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Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie - Barack Obama
Buch:Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie
Autor:Barack Obama, Ausgabe vom 1. Mai 2009, Taschenbuch, Verkaufsrang 4689
Preis: 9,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Aus der Amazon.de-Redaktion
Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren. Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy. Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten. So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." -Henrik Flor, Literaturtest


Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 37 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Faszinierend (5 von 5 Punkten) meint I.
Barak Obama beschreibt die Geschichte seiner Familie. Darum geht es in diesem Buch- und um die Probleme der Farbigen, mit der aufgezwungenen Welt der Weißen zurechtzukommen und seinen Platz zu finden. Er beschreibt die Spurensuche genau und sehr persönlich. Der Leser erfährt viel Neues über die Zerrissenheit der Farbigen in den USA und über das Leben in Kenia. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und meinen Horizont erweitert.
Allerdings ärgere ich mich über den deutschen Titel, wie so oft bei Übersetzungen. Das Buch heißt "Dreams from my Father" - wie um alles in der Welt kann man das mit "Ein amerikanischer Traum" übersetzen? Der Vater war Kenianer und nur zum Studieren in den USA. Da hat wohl ein Verleger gemeint, ein bisschen aktueller werden zu müssen - das wird dem Buch nicht gerecht.

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Ermittlung auf zwei Rädern: Die wahre Geschichte des verdeckten Ermittlers, der sich in die brutalste Motorradgang Amerikas einschleuste - William Queen
Buch:Ermittlung auf zwei Rädern: Die wahre Geschichte des verdeckten Ermittlers, der sich in die brutalste Motorradgang Amerikas einschleuste
Autor:William Queen, Ausgabe vom 2. Juni 2008, Broschiert, Verkaufsrang 9014
Preis: 17,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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1998 war William Queen schon ein Veteran als ATF-Agent, der Motorräder liebte und Papierkram haßte. Das Angebot einer Informantin, einen verdeckten Ermittler in einen der gefährlichsten Bikerclubs Nordamerikas zu schleusen, kam gerade recht. Queen überlegte nicht lange und griff zu. Er konnte nicht ahnen, daß es die aufwändigste Ermittlung gegen einen Motorradclub in der Geschichte der Vereinigten Staaten werden würde. Als Billy St. John schaffte er es, ein Vollmitglied zu werden und geriet mehr und mehr in einen psychologischen Zwiespalt: Keine Frage, die Mongols mochten Billy und würden jederzeit für ihn in den Tod gehen. Aber William würden sie ohne mit der Wimper zu zucken töten. Und er fand bei den Mongols Kameradschaft, die er das letzte Mal im Vietnam-Krieg erlebte und die in seiner Behördenlaufbahn ausgeschlossen zu sein scheint. "Ermittlung auf zwei Rädern" ist eine rasante Fahrt durch die Biker-Subszene mit all ihren Widersprüchen, Liebenswürdigkeiten und Schattenseiten.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 6 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Billy St. John & William Queen ...... (5 von 5 Punkten) meint n. aus Kurpfälzer
....... bekommen 5 Sterne von mir für ihre ermittlerischen und menschlichen Leistungen.
Ob nun Queen der bessere Mensch oder St. John der bessere Ermittler war möge jeder für sich Entscheiden.
Die "Guten" sind nicht immer "gut" und die "Bösen" sind nicht nur "böse".
Mit St. John hatte Queen seinen eigenen Dämon erschaffen und die Geister die er rief wird er auch nicht mehr los werden.
Ein erhobener Mittelfinger gegen das amerikanische Gutmenschentum und deren Bürokratie, gezeigt von einem Diener des Systems.
Bleibt nur zu hoffen dass beide Seiten davon lernen!

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Brief an ein christliches Land: Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus - Sam Harris
Buch:Brief an ein christliches Land: Eine Abrechnung mit dem religiösen Fundamentalismus
Autor:Sam Harris, Ausgabe vom 10. März 2008, Gebunden, Verkaufsrang 9162
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Lesen Sie dieses Buch, und wenn es das Letzte ist, was Sie tun. Es wird Sie verändern. (Richard Dawkins, Autor von "Der Gotteswahn")

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 14 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Wenn die Logik den Glauben erdolcht. (5 von 5 Punkten) meint *. aus Hamburg
Ich habe das Buch geschenkt bekommen, weil ich mit meinen Fragen immer "hinterfrage". Nun ist es gelesen und ich bin begeistert. Dieses Büchlein versetzt dem Glauben einige sehr präzise Stiche und dennoch hat es mich streckenweise schier aus den Socken gehoben, weil ich nicht wusste wie es in den USA um den erzkonservativen Glauben bestellt ist. Sam Harris hat einen deftigen, teilweise wütenden Brief an seine Landsleute geschrieben und zum objektiven Nachdenken aufgefordert. Ob die "Taube-Ohren-Gläubigen" aber auch nur einen Satz davon an sich heranlassen, ist äußerst zweifelhaft.
Dennoch, wer selbst manchmal gerne einige Wortgefechte führt, dem hat Harris jetzt kaum weg zu diskutierende, logische Argumente in die Hand gegeben, welche schwer zu verdauen sein dürften. Was mich an dem Buch begeistert hat, ist die Möglichkeit sich an den Beispielen und Zeilen entlang zu bewegen. Man kann sie drehen und wenden, darüber grübeln und mit den eigenen Gedanken gleich ein paar weitere Fragen ausbuddeln.
Ich habe es übrigens von einer Katholikin geschenkt bekommen. Vielleicht ist doch noch nicht alles im ...!

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Kampf dem Terror - Kampf dem Islam?: Chronik eines unbegrenzten Krieges - Peter Scholl-Latour
Buch:Kampf dem Terror - Kampf dem Islam?: Chronik eines unbegrenzten Krieges
Autor:Peter Scholl-Latour, Ausgabe vom Okt. 2004, Broschiert, Verkaufsrang 23023
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Oriana Fallaci wurde mit ihrer Anklageschrift Die Wut und der Stolz binnen kurzem zur Chiffre für die wütend-emotionale Bewältigung des 11. Septembers 2001. Peter Scholl-Latours Analyse ist ein gelungenes Beispiel für die erheblich rationalere Auseinandersetzung mit dem Thema. Wesentlich differenzierter in der Darstellung und moderater im Ton lässt der weit gereiste Journalist aber dennoch keinen Zweifel an seiner kritischen Bewertung aufkommen. Denn ihm zufolge waren die Terrorangriffe von Manhattan und Washington nur überraschend, was ihre schreckliche Dimension anbetrifft. Ansonsten seien sie fast zwangsläufig vorherzusehen gewesen. Und: Die USA trugen laut Scholl-Latour mit ihrer Politik im Nahen und Mittleren Osten entscheidend dazu bei, dass es so weit gekommen ist. Scholl-Latour geht in zwei Schritten vor. Im ersten Teil bietet er eine systematische Analyse, die die verschiedenen Argumentationsstränge des Buches zusammenbindet. Dort findet der Leser neben der bei diesem Thema fast schon obligatorischen Entkräftung des Anti-Amerikanismus-Vorwurfs so kluge Sätze wie: "Jede Diplomatie ist zur Ratlosigkeit verurteilt, wenn die Bewältigung politischer Konflikte die Form eines Gottesgerichts annimmt." Aber diese Erkenntnis lässt sich auch auf George Bushs Aufruf zum "Kreuzzug" anwenden. Alle seine Talente spielt der Autor in den Länderstudien (Afghanistan, Irak, Israel, Indien, Pakistan, Usbekistan und China) aus. Auf der Grundlage seiner "Chronistentätigkeit am Ort des Geschehens, die mehr als ein halbes Jahrhundert umspannt", entsteht ein Mosaik aus historisch fundierten, aktuellen Reportagen. Scholl-Latour informiert, indem er erzählt. Dabei gelingt es ihm vielfach, seine persönlichen Eindrücke, Erlebnisse und Gespräche so miteinander zu vernetzen, dass sich immer wieder aufschlussreiche Querverbindungen ergeben. Das Buch - aufwändig ausgestattet mit vielen farbigen Karten und Fotos - ist gespickt mit englischen, französischen und lateinischen Zitaten. Dieses Element der intellektuellen Selbstinszenierung des Autors werden manche Leser als Bereicherung empfinden, andere als störend. Angesichts des überzeugenden Gesamteindrucks des Buches ist dies allerdings eine lässliche Sünde. -Dr. Manfred Schwarzmeier
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Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 41 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Fakten, Tatsachen und das Fragezeichen! (5 von 5 Punkten) meint n. aus Kurpfälzer
Letztendlich, beim stöbern wurde mir bewusst dass doch auch dieses Buch es verdient fair bewertet zu werden.
Dies deshalb weil ich mich beim durchblättern und lesen einzelner Passagen sofort daran erinnerte wie beeindruckt ich schon damals von diesem Buch war.
Mitunter ist mir der Alte unheimlich weil sich doch fast alles bewahrheitet hat was er schrieb und ich mich frage ob Peterchen mediale bzw. seherische Fähigkeiten besitzt.
Auf seinem Gebiet ist er mitlerweile kultig und in so mancher Talkshow stellte er so manchen Politiker und nach dem Main-Stream plappernden Journalisten in die Ecke, was vielleicht gar keine Absicht war.
Das Urgestein Scholl-Latour machte nicht umsonst ein Fragezeichen hinter den Buchtitel!
Wusste er doch selbst als altgedienter französicher Falschirmjäger und Veteran, dass Terror und Terrorismus keine Gegner sind, sondern lediglich Formen der Kriegsführung derer sich der Gegner bedient.
Das blose Erkennen von Terrorismus entbindet nicht der Sorgfaltspflicht sich über den Gegner, dessen Struktur und Philosophie zu informieren.

Den pragmatischen Ratschlag des alten Haudegens hätten auch unsere Politiker überdenken sollen, bevor sie fähnchenschwingend unsere Soldaten in die unwirklichen Gegenden Afghanistans entsandten.
In blinder Hörigkeit folgeten die europäischen Allianzen Uncle Sam unter dem Druck des Nato-Paktes, um am Hindukusch eine demokratische Werte- und Normenordnung zu verteidigen, mit dem aufgrund sozialer und kultureller Prägung das dortige Volk nicht im geringsten etwas Anfangen kann.

Letztendlich hat der Dino Scholl-Latour ein sozialkritisches, politisches Geschichts- oder auch Sachbuch geschrieben das seinesgleichen erst suchen muss.
Er hatte mal wieder Recht!

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Blackwater: Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt - Jeremy Scahill
Buch:Blackwater: Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt
Autor:Jeremy Scahill, Ausgabe vom 1. Sept. 2009, Broschiert, Verkaufsrang 5082
Preis: 11,00 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Kaum jemand hatte von der Firma Blackwater gehört, als im Herbst 2007 in Bagdad auf offener Straße 17 Zivilisten erschossen wurden von Söldnern einer Privatarmee, die im Irak und anderswo für die USA Krieg führt oder Öl-Pipelines bewacht. Die Welt horchte auf: Eine Privatarmee, die niemand kontrolliert, groß genug, um Regierungen zu stürzen. Scahills spannendes Enthüllungsbuch macht deutlich, zu welcher Bedrohung für Recht und Demokratie das neue Söldnerwesen inzwischen geworden ist, das von der Regierung Bush hochgepäppelt wurde.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 3.5 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 10 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Amerikas Söldner im Kreuzzug für Freiheit und Demokratie (4 von 5 Punkten) meint M.P. aus Oberösterreich
Seit dem Beginn des Irak-Kriegs 2003 und der damit verbundenen anhaltenden Besatzungszeit trat in den Medien ein Phänomen immer wieder besonders hervor, das der privaten Sicherheitsfirmen, die im Irak eine wahre Goldgrube entdeckt haben. Im Zusammenhang mit dieser Entwicklung war es vorwiegend die Firma Blackwater, deren Name spätestens seit der blutrünstigen Ermordung von 4 ihrer Söldner am 31. März 2004 in Falludscha in aller Munde ist. Doch was steckt hinter diesem Sinnbild einer modernen "Sicherheitsfirma" die wie keine zweite für die Privatisierung der Kriegsführung steht? Democracy Now!-Korrespondent und The Nation-Mitarbeiter Jeremy Scahill hat mit "Blackwater - Der Aufstieg der mächtigsten Privatarmee der Welt" einen wertvollen Beitrag zur Aufklärung dieser Frage geleistet.

Von der Gründung Blackwaters als Trainingszentrum durch den ehemaligen Navy SEAL und Millionärssohn Erik Prince, die von der Fachwelt begeistert aufgenommen und begrüßt wurde, bis zur Gründung von Blackwater Security Consulting im Jahre 2002 zeichnet Jeremy Scahill die Geschichte dieses symbolträchtigen Unternehmens nach und lässt dabei auch die politischen Verstrickungen Prince nicht im Dunkeln, der dank seiner Kontakte unter den Neokonservativen und christlichen Rechten schon bald auch einen günstigen Vertrag mit dem Pentagon schließen konnte. Möglich gemacht wurde das nicht nur durch die Besetzung wichtiger Posten mit republikanischen Managern aus Rüstungskonzernen, sondern auch durch Donald Rumsfelds vitales Interesse an einer möglichst umfassenden Privatisierung der US-Streitkräfte. Bereits Verteidigungsminister Dick Cheney kürzte unter Bush sen. Das Militärbudget um 10 Milliarden Dollar und reduzierte die Truppenstärke von 2,2 auf 1,6 Millionen und legte somit den Grundstein für jenen Boom, der 2003 einsetzte, als die USA zusammen mit privaten Militärfirmen im Irak einmarschierten und wenige Jahre später feststellten mussten, anfangs zu wenig Truppen eingesetzt zu haben.

"Im Irak heisst das große Geschäft nach dem Krieg nicht Öl sondern Sicherheit." schrieb die Londoner Times (wie sie auf Seite 106 zitiert wird) und so wurde das Land von Euphrat und Tigris bald zum El Dorado für Sicherheitsfirmen, deren Mitarbeitern nach dem Abgang des US-Verwalters Paul Bremer sogar eine rechtliche Immunität (ebenfalls für Mord) garantiert wurde. Spitzengehälter und eine enorme Nachfrage an qualifizierten Personal zogen allerdings auch zwielichtigere Subjekte an, so fanden sich im Dienste Blackwaters zeitweise auch Hunderte Chilenen die einst für die Pinochet-Diktatur gemordet und gefoltert hatten. Mitunter zu einem Problem wurden selbst Kämpfer fremder Staatszugehörigkeit, deren Staaten nicht zur Koalition gehörten und sich dennoch den gleichen Gefahren von Entführung und Ermordung aussetzten, wie Österreichs prominentester Fall Bert Nussbaumer. Einerseits bietet die Kommerzialisierung des Militärsektors auch eine einzigartige Chance für ehemalige Militärangehörige, die aus Altersgründen meist ohne großartige Berufschancen im zivilen Leben verloren wirken.

Der einstige CIA- und Blackwater-Mitarbeiter Jamie Smith beschreibt es sehr treffend (S. 69) "Will man wirklich, dass unsere Freiwilligen vor dem Kasernentor Wache schieben, wenn sie stattdessen viel Wichtigeres für uns leisten könnten?" doch dagegen kontert etwa der Publizist Peter W. Singer (S. 247) "Diese Firmen reden davon, wie sie Kätzchen von Bäumen retten könnten, wenn die große böse Weltgemeinschaft sie nur ließe, aber die Situation ist weitaus komplizierter. Solcherart Lobbyismus zielt nicht selten darauf ab, den Leuten etwas vorzugaukeln...". Was FedEx für die Postbeförderung geworden ist, will Blackwater in der Kriegsführung werden, um die staatliche Konkurrenz in jeder Hinsicht auszubooten. Firmen wie Blackwater sind dabei sehr geschickt darin sich öffentlich zu positionieren und gerade hinter den Kulissen die richtigen Strippen zu ziehen, womit sie auch zum idealen Mittel werden, etwa den Posse Comitatus Act zu umgehen und als schwer bewaffnete Sicherheitstruppen im eigenen Land tätig zu werden, was sonst nur der Nationalgarde auf Anweisung des Gouverneurs oder Präsidenten möglich wäre. Ebenso denkwürdig ist die Möglichkeit private Ausbildner im Ausland für die Aufstellung von "Sicherheitskräften" und "Spezialeinheiten" einzusetzen und das auf völlig legaler Basis, ohne in Kongressausschüssen über eine verdeckte oder offene Intervention abzustimmen.

Ob Outsourcing bei gut belegten Beispielen von Missbrauch durch Gewinnmaximierung und Rechnungslegung mit kaum vertretbaren Mehrkosten wirklich das Patentrezept für die US-Besatzungspolitik im Irak sein kann, ist fragwürdig. Dessen ungeachtet werben entsprechende Firmen mit immenser Kosteneffizienz und machen so potentiellen staatlichen Auftraggebern ihr Angebot schmackhaft, während sie private Auftragnehmer offensiv ermuntern die Kosten für Sicherheitskräfte dem Kunden mit in Rechnung zu stellen. So faszinierend und neuartig diese Idee auf manchen wirken mag, ganz neu ist sie nicht, man versuche sich nur an die Geschichte des Söldnertums in so manchen Bürgerkriegen des 20. Jahrhunderts und im Zusammenhang mit kolonialen Ambitionen erinnern.

Obwohl manche Angriffe auf die Neokonservativen und den "militärisch-industriellen Komplex" einen gewissen ideologischen Anstrich offenbaren, wie auch die Empfehlungen Michael Moores und Naomi Kleins, so gilt es Jeremy Scahill doch ein beachtliches Maß an Glaubwürdigkeit zuzugestehen. Seine Recherchen beruhen nicht allein auf Werken zum Thema, sondern auch den Interviews mit ehemaligen und großteils sogar namentlich genannten ehemaligen Blackwater-Mitarbeitern, sowie eigenen journalistischen Recherchen. Ideologie hin oder her, die Quellen werden angeführt und was zählt ist letztlich die Information und nicht die Aufmachung, an der vielleicht noch jemand Anstoß findet. Sollte das Buch wie angekündigt im Stile von Michael Moores Fahrenheit 9/11 verfilmt werden ist das für dieses kommende Meisterwerk des Enthüllungs-Journalismus eine gebührende Anerkennung.

Fazit:
Jeremy Scahills Blackwater ist gut recherchiert ein exzellentes Beispiel für investigativen Journalismus und spannend wie erschütternd ein Buch das den Leser nicht mehr so leicht los lässt.

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Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia - John Perkins, Hans Freundl, Heike Schlatterer
Buch:Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia
Autor:John Perkins, Hans Freundl, Heike Schlatterer, Ausgabe vom 12. März 2007, Taschenbuch, Verkaufsrang 5729
Preis: 9,95 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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"Mit Krediten Länder zu ruinieren war meine Aufgabe." (John Perkins )

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 19 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Genre ade... (5 von 5 Punkten) meint C.E.
Wirtschaftsthriller. Politthriller. Historische Erzählung. Tatsachenbericht. Insider-Analyse. New Age Buch. Gewissensappell. Systemkritik. Gesellschaftskritik. Blick hinter die Kulisse. Aufruf zur Veränderung. Aufruf zur Besinnung.

fesselnd. packend. aufregend. aufwühlend. nicht-aus-der-Hand-legbar. mitreißend. aufweckend. schockierend. ehrlich. informativ. hintergründig. aufklärend. atemberaubend. tiefschürfend.

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Die Große Rezession: Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft - Nikolaus Piper
Buch:Die Große Rezession: Amerika und die Zukunft der Weltwirtschaft
Autor:Nikolaus Piper, Ausgabe vom 1. Sept. 2009, Gebunden, Verkaufsrang 9434
Preis: 19,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Was kommt nach der Krise?Die Vereinigten Staaten stehen mitten in einem epochalen Umbruch. Die zweite große Weltwirtschaftskrise, die am 15. September 2008 in New York ausgebrochen ist, hat die Ursache in den unverantwortlichen Exzessen an der Wall Street, aber noch mehr in fundamentalen globalen Ungleichgewichten. Amerika hat über seine Verhältnisse gelebt und China hat seinen Handel auf dem Rücken anderer Länder ausgedehnt. Die Ungleichgewichte werden jetzt korrigiert und Millionen Menschen müssen darunter leiden.
Es zeigt sich, dass die USA ihre Wirtschaftsprobleme nicht mehr alleine lösen können. Die Zeiten, in denen die Wall Street den Puls der Weltwirtschaft bestimmte, sind unwiderruflich vorbei. Doch Präsident Barack Obama hat die Chance, die Führungsrolle der nach wie vor dominierenden Wirtschaftsmacht der Welt im Kapitalismus des 21. Jahrhunderts neu zu definieren.
Der Wirtschaftsjournalist Nikolaus Piper hat die Finanz- und Wirtschaftskrise seit ihren Anfängen in New York erlebt. In seiner von vielen Alltagserfahrungen geprägten Analyse schildert er, wie die Krise Amerika verändert und was die Präsidentschaft Obamas für die Weltwirtschaft bedeutet.Amerikas Weg aus der Krise was das für uns bedeutet
Erfahrungen aus erster Hand
Von einem der großen deutschen Wirtschaftsjournalisten

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 4 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Eines der besten Bücher (5 von 5 Punkten) meint M.S. aus Hamburg
Wer interessiert ist in Wirtschaft und Politik findet hier eines der besten Bücher überhaupt. Der Autor legt dar, das der amerikanische Traum noch lange nicht ausgeträumt ist, warum wir uns hinter die USA Stellen sollten, denn sie sind das Bollwerk der Freiheit gegenüber China und CO. Sachlich und kompetent wird die Entstehung der Finanzkrise dargelegt. Dieses Buch hält wirklich was es verspricht, eine allumfassende Analyse Der Finazkrise und ein sachlich kompetenter Ausblick in die Zukunft Amerkias und der Weltwirtschaft!!! 5 Sterne sind noch zu wenig für dieses Buch, ich bin unglaublich beeindruckt gewesen...

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Unternehmen Patentenraub 1945: Die Geheimgeschichte des größten Technologieraubs aller Zeiten - Friedrich Georg
Buch:Unternehmen Patentenraub 1945: Die Geheimgeschichte des größten Technologieraubs aller Zeiten
Autor:Friedrich Georg, Ausgabe vom 31. März 2009, Gebunden, Verkaufsrang 8565
Preis: 19,80 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Bis heute wird peinlichst verschwiegen inwieweit die USA ihren Aufstieg zur Technologiesupermacht nach 1945 aus Deutschland mitgenommenem geistigen Eigentum verdanken. Unter Direktive des US-Präsidenten Truman kam es zum größten Technologieraub aller Zeiten, der nicht nur die komplette Enteignung aller Patente und Entwicklungen beinhaltete, sondern nach der man auch Tausende von Wissenschaftler wie Waren importieren ließ. Neuartige Technologien ziviler und militärischer Art sollten so die veraltenden Industrien der USA modernisieren und den Absturz in eine neue Depression verhindern. Von den Halbleitern bis zum Container wäre ohne die aus Deutschland mitgenommene Technik unser modernes Leben selbst heute noch kaum denkbar. Erstmals wird hier der Versuch der Bilanz unternommen, die viele nicht mehr ruhig schlafen lassen wird.

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 5.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 12 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Erstklassig !!! (5 von 5 Punkten) meint W.
Dieses Fünf Sternebuch des Grabert Verlages bringt es auf den Punkt.
Es ist unglaublich was von den Alliierten nach Kriegsende in Deutschland alles geraubt wurde. Wo wären die eigentlich Heute ohne die gestohle deutsche Technik ?
Unbedingt lesen, ist sein Geld ohne jede Einschränkung WERT !!!

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Warren Buffett - Das Leben ist wie ein Schneeball - Alice Schroeder
Buch:Warren Buffett - Das Leben ist wie ein Schneeball
Autor:Alice Schroeder, Ausgabe vom 1. Okt. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 9575
Preis: 34,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Herr Buffett hat eine intelligente Entscheidung getroffen, als er Alice Schroeder zu seiner Biographin kürte. [...] Eine Autorin, die in der Lage ist, mit den wilden Schlenkern in der Buffett-Story und der Komplexität von Buffetts Berkshire Hathaway-Firmenimperium Schritt zu halten. Frau Schroeder ist ebenso aufschlussreich bei der Beschreibung seiner [Buffetts] exakten Vorahnung der aktuellen Finanzkrise wie auch hinsichtlich seiner skurrilen persönlichen Geschichte. Und sie ist ein klar verständlicher Erklärer finanzwirtschaftlicher Themen. (New York Times)

Leserbewertungen:
Durchschnitt: 4.0 von 5 möglichen Punkten (insgesamt 22 Bewertungen)

Leserkommentare:*
Spannend wie ein Krimi - ein fesselndes Buch! (5 von 5 Punkten) meint T.W.
Meine Frau liest seit Weihnachten jeden Abend dieses Buch. Viele Stellen sogar mehrfach. Der TV bleibt kalt. Zum Glück liest sie nicht Mittags, sonst wäre ich - der Ofen bleibt kalt - schon verhungert oder Warren Buffett müsste mich zum Essen einladen - was ihm aber sicherlich schwer fallen würde - naja selber lesen, dann weiß man warum ...
Till
Warren Buffett - Das Leben ist wie ein Schneeball

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Ein amerikanischer Traum - Die Geschichte meiner Familie - Barack Obama
Buch:Ein amerikanischer Traum - Die Geschichte meiner Familie
Autor:Barack Obama, Ausgabe vom 4. Febr. 2008, Gebunden, Verkaufsrang 15856
Preis: 24,90 EUR (Versandkostenfrei, Lieferbedingungen s.u.)
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Bis zu seine Ankündigung, er wolle demokratischer Präsidentschaftskandidat werden, kannte kaum jemand außerhalb von Illinois Barack Obama. Dass der Senator aus diesem Bundesstaat schon wenige Monate später als Shooting-Star der Primaries und charismatischer Hoffnungsträger gefeiert wurde, hat das politische Establishment in seinen Grundfesten erschüttert. In seiner Autobiografie erzählt er von seinen ersten 34 Lebensjahren. Obama ist nicht nur aufgrund seines raschen Erfolgs ein Phänomen. Er ist sperrig und lässt sich nur schwer irgendeinem Lager zuordnen; wenig verwunderlich, dass die amerikanischen Demoskopen regelmäßig in ihren Vorhersagen scheitern. Obama ist schwarz, stammt aber nicht von aus Afrika verschleppten Sklaven ab. Sein Vater kam aus Kenia als Gaststudent in die USA, die Mutter ist eine weiße Amerikanerin aus Kansas. So ist er vielen Schwarzen zu weiß und hat bei den ersten Vorwahlen im "weißen" Iowa demonstriert, dass er eine Mehrheit unter weißen Wählern einfahren kann. Anderen wiederum gilt er wahlweise als neuer Martin Luther King oder J.F. Kennedy. Obama tritt in einem Land an, das hinsichtlich seiner verschiedenen Ethnien noch immer tief zerissen ist, in dem die Konfliktlinien auch für Insider mitunter schwer verständlich sind. Seine Autobiografie zeigt, wie sich diese Zerrissenheit in dem Werdegang eines Mannes spiegelt, der lange um seine Identität rang. Obamas Autobiografie ist 1995 zum ersten Mal erschienen. Er nennt sie einen "Beitrag zum Verständnis der Rassenprobleme in unserem Land..." Aus ihr lässt sich einiges über die frühen Prägungen des Newcomers erfahren und auch über seine Visionen von einem neuen Amerika. Dass er diese Erinnerungen heute anders schreiben würde, darf als gesichert gelten. So erzählt er freimütig von studentischen Marathon-Partys mit nächtelangen Diskussionen, jeder Menge Dosenbier und Zigaretten. Es sind Passagen wie diese, die nicht zum klassischen Image eines Präsidentschaftskandidaten passen wollen, die aber etwas Wichtiges leisten: Sie helfen, eine Persönlichkeit zu verstehen, die ihren eigenen, keineswegs immer geraden Weg gegangen ist; die eine juristische Karriere in Harvard begann, dann aber in der armen Chicagoer South Side Bürgeranwalt wurde, sich um die Menschen am Rande der Gesellschaft kümmerte und erst langsam in die Lokal-, Landes- und schließlich nationale Politik hineinwuchs. Entstanden ist eine fast intime Autobiografie, "eine persönliche, innere Reise ... die Suche eines Jungen nach seinem Vater und damit auch nach einem überzeugenden Lebensinhalt für ihn, den schwarzen Amerikaner." -Henrik Flor, Literaturtest


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Faszinierend (5 von 5 Punkten) meint I.
Barak Obama beschreibt die Geschichte seiner Familie. Darum geht es in diesem Buch- und um die Probleme der Farbigen, mit der aufgezwungenen Welt der Weißen zurechtzukommen und seinen Platz zu finden. Er beschreibt die Spurensuche genau und sehr persönlich. Der Leser erfährt viel Neues über die Zerrissenheit der Farbigen in den USA und über das Leben in Kenia. Ich habe das Buch sehr gern gelesen und meinen Horizont erweitert.
Allerdings ärgere ich mich über den deutschen Titel, wie so oft bei Übersetzungen. Das Buch heißt "Dreams from my Father" - wie um alles in der Welt kann man das mit "Ein amerikanischer Traum" übersetzen? Der Vater war Kenianer und nur zum Studieren in den USA. Da hat wohl ein Verleger gemeint, ein bisschen aktueller werden zu müssen - das wird dem Buch nicht gerecht.

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