Mrs. Mortimers übellauniger Reiseführer Erscheinungsjahr: 2009 m. 28 Illustr. u. Ktn.-Skizzen Hobby/Freizeit Gewicht: 212 gr / Abmessungen: 190 mm x 120 mm x 14 mm Von Mortimer, Favell Lee / Hrsg. v. Pruzan, Todd Von dreckigen Franzosen und tollpatschigen Portugiesen, versoffenen Asiaten und wilden Negern, die Menschen fressen: Obwohl die Bestsellerautorin Mrs. Mortimer (1802-1878) ihr Leben lang nicht aus England hinauskam, schrieb sie doch unbeirrbar Reiseführer. Darin rechnete sie mit der ganzen Welt ab; ihre Bücher wimmeln geradezu vor Vorurteilen. Sie sind überhaupt nicht politically correct - und gerade deshalb hinreißend zu lesen. Pressestimmen: "Eine höchst amüsante Sammlung von Boshaftigkeiten." Südkurier Die Idee ist erfrischend: ein Buch über die Länder der Welt, in dem garantiert nicht die durch Werbung und Reisebüros überstrapazierten Begriffe "Traumstrand", "pittoreske Fischerdörfer" und "perfekte Orte zum Seele baumeln lassen" vorkommen. Nein, es soll um eine ganz und gar schonungslose Betrachtung der Länder gehen, die in politisch inkorrekter Weise den Finger auf Wunden legt, Tacheles redet, schonungslos unbequeme Wahrheiten nennt. Doch wer jetzt eine aktuelle Abrechnung erwartet, wird enttäuscht sein, denn das Buch Die scheußlichsten Länder der Welt macht einen Riesensprung in die Vergangenheit. Es lässt Favell Lee Mortimer literarisch wieder auferstehen. Die Star-Autorin im viktorianischen England teilte ums Jahr 1850 ihren staunenden Mitmenschen in drei Bestsellern mit, wie schrecklich es draußen in der Welt zugeht. Das Kuriose: Sie war analog zu Karl May nie in den Regionen, über die sie schreibt. Alles hat sie aus anderen, vielen anderen Büchern zusammengetragen - vor allem das Kritische, das Böse, das Negative. "Die Franzosen machen dauernd Komplimente, und diese Komplimente stimmen oft nicht", warnt Mrs. Mortimer. Schlimmer sei es jedoch in Spanien, "dort gibt es Räuber und Mörder" und manche Männer "benehmen sich wie Wölfe". Klar finden sich auch Beschreibungen, die in der heutigen Zeit noch einigermaßen durchgingen. Und dass New Orleans ein gefährlicher Ort für Leib und Seele ist, bewies nicht zuletzt die grausame jüngste Hurrikan-Vergangenheit. Nichtsdestotrotz: Es finden sich einige unterhaltsame Passagen und für Reisemuffel sind die reaktivierten Geschichten ohnehin eine willkommene Rückenstärkung. Lautet doch das Credo: Am schönsten ist es einfach zu Hause. Apropos zu Hause. Die Deutschen kommen bei Favell Lee Mortimer ohnehin erstaunlich gut weg. Sie schreibt von "kräftigen, großen, gut aussehenden Männern. Die Frauen sind frisch und hübsch." Andererseits bemängelt Mortimer aber, dass sie ihre Häuser nicht sauber halten, weil sie zu viel draußen sind. Dafür lieben sie das Stricken. "Sie sind so in ihre Stricknadeln vernarrt wie die Männer in ihre Pfeifen." Spätestens jetzt wünscht man sich ein aktuelles Update à la Mortimer, an das sich aber keiner trauen wird, aus Angst vor Klagen, wüsten Anrufen, Morddrohungen. - Christian Haas
Buch:
Übergangsriten: (Les rites de passage) (Campus Bibliothek)
Autor:
Arnold van Gennep, Ausgabe vom 12. Sept. 2005, Broschiert, Verkaufsrang 91144
Product Description Arnold van Genneps Hauptwerk Les rites de passage, zuerst 1909 erschienen, ist ein Klassiker der Ethnologie, wenn es um die Wahrnehmung und Erforschung rituellen und symbolischen Verhaltens geht. Van Gennep beschreibt, wie bei unterschiedlichen Völkern das Problem der Grenzüberschreitung, das die Dynamik des sozialen Lebens begleitet, durch die Herausbildung von Ritualen bewältigt worden ist so etwa Orts-, Status- und Berufswechsel, Erwachsenwerden und Altern, Geburt und Tod. Die damit verbundenen Rituale bezeichnet er als Übergangsriten . Sein Buch bietet ein bis heute aktuelles Modell zur Einordnung und Erklärung ritueller Praktiken und eröffnet einen neuen Blick auch auf unsere modernen Alltagsrituale.
Hörbuch:
Mitmachtänze, je 1 CD-Audio, Tl.1: Aus Belgien, Bulgarien, England, Griechenland, Irland, Mexiko, Rumänien, Schottland, Serbien, der Türkei, Ungarn, den USA