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Aus der Amazon.de-Redaktion Davon, dass das Leben oftmals die merkwürdigsten Wege geht, weiß Philipp Poisel ein Lied zu singen, aktuell zu hören auf seinem zweiten Album Bis Nach Toulouse. Auch, dass diese Wege verschlungen und lang sein können, um dort hinzugelangen, wo man gerade ist. Pläne und Hoffnungen, die sich nicht erfüllen, Krankheiten, die sich plötzlich auf der Überholspur der Lebensautobahn als unerwartete Vollsperrung in den Weg stellen; gerade noch mit Vollgas und plötzlich ausgebremst. All das hat der Sänger aus Ludwigsburg mit seinen 27 Jahren schon erlebt. Zum Beispiel die Konfrontation mit dem eigenen Ende nach Diagnose eines Hirntumors; glücklicherweise ein medizinischer Irrtum. Seine Bewerbung als Realschullehrer in den Fächern Musik, Kunst und Englisch, abgelehnt. Schlüsselerlebnisse, die sein Leben bestimmten und daher seinen Songs Authentizität verleihen. Einzig sein verträumter Blick und die weichen Gesichtszüge könnten darüber hinwegtäuschen, dass Philipp Poisel ein gehöriges Maß an Lebenserfahrung und musikalischen Fähigkeiten auf den rauen Straßen in fast ganz Europa erworben hat. Mit der Klampfe Stimmungen zu erzeugen, Geschichten zu erzählen und Leute mitzureißen, das gelingt Philipp Poisel auch auf Bis Nach Toulouse, in Songs, die von seinen Erfahrungen berichten ("Markt und Fluss"). Sie zeichnen aus, was Max Herre (Freundeskreis) in seiner LEA Award Laudatio über Phillp Poisel so treffend als "warmen, coolen, schludrigen Folksound" bezeichnet hat ("Zwischen Innen Und Außen"). Im Vergleich zu seinem Vorgänger Wo Fängt Dein Himmel An? ist das neue Album noch vielschichtiger ausgefallen und fasziniert durch thematische und musikalische Vielfalt seiner 12 selbst komponierten und getexteten Songs, der letzte davon live ("Ich Will Nur"). Produziert wurden sie von Frank Pilsl dessen einfühlsame Arrangements mit akustischer Gitarre, Drums, Klavier, zuweilen Cello, daherkommen, wie perfekt für Philipp Poisel auf den Leib geschneidert. Bis Nach Toulouse ist ein besinnliches aber keinesfalls depressives Album geworden. Philipp Poisel versteht sich vielmehr auf die Lebenskunst, den tiefgründigen, ernsteren Seiten des Lebens mit einer gewissen Heiterkeit zu begegnen und zu dem Fazit zu kommen "Auch wenn das Leben manchmal traurig ist, bin ich froh dabei zu sein." ("Froh Dabei Zu Sein") - Andreas Schultz
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Aus der Amazon.de-Redaktion Adele Laurie Blue Adkins mag der aufreizende Glamour einer Lady GaGa fehlen oder die Skandalträchtigkeit einer Amy Winehouse, dafür verfügt die 22-Jährige Sängerin und Songwriterin aus London über eine Stimme, welche nun schon zum zweiten mal die gesamte Konkurrenz in die Schranken verweist. Bereits ihr vor drei Jahren erschienenes Debütalbum 19 beeindruckte auf der ganzen Linie. Auf 21, entstanden unter der Regie von Rick Rubin (Johnny Cash, Red Hot Chili Peppers) und Paul Epworth (Plan B, Bloc Party), hat sie sich noch einmal in allen Belangen deutlich verbessert und liefert eine der Platten des Jahres 2011 ab. Bereits Rolling In The Deep, die erste Singleauskopplung, mit der sie das Album eröffnet, erweist sich als absolut unwiderstehlicher Hit. Und in der gleichen Preisklasse geht es mit Songs wie "Turning Tables" und "Rumour Has It", einer phantastischen, mit Soul- und Gospel-Elementen und einem mächtigen Background-Chor veredelten Uptempo-Nummer, weiter. Adele hat sich vom großen Erfolg ihres ersten Albums nicht im geringsten unter Druck setzen lassen und sich zur Fertigstellung von 21 soviel Zeit wie nötig genommen. Herausgekommen ist dabei eine Platte, auf der sie die Welt aus einer veränderten, deutlich differenzierteren Perspektive heraus betrachtet. Dieser persönliche Reifeprozess hinterlässt vor allem in Songs wie "Set Fire To The Rain" oder der herzerweichenden Ballade "Someone Like You", mit der sie das Album beschließt, seine unüberhörbaren Spuren. Adele setzt, wie schon beim Debüt, auf 21 nicht auf laute Effekte sondern ganz auf die beeindruckende Kraft ihrer Stimme. -Franz Stengel
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Vielen Künstlern ging es in der Vergangenheit bereits so: Irgendwann kommt man an einen Punkt, an dem man - zumindest für ein gewisses Stück - seinen Weg alleine weiter gehen muss. Alle Sicherheitsgedanken und sonstige Bedenken über Bord werfen und sich die metaphorischen Siebenmeilenstiefel schnüren. Den richtigen Pfad finden. Die richtigen Ideen an den richtigen Orten zur richtigen Zeit haben. So ging es auch Rea Garvey (bislang bekannt als Sänger und Frontmann der Rockband Reamonn) als er beschloss, einen musikalischen Alleingang zu wagen. Herausgekommen ist sein Solo-Album Can?t Stand The Silence , welches Ende September dieses Jahres erscheinen wird. Die gleichnamige erste Single-Auskopplung daraus wird bereits Anfang September veröffentlicht und gibt damit den offiziellen Startschuss zu einem sehr persönlichen Solo-Projekt. Dass dieses Projekt ausgerechnet den Titel Can?t Stand The Silence trägt, kommt nicht von ungefähr und könnte zugleich Maxime für so gut wie jeden Musiker sein. Musikalisch gesehen betritt Rea Garvey mit diesem Solo-Album zum Teil gänzlich neue Wege. Songs wie "Colder" oder auch "Yesterday" vom letzten Album "Eleven" zeigten bereits eindeutig die Tendenz zur neuen musikalischen Experimentierfreudigkeit des Iren, auf dem Werk Can?t Stand The Silence wird es nun konkret. Da gibt es elektronische Einflüsse, alles ist irgendwie rougher und kantiger als man es von Reamonn gewohnt war. Sich voll und ganz gehen lassen, nichts zurückhalten - die erklärte Maxime für Can?t Stand The Silence . Persönlicher und näher als je zuvor ? Rea Garvey.