Philippe Jaroussky, Jerome Ducros, Audio CD, Verkaufsrang 398
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Vokalrecitals Lieder und Arien - Philippe Jaroussky - Opium Melodies francaises Ergreifend unmittelbar ist Philippe Jarousskys Gesang, klar und rein seine Diktion, astrein seine Intonation, feinsinnig bis ins letzte Detail, nichts aufgesetzt Künstliches geht von ihm aus. Was für eine Begabung! Süchtig könnte man nach ihm werden, wie nach Opium. So auch der Titel der neuen CD des dreißigjährigen Countertenors, auf der er 24 französische Melodien aus dem französischen Fin de Siècle zusammengetragen hat. Kompositionen von Chausson, Fauré, Dupont, Saint-Saens und andere erklingen zu Versen von Paul Verlaine, Victor Hugo, Paul Bourget und anderen. Kleine fragile Dramen voller Schmerz und Sehnsucht, durchflutet von ätherischen Klängen. An seiner Seite die Flötisten Emanuel Pahud und die Brüder Renaud und Gautier Capucon. Ein neues Repertoire für Jaroussky, der sich bisher durch barockes Repertoire einen großen Namen gemacht hat. Eine Auszeichnung folgte in den letzten Jahren der anderen:"Ich glaube, vor fünf Jahren wäre das noch nicht möglich gewesen. Mittlerweile werden Countertenöre nicht mehr ausgelacht", kommentierte dies der Geehrte, der nicht nur wie ein Engel singt, sondern auch so aussieht. Und man kann nur hoffen, dass die Branche nicht der Versuchung erliegt, ihn wegen seines jungenhaft-androgynen Äußeren wie ein Popstar zu vermarkten. Es wäre schade. - Teresa Pieschacón Raphael
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Product Description Carmen ist eine der beliebtesten Opern überhaupt. Georges Bizet, der im Alter von nur 36 Jahren starb, führte sie 1875 in der komischen Oper in Paris zum ersten Mal auf - obwohl das tragische Werk, das auf Prosper Merimees Novelle basiert, ganz und gar nicht komisch ist. Carmen wurde schon viele Male verfilmt und ist auch als Musical extrem erfolgreich. Die hier vorliegende Fassung präsentiert Ebe Stignani als Carmen und den unvergessenen Beniamino Gigli als Don Jos?. Dirigiert von Vincenzo Bellezza. Komplettaufnahme, 2CD, ca. 140 Min.
Calleja, Kurzak, l'Orchestre de la Suisse Romande, Audio CD, Verkaufsrang 2658
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Was länger währt, wird richtig gut: Joseph Calleja und sein neues Solo-Album mit "Tenor Arias" und "The Golden Voice" stellte sich der junge maltesische Tenor Joseph Calleja vor einigen Jahren auf Decca Classics vor. Mit dem Tenorpart in der Deutsche Grammophon-Gesamtaufnahme von Bellinis "I Capuleti e i Montecchi" an der Seite von Anna Netrebko und El?na Garan?a hatte er schließlich sein Entrée in die Liga der "happy few" des internationalen Opernbetriebs geschafft. Die Opernhäuser zwischen New York, London, Mailand, Paris und Wien rissen sich um den sympathischen Sänger mit dem unverwechsel-baren Timbre und der Statur eines Gladiators (in der Tat war Joseph Calleja einst ein erfolgreicher Kugelstoßer und Speerwerfer!). Und dann wurde es auf einmal still um Joseph Calleja. Der Grund für seinen temporären Rückzug von der Opernbühne war bereits in einem seiner Interviews im Zusammenhang mit dem Tod von Luciano Pavarotti und dessen "Nachfolge" angeklungen: "Luciano hat 40 Jahre Zeit gehabt Luciano zu werden," erklärt Calleja. "Er hatte Zeit, die richtigen Chancen abzuwarten. Das Problem heute ist die große Bedeutung der Medien. Man muss sofort ein Star sein und hat nicht die Zeit, die Leiter hoch zu klettern ohne Stufen auszulassen, um ein wirklich großer Star zu werden." Joseph Calleja aber entschied sich dafür, dem "medialen Diktat" und der unerbittlichen Maschinerie des Opern- und Konzertbetriebes zu trotzen. Er zog sich zurück, nahm sich die Zeit, die er für seine weitere persönliche und musikalische Entwicklung brauchte und kehrte ins Musikgeschäft als ein anderer Künstler zurück: reifer, mental und vokal gestärkt und mit neuem Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein. Genau das aber hört, wer Ohren hat zu hören, auf seinem neuen Album. Das Konzept unterscheidet sich nicht maßgeblich von den beiden Vorgängeralben, das ist wohl wahr. Doch der Sänger und vor allem sein hinreißendes, zu Herzen gehendes Singen auf diesem Streifzug durch die Opernliteratur von Offenbach, Gounod, Verdi, Puccini, Bizet und Boito ist feinster "Calleja, Jahrgang 2011". Geblieben ist der Tenor aus Malta, der mit Sympathie, Charme, Kollegialität und Esprit Publikum wie Presse, Kollegen wie Freunde zu bezaubern und verführen weiß. Aber das Wissen um die Besonderheit einer Sängerkarriere, die Einzigartigkeit seines fragilen Instrumentes und das Verantwortungsbewusstsein in seinem Beruf sind Markenzeichen eines neuen, gereiften Tenors, der mit Elan, Verve und Nachdruck seinen Anspruch auf die Phalanx der internationalen Tenöre unserer Zeit erhebt. Und sein neues Album ist der klingende Beweis dafür. "Callejas Stimme ist wie keine zweite in der heutigen Opernszene." (The Associated Press)