Der Informant: Deep Throat - Die geheime Quelle der Watergate-Enthüller: Deep Throat - Die geheime Quelle der Watergate-Enthüller - Mit einem Nachwort von Carl Bernstein
Autor:
Bob Woodward, Ausgabe vom 1. Sept. 2006, Taschenbuch, Verkaufsrang 367350
Aus der Amazon.de-Redaktion Bob Woodward verdankt seine Karriere als Ikone des Enthüllungsjournalismus vor allem dem Mann, dessen Namen preiszugeben er sich 33 Jahre geweigert hat - bis die frühere Nummer zwei des FBI, Mark Felt alias "Deep Throat", sich selbst der Welt als Woodwards Watergate-Quelle offenbarte. Der Informant liest sich wie ein Kriminalroman jener Sorte, der Woodwards und Carl Bernsteins Enthüllungen seit Jahrzehnten immer wieder als phantastische Vorlage gedient hatten. Tatsächlich, so kann man nach der Lektüre sagen, steht die Wirklichkeit der Fiktion in nichts nach. "Für uns", schreibt Carl Bernstein in seinem Nachwort, "war es von entscheidender Bedeutung, dass wir Felt nicht in den Rücken fielen oder gegen das journalistische Prinzip verstießen, dass die Vertraulichkeit einer Quelle zu wahren ist." Woodwards Buch dokumentiert die Hintergründe einer Recherche, bei der Felt die zweifellos wichtigste, aber keineswegs die einzige Quelle war. Und es dokumentiert eine berufsethische Entschlossenheit, die angesichts immer massiverer Anfechtungen heute kaum mehr aufrecht zu erhalten ist. Auch deshalb, vor allem aber, weil der Autor nun, da er "Deep Throat" nicht mehr schützen muss, über Details berichtet, die er damals aus guten Gründen für sich behielt: Lesenswert! - Hasso Greb
Buch:
Die politische Kultur der USA
Autor:
Jakob Schissler, Ausgabe vom 18. Januar 2010, Broschiert, Verkaufsrang 842855
Aus der Amazon.de-Redaktion Schonungslos und mit einer gehörigen Portion Wut prangert der amerikanische Jude und Nachkomme von Überlebenden des Holocausts ein weiteres Mal die Palästinapolitik Israels und seiner amerikanischen Unterstützer an. Wie bereits in seinem umstrittenen Bestseller Die Holocaust-Industrie beklagt der Autor mit dem ihm eigenen Furor, Israel versuche seine völkerrechtswidrige Politik gegen die Palästinenser mit postwendenden Antisemitismus-Vorwürfen gegen jede Kritik zu immunisieren. "Israels Apologeten reden immer dann von einem 'neuen Antisemitismus'", schreibt Finkelstein in seiner Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe, "wenn Israel sich mit einem größeren Public-Relations-Debakel konfrontiert sieht oder wenn der internationale Druck auf Israel wächst, den Konflikt mit den Palästinensern auf diplomatischem Wege zu lösen." Der in den letzten Jahren erhobene Antisemitismusvorwurf falle dabei zeitlich mit einer Politik der brutalen Unterdrückung in den Gebieten im Westjordanland zusammen, die Israel durch seinen völkerrechtswidrigen Mauer-Bau annektiere. Nicht nur gegen Israel richtet sich Finkelsteins Zorn, sondern auch gegen all jene, die sich moralisch einschüchtern lassen. So habe die EU "moralische Feigheit" bewiesen, als sie die Veröffentlichung einer von ihr selbst in Auftrag gegebenen Studie zurückgehalten habe, die zeige, dass "die illegale israelische Mauer jede Hoffnung auf eine Zwei-Staaten-Lösung zunichte macht". Ohne Frage gibt es sowohl in Deutschland als auch anderen europäischen Staaten nach wie vor Antisemitismus. Dies stellt Finkelstein, dem man dies in Reaktion auf dieses Buch aber zweifellos vorwerfen wird, auch keineswegs in Abrede. Das Ausmaß dieses Antisemitismus werde aber bewusst stark übertrieben, um so die Kritik an Israel im Keim zu ersticken. Wie gerechtfertigt diese Kritik (und die Kritik an den USA, die Israel gewähren lässt) tatsächlich ist, versucht Finkelstein im zweiten Teil des Bandes nachzuweisen. Und angesichts der hier ausgebreiteten Fakten tut man sich schwer, ihm zu widersprechen. - Hasso Greb 1
Buch:
9/11 - Kein Tag, der die Welt veränderte
Autor:
Michael Butter, Birte Christ, Patrick Keller, Ausgabe vom 9. März 2011, Broschiert, Verkaufsrang 528510
Product Description Erscheinungsjahr: 2010 Gewicht: 490 gr / Abmessung: 21,5 cm Hrsg. v. Reagin, Nancy Die Twilight-Reihe von Stephenie Meier war einer der Überraschungserfolge in der Jugendliteratur der letzten Jahre. Die Liebesgeschichte um die menschliche Bella Swan und den "vegetarischen" Blutsauger Edward Cullen haben einen neuen Boom des Vampirthemas ausgelöst, der auch nach dem Erscheinen des vierten und letzten Buches durch die sukzessive Verfilmung der Romane weiterhin lebendig gehalten wird. Die Romane selbst halten sich mit Millionenauflagen stabil an der Spitze der Belletristik-Bestsellerlisten, während die Verfilmung des ersten Teils, Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen, allein in Deutschland 2,4 Millionen Zuschauer in die Kinos gelockt hat; Teil zwei, New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde, der im November anlief, hatte in den USA den erfolgreichsten Filmstart aller Zeiten. Die dritte Verfilmung - Eclipse - Bis(s) zum Abendrot - läuft in Deutschland voraussichtlich im Juli 2010 an. Die Ewigkeit ist eine ziemlich lange Zeit ... Zwar scheinen die Vampire in Twilight wie äußerst attraktive Teenager und Mitdreißiger der Gegenwart, tatsächlich führen sie ihr untotes Dasein jedoch teilweise schon seit Jahrhunderten. Dieses Buch ist das erste, das einen Einblick in die historischen Hintergründe der Figuren bietet und dabei u.a. erklärt, wie es für Edward gewesen sein muss, als er sich freiwillig für den Ersten Weltkrieg meldete, sein Leben dann jedoch durch die Spanische Grippe einbüßte. Von Carlisles Ursprüngen im Puritanischen England über Jaspers Leben als Konföderierter im Amerikanischen Bürgerkrieg bis hin zur Stammesgeschichte der Quileute-Indianer verbindet das Buch Realität und Fiktion und zeigt, wie ein Verständnis für die geschichtlichen Zusammenhänge das Twilight-U
Buch:
Geschichte der USA
Autor:
Horst Dippel, Ausgabe vom 16. März 2010, Broschiert, Verkaufsrang 218319
Stupid White Men: Eine Abrechnung mit dem Amerika unter George W - Bush
Autor:
Michael Moore, Ausgabe vom 2003, Taschenbuch, Verkaufsrang 173234
Buch Beinahe wie in der McCarthy-Ära laufen in den USA unbequeme Zeitgenossen neuerdings Gefahr, wegen unamerikanischer Umtriebe der Ächtung anheim zu fallen. "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns" - diese Losung gilt nicht nur Ausländern zur Warnung. Doch der solidarische Burgfrieden täuscht. Kaum erklärlich sonst, warum ausgerechnet Stupid White Men ... and Other Sorry Excuses for the State of the Nation!, diese gnadenlose und geradezu subversive Abrechnung mit dem Amerika unter George W. Bush, ganz oben auf sämtlichen US-Bestsellerlisten steht. Die Lektüre dieser hoch intelligenten und gallebitteren Satire aus der Feder des Regisseurs und Fernsehmoderators Michael Moore macht klar, wie sehr "Nine Eleven" - da war das Manuskript schon fertig - inzwischen den Blick auf die Verhältnisse in den USA verstellt hat. So ist etwa die fragwürdige Machtergreifung des bei den Präsidentenwahlen stimmenzahlmäßig unterlegenen Kandidaten der Republikaner kaum mehr Thema. Sehr wohl bei Michael Moore, der Bush Junior mit betont unfairen Schlägen unter die Gürtellinie als trotteligen Unsympathen und Ignoranten vorführt, der sich bereitwillig zum Hanswurst einer reanimierten Altfalken-Riege aus Ronald Reagans und Daddy Bushs Zeiten macht. Wer sind diese feinen, patriotischen Säulen der Bush-Junta? Mit dieser Frage leitet der Autor sein Who's who der US-Regierung ein und fährt fort: "Sie repräsentieren die bescheidenen und selbstlosen Funktionäre der amerikanischen Wirtschaft. Ich habe sie aufgeführt, damit die Truppen der UNO und NATO sie leichter zusammentreiben können, wenn sie endlich kommen, um Ordnung und Demokratie wieder herzustellen." Moore nimmt nicht nur die politischen Missstände im Land mit ätzendem Sarkasmus aufs Korn, sondern auch Rassismus, Wirtschaftskollaps, Umweltkrise, Arbeitslosigkeit, das marode Gesundheitssystem, den bedrohten Weltfrieden und so fort. Dabei zieht er derart lustvoll über dümmlich-naive Landsleute her und den American Way of Life durch den Kakao, dass es - wenn auch nicht für jeden - eine wahre Freude ist. Antiamerikanismus made in USA, ein ungewöhnlicher Brüller! -Roland Detsch