan Gashi, Ausgabe vom März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 18466 |
| Preis: | 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Der heute 74-jährige Emil - so sein Deckname - organisierte für die nordkoreanischen Diktatoren Kim-Il Sung und Kim Jong-Il Konsumgüter und Waffen in Deutschland und Österreich. 1994 flüchtete er unter spektakulären Umständen und lebt seither illegal in Österreich. Mit diesem Buch geht er erstmals an die Öffentlichkeit. Noch nie hat ein derart hochrangiger Überläufer im deutschen Sprachraum mit solcher Offenheit erzählt, was es heißt, in Nordkorea zu leben. Basierend auf vielen Gesprächen zeichnen Ingrid Steiner-Gashi und Dardan Gashi das bewegte Leben von Emil nach, geben Einblick in das repressive politische System der Diktatur und dokumentieren illegale Geschäfte österreichischer und deutscher Firmen mit Nordkorea.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)
Leserkommentare:* Im Dienste des Diktators (5 von 5 Punkten) meint m. Nichts was wir eigentlich nicht wissen. Einfach geschrieben, flüssig zu lesen, sehr interessant. Für mich ergibt es dennoch ein eher oberflächliches Bild. Wirklich tiefgründig wurde nichts erörtert. Erschütternd, dass es Länder wie Nordkorea noch gibt und die restliche Welt tatenlos zusieht.
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Unfassbare Summen werden in das wankende Finanzsystem gepumpt, aberwitzige Milliardenbeträge für Wirtschaftshilfen bereitgestellt, und die Schuldigen an der Krise machen einfach weiter wie bisher während gleichzeitig immer mehr Arbeitsplätze wegbrechen, Kommunen und Bürger in die Pleite rutschen. Selbst unsere Kinder werden noch für die Gier der Banker und Wirtschaftslenker und die Unfähigkeit willfähriger Politiker zahlen müssen. Gewohnt scharfzüngig deckt Thomas Wieczorek auf, wer von der Krise profitiert, wie tief der Graben in unserer Gesellschaft bereits geworden ist und wie gefährlich das für uns alle noch werden kann.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 19 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ein schönes, kritisches Buch (5 von 5 Punkten) meint A. Der Autor gibt einmal einen detaillierten Ablauf der Geschehenisse, die zur Krise führten und während der Krise geschehen sind und durchleuchtet diese. Es werden hierbei auch einzelne Banken, Unternehmen und Personen unter die Lupe genommen.
Ich persönlich habe mich auch schon gefragt, wie es sein kann, dass die Banken und Konzerne, welche immer auf Nichteinmischung des Staates und Selbstregelung des Marktes pochen bei der Krise plötzlich am lautesten schreien und Unsummen an Geld haben wollen, nachdem sie sich kräftig und riskant verzockt haben und Ihnen jetzt die Pleite droht. Anschließend muss der Staat dann sehen, wo er das Geld wieder herbekommt.
Es werden außerdem Heuschrecken angesprochen, die gesunde und lange existierende Unternehmen aufkaufen und kaputt machen.
Ebenso die Rentenproblematik. Es wird ja immer mehr angesprochen, dass man Eigenvorsorge betreiben muss. Eigentlich kann es doch in einem angeblichen Sozialstaat nicht sein,, dass man sein ganzes Leben lang arbeitet und während der Rente plötzlich nicht mehr genug zum Leben hat. Ich persönlich fand Rente mit 67 sowieso immer unlogisch (es gibt doch eh nicht genug Arbeitsplätze für alle, wenn dann die alten obwohl sie nicht mehr können noch länger arbeiten blockieren sie doch die Plätze für die jüngeren Leute, also gearbeitet wird insgesamt doch nicht mehr oder sie müssen früher aufhören und bekommen dann viel weniger).
Ein weiterer neben anderen Punkten ist, dass der Staat sich immer mehr auf Ehrenamtliche verlässt, welche eigentlich den Arbeitsmarkt kaputt machen. Wo sonst Handwerker bezahlt werden müssten, müssen Eltern plötzlich die Schule ihrer Kinder streichen, weil sonst nichts passiert würde. Wenn jetzt ein Hartz IV Empfänger vom Amt an die Tafeln verwiesen wird, weil er nicht genug Geld für Essen hat, kann dies ja auch nicht wirklch sein, weil die Tafeln eine freie Organisation aus der Not heraus sind (und die Tafeln werden sehr gut genutzt, es ist also Bedarf vorhanden). Der Sozialstaat gibt also seine Verantwortung somit einfach ab.
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Es ist einfach geschrieben, also für jeden verständlich und sollte eigentlich auch jeden Bürger interessieren.
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