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19 Es steht zwar so auf dem Cover bzw. iPod-Display, scheint aber nicht recht mit der Realität vereinbar: 19-so heißt das Debütalbum der Londoner Sängerin und Songschreiberin Adele, und der Titel soll ihrem Alter entsprechen. Auf die Richtigkeit der Angabe deutet neben der Tatsache, dass die Texte fast ausschließlich von Freud und (vor allem) Leid in einem jungen Liebesleben handeln, auch der Londoner Akzent der jungen Generation hin, der Adele mit Lily Allen, Kate Nash und anderen modernen Vertreterinnen ihrer Zunft verbindet. Doch all das tritt in den Hintergrund angesichts von Adeles imponierender Reife, die sich in Gesangsstil, Ausdruckskraft und ihrem ganzen Auftreten niederschlägt. Das Adele schon in einer anderen Liga spielt, belegen-auf mitreißende Weise-"Daydreamer" mit geschmeidigem, anspruchsvollem Gesang und jazzig leichter Gitarre sowie "Hometown Glory" mit seinen dunklen, melancholischen Klavierakkorden, die die Bühne für einen schonungslosen Seelenstriptease bilden. Wenn man zwischen unvergessenen Stimmwundern wie Ella Fitzgerald und heutigen Sängerinnen wie Amy Winehouse eine Linie zieht, dann balanciert Adele gekonnt darauf-ein Drahtseilakt voller Leichtigkeit. Vor allem in "Cold Shoulder" und dem kontrabassbetonten "Best for Last" lassen sich durchaus Anklänge an Amy Winehouse erkennen, und mit einer solchen Ausrichtung nicht an Glaubwürdigkeit zu verlieren, wird immer schwierig bleiben. Natürlich schafft Adele es trotzdem, und zwar spielend. Die Titelzeile des zukünftigen Klassikers "Chasing Pavements" wird mit echtem Gefühl intoniert, obwohl sie eigentlich Nonsens ist "Gehsteige verfolgen"-und wer so etwas überzeugend hinbekommt, hat zweifellos eine besondere Gabe. Man darf gespannt sein, womit Adele erst als Twen aufwarten wird. -James Berry
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Er bewegt sich zwischen zwei musikalischen Welten? und es scheint, als würden zwei Herzen in seiner Brust schlagen: David Garrett hat in der Welt der Klassik seinen internationalen Durchbruch gefeiert. Doch das allein war nicht genug. Er hat sich schließlich ganz neu erfunden, mit seinen Crossover-Alben den Rest der Welt erobert und allerorts Begeisterungsstürme entfacht. Nach seinen grandiosen Erfolgen in der Pop-Rockwelt kehrt David Garrett nun mit dem neuen Album "Legacy" zu seinen Wurzeln zurück, die das Fundament seines Könnens und auch den Beginn seiner außergewöhnlichen Reise markieren. "Es geht im Leben nicht darum, es sich einfach zu machen, sondern etwas richtig zu machen", erklärt David Garrett seinen Antrieb, die Vielfalt seiner Projekte aufwändig und anspruchsvoll zu gestalten, anstatt sich einfach nur zu wiederholen. Seinen großen Vorbildern Nicolo Paganini, Fritz Kreisler und Isaac Stern verpflichtet, hat David Garrett für "Legacy" zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra und Ion Marin das Konzert für Violine und Orchester D-Dur, Op. 61 von Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) aufgenommen. David Garrett ist ein Künstler, der ganz in der Tradition der Violinvirtuosen versucht, Altes mit Neuem zu kombinieren, ohne dabei die eigenen Wurzeln zu vergessen. So hat er sich dafür entschieden, neben dem Beethovenschen Violinkonzert Werke von Fritz Kreisler (1875-1962) neu zu arrangieren und aufzunehmen. Fritz Kreisler hat das fast schon in Vergessenheit geratene Violinkonzert in die Konzertsäle des 20. Jahrhunderts zurückgebracht und mit wunderbaren Kadenzen versehen. So liegt die Kombination von Beethoven und Kreisler nahe. Fritz Kreisler war Violinist, Komponist und Arrangeur. Er schöpfte aus einem reichhaltigen Fundus und stellte immer wieder neue Werke vor, wie z.B. von Pugnani, Corelli oder Tartini. Später gab er zu, dass die Werke von ihm im Stile des jeweiligen Komponisten stammten. David Garrett hat auf seinem neuen Album "Legacy" sechs Werke von Fritz Kreisler für Violine und Orchester sowie die 18. Variation aus Rachmaninoffs Paganini-Variationen für Klavier und Orchester neu arrangiert. Bei Letzterem ergaben Davids Recherchen, dass die Bearbeitung für Violine und Orchester ebenfalls von Fritz Kreisler stammt. Mit den Aufnahmen des Violinkonzertes von Beethoven erfüllt sich David Garrett einen Lebenstraum und unterstreicht nach seinen drei Crossover-Alben "Virtuoso", "Encore" und "Rock Symphonies", dass die Reise zu seinen musikalischen Wurzeln mehr ist als eine Rückkehr: Es ist der Beginn eines neuen, beeindruckenden Kapitels seiner Erfolgsgeschichte, die zwei Welten vereint, wie es nur wenigen Künstlern auf diesem Planeten gelingt.
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Zum 20jährigen Bandjubiläum läuten AnNa R. und Peter Plate nunmehr ihre dritte Dekade ein. Es geht weiter! Sie sind wieder da ? wie der sprichwörtliche Phönix aus der Asche ? und legen ganz lässig und mit großer Selbstverständlichkeit das beste Album ihrer Karriere hin. Ein Album, das einfach nur "Ja" sagt ? "Ja" zur Liebe, "Ja" zur Sehnsucht, "Ja" zum Glück. Rosenstolz sind am Leben. Und wie! AnNa R., kraftvoll wie nie, Peter Plate, lyrisch und musikalisch auf einem absoluten Höhepunkt. Rosenstolz melden sich aber nicht nur mal so zurück - sie donnern direkt in die Ohren... und mitten ins Herz! Wir sind am Leben. Ein Statement voller Mut und Zuversicht. Das erste Lied, das gleichzeitig Album-Titelsong und neue Single in einem ist, ist eine Hymne an die Wiederauferstehung der Band, vor allem aber an den Glauben an sich selbst und an das, was Rosenstolz seit zwei Dekaden auszeichnet. Entstanden in jener Phase, in der noch lange nicht alles wieder gut war. Ein Song von geradezu hypnotischer Qualität, der sich stetig hochschraubt zu einem befreienden Refrain. Gekontert mit einer fast schon stoischen Klavierspur, die sich wie ein roter Faden durch die Melodie zieht. Ein geradezu schwungvoller Befreiungsschlag. Wenn nun das zwölfte Studioalbum Wir sind am Leben erscheint, ist es schlichtweg eine Wiederkehr der Lebensfreude. Entscheidend war die Liebe zur Musik, Schöpfungswillen, Überlebensgeist und die Fähigkeit sich neu zu erfinden. Neugier. Ehrlichkeit. Rosenstolz bleiben sie selbst. Die elf Songs des neuen Albums sind Abschied und Ankunft zugleich ? und lassen die dritte Rosenstolz-Phase beginnen, Rosenstolz 3.0, wenn man so will.