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MISSION Ennio Morricones Oscar-nominierte Filmmusik behandelt den Konflikt der Jesuitenmissionare im 18. Jahrhundert. Sie wollten die eingeborenen Indianer bekehren, während die Sklavenhalter ihre Ausrottung zum Ziel hatten. Ganz im Sinne dieses ernsten Themas und der epischen Erzählweise des Roland Joffe-Films, ist die Partitur stellenweise düster, sehr lyrisch und angespannt. Der erfinderische Morricone mischt, oft auf ein und demselben Stück, liturgische Choräle mit Eingeborenentrommeln und spanischen Gitarrenklängen - und es gelingt ihm so, die Dramatik dieses Aufeinandertreffens der Kulturen perfekt einzufangen. Das Lyrische, sein Markenzeichen, kommt sehr schön herüber, ganz besonders in den wunderschönen Themen "Gabriel's Oboe" und "The Mission". Nicht so überkandidelt wie in seinen allseits bekannten Spaghettiwestern-Filmmusiken, läuft Morricone in The Mission zu voller, dramatischer Höhe auf. -Heidi MacDonald
CD:
The Hours
Philip Glass, Audio CD, Verkaufsrang 20234
Preis:
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The Hours - Von Ewigkeit zu Ewigkeit Wie soll man für einen Film, der in drei aufeinander folgenden Epochen spielt, eine bessere Filmmusik finden als eine Musik, die sich um Zeitlosigkeit bemüht? Die Markenzeichen des Minimalismus von Philip Glass kommen dem Inhalt des Films The Hours sehr entgegen. Der Film basiert auf dem Roman von Michael Cunningham. In dem werden die Geschichten von drei Frauen erzählt: von Virginia Woolf in den frühen 20er-Jahren, von einer Hausfrau kurz nach dem Zweiten Weltkrieg und einer Verlegerin in unserer Zeit. Deren jeweilige Epoche wird auf verschiedene Weise in Beziehung gesetzt zu Woolfs Roman Mrs Dalloway. Es erwartet Sie hier jedoch keineswegs eine Klang-Montage mit Werken aus diesen drei verschiedenen Epochen: Denkbar gewesen wäre ja ein wenig Ravel für Woolf, etwas Max Steiner für die Hausfrau und warum nicht Enya für die Verlegerin! Der Produzent Scott Rudin bediente sich bei Glass, also bei einem zeitgenössisch-klassischen Komponisten, der außerdem auf eine beachtliche Karriere im Bereich des Films verweisen kann, insbesondere in Zusammenarbeit mit Koyaanisqatsi. Die vertrauten Klänge von Glass - die endlos übereinander gelagerten Violinklänge, die statisch wirkenden Melodien, die kargen Rhythmen - all dies trägt bei zu einem soliden Fundament für eine Geschichte, die sich so mühelos in der Zeit vorwärts und rückwärts bewegt. Die Musik wurde für Orchester, Streichquartett und Klavier komponiert. Diese überreiche Fülle von Streichinstrumenten bildet im Hintergrund ein dickes Polster, ein Triumph tonaler Begleitung für den Klavierpart, den Michael Riesman mit Gelassenheit spielt. Er hebt die Passagen hervor, in denen oft nur einzelne Noten auftauchen, die durch nachdenkliche Phasen der Stille voneinander getrennt werden. Ebenso erleben wir kurze Arrangements, in denen Tonleitern wie in Zeitlupe herabrauschen. Diese Kompositionen und ebenso einige der Melodien werden nicht nur den Glass-Fans vertraut sein. Einige Abschnitte der Filmmusik stammen aus seinen Alben Glassworks, Solo Piano und aus seiner Oper Satyagraha. Diese erzählt - was für ein Zufall! - die Lebensgeschichten von drei legendären Männern aus drei verschiedenen Epochen. -Marc Weidenbaum
CD:
Apollo 13
Various, Audio CD, Verkaufsrang 66330
Preis:
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