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"Weil Joachim Gauck so eine spannende Persönlichkeit ist, sage ich natürlich aus vollem Herzen, dass ich ihm gerne meine Reverenz erweise, denn er hat sich in herausragender und auch in unverwechselbarer Weise um unser Land verdient gemacht – als Bürgerrechtler, politischer Aufklärer und Freiheitsdenker, als Versöhner und Einheitsstifter in unserem jetzt gemeinsamen Land." (Bundeskanzlerin Angela Merkel )
Leserbewertungen: Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)
Leserkommentare:* joachim gauck (5 von 5 Punkten) meint u. aus überall Ich habe das Buch an zwei Abenden durchgelesen. Alles sehr verständlich und real beschrieben. Ich stamme aus Rostock, war in Stasigefängnissen inhaftiert, bin 1987 freigekauft worden. Absolut empfehlenswert ...
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Aus der Amazon.de-Redaktion Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. -Wendy Smith
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 118 Bewertungen)
Leserkommentare:* Lieferung (5 von 5 Punkten) meint N.H. So schnell ohne Overnight-Lieferung habe ich noch nie erlebt. Gekauft und anderen Tag wurde es schon geliefert.
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Mit trendigen Knetfiguren ganz einfach: Englisch als Weltsprache kennen lernen. Der erste Band einer neuen Reihe führt die kleinen Entdecker direkt nach down under.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 2 Bewertungen)
Leserkommentare:* Ja, unser Sohn findet es toll !!!!! (5 von 5 Punkten) meint B. aus Buchholz Unser Sohn ist von Büchern und Lesen nicht so überzeugt. Wir haben uns für dieses Buch entschieden, weil er da nicht nur lesen muss, sondern auch hören kann - gerade für die englische Aussprache ganz wichtig. Und es funktioniert! Nach einer Seite lesen und CD hören, wollte ich die CD ausmachen, aber er wollte lieber noch weiterhören und beschäftigte sich intensiv mit dem Buch. Also von uns 100 Punkte für dieses Werk!
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| | Buch: | Im Dienst des Diktators: Leben und Flucht eines nordkoreanischen Agenten |
| Autor: | Ingrid Steiner-Gashi, Dardan Gashi, Ausgabe vom März 2010, Gebunden, Verkaufsrang 18466 |
| Preis: | 19,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Der heute 74-jährige Emil - so sein Deckname - organisierte für die nordkoreanischen Diktatoren Kim-Il Sung und Kim Jong-Il Konsumgüter und Waffen in Deutschland und Österreich. 1994 flüchtete er unter spektakulären Umständen und lebt seither illegal in Österreich. Mit diesem Buch geht er erstmals an die Öffentlichkeit. Noch nie hat ein derart hochrangiger Überläufer im deutschen Sprachraum mit solcher Offenheit erzählt, was es heißt, in Nordkorea zu leben. Basierend auf vielen Gesprächen zeichnen Ingrid Steiner-Gashi und Dardan Gashi das bewegte Leben von Emil nach, geben Einblick in das repressive politische System der Diktatur und dokumentieren illegale Geschäfte österreichischer und deutscher Firmen mit Nordkorea.
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 13 Bewertungen)
Leserkommentare:* Im Dienste des Diktators (5 von 5 Punkten) meint m. Nichts was wir eigentlich nicht wissen. Einfach geschrieben, flüssig zu lesen, sehr interessant. Für mich ergibt es dennoch ein eher oberflächliches Bild. Wirklich tiefgründig wurde nichts erörtert. Erschütternd, dass es Länder wie Nordkorea noch gibt und die restliche Welt tatenlos zusieht.
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"Everetts Buch zerfällt in zwei Teile, einen dramatischen … Abenteuerbericht über sein Leben im Dschungel, und in eine zweite, oft verknappte Darstellung seines Linguistik-Abenteuers. Sprache und Kultur sind für ihn untrennbar verbunden. Nur so konnte er zu einem Verständnis für das ganz Andere dieser uralten Jäger-und-Sammler-Kultur gelangen." (spiegel online )
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)
Leserkommentare:* Das glücklichste Volk (5 von 5 Punkten) meint H.S. aus Innsbruck Ich bin noch nicht dazugekommen, das Buch zu lesen. Beim Überfliegen hatte ich den Eindruck,dass es ein Buch ist, das man unbedingt lesen sollte. Man bekommt mit Sicherheit einen fundierten Einblick in eine für Europäer doch eher unbekannte Welt und ihre Bewohner, die man unbedingt in ihrer unbrührten Umwelt leben lassen soll.
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| | Buch: | Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand |
| Autor: | Shlomo Sand, Ausgabe vom 15. April 2010, Gebunden, Verkaufsrang 10554 |
| Preis: | 24,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
Gewöhnlich versandfertig in 24 Stunden |
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"Shlomo Sand hat sich einer der Aufgaben der modernen Geschichtsforschung gestellt, indem er sinnstiftende Geschichtsbilder der Kritik unterzieht. Er tut dies radikal, kenntnisreich und mit großem Mut Über seine Thesen wurde in Israel, Frankreich und in der angelsächsischen Welt bereits heftig debattiert." (Klaus Bringmann, SZ vom 13.4.2010)
"Ein Utopist, gewiss, aber einer, der als Historiker weiß, warum." (Jüdische Zeitung, Eik Dödtmann, April 2010)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)
Leserkommentare:* Die Wahrheit sollte siegen... (5 von 5 Punkten) meint H.S. Shlomo Sand spricht aus, was - gerade auch jüdische - Historiker schon längst thematisiert haben: die Herkunft "der" Juden aus Palästina ist eine Mär - sonst nichts. Bis zum 8. Jahrhundert u.Z. haben Juden lebhaft um "Ungläubige" gerungen, haben die Zahl der religiösen Juden, also der religiös-gläubigen Mitmenschen, ständig ausgeweitet. Und viele bis dahin Ungläubige sind gerne zum Judentum, also zur jüdischen Religion, übergetreten. Sie galten dann als Juden, wollten i.d.R. nicht an ihre eigentliche Herkunft erinnert werden - das Geschick der Konvertiten. Sie hatten also zweifellos ihre ganz eigene Abkunft - nämlich die ihres Herkunftslandes bzw. -volkes.
Das kann - und sollte! - man ganz wertfrei und emotionslos zur Kenntnis nehmen: es ist die historische Wahrheit. Sonst nichts.
Doch den heutigen ach so lautstarken Juden Israels, also den Zionisten, paßt das ganz und garnicht in den Kram: sie wollen der heutigen Welt mit aller Gewalt klarmachen, daß sie alle - die heutigen Juden, woimmer sie leben - Vertriebene sind, die ewigen Opfer der anderen, der Gojim. Die seit 100 Jahren "heim ins Reich" strömen, seit 1948 mit erheblicher Waffengewalt, und seitdem "gezwungen" sind, ihre teure Heimaterde von den Fremden, den widerrechtlichen Landbesetzern, den Palästinensern, "zu säubern".
Tatsache ist:
1. die Vorfahren der heutigen Palästinenser sind vermutlich die Nachkommen der damaligen Bewohner Palästinas.
2. Die sog. jüdischen Zuwanderer aus Rußland (bzw. vorherige Sowjetunion), aus Osteuropa (auch Westeuropa!) wie Nordafrika haben auch in Gestalt ihrer Vorfahren nicht das mindeste mit Palästina zu tun: nicht mit dem damaligen (1. und 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung), nicht mit dem Palästina von heute. Sie sind einfach Land-Eroberer. Wie die weißen Siedler, die Amerika erobert und die Ur-Einwohner umgebracht haben.
Doch das ist heute nicht mehr so einfach - so wird nur die Vertreibung, verschämt "Umsiedlung" genannt, angestrebt.
Wir alle Zeitgenossen von heute sollten die Fakten kennen - auch wenn wir keine Juden und keine Palästinenser sind: wir sind Zeitzeugen einer großen Lüge und eines großen Unrechtes, das tagtäglich unter den wegschauenden Augen der sog. Weltöffentlichkeit praktiziert wird. Shlomo Sands Verdienst ist es, uns allen zu helfen, unsere Augen zu öffnen. Tun müssen wir das dann trotzdem selbst. Jeder für sich!
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"Das Buch ist keine der modischen Abrechnungen mit 1968 ff und verzichtet auch auf wohlfeile Besserwisserei des Zurückblickenden. Vorsichtig, den eigenen Erinnerungen misstrauend und mit unverkennbarer Wehmut nähert er sich einer versunkenen Epoche mit ihren Idealen und Hoffnungen." (DAS MAGAZIN)
"Prechts Erinnerungen sind weit mehr als nur unterhaltsame Anekdoten aus dem Leben unter der linken Käseglocke im provinziellen Solingen. Sowohl aus der Sichtweise des Kindes, das er damals war, wie auch aus der Perspektive des inzwischen Erwachsenen reflektiert er die politischen Mentalitäten aus der Epoche zwischen Apo und Gründungskongress der Grünen. Genau das macht den Reiz des Buches aus." (HANDELSBLATT, 16.12.05)
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 21 Bewertungen)
Leserkommentare:* Zeitgeist und Humor! (5 von 5 Punkten) meint D.J.H. aus München Ich hatte zuerst den gleichnamigen Film gesehen und als relativ gleichaltriger Zeitgenosse von Precht kamen viele Erinnerungen an die eigene Vergangenheit dabei zu Tage. Das Buch ist stark autobiographisch, Precht beschreibt sein Erwachsenwerden in einer Familie, die im bürgerlichen Solingen der 60er Jahre lebend, den Versuch untenahm, im Westen eine kleine Enklave des Sozialismus zu etablieren. Aus heutiger Sicht wirkt dieser Versuch bizarr, wir haben das sozialistische Experiment Osteuropas nach dem 2. Weltkrieg als endgültig gescheitert zu den Akten gelegt.
Precht gelingt es hervorragend, die Position seiner Eltern darzustellen, die einen Gegenpol zur öffentlichen Einheitsmeinung im Westen über gute Amerikaner und böse Russen schaffen wollten. Diese Denkposition führt zu einer unkonventionellen, sehr liberalen Erziehung, die dann aber doch ihre starren Regeln hat (amerikanisch geprägte Unterhaltungssendungen wie Flipper oder Fury waren verboten!).
Herrlich sind Sarkasmus und Ironie des Autors: auf seine Frage hin, warum man als Sozialist nicht in die DDR gehen würde, meinte Mutter Precht, dass der Vater dort als Designer keine Arbeit finden würde, da drüben schon alles so schön und richtig gestaltet sei! Genauso witzig sind Anekdoten aus der Schule, wo der kleine David den in Deutschland hochverehrten John F. Kennedy als "Mörder" heftig kritisiert wegen des Vietnam-Krieges.
Am meisten haben mich die Zitate über Christa Hunscha amüsiert. Diese streitbare Dame schrieb ein Buch über die Darstellung der Wirklichkeit in Kinderbüchern. Dort übte Fr. Hunscha erstaunliche Kritik an Kinderbüchern. Der bei uns als harmlos geltende Räuber Hotzenplotz etwa sei gefährlich, weil er zu ein "dummdreistes Einschwören des Kinderkosmos auf die kapitalistische Warengesellschaft." bewirken würde! Sie kritisierte insbesondere, dass Kinder ihr Leben riskierten für Omas Kaffeemühle.
Diese Anekdoten gepaart mit einem flüssigen Erzählstil und auch der Fähigkeit, über sich selbst zu schmunzeln, machen das Buch zu einem kleinen Juwel. Ich glaube nicht, dass es jedem gefällt, aber für Menschen, die auch gern etwas Gesellschaftskritik üben und ein wenig politisches Interesse haben, ist es wirklich zu empfehlen.
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"Necla Kelek enthüllt eines der bestgehüteten Tabus: die extrem hohe Anzahl gekaufter Bräute mitten in Deutschland. Und sie erzählt am Beispiel des eigenen Lebens vom weiten Weg der zweiten Generation zu sich selber. Ein mitfühlendens, mutiges, Augen öffnendes Buch." (Alice Schwarzer )
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 23 Bewertungen)
Leserkommentare:* Der Glaube, der über dem Gesetz zu stehen scheint (5 von 5 Punkten) meint C. aus Niedersachsen [Einführung]:
Anfangs erwartete ich eigentlich ein Buch, das allgemein über Ungleichheit zwischen Mann und Frau in der türkischen Gesellschaft spricht, denn ich stehe diesem Thema sehr kritisch gegenüber, doch ich wurde positiv überrascht. Necla Kelek beleuchtet historische Aspekte und Geschehnisse, die zur heutigen Situation führten, z.B. die Geschichte des Kopftuch oder der Verschleierung, und gewährt einen Einblick in das türkische Leben, dass uns so fremd scheint. Die Autorin erzählt ihre persönliche Lebensgeschichte, berichtet über ihre Erfahrungen und sie spricht über ihre persönlichen Gespräche mit gläubigen Frauen in der Moschee. Im Vordergrund stehen, wie der Titel schon verrät, die Importbräute, die aus der Türkei nach Deutschland geschleust werden und ihren Geschichten.
[Bewertung]:
Was mir nach dem Lesen des Buches als erstes einfiel war, dass die Autorin sehr mutig ist und eine unglaubliche Stärke besitzt, sich gegen jegliche Verleumder ihrer Arbeit durchzusetzen. Zu Beginn des Lesens wurde ich von den historischen Fakten ein wenig gelangweilt, da mir nicht klar war, wie sie im Zusammenhang stehen. Später wurde mir aber bewusst, wie tief die heutige Situation der türkischen Frau in den Köpfen der Menschen verwurzelt ist. Necla Kelek betont in ihrem Buch, dass es ihr nicht darum geht, den Islam zu assimilieren. Sie ist der Meinung, sobald Menschenrechts- bzw. Grundgesetzverletzungen mit Religion begründet werden, ist das nicht mehr tolerierbar - genau dieser Meinung bin ich auch. Viele Menschen geben sich damit zufrieden, wenn türkische Frauen sagen, dass sie gerne ihr Kopftuch tragen, dass sie streng gläubig und stolz darauf sind. Nein, sie lügen nicht. Ich sehe das als einen Schutzreflex, eine Art Resignation ihrer eigenen Lage. Wenn eine Frau betet, wenn sie regelmäßig in die Moschee geht, wenn sie ihr Kopftuch trägt und streng gläubig ist, dann ist sie "mehr wert". Der Glaube stellt für die Frauen einen Fluchtort dar, durch den sie ihre aussichtslose Lage verbessern können, so gut es eben geht. Besonders interessant ist das System der Ehe in der türkischen Gesellschaft und die damit verbundenen "Importbräute". Die Ehe wird als eine Art Zweck, als ein Ziel dargestellt, das es gilt so schnell wie möglich zu erreichen, alles was danach kommt ist unwichtig. Insgesamt fehlt in dieser Art von Ehe eins: Liebe. Die türkischen Frauen geben ihre Träume auf für die Ehe, sie haben keine andere Wahl. Eine eigene Meinung kommt gar nicht in Frage, es ist eine Sache der Familie und eben die bestimmt alles. Die Kinder befinden sich in einem ständigen Daseinsschuldzustand ihren Eltern gegenüber, sodass ihr Leben den Eltern gehört. Wie kommen Menschen überhaupt auf solche Ideen frage ich mich? Necla Kelek begründet dies teilweise damit, dass im Islam der Koran wörtlich genommen wird, es gibt keinen Interpretationsfreiraum wie es bspw. bei der Bibel der Fall ist. Ich komme nun zu den "Importbräuten" und erläutere das Prinzip nur ganz kurz: Eine türkische Familie kommt nach Deutschland. Sobald sie ihren Sohn verheiraten wollen, fliegen sie zurück in die Türkei und verheiraten dort ihren Sohn mit irgendeinem Mädchen, dem Deutschland schmackhaft gemacht wird, sodass der Brautpreis kein Gold/Schmuck mehr ist, sondern Deutschland als Zukunftsaussicht. Sobald die Ehe vollzogen wurde, kann die Familie ihre Schwiegertochter nach Deutschland holen. Ihre Ausgangssituation ist relativ ungünstig: Sie kann kaum oder kein Deutsch, sie kennt niemanden und sie kennt ihre Rechte nicht. Die Frau lebt isoliert von der Außenwelt in der Wohnung und wird von ihren Schwiegereltern ständig überwacht. So bilden sich mitten in Deutschland türkische Städte und/oder Gemeinschaften, die von den Deutschen und deren Kultur nichts wissen wollen. Bei dieser Ausgangssituation ist es auch nicht verwerflich, dass türkische Frauen Deutschland und die Deutschen hassen. Vielleicht machen sie uns verantwortlich, dass wir nicht die ihnen versprochene Utopie darstellen und ihr Leben sich hier nicht zum Guten wendet, wie es ihnen versprochen wurde. Dies zieht folglich ein Integrationsproblem nach sich, dem sich viele Politiker nur zu oberflächlich widmen. Ich stimme mit der Autorin überein, dass viele Ausländer Deutschland und deren Rechtssystem schlichtweg ausnutzen und sich das nehmen, was sie brauchen. Warum tolerieren wir das? Sobald man in irgendeiner Weise eine nicht-deutsche Kultur kritisiert, wird einem direkt Rassismus vorgeworfen. Ich gebe zu, dass Deutschlands Geschichte nicht unbedingt positiv ist, aber es handelt sich um vergangene Ereignisse und genau das verstehen viele nicht. Viele sprechen davon, dass der Islam eines besonderen Schutzes bedarf, da er unter die religiöse Freiheit fällt. Inwieweit darf man das tolerieren, wenn sich Religion über das Gesetz stellt? Wieso haben so viele Angst unsere Kultur zu verteidigen? Wie die Autorin so schön schrieb, haben wir Deutsche falsche Schuldgefühle und denken, indem wir jegliche Immigranten mit offenen Armen empfangen und ihre Kultur verteidigen, könnten wir diese Schuldgefühle aus der Welt schaffen. Meiner Meinung nach muss diese falsche Toleranz aufhören. Ich lasse jedem seinen Glauben und ich bin nicht generell gegen den Islam, aber ich toleriere nichts, dass sich gegen das Gesetz und die Menschenrechte richtet und mit Unterdrückung arbeitet. Die Frage ist nicht, was wir Deutschen für die Integration tun können, sondern was die Menschen, die hier leben wollen, für ihre eigene Zukunft tun können, um ein Zusammenleben zu verbessern.
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| | Buch: | Vietnam: Küche und Kultur |
| Autor: | Susanna Bingemer, Hans Gerlach, Tien Huu, Ausgabe vom 14. Sept. 2004, Gebunden, Verkaufsrang 64457 |
| Preis: | 29,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.) | |
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Eine dampfend heiße Schüssel "Pho", die würzige vietnamesische Nudelsuppe, ist eins der besten Dinge der Welt - schrieb Anthony Bourdain in seinem Buch "Ein Küchenchef reist um die Welt. Auf der Jagd nach dem vollkommenen Genuss". Susanna Bingemer und Hans Gerlach können ähnliches berichten. Sie haben Vietnam besucht und sich in das Land verliebt. Die kulinarische Vielfalt ist begeisternd, die Landschaft beeindruckend und die Menschen sind liebenswert und gastfreundlich. Sie haben die köstlich frischen Gerichte der Garküchen probiert, die Ursprünge und Variationen der Frühlings- und Glücksrollen erkundet, im Mekong-Delta den Reisanbau studiert und die karamellig schmeckenden Tontopfgerichte genossen. Sie entdeckten die schönsten Strände und besichtigten die beeindruckende Tempelanlage Cham - ein UNESCO-Weltkulturerbe. Sie berichten über die berühmte Kaiserküche aus Hue, die vegetarische Küche der buddhistischen Mönche und fanden heraus, was man mit der knallig pinkfarbenen Drachenfrucht anstellen kann. Auf der Reise in den traditionsreichen Norden des Landes haben sie die Altstadtgassen Hanois durchstreift und in einer kleinen Suppenküche die wirklich beste "Pho" gefunden. Beraten von dem Ethnologen Dr. Tien Huu, der lange in München ein vietnamesisches Restaurant betrieben hat, hat Hans Gerlach die besten Rezepte des Landes zusammengestellt. Die Reportagen von Susanna Bingemer vermitteln einen authentischen Einblick in Traditionen, Feste, das alltägliche Leben und die Kultur des Landes. Farbenfrohe, lebendige Fotos machen Lust auf eine genussvolle Reise in das Land der Farben und des Lichts. Susanna Bingemer, Hans Gerlach 240 Seiten Hardcover "Essen ist Frieden" sagt man in Vietnam. Die Perspektive, unter der man sich den schillernd-schönen Bildband anschaut, ist frei wählbar. Vietnam als Land, das nach jahrzehntelangem Krieg und seinen Folgen wie "Phoenix aus der Asche" steigt, ein Überblick über die Menschen, ihre Sitten und Gebräuche, ein Stück exzellent bebilderter Geographie, aber alles immer und stets unter exotisch-kulinarischem Gesichtspunkt. "In Vietnam musst du das Essen nicht suchen, es sucht dich!" sagt man im "Land der Farben und des Lichts". Und in der Tat, Streetfood ist ein Schwerpunkt vietnamesischer Küche, das "Snacken" eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Der Imbiss auf der Strasse, aus den mobilen Garküchen, ist gesund, frisch zubereitet und höchst abwechslungsreich. Wie in vielen asiatischen Ländern kommen auch in Vietnam zu Hause alle Speisen gleichzeitig auf den Tisch, "so wird aus dem Essen ein Akt der Gemeinschaft und gegenseitigen Sympathie." 160 Rezepte präsentiert das Buch mit meist ganzseitigen, Appetit anregenden Fotografien, stets sind es kleine Gerichte, vielseitig kombinierbar, geradezu ästhetisch sehen sie aus, die Portionen, keine deftigen Gerichte, eher zierliche Teller-Arrangements. Frühlingsrollen, viel frisches Gemüse, immer wieder Kräuter in allen Variationen, Reis in ungeahnten Abwandlungen und dann die berühmte Nudelsuppe. Übrigens darf man Suppen in Vietnam auch schlürfen: als akustische Genußbestätigung sozusagen. Essen hat in Vietnam nicht nur eine religiöse Bedeutung - "so erklären sich viele Speiseopfer bei der Ahnenverehrung auf dem Hausaltar" - es bedeutet auch, beeinflusst durch die chinesische Küche Gesundheit im Sinne von Yin und Yang. "Bananenblütensalat mit Aal" oder "Glücksrollen mit Lachs", vielleicht auch "Tunfisch in Karamellsauce", das klingt spannend, aufregend fremdländisch und fordert geradezu dazu auf, Zubereitung und Gaumenfreude zu entdecken und zu erobern. Das Buch bietet jede Voraussetzung dazu: alle Rezepte mit ihren übersichtlichen Anleitungen sind eingebunden in eine Reise durch ein faszinierendes Land. Für die beiden Autoren gehört die vietnamesische Küche "zu den besten der Welt"! -Barbara Wegmann
Leserbewertungen: Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 9 Bewertungen)
Leserkommentare:* Wunderbar (5 von 5 Punkten) meint G. aus München Viel mehr als nur ein Kochbuch, fast schon ein Reiseführer!
Sehr ansprechend finde ich die schönen Fotos, die den Alltag in Vietnam veranschaulichen. Eine tolle Idee sind die vielen Sprichwörter und die kurzen Artikel zu Alltagsdingen Vietnams - wie z.B. zu Kegelhüten oder auch den typischen Lebensmittlen, z.B. Wasserspinat.
Die Rezepte sind aufgeteilt in die 3 großen Regionen Vietnams: Süden (Sai Gon), Mitte (Hue) und Norden (Ha Noi). Von den traditionellen vietnamesischen Rezepten sind alle dabei - soweit ich das beurteilen kann (ich lebe seit mehreren Jahren mit einem Vietnamesen zusammen). Besonders hinweisen möchte ich auf Bún bò Hué - mein absolutes Lieblingsgericht, die Rindfleisch-Nudelsuppe aus Hue, mit raffinierter Würzung.
Am Ende des Buches folgen Menüvorschläge sowie Buch- und Reiseempfehlungen. Dieses wunderbar aufgemachte Buch ist den stolzen Preis wirklich wert!
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