Product Description Ausgezeichnet mit dem Friedrich-Schiedel-Literaturpreis 1983 Erscheinungsjahr: 1981 Gewicht: 145 gr Von Haffner, Sebastian "Gewissermaßen in Widerlegung des bekannten Wortes von Karl Kraus, daß ihm zu Hitler nichts mehr einfalle, legt der deutsch-britische Publizist Sebastian Haffner ein neues unorthodoxes Buch über den deutschen Diktator vor, in welchem der Autor demonstriert, daß man sehr wohl noch in ganz anderer Weise an das Hitler-Phänomen herangehen kann, als das in der Literaturflut der letzten Jahre geschehen ist." Mit diesen Worten eröffnete die Neue Zürcher Zeitung ihren Kommentar zum Erscheinen des weithin aufsehenerregenden Hitler-Buches. Kaum ein herausragender Rezensent ließ es sich nehmen, den Band demonstrativ ausführlich zu besprechen. Monatelang führten die Anmerkungen des kenntnisreichen Außenseiters die Bestsellerlisten an. In sieben eigenständigen Kapiteln mit den Titeln ''Leben'', ''Leistungen'', ''Erfolge'', ''Irrtümer'', ''Fehler'', ''Verbrechen'' und ''Verrat'' versucht der Autor, das Phänomen Hitler von verschiedenen Seiten, unter verschiedenen Aspekten und an verschieden en Schlüsselstellen seiner Lebenskonstellation zu erhellen - einer Lebenskonstellation, die uns mit ihren abrupten Brüchen und Sprüngen und ihren politischen Erlösungs- und Rettungsmythen noch immer Rätsel aufgibt.
Buch:
Speer und Er: Hitlers Architekt und Rüstungsminister
Autor:
Heinrich Breloer, Ausgabe vom 21. April 2005, Gebunden, Verkaufsrang 527212
Aus der Amazon.de Redaktion Albert Speer hatte gewiss viele Talente, das hervorstechendste jedoch war die Fähigkeit, Unmögliches möglich erscheinen zu lassen. So glaubte Adolf Hitler in ihm - in ihm allein -den Mann gefunden zu haben, der der ansonsten nur ihm selbst wirklich offenbaren Großartigkeit des Nationalsozialismus eine adäquate bauliche Gestalt zu geben vermöchte. Und selbst seine innere Gewissheit, dass es doch unmöglich sein müsse, dass er - der Führer - in einem anderen Menschen vielleicht einen Freund finden könnte, geriet ihm im Falle Speers ins Wanken. "Wenn Hitler einen Freund gehabt hätte, wäre ich es gewesen", stellt Heinrich Breloer seinem erhellenden Buch denn auch ein treffendes Zitat Albert Speers als Motto voran. Sein wirkliches Meisterstück aber, so verdeutlicht Breloer mit seiner gründlich recherchierten Arbeit, gelang Albert Speer nicht als Verzauberer des größten Schlächters aller Zeiten, und auch nicht als dessen Rüstungsminister, sondern als Angeklagter vor dem Nürnberger Kriegsverbrechertribunal. Hier begann er mit der erfolgreichen Schöpfung seiner eigenen, äußerst unwahrscheinlichen Legende, in deren Zentrum zwar ein Schuldbekenntnis stand, jedoch eines von der Sorte, das den moralischen Kern der Person doch aus der Haftung entließ. Er hätte von der Vernichtung der Juden wissen können, wenn er gewollt hätte, gab er zerknirscht zu Protokoll. Aber er habe es wohl nicht wissen wollen, anders könne er sich nicht erklären, dass er von diesem schrecklichen Verbrechen entgegen aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich nichts gewusst habe. Darin, so gestand er ein, bestehe seine Schuld. "Mitverantwortlich schuldlos geblieben, auf diesen Nenner möchte Albert Speer das Urteil über sein Tun bringen", schreibt Breloer. Tatsächlich war Speer mit diesem Bemühen einigermaßen erfolgreich. Zwar wurde er verurteilt, doch nicht zum Tode. Und anders als etwa Rudolf Hess, wurde er später - am 1. Oktober 1966 - aus der Haft auch wieder entlassen, gab Interviews und schrieb die seine wirkliche Lebensgeschichte verklärenden Erinnerungen, die tatsächlich auch über lange Jahre das Bild bestimmten, das die Öffentlichkeit sich von diesem wundersamen Albert Speer machte. Heinrich Breloer rückt dieses Bild mit dem Buch Speer und Er und dem gleichnamigen Fernsehfilm eindrucksvoll und unmissverständlich zurecht. - Andreas Vierecke
Buch:
Das Dritte Reich - Diktatur: Band II/1 und 2
Autor:
Richard J. Evans, Ausgabe vom 9. Okt. 2006, Gebunden, Verkaufsrang 441491
Aus der Amazon.de-Redaktion In jeden Winkel der deutschen Zeitgeschichte leuchtet der Haushistoriker des ZDF mit immer den gleichen Scheinwerfern hinein und befragt die Geschichte und ihre Zeugen mit immer derselben beruhigend sonoren Stimme. Besonders in das düsterste aller dunklen Kapitel gewährt uns Guido Knopp regelmäßig Einblick. Und immer wieder ist man erstaunt, woher er immer noch die vielen Zeitzeugen vor seine Kamera bekommt, die berichten, wie es wirklich war damals zur Zeit des "tausendjährigen Reichs". Erstaunlich auch, wie kompakt und schnörkellos es ihm gelingt, noch so verfahrene historischen Dramen zu rekapitulieren. Im Film ebenso, wie in dem jeweils dazu vorgelegten Buch. Nach Hitler selbst (Hitler. Eine Bilanz, 1995), Hitlers Helfern (1996), Hitlers Kriegern (1998), Hitlers Kindern (2000), Hitlers Frauen (2001) und seinen Attentätern (Sie wollten Hitler töten, 2004) führen uns Knopp und seine Autoren diesmal anhand einer einschlägigen Auswahl Hitlers Manager vor. Behandelt werden Rüstungsminister Albert Speer, dem der Führer unter anderem nicht weniger als den Umbau Berlins übertragen hatte (Zitat Goebbels: "Das ist schön. Er wird's gewiss schaffen."), der "Raketenmann" Wernher von Braun, der General Alfred Jodl, der Waffenfabrikant Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, der für die "Motorisierung des Volkes" zuständige Ferdinand Porsche und schließlich der Bankier Hjalmar Schacht: "Ohne sie, die 'Meister' ihres Fachs (?) wäre Hitlers Reich nicht effektiv gewesen. Und so ergriffen sie die Chance für kometenhafte Karrieren, enorme Profite und wirtschaftliche Expansion." Wie andere auch haben die hier angeführten, allesamt hochbegabten Helfer des Nazi-Regimes später für sich an der Legende gewoben, sie hätten "nur das eigene Metier im Blick gehabt und nicht die Machenschaften des Regimes". Wie untauglich diese Ausrede ist, das so gründliche moralische Versagen zu bemänteln, belegt der vorliegende Band sehr deutlich, der allein deshalb die Lektüre lohnt. - Hasso Greb
Buch:
Stalin und Hitler: Das Pokerspiel der Diktatoren
Autor:
Lew Besymenski, Ausgabe vom 2006, Broschiert, Verkaufsrang 1049993
Buch:
Wenn Hitler den Krieg gewonnen hätte: Die Pläne der Nazis nach dem Endsieg
Autor:
Ralph Giordano, Ausgabe vom Aug. 2000, Taschenbuch, Verkaufsrang 48190