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"Ein fundiertes Buch über ein Tabu, das über ein halbes Jahrhundert auf seine Aufarbeitung wartete." (Welt am Sonntag)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 16 Bewertungen)
Leserkommentare:* Nicht für jeden, aber für Betroffene Eltern wie Kinder vielleicht eines der wichtigsten Bücher (5 von 5 Punkten) meint A.K. Dieses Buch erreicht eine objektive, detaillierte Analyse der psychologischen Folgen von Kriegserlebnissen im Kindheitsalter und deren Auswirkungen auf den Erwachsenen. Primär ist Die vergessene Generation" geschrieben für Menschen, die zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geboren wurden. Aber, und das erscheint mir noch wichtiger, auch für deren Kinder. Ich bin Kind von Kriegskindern, und habe mich lange Jahre gefragt, warum meine Eltern so sind wie sie sind. Erst mit diesem Buch, erst mit dieser psychologischen Deutung von habe ich verstanden, woher ich komme und wie sich die Kriegserlebnisse meiner Eltern in mir manifestieren. Aus der Perspektive des Kindes von Kriegskindern kann dieses Buch dem gewillten Leser der erste Anstoß sein, den wichtigsten aller Schritte zu vollziehen: mit seinen Eltern endlich ins Reine zu kommen und endlich zu verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Und obwohl es eben nur der erste Anstoß sein kann, so ist es für mich eines der wichtigsten Bücher, die ich je gelesen habe - auch wenn das für andere Menschen anders sein mag. Eben ein Buch, das nur für eine bestimmte Zielgruppe geschrieben wurde.
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Aus der Amazon.de-Redaktion Überall in Deutschland findet man architektonische Spuren des NS-Staats und seiner baulichen Selbstdarstellung. "Deutschland ist ein Freilichtmuseum", heißt es im Vorwort, "vollgestellt mit Ausstellungsstücken aus der Zeit des Terrors". Die Geschichte viele dieser Stätten kennen freilich längst nur noch Kundige, weil anders als bei manchem ehemaligen Nazi-Prunkbau, kaum mehr etwas zu sehen ist, das von der Vergangenheit des Ortes, seiner damaligen Nutzung und Bedeutung kündet. Bei manchen hat man an historischer Stätte Orte der Aufklärung über die Diktatur und des Gedenkens an ihre Opfer geschaffen. Böse Orte haben Stephan Porombka und Hilmar Schmidt die von ihnen herausgegebene Sammlung von Besichtigungsberichten überschrieben, die uns an Orte führen wie die Stelle über dem Führerbunker, in dem Hitler seinen Untergang erlebte (Henrik M. Broder hat hierzu einen glänzenden Aufsatz beigetragen), oder auf den Obersalzberg, zum ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände, in das Kraft-durch-Freude-Bad in Prora an der Ostsee oder in die Schorfheide nach Carinhall, wo der Waldhof Hermann Görings stand. ?"Kein anderes Land verfügt über eine derartige Fülle von zweifelhaften Denkmälern" und das Interesse an ihnen nimmt zu, was mittlerweile auch die Touristikbranche für sich zu nutzen weiß? "Unproblematisch ist das nicht", wissen die Herausgeber, und geben mit diesem Band zugleich zehn lesenswerte Antworten auf die sich aufdrängende Frage, welche Form des Gedenkens an Orten wie den oben genannten, denn angemessen sein könnte. - Hasso Greb
Leserbewertungen: Durchschnitt: 2.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Leserkommentare:* Teils gut (4 von 5 Punkten) meint R. aus Engelskirchen Es sind in diesem Buch nicht sonderlich viele Fakten über die Orte beschrieben, allerdings kann meist durch die gute Beschreibung der Autoren die Orte gut vor dem Inneren Auge sehen. Besonders gut gelungen ist der Beitrag über das Reichsparteitagsgelände meiner Meinung nach. Da der Autor dort eine persönliche Bindung zum Ort darstellt. Und auch der Beitrag über das Olympia Station ist gut gelungen. Da es sehr interessant geschrieben ist. Allerdings finde ich den Teil über Ladoe wenige gut gelungen. Es wirkt meiner Meinung nach so als sei der Autor vom Ort "gelangweilt" oder zumindest nicht sonderlich interessiert oder naja Begeistert kann man nicht sagen, aber als würde es in nicht sonderlich interessieren.
Insgemat kann man sagen für interessiert zu empfehlen .
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| | Buch: | Die Bruderschaft der Glocke: Ultrageheime Technologie des Dritten Reichs jenseits der Vorstellungskraft |
| Autor: | Joseph P. Farrell, Ausgabe vom März 2009, Broschiert, Verkaufsrang 22290 |
| Preis: | 24,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Ein ausführlich recherchiertes Werk über die Dunkelwelt der Nazi-Geheimforschungen und deren Überleben nach dem Krieg. Besonderes Augenmerk legt der Autor dabei auf das Projekt "die Glocke", die als einziges Forschungsprojekt im Dritten Reich die Sicherheitsstufe "kriegsentscheidend" erhielt. Joseph Farrell spekuliert über die mögliche (Skalar-) Physik hinter diesem Projekt, den Ursprung dieser Physik und über die Frage, wohin diese Physik und deren Protagonisten nach dem Krieg verschwanden.Was hat es mit der geheimnisumwobenen Glocke auf sich? 1945 verließ ein geheimes Hightech-Waffenprojekt mit dem Decknamen die Glocke seinen unterirdischen Bunker in Niederschlesien und mit ihr Hans Kammler, Viersterne-General der SS. An Bord eines riesigen sechsmotorigen Ultralangstreckenflugzeugs vom Typ Junkers 390 verschwanden die Glocke, Kammler und sämtliche Projektunterlagen für immer von der Bildfläche. Ging dieser Flug nach Amerika oder nach Argentinien? Der Großteil der Wissenschaftler und Techniker, die an diesem Projekt gearbeitet hatten, wurden im Vorfeld von der SS kaltblütig ermordet. So verschwand eine Geheimwaffe, die laut einem deutschen Physik-Nobelpreisträger die Einstufung als kriegsentscheidend erhalten hatte eine Sicherheitseinstufung, die höher lag als alle anderen Geheimwaffen des Dritten Reichs, höher sogar als die Atombombe. Welche bahnbrechenden physikalischen Geheimnisse waren mit der Glocke verbunden? Um sie zu schützen, scheuten überlebende Nazis jedenfalls auch nach dem Krieg keine Mittel. Dr. Joseph P. Farrell, spezialisiert auf die Erforschung wenig dokumentierter Aspekte in Wissenschaft und Geschichte, enthüllt in diesem Buch eine unfassbare Reihe exotischer Technologien, die im Dritten Reich erforscht wurden. Er wirft damit ein neues, verstörendes Licht auf die gängige Sichtweise über den Ausgang des Zweiten Weltkrieges aber auch auf den Roswell-Vorfall und MAJIC-12, das mysteriöse Geheimteam der amerikanischen Regierung zur Untersuchung von UFOs.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)
Leserkommentare:* Interessante Thesen (4 von 5 Punkten) meint R. Das Buch versucht Licht in einige "Ungereimtheiten" zu bringen, die es trotz des absoluten Technologiediebstahls seitens der ehem. Siegermächte immer noch gibt.
Teilweise werden allerdings Verweise auf Bücher zitiert, die der Verfasser früher selbst geschrieben hat oder auf andere Bücher von Verfassern mit den gleichen Intensionen.
Dadurch verlieren einige Argumente ein wenig ihrer Glaubwürdigkeit, obwohl ich das nicht anzweifeln will. Es entsteht für mich nur dieser Eindruck.
Ob die Deutschen wirklich solche genialen Erfinder waren, die der damaligen Welt um mehrere Jahrzehnte voraus waren, wage ich zu bezweifeln, denn solche von ihnen entwickelten Waffen wären von den damaligen (verzweifelten) Schärgen und Fanatikern sofort und ohne Skrupel eingesetzt worden.
Gott sei Dank ist es nie dazu gekommen, wie die Geschichte weiß...
Es ist jedoch ein gelungenes Werk, für alle diejenigen, die etwas über die Ideen und Denkansätze der damaligen Wissenschaftler wissen wollen.
Man sollte allerdings nicht alles für bare Münze nehmen oder sich besser noch andere Informationsquellen aus dem Internet zu Rate ziehen.
Aber an jeder Geschichte ist ja bekanntlich immer ein Körnchen Wahrheit ;-) - Es zu finden ist die Kunst!
Eine wissenschftliche Ausbildung in Physik und Chemie ist in manchen Passagen angebracht, um zu verstehen, was der Autor meint.
gruß wk
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| | Buch: | »Grüße und Küsse an alle«: Die Geschichte der Familie von Anne Frank |
| Autor: | Mirjam Pressler, Ausgabe vom 5. Okt. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 35621 |
| Preis: | 22,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Eine Sensation: Die ganze Geschichte von Aufstieg und Schicksal der Familie Anne Franks über drei Jahrhunderte, erzählt auf der Grundlage tausender unbekannter Briefe und Dokumente Sommerfrische hoch über dem Silser See in den Schweizer Bergen: Alljährlich traf sich hier die Familie Frank, die sonst über ganz Europa verstreut war. Noch Anne Franks Ur-Ur-Großvater hatte als kleiner Junge in der engen Frankfurter Judengasse leben müssen; doch schon eine Generation später wurde ein Vorfahr Anne Franks zum ersten jüdischen Professor in Deutschland berufen; ihre Großmutter Alice führte als Bankiersgattin ein weltoffenes Haus in Frankfurt, bis die Familie nach London, Basel und Amsterdam übersiedelte, das dann zum Schicksalsort der Familie werden sollte. Der letzte noch lebende Verwandte Anne Franks, ihr Cousin Buddy Elias, wurde schließlich berühmt als Eiskunstläufer und Schauspieler. Wie durch ein Wunder haben zahllose Briefe, Dokumente und Fotos der Familie auf dem Dachboden des Hauses der Familie in der Baseler Herbstgasse überlebt und wurden dort vor einiger Zeit entdeckt ein Sensationsfund. Die wunderbare Erzählerin Mirjam Pressler hat daraus die so einzigartige wie exemplarische Geschichte der deutsch-jüdischen Familie Frank zusammengefügt, die sich liest wie ein großer schicksalhafter Familienroman.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 3 Bewertungen)
Leserkommentare:* Schmerzhafter Eindruck davon, welche Lebenswelten, welche Kultur und Tradition durch den Holocaust vernichtet worden ist (5 von 5 Punkten) meint W.S. aus Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland
Ihr Buch "Ich sehne mich so. Die Lebensgeschichte der Anne Frank" ist eines der besten Bücher über Anne Frank auf dem Markt. Zahlreiche weitere Bücher, die sich literarisch mit Anne Frank beschäftigen, hat sie aus verschiedenen Sprachen übersetzt und kann so als ausgewiesene Kennerin der Geschichte dieser durch ihre Tagebücher bekannt gewordenen jungen jüdischen Frau gelten.
Die Rede ist von Mirjam Pressler, einer außergewöhnlich produktiven Schriftstellerin und Übersetzerin, die nun im S. Fischer Verlag eine über 400 Seiten umfassende Geschichte der Familie von Anne Frank vorlegt.
Das Buch ist entstanden unter der Mitarbeit von Gerti Elias, der Ehefrau jenes Buddy Elias, eines Cousins von Anne Frank. Auf dem Dachboden seines Basler Hauses wurde eine Sammlung von Tausenden von Briefen, Dokumenten und Fotos gefunden, die für die Rekonstruktion der Familiengeschichte von Anne Frank von höchst wichtiger Bedeutung sind. Beide Autorinnen haben diese Quellen gesichtet und ausgewertet und zu einem beeindruckenden Buch verarbeitet.
Ein Buch, das nicht nur eine einzelne Familiengeschichte erzählt, sondern auch die jüdische Welt des 19. Jahrhunderts und des 20. Jahrhunderts bis zum Holocaust wieder auferstehen lässt.
Mirjam Pressler versteht es mit ihrer außergewöhnlichen und fesselnden Erzählkunst, die so viele ihrer Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen auszeichnet, auch hier, aus dem Sensationsfund von Basel und seinen einzelnen Fundstücken eine Familiengeschichte zu schreiben - die exemplarische Geschichte der deutsch-jüdischen Familie Frank.
Das reich bebilderte Buch ( viele Bilder stammen aus dem jüngsten Fund in Basel) liest sich wie ein großer schicksalhafter Familienroman, mit dem einen Unterschied, dass dieses Geschichte nicht ausgedacht ist, sondern wirklich so geschah. Auch beim Lesen dieses Buches hatte der Rezensent einen schmerzhaften Eindruck davon, welche Lebenswelten, welche Kultur und Tradition durch den Holocaust vernichtet worden ist.
Diese Geschichte sollte Mahnung und Ansporn sein, allen gegenwärtigen Antisemitismen bei uns und in vielen anderen Ländern der Welt (insbesondere im islamischen Raum) mutig entgegenzutreten.
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"Glückskind'ist ein Buch, das einen umhaut: den, der noch nie ein Buch über den Holocaust gelesen hat, ebenso wie den, der sie alle gelesen hat. Überall, solange es Kinder gibt, Menschen essen müssen und leben möchten, wird man die Geschichte von Thommy, den der damals mächtigste Staat Europas umbringen wollte, verstehen und nicht mehr vergessen. (...) Indem sich'Glückskind'auf die Perspektive eines Kindes verlässt, gewinnt das Buch eine ganz besonders direkte, schlichte und ergreifende Qualität, beim Lesen spürt man aber auch die unmittelbare Energie und Lebensgier des kleinen Jungen." (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 1.4.2007)
"Buergenthal schreibt die Geschichte seines ersten Lebens, seines vielfachen knappen Überlebens sachlich, aber nicht trocken auf. Er vermeidet Pathos, er klagt nicht an. Die Geschichte eines Kindes mitten in der Menschheitskatastrophe." (Süddeutsche Zeitung, 14.5.2007)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 5 Bewertungen)
Leserkommentare:* Glück kann man überall haben - man muss es nur sehen (5 von 5 Punkten) meint L.R. Ein erstaunliches Buch. Eigentlich lese ich solche Bücher nicht besonders gerne, oft ist es unerträglich, solches Leid mitzuerleben, und ich weiß oft nicht wie man damit umgehen soll.
Bei Thomas Buergenthal ist es anders: er beschreibt sehr detailliert und eindringlich. Und auf eine ganz subtile Art und Weise doch wieder distanziert und als Beobachter. Grausamkeiten wie eine Erschießung werden manchmal lakonisch in einem Satz abgehandelt. Aber sie bleiben einem trotzdem in Erinnerung. Gerade die scheinbare Distanz ist es, die die Nähe, das Annähern an das Grauen überhaupt ermöglicht. Nicht zuletzt ist dabei aber auch zu fühlen, mitzuerleben, dass der Autor bei seinem Erleben auf eine gewisse Art und Weise selbst innerlich erfroren ist um das Ganze - gerade als Kind - überhaupt bei psychischer Gesundheit überleben zu können. Mitfühlend, leidend, liebend doch irgendwie nur noch Maschine.... bis er irgendwann wieder in den Armen seiner Mutter liegen durfte, die er erst zwei Jahre nach Kriegsende wieder traf und von da an wieder Kind sein durfte - ein "Kind wie Du und ich" - oder etwa doch nicht?
Insgesamt sehr lesenswert weil es Mut macht. Den unbedingten Überlebenswillen schon beim Lesen weckt und klar macht: auch und gerade mit solchen Erlebnissen lässt sich ein lebenswertes erfülltes Leben leben ohne zu verdrängen. Sondern gerade aus dem erlebten Grauen die Kraft dafür zu schöpfen, wozu man sich dadurch berufen fühlt. Dies macht Thomas Buergenthal im letzten Drittel des Buches eindrücklich klar.
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Aus der Amazon.de-Redaktion Im sechzigsten Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist an neuer (Forschungs-)Literatur über das Dritte Reich gewiss kein Mangel. Hitlers Volksstaat jedoch gehört zweifelsfrei zu den beachtenswertesten historischen Arbeiten dieses Jahres! Den Deutschen, so Aly, ging es in diesem Krieg - vom Ende freilich abgesehen - besser denn je. "Deutschland wird dann am größten sein, wenn seine ärmsten seine treuesten Bürger sind", wusste der Führer. Und deshalb wurde das Volk mit Wohltaten gezielt korrumpiert - auf Kosten des enteigneten Judentums und der geplünderten Völker in den besetzten Gebieten. Schmuck, Gold und Waren aller Art wurden von dort im großen Stil zur Hebung der Moral an die Heimatfront verbracht. Auch die Soldaten durften sich in der Fremde billig eindecken und an ihren Einsatzorten billig "einkaufen": "Selbst noch während der extrem unwirtlichen Monate Januar, Februar und März 1943 schafften es die Soldaten nach der Statistik des zuständigen Feldpostamtes, von der Leningradfront mehr als drei Millionen Feldpostpäckchen in die Heimat zu schicken - gefüllt mit Beutestücken, Schnäppchen und überschüssigen Lebensmittelzuteilungen." Und allein im besetzten Frankreich summierten sich die aufgrund des wie überall zum Vorteil der Reichsmark festgesetzten Wechselkurses ausgesprochen günstigen Privateinkäufe der deutschen Besatzer auf 125 Millionen Reichsmark, was laut Aly den Wertverlust des Franc eingerechnet mehr als einer halben Milliarde Euro entspricht. Von all dem, aber auch von mancher anderen Wohltat für die Nutznießer des NS-Sozialstaats, für die die Völker des geplünderten Europas im wahrsten und im übertragenen Sinne bluten mussten, berichtet Götz Aly kenntnisreich und gut belegt. Eine äußerst erhellende Lektüre! - Andreas Vierecke
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 18 Bewertungen)
Leserkommentare:* Missverstandene Geschichtsstunde (5 von 5 Punkten) meint e. Ich beziehe mich auf die durchgesehene und erweiterte Ausgabe von 2006.
Götz Alys Buch gehört ohne Zweifel zu den wichtigsten der neuesten Geschichtsforschung, verschiebt es doch den Focus von der sicher vorhandenen "Verblendung" der deutschen Bevölkerung in Nazideutschland (wohlgemerkt nicht Hitlers Verlendung)auf das dunkle Kapitel des Nutznießertums weiter Bevölkerungsgruppen auf Kosten der Minderheiten und später der besetzten, ausgeplünderten Länder.
Aly vorzuwerfen, dass sein Buch populärwissenschaftlich sei, halte ich bei der Fülle von neuen Fakten falsch (Man beachte den gut gefüllten Anhang).
Als Fazit bleibt: Ein gut lesbares, unbequemes Buch!
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| | Buch: | NSCI: Das visuelle Erscheinungsbild der Nationalsozialisten 1920-1945 |
| Autor: | Andreas Koop, Ausgabe vom 15. Okt. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 112357 |
| Preis: | 29,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Siebzig Jahre nach der Reichskristallnacht ist es immer noch eine Gratwanderung, ein Buch zur Corporate Identity der Nationalsozialisten zu machen. In sachlicher Distanz setzt sich Autor und Designer Andreas Koop seit Jahren mit der Gestaltung der Macht und dem Erscheinungsbild des Nationalsozialismus auseinander. Im vorliegenden Buch dokumentiert er nüchtern eine der am gründlichsten durchdeklinierten CIs: von den gesellschaftlichen Trends und dem Nährboden der "Blut- und Boden"-Mentalität über die Sprache bis hin zum Logodesign; von den Medien über Organigramme und Gruppierungen bis hin zu den Uniformen; von Großereignissen über die Architektur bis zu den Zeichen der Macht in Form von Schrift, Typografie und Farbe. Aus der Gleichschaltung in allen Bestandteilen der Corporate Identity des Schreckens kann und sollte man lernen. -designaustria, 1/09
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* In die Höhle des "Wolfs"... (5 von 5 Punkten) meint c. Als halbwegs anständiger Grafiker, mit etwas Interesse an seinem Fach, kommt man nicht am Thema des "visuellen Erscheinungsbildes der Nationalsozialisten" vorbei. Glücklicher Weise gibt es dieses aufschlussreiche und grafisch sehr ansprechende Buch.
Wie auch im Vorwort des Verlages, muss man sich, selbst nach Jahrzehnten, mit einem distanzierenden Vorsatz den Weg bahnen, um überhaupt Gehör zu finden. Oft wird eine objektive und nüchterne Betrachtung von Themen dieser Epoche mit dem Zeigefinger abgewunken. Was man aber für interessante Erkenntnisse verpasst, wenn man sich vor lauter oktruiertem und vererbten schlechtem Gewissen blockieren lässt. Koop geht mit seinem Buch in die Höhle des "Wolfs", und eröffnet der Leserschaft ein Thema, dass oft absichtlich ignoriert bzw. übersehen wird: Den Ursprung der CI.
Ein sehr interessantes Thema, nicht nur für Grafiker.
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| | Buch: | Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945 |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 20. Okt. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 15112 |
| Preis: | 16,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Buchnotiz zu : Die Zeit, 23.10.2003 Willi Jasper ist mit Ernst Klees "Personallexikon zum Dritten Reich" im großen und ganzen zufrieden. Mit Respekt vor der "enormen Fleißarbeit" des Autors sieht er über die wenigen Schwachstellen und Lücken hinweg, möchte mit seinen Anmerkungen die "Gesamtleistung des Autors nicht schmälern". In Systematik und Begrifflichkeit werde nicht ausreichend eingeführt, bemängelt der Rezensent, einzelne Personengruppen werden zu stark (Mediziner), andere zu wenig (Geisteswissenschaftler) berücksichtigt, Querverweise fehlen. Nichts desto trotz liefere Klee eine "erschreckendes Gesamtbild", gelingt es ihm doch mit den 4300 Kurzbiografien manch unliebsame These zu bekräftigen. So wird bald offensichtlich, dass der "mörderische Antisemitismus" seinen Ursprung nicht in erster Linie innerhalb der "benachteiligten Volksschichten" habe, wie Jasper erörtert, sondern in der "Mitte der Gesellschaft". © Perlentaucher Medien GmbH Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 19.09.2003 Einiges werde hier endlich "zurechtgerückt", "ergänzt" und richtiggestellt, lobt Rudolf Walther. Das Projekt von Ernst Klee, ein Personenlexikon mit 4.300 Kurzbiografien zum Dritten Reich zu erstellen, sei also bis auf kleine, verzeihbare Mängel vorzüglich gelungen. Bei Stichprobenvergleichen mit dem Herder-Lexikon von 1937 und verschiedenen Brockhaus-Ausgaben stellten sich im Vergleich zu Klees Arbeit erstaunliche Lücken heraus: so werde in den anderen Lexika zum Beispiel bei manchen Wissenschaftlern deren "braune" Forschungsarbeit vor 1945 komplett ausgeklammert (Paul Althaus), oder Kriegsverberbrechen überhaupt nicht erwähnt (Theodor Oberländer). Der entscheidende Vorteil von Klees Herangehensweise läge also vor allem in der Zeitspanne, die er genauestens beachte: die Karrieren werden laut Walther sowohl während als auch nach der Nazi-Zeit verfolgt. Außerdem lobt er den übersichtlichen Aufbau, das ausführliche Register und die ausführlichen Quellenangaben. Zudem sei es auch noch "unübertroffen vollständig" resümiert Walther angetan. Sein Urteil: "Von außerordentlichem Nutzen"! © Perlentaucher Medien GmbH
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Fleißarbeit (4 von 5 Punkten) meint N.G. aus Berlin Über die Auswahl der hier im Lexikon beschriebenen Personen und über die Qualität der Lebensläufe kann man wirklich streiten. Sucht man nach Einträgen, die für sich allein kaum einen Sinn ergeben, wird man schnell fündig. Aber mindert das den Nutzwert dieses Buches? Hier ist es der Untertitel, der für Klarheit sorgt. Intention von Klee war es offenbar, hier aufzuzeigen, welche persönlichen Kontinuitäten zwischen dem Dritten Reich und dem Nachkriegsdeutschland gegeben hat. Im Ergebnis sind deshalb hier vor allem Mitglieder der mittleren Führungsebene des Dritten Reiches vertreten. Aber genau damit füllt Klee eine Lücke. Die Prominenz nämlich, die wird bei Guido Knopp doch schon bis zum Erbrechen abgehandelt. Wer dieses Regime aber wirklich am Funktionieren gehalten hat, das sind aber oft genug die, die dann nach 1945 eben doch als Mitläufer eingestuft wurden. Und dann im Nachkriegsdeutschland wieder schnell zu Ruhm und Ehren kamen.
Ärzte und Juristen, das waren die zwei Berufsgruppen, die sich über die Katastrophen der deutschen Geschichte offenbar am besten retten konnten. Liest man das Buch mit seinen 4.300 Einträgen einfach mal quer, erhält man einen guten Eindruck, wie sich Eliten sich nach dem verlorenen Krieg schnell wieder fanden. Auch die Diskrepanz zwischen den durch Urteil verlangten Haftstrafen und der tatsächlichen Haftdauer überrascht in vielen Lebensläufen. Als Täter war man offenbar 1953 in der Regel schon wieder frei. Als Opfer war man 1953 in der Regel schon fast ein Jahrzehnt tot. Es stimmte halt etwas nicht, nach dem Krieg, im Deutschland des beginnenden Wirtschaftswunders.
Wenn man das Buch kritisieren kann, dann sicherlich nicht aufgrund einzelner Fehler in der Masse von 4.300 Lebensläufen. Ich hätte mir eher gewünscht, dass mehr einzelne Lebensläufe exemplarisch herausgehoben und näher beschrieben worden wären. Dadurch wäre das Bild einer deutschen Elite, die Schreckliches angerichtet hat, noch genauer, verständlicher und für die Zukunft warnender geraten. Denn auch heute haben wir genug Karrieristen, die durchaus bereit sind, auch schlechte Weisungen gut und professionell umzusetzen, wenn es denn nur dem eigenem Erfolg dient. Und diese Freiheit von humanistischen Werten ist genau das, was den Verbrechern an der Spitze dann den Erfolg erst ermöglicht.
Für mich ist das ein wertvolles Buch, dessen Lektüre ich hier empfehlen möchte.
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| | Buch: | Euthanasie im NS-Staat: Die Vernichtung lebensunwerten Lebens |
| Autor: | Ernst Klee, Ausgabe vom 1. Juni 1985, Taschenbuch, Verkaufsrang 17146 |
| Preis: | 12,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Aus der Amazon.de-Redaktion Jede Gesellschaft hat kranke oder behinderte Mitbürger. Menschen, auf die man besonders eingehen muss, die der Hilfestellung bedürfen. In der nationalsozialistischen Ideologie jedoch wurden solche Personen schlicht und Menschen verachtend als "lebensunwert" deklariert, da sie für die NS-Welt keinen produktiven Beitrag darstellten. Die widerwärtige Konsequenz solchen Denkens war die Euthanasie. Diese Tötung behinderter, kranker oder alter Personen (sowie angeblich "Arbeitsscheuer") ist eines der abstoßendsten Kapitel des Nationalsozialismus, wurde hier doch in vermeintlichen Heilanstalten und unter Mitarbeit der Ärzte und Schwestern Massenmord an denen begangen, um die man sich hätte kümmern sollen. Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch weil so viele vom medizinischen Personal später unbehelligt weiterarbeiteten, wurde nach 1945 das Thema Euthanasie im NS-Staat eher unter den Tisch gekehrt. Ernst Klees Buch, das man ohne jedes Zögern ein Basiswerk hierzu nennen kann, wirkt dadurch oftmals wie ein Schock. Was der Autor darin an Erkenntnissen über diese Praxis der Massentötung im NS-Regime zusammengetragen und analysiert hat, ist in der Kombination von Gesamtübersicht und Detailinformationen nicht zu überbieten. Ein Exkurs über die generelle Geschichte der Euthanasie führt zu den propagandistischen und juristischen Vorbereitungen im NS-Regime (die Verabschiedung entsprechender Gesetze begann bereits 1933). Dem Aufbau einer Euthanasieorganisation folgten dann im Spätjahr 1939 die ersten Tötungen. Klee beschreibt anhand von Originalunterlagen und Augenzeugenberichten Täter und Opfer, Organisation, Methoden und Orte dieser Verbrechen. Und er belegt, dass auch nach Hitlers offiziellem Euthanasie-Stopp 1941 das Morden weiterging. Ein aufrüttelndes Buch darüber, wie kaltblütig man im Hitler-Reich mit Menschen umging, die man in nationalsozialistischer Dumpfheit als "lebensunwert" titulierte - ein Begriff, der einen erschauern lassen sollte. -Joachim Hohwieler
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ungesehen, unerhört, Mahnung, die keiner haben will (5 von 5 Punkten) meint A. Klees Report - Trilogie ist ein Muß für die Geschichtsaufarbeitung. In iener nüchternen Art wird ein Mordkapitel dargestellt, bei dem Deutschalnd schuldig wurde, durch Wegsehen, durch Ignorieren durch Entwerten. Die Schuld reichte lange nach dem zweiten Weltkrieg hinein, noch heute sind Massenmörder unter uns udn viele konnten in einem "Rechtsstaat" unbehelligt untertauchen. Dies ist nicht nur ein Kapitel für Ärzte sondern auch für Juristen, die ihre Geschichte weiter bearbeiten wollen.
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"An der Verläßlichkeit des Historikers Goodrick-Clarke ist nicht zu zweifeln." (Frankfurter Allgemeine Zeitung) "Das Standardwerk über die verschiedenen völkisch-okkulten Personen, Sekten und Organisationen, die eine Rolle in der Frühgeschichte der nationalsozialistischen Vorstellungswelt spielen." (Zeitschrift für Politikwissenschaft)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 7 Bewertungen)
Leserkommentare:* Schwere Kost! (5 von 5 Punkten) meint n. aus Kurpfälzer Aufschlussreiche Literatur, ein sachliches, neutrales Buch über ein schwieriges Thema.
Einzigartige Einblicke in die erschreckende und auch faszinierende Ideologie eines mystischen Polikultes.
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